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Potenziale einer Patient-Blood-Management-Ambulanz. Eine Kosten-Nutzen-Analyse

Title: Potenziale einer Patient-Blood-Management-Ambulanz. Eine Kosten-Nutzen-Analyse

Research Paper (undergraduate) , 2020 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dr. med. Sandro Lorenz (Author)

Economy - Health Economics

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Studienarbeit soll klären, inwieweit die Etablierung einer Patient-Blood-Management-Ambulanz am Universitätsklinikum Wuppertal die Zahl der verabreichten Erythrozytenkonzentrate reduzieren kann und zusätzlich das Potenzial hat, die Patientenversorgung und Patientensicherheit, in Bezug auf transfusions-assoziierte Morbidität und Mortalität, zu verbessern. Zusätzlich sollen, aus gesundheitsökonomischer Sicht, die Kosten eines solchen Vorhabens näher beleuchtet und in Beziehung zu dem Nutzen gesetzt werden.

Das wichtigste Problem bei der Gabe von Fremdblutkomponenten war viele Jahre die Gefahr der transfusions-assoziierten Infektion mit z. B. Hepatis B, C oder HIV. Durch eine deutlich verbesserte Diagnostik und einen optimierten Herstellungsprozess ist dieses Risiko mittlerweile kleiner als 1:1 Million und daher nahezu nicht mehr relevant. Viel mehr im Fokus sind die immunologischen Auswirken nach erfolgter Transfusion mit Fremdblutprodukten gerückt. Es hat geradezu ein Paradigmenwechsel stattgefunden von der ursprünglich als heilbringend und lebensrettend empfunden Bluttransfusion, die sowohl die Sauerstoffversorgung des Gewebes und eine kardiovaskuläre Stabilisierung bewirkt, hin zu einer immunkompromittierenden Transplantation von einem ‚Fremdorgan‘ und negativen Folgen für die Immunkompetenz.

Aus diesem Grunde scheint die Transfusion von allogenen Erythrozyten auch negative Auswirkungen auf die Morbidität und Mortalität und damit auch auf konsekutive Parameter wie die Krankenhausverweildauer und Behandlungskosten zu haben. Aus diesem Grunde hat sich das Patient Blood Management (PBM), auch in Deutschland, seit 2013/2014 erstmals in Forschung und Klinik etabliert, mit dem zugrundeliegenden Verständnis, die Transfusion von allogenen Blutprodukten so gering wie möglich zu halten, um positive Effekte auf Morbidität/Mortalität, Kosten und die effiziente Ressourcennutzung, bei limitiertem Angebot, zu erreichen.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Ausgangslage

2. Ziele

3. Gliederung

II. Hintergrund

4. Patient Blood Management – Allgemeine Betrachtung

5. Patient Blood Management – Morbidität und Mortalität

6. Patient Blood Management – Kosten

III. Empirische Studie

7. Simulation Etablierung PBM-Konzept am Universitätsklinikum Wuppertal

8. Ergebnisse

IV. Zusammenfassung

9. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Etablierung einer Patient Blood Management (PBM)-Ambulanz am Universitätsklinikum Wuppertal gesundheitsökonomisch und klinisch zu evaluieren. Dabei wird analysiert, inwiefern durch dieses Konzept die Anzahl der Fremdbluttransfusionen reduziert und gleichzeitig die Patientenversorgung durch ein verbessertes klinisches Outcome optimiert werden kann.

  • Analyse der diagnostischen und therapeutischen Säulen des Patient Blood Management
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen präoperativer Anämie und postoperativen Komplikationsraten
  • Simulation der Auswirkungen eines PBM-Konzepts auf den Blutverbrauch und die Behandlungskosten
  • Bewertung der ökonomischen Effizienz und Patientensicherheit im chirurgischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4. Patient Blood Management – Allgemeine Betrachtung

Beim PBM handelt es sich um einen Ansatz, bei dem, auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Gabe von allogenen Blutprodukten, im perioperativen Setting, möglichst auf ein Minimum reduziert werden soll und somit ein restriktives Transfusionsregime angestrebt wird (Olivier et al., 2020). Dabei ist in großen wissenschaftlichen Studien die Nicht-Unterlegenheit und sogar eine verringerte Krankenhausmortalität gegenüber einer liberalen Transfusionspraxis gezeigt worden (Mirski et al., 2015). Um dies zu erreichen gibt es drei Säulen (Olivier et al., 2020):

Erstens soll eine präoperativ bestehende Anämie, also Verringerung der Hämoglobinkonzentration, behandelt werden. Dieses Problem ist nicht unerheblich bei einer Prävalenz der präoperativen Anämie von 10,5 bis knapp 48 % (Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), 2018). Dabei stellt die Eisenmangelanämie, mit einem Anteil von mehr als 50 % aller Anämien, die häufigste und zugleich auch effektiv behandelbare Anämieform dar (Kassebaum, 2016). Die Ratio bei dieser ersten Säule ist eine pathologisch verminderte Hämoglobinkonzentration zu diagnostizieren und zu behandeln und damit den Hämoglobinwert, vor der eigentlichen Operation, auf einen normalen bzw. hochnormalen Wert zu heben (Olivier et al., 2020).

Zweitens soll der intraoperative Blutverlust minimiert werden. Dies wird prinzipiell erreicht durch moderne und minimalinvasive Operationsverfahren. Beispiele dafür wären die roboter-assistierte radikale Prostataresektion versus der offenen radialen Prostataresektion bzw. ohne Herzlungenmaschine (off-pump coronary bypass) versus mit Herzlungenmaschine (Checcucci et al., 2020, Potger et al., 2002). Weiterhin werden Blutverluste, mittels Absaugung gesammelt, aufbereitet und per Autotransfusion an den Patienten zurückgegeben (Cell Saver-Prinzip). Auch die Optimierung der patienteneigenen Blutgerinnung soll das Auftreten und die Schwere von Blutungen reduzieren (Olivier et al., 2020).

Drittens soll postoperativ die patientenspezifische Anämietoleranz berücksichtigt werden, die durchaus große Abweichungen, abhängig u. a. von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand haben kann. Der Ansatz ist hier nicht einen Referenzwert für eine Transfusionspflicht über alle Patienten hinweg anzuwenden, sondern eine individuelle Entscheidung zu treffen (Olivier et al., 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der operativen Medizin und die Notwendigkeit des Patient Blood Managements ein, umreißt die Problemstellung und definiert die Zielsetzung der Studienarbeit.

II. Hintergrund: Hier werden die drei tragenden Säulen des PBM-Konzepts sowie der Einfluss einer präoperativen Anämie auf die Morbidität, Mortalität und die Behandlungskosten theoretisch fundiert erläutert.

III. Empirische Studie: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Kennzahlen des Universitätsklinikums Wuppertal und simuliert die kalkulierbaren Auswirkungen der PBM-Einführung auf klinische und ökonomische Parameter.

IV. Zusammenfassung: Der abschließende Teil diskutiert die Ergebnisse der Simulation, bewertet das wirtschaftliche Potenzial und setzt die Erkenntnisse in Beziehung zum klinischen Nutzen des PBM.

Schlüsselwörter

Patient Blood Management, PBM, Etablierung, Anämie, Erythrozytenkonzentrate, Bluttransfusion, Kosten-Nutzen-Analyse, Krankenhausmortalität, postoperative Komplikationen, Anämietherapie, operative Medizin, intraoperativer Blutverlust, Gesundheitsökonomie, Klinik, Universitätsklinikum Wuppertal.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem medizinischen Behandlungskonzept des Patient Blood Managements und dessen Einfluss auf die klinische Ergebnisqualität sowie die ökonomischen Aspekte in einer Klinik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Anämietherapie, der Minimierung von Blutverlusten, der Steigerung der Patientensicherheit und der Analyse von Einsparpotenzialen durch restriktive Transfusionsregime.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob die Etablierung einer PBM-Ambulanz am Universitätsklinikum Wuppertal den Bedarf an Fremdblut senken und gleichzeitig die perioperative Morbidität und Mortalität positiv beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu den medizinischen Grundlagen mit einer empirischen Simulation von Kennzahlen aus dem Geschäftsjahr 2018 des Universitätsklinikums Wuppertal.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des PBM, beleuchtet die medizinischen Risiken durch Anämie und Fremdblutgabe und führt eine datengestützte Simulation zur Wirksamkeit dieser Maßnahmen durch.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Patient Blood Management, Anämietherapie, Kosten-Nutzen-Analyse, Transfusionsmedizin und klinisches Outcome beschreiben.

Warum ist die präoperative Phase im PBM so entscheidend für den Erfolg?

Die präoperative Diagnostik und Therapie einer Anämie ermöglicht es, Patienten mit einem optimalen Hämoglobinwert in die Operation zu schicken, wodurch das Risiko für Transfusionen und Komplikationen bereits im Vorfeld signifikant gesenkt wird.

Welche wirtschaftlichen Synergieeffekte werden für große Klinikbetreiber genannt?

Große Klinikverbünde wie die Helios Kliniken können durch Zentralisierung von Know-how und Infrastruktur sowie durch den Einkauf großer Mengen an Medikation für die Anämietherapie deutliche Kosteneffizienzen erzielen.

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Details

Title
Potenziale einer Patient-Blood-Management-Ambulanz. Eine Kosten-Nutzen-Analyse
College
University of Technology, Business and Design Wismar  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,3
Author
Dr. med. Sandro Lorenz (Author)
Publication Year
2020
Pages
27
Catalog Number
V1268682
ISBN (eBook)
9783346701305
ISBN (Book)
9783346701312
Language
German
Tags
Kosten-Nutzen-Rechnug Patient Blood Management Gesundheitsökonomie Universitätsmedizin Projektion Anämie Operative Medizin Prozessoptimierung Bluttransfusion Morbidität Mortalität Fremdblut Patientensicherheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. med. Sandro Lorenz (Author), 2020, Potenziale einer Patient-Blood-Management-Ambulanz. Eine Kosten-Nutzen-Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1268682
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