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Anwendung der Etablierten-Außenseiter Figuration auf die Situation ausländischer Jugendlicher

Title: Anwendung der Etablierten-Außenseiter Figuration auf die Situation ausländischer Jugendlicher

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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In dieser Arbeit soll dargelegt werden, dass jugendliche AusländerInnen und die deutsche Mehrheitsgesellschaft in einer ganz bestimmten Positionierung, beziehungsweise Hierarchie, zueinanderstehen. Deshalb lautet die Forschungsfrage der Arbeit: Anwendung der Etablierten-Außenseiter-Figuration auf die Situation ausländischer Jugendlicher. Inwiefern lässt sich die Figuration jugendlicher AusländerInnen an deutschen Schulen auf die Etablierten-Außenseiter-Figuration nach Norbert Elias übertragen?

Zur Beantwortung dieser Frage wird im ersten Kapitel die Figurationssoziologie von Norbert Elias vorgestellt. Der Begriff Figuration wird zunächst definiert, außerdem wird in diesem Zusammenhang erklärt, was Elias unter Machtbalancen versteht und wie er seine theoretischen Schlüsse hierzu in seine Figurationssoziologie einbindet. In Kapitel drei wird das Etablierten-Außenseiter-Modell konkret vorgestellt und es wird auf die von Elias, zusammen mit seinem Schüler John L. Scotson im Jahr 1960, durchgeführte Studie mit dem Titel "Etablierte und Außenseiter" eingegangen. Das darauffolgende Kapitel behandelt die Stigmatisierung junger AusländerInnen in Deutschland. Dabei wird zunächst unter Bezugnahme von Goffman (1967) der Begriff Stigmatisierung definiert.

Anschließend wird auf die Auswirkungen von Stigmatisierung und die Stigma-Identitäts-These eingegangen. Um sich auf die Situation der jugendlichen AusländerInnen zu konkretisieren, wird das gesellschaftliche Leitbild und die Situation in den Schulen erläutert. In Kapitel fünf wird das Etablierten-Außenseiter-Modell auf die Situation ausländischer SchülerInnen angewendet. Abschließend werden die Ergebnisse im Fazit zusammengefasst. Die theoretische Ausarbeitung dieser Arbeit, geschieht anhand von themenspezifisch ausgewählter Literatur.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Figurationssoziologie nach Norbert Elias

2.1 Der Begriff Figuration

2.2 Machtbalancen

3. Das Etablierten-Außenseiter-Modell

4. Definition und Auswirkungen von Stigmatisierung

4.1 Definition von Stigmatisierung

4.2 Auswirkungen von Stigmatisierung

4.2.1 Die Stigma-Identitäts-These

5. Bildungsbenachteiligung & Stigmatisierung jugendlicher Ausländer

5.1 Entstehung eines gesellschaftlichen Leitbildes

5.2 Jugendliche Ausländer an deutschen Schulen

6. Anwendung des Etablierten-Außenseiter-Modells

7. Fazit

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Etablierten-Außenseiter-Figuration nach Norbert Elias auf die aktuelle soziale und schulische Situation junger AusländerInnen in Deutschland, um Mechanismen der Bildungsbenachteiligung und Stigmatisierung zu analysieren.

  • Strukturelle Analyse von Machtbalancen in Gesellschaft und Schule
  • Theoretische Fundierung durch das Etablierten-Außenseiter-Modell
  • Identifikation von Stigmatisierungsprozessen und deren Auswirkungen
  • Einfluss von gesellschaftlichen Leitbildern auf die schulische Sozialisation

Auszug aus dem Buch

3. Das Etablierten-Außenseiter-Modell

Das im folgendem beschriebene Modell der Etablierten-Außenseiter-Figuration, ist das Ergebnis einer Fallstudie von Norbert Elias, in welcher er in den 1960er Jahren eine kleine englische Vorstadtgemeinde („Winston Parva“) untersuchte (Elias/ Scotson 1990: 7). Bei dieser sei ein „universal menschliches Thema“, nämlich die strikte Trennung zweier Gruppen zu beobachten (ebd.). Zudem diene das Modell als „empirisches Paradigma“ und liefere Erkenntnisse über Struktureigentümlichkeiten (ebd.: 10).

In der untersuchten englischen Vorstadtgemeinde kam es zu einer Trennung zwischen der „alteingesessenen Gruppe“ und der „Gruppe von spät Zugewanderten“ (ebd.). Dabei wurden letztere von den Etablierten als Außenseiter und somit als Menschen von geringerem Wert wahrgenommen, da ihnen die Bürgertugend und somit ein kollektives Charisma fehlen würde (ebd.). Dabei sehen sich die Etablierten, welche die machtstärkere Gruppe darstellen, als bessere Menschen (ebd.: 8). Grund für die Zuschreibung von „gut“ und „schlecht“ zu den jeweiligen Gruppen, seien sogenannte pars-pro-toto Verzerrungen. Dabei würden die „schlechten“ Eigenschaften der „schlechtesten“ Menschen der Außenseitergruppe für deren Wahrnehmung verantwortlich sein. Umgekehrt würde das Selbstbild der Etabliertengruppe durch die Minorität ihrer „besten“ Mitglieder bestimmt werden (ebd.: 13).

Die Etablierten schließen aufgrund ihres Selbstbildes die Mitglieder anderer Gruppen aus und außerberuflicher Kontakt stellt ein Tabu dar. Die Kontrolle dafür seien entweder Lob oder Ausschluss, sowie Lästereien und damit verbunden sozialer Abstieg (ebd.: 9). Triebkraft sind also sowohl die Zwänge des Einzelnen (dem Selbstzwang), als auch die Zwänge welche sich aus der Gruppenmeinung und der Angst vor sozialem Abstieg entwickeln (dem Fremdzwang).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Stigmatisierung von AusländerInnen durch Stereotype und betonen die Relevanz der Schule als Sozialisationsinstanz für Bildungsbenachteiligungen.

2. Figurationssoziologie nach Norbert Elias: Dieses Kapitel führt in Elias' Theorie der wechselseitigen Abhängigkeiten und das Konzept der Machtbalancen als Grundlage für soziales Handeln ein.

3. Das Etablierten-Außenseiter-Modell: Hier wird das Modell anhand der Studie „Winston Parva“ erläutert, das soziale Trennungen durch Machtgefälle und Stigmatisierung erklärt.

4. Definition und Auswirkungen von Stigmatisierung: Das Kapitel definiert Stigmatisierung nach Goffman und beschreibt deren tiefgreifende Folgen für die Identität und soziale Teilhabe der Betroffenen.

5. Bildungsbenachteiligung & Stigmatisierung jugendlicher Ausländer: Hier wird untersucht, wie Vorurteile und gesellschaftliche Leitbilder im schulischen Kontext zu realen Bildungsungleichheiten führen.

6. Anwendung des Etablierten-Außenseiter-Modells: Dieses Kapitel überträgt das theoretische Modell auf die konkrete Situation von ausländischen SchülerInnen an deutschen Schulen.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Stigmatisierung von ausländischen Jugendlichen als Machtkampf fungiert und weitreichende identitätsbezogene Folgen hat.

8. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Quellen für die theoretische Ausarbeitung der Hausarbeit auf.

Schlüsselwörter

Etablierten-Außenseiter-Modell, Norbert Elias, Stigmatisierung, Machtbalance, Bildungsbenachteiligung, schulische Sozialisation, Identitätsproblematik, Stereotype, Ausländerfeindlichkeit, Interdependenz, Figurationssoziologie, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendung der soziologischen Theorie von Norbert Elias über Etablierte und Außenseiter auf die aktuelle Situation von ausländischen Jugendlichen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Machtbalancen, Prozesse der Stigmatisierung, die Rolle gesellschaftlicher Leitbilder und deren Auswirkungen auf die Chancengleichheit in Bildungseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die strukturelle Bildungsbenachteiligung und Ausgrenzung ausländischer Jugendlicher durch das theoretische Raster der Etablierten-Außenseiter-Figuration erklärbar und sichtbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung soziologischer Modelle auf das spezifische Untersuchungsfeld der Schulsituation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Figurationssoziologie, definiert Stigmatisierungsprozesse und wendet das Etablierten-Außenseiter-Modell konkret auf die Situation an deutschen Schulen an.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Machtbalancen, Stigmatisierung, Identitätsproblematik, soziale Interdependenz und gesellschaftliche Leitbilder.

Wie unterscheidet sich die Täter-Opfer-Struktur laut Norbert Elias?

Elias beschreibt, dass die etablierte, machtstärkere Gruppe durch einen höheren inneren Zusammenhalt (Kohäsion) die Außenseiter stigmatisiert, um ihre eigene Position und ihr Selbstbild aufzuwerten.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Verstärkung von Stereotypen?

Die Schule wirkt als Sozialisationsinstanz, in der implizite Vorurteile der Gesellschaft und Schichtzugehörigkeiten in Noten und Erwartungen einfließen, was den „Stereotype Threat“ für betroffene Jugendliche massiv verstärken kann.

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Details

Title
Anwendung der Etablierten-Außenseiter Figuration auf die Situation ausländischer Jugendlicher
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
24
Catalog Number
V1266266
ISBN (eBook)
9783346704412
ISBN (Book)
9783346704429
Language
German
Tags
Figuration Schule Ausländer Migraten Etablierten-Außenseiter Figuration Norbert Elias Jugendliche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Anwendung der Etablierten-Außenseiter Figuration auf die Situation ausländischer Jugendlicher, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1266266
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