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Die "retorica dell'elogio" in Texten der italienischen Tageszeitungen "La Repubblica" und "Corriere della Sera"

Title: Die "retorica dell'elogio" in Texten der italienischen Tageszeitungen "La Repubblica" und "Corriere della Sera"

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 63 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Magister Artium Andreas Reimann (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den persuasiven Techniken der Lobrede, jener dritten Redegattung des antiken Rhetoriktheoretikers Aristoteles, bei der scheinbar kein strittiger Gegenstand zur Disposition steht. Scheinbar. Mit Aristoteles wird die Rhetorik als die Kunst (téchnē) verstanden,
mit deren Hilfe jeder Redner imstande sei, die Mittel zu finden, beim Publikum Überzeugung zu der durch ihn unterbreiteten strittigen These zu schaffen. Die Rhetorik ist auf die Persuasion des Auditoriums ausgerichtet. Die "Neue Rhetorik" von PERELMAN/OLBRECHTS-TYTECA – welche das Ende einleitete, sich mit der Rhetorik als bloßem Studium des schönen Stils und der rhetorischen Figuren zu beschäftigen – macht deutlich dass das Gelingen einer persuasiven Sprechhandlung von der Zustimmung
des Publikums zur strittigen These abhänge. Als Rezipient innerhalb dieser Kommunikationssituation ist das Publikum also nach wie vor zentraler Angelpunkt rhetorischen Handelns. Insbesondere rückte mit der neuen alten Rhetorik die Argumentationstheorie und –analyse mehr ins Blickfeld des Interesses, die das logische Rückgrat der Rhetorik bildet. Auch die Sprachwissenschaft hat sich dieser neuen interdisziplinären Forschungsrichtung angenommen. In dieser Seminararbeit gilt
es aber, nach den persuasiven Mitteln zu suchen, die in erster Linie nicht dem Logos zuzuschreiben sind. Neben dem Logos sind seit Aristoteles Pathos und Ethos die beiden anderen Wirkungsstrategien der rhetorischen Handlungen. In diesem Zusammenhang spielt auch das Verhältnis der Dichotomie überzeugen/überreden (lat. convincere/persuadere) eine Rolle. Die Lobrede – it. elogio – umfasst das Problemfeld der Epideixis, in der es immer noch unklar ist, inwieweit diese dritte Redegattung, der von Aristoteles als eigentlicher Beurteilungsgegenstand nur
die rhetorische Leistung des Redners zugewiesen wurde, eine persuasive Handlung darstellt. Rhetorisches Handeln ist zudem aber grundsätzlich pragmatisch, also handlungsspezifisch ausgerichtet. Deshalb ist hier die Frage zu stellen, inwieweit in der heutigen Medienwelt, insbesondere im Bereich der Politik, Lobes- und Tadelhandlungen stattfinden, die durchaus auf Überzeugung angelegt sind und schließlich später in eine Handlung übergehen können/sollen. Journalisten verfassen solche persuasiven
Texte und sprechen ein Lob oder einen Tadel aus: Modern gesprochen geben sie eine Kritik über einen allen Lesern bekannten Sachverhalt oder eine Person ab – ... [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Persuasion und Rhetorik

1.1 Die retorica dell’elogio in persuasiven monologischen Texten

1.2 Tadel in den italienischen Tageszeitungen la Repubblica und Corriere della Sera

II. Die Persuasion im Spannungsfeld von Argumentationstheorie und Linguistik

III. Die Lehrgebäude der Antiken Rhetorik

3.1 Ein Überblick: Die historische Entwicklung der Antiken Rhetorik

3.2 Die aristotelische Systematik öffentlicher Redehandlungen

3.2.1 Die Einteilung der drei Redegattungen nach Aristoteles

3.2.2 Die Interpretationsansätze im Problemfeld der Epideixis

3.3 Die rhetorischen Wirkungsbereiche Logos, Ethos und Pathos

IV. Die retorica dell’elogio unter linguistischer Betrachtung und Analyse

4.1 Die Lobrede als Operationsfeld von Ethos und Pathos

4.2 Linguistische Analyse von Kommentaren am Beispiel der Minutio

V. Die persuasiven Strategien der Epideixis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit journalistische Kommentare, die in den Bereich der "Lobrede" (und deren Gegenstück, der Tadelrede) fallen, persuasive Techniken verwenden, um Leser zu überzeugen und Handlungsdispositionen zu beeinflussen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie moderne linguistische Ansätze die antiken rhetorischen Wirkungsbereiche Logos, Ethos und Pathos auf aktuelle politische Medientexte anwenden lassen.

  • Persuasionsstrategien in journalistischen Kommentaren
  • Die epideiktische Gattung im politischen Kontext
  • Linguistische Analyse von Ethos und Pathos
  • Die Technik der Amplifikation und Minutio
  • Das Verhältnis von Überzeugen und Überreden

Auszug aus dem Buch

Die Lobrede als Operationsfeld von Ethos und Pathos

Die klassische Trennlinie zwischen Argumentation und persuasiver Rhetorik verläuft dort, wo man zwischen Logos und Ethos/Pathos unterscheidet, d.h. zwischen der rational-logischen Seite und der affektierten Seite. Mit anderen Worten : An der Frage des Gefühlten, des Affektierten – an der Frage der vordergründig nicht-rationalen Gefühle, Emotionen und Affekte. Das führte in der Argumentationstheorie zum Ausschluss von Ethos und Pathos, was sich in der Dichotomie convaincre und persuader deutlich macht:

„Cette division a donné naissance au doublet ‘convaincre-persuader’, le premier s’adressant aux facultés intellectuelles, le second au cœur. Face à une perspective intégrative qui insiste sur le lien organique entre conviction et persuasion, logos et pathos, on trouve des prises de positions qui les dissocient radicalement en insistant sur leur autonomie respective, voire leur antinomie.“ (AMOSSY 2000¹: 164)

Nun gibt es aber neue Betrachtungen, die nicht gegen die Vertreter der Argumentationstheorie opponieren, sondern schlicht gegen den Ausschluss der Affekte und Emotionen aus der rhetorischen Argumentation sind. Bereits PERELMAN (vgl. 1976: 36) betonte, dass man den Logos nicht völlig von den affektierten Überzeugungsmittel trennen könne bzw. dass jedem affektischen Überzeugungsmittel eine rationale Grundlage zuzuordnen sei – wenn er auch das Pathos nicht in eine Argumentationstheorie eingebunden wissen will (vgl. dazu AMOSSY 2000¹: 168).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Persuasion und Rhetorik: Einführung in die persuasive Technik der Lobrede und die Bedeutung der Publikumszustimmung für rhetorische Handlungen.

II. Die Persuasion im Spannungsfeld von Argumentationstheorie und Linguistik: Darstellung der Entwicklung von Argumentationstheorien seit dem 20. Jahrhundert und deren Verbindung zur Sprechakttheorie.

III. Die Lehrgebäude der Antiken Rhetorik: Historische Einordnung der antiken Rhetorik und Analyse der aristotelischen Systematik der drei Redegattungen sowie deren Wirkungsbereiche.

IV. Die retorica dell’elogio unter linguistischer Betrachtung und Analyse: Anwendung linguistischer Analyseverfahren auf die Lobrede und Tadelrede, speziell unter Betrachtung der Techniken der Amplifikation und Minutio.

V. Die persuasiven Strategien der Epideixis: Synthese der Ergebnisse zur persuasiven Wirksamkeit politischer Kommentare durch den gezielten Einsatz rhetorisch-linguistischer Techniken.

Schlüsselwörter

Rhetorik, Persuasion, Epideixis, Argumentation, Ethos, Pathos, Logos, Amplifikation, Minutio, Lobrede, Tadelrede, Sprechakttheorie, Linguistische Analyse, politische Kommentare, Aristoteles.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die persuasiven Techniken in monologischen, epideiktischen Texten (Lobrede/Tadelrede) in italienischen Zeitungsbeiträgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es wird eine linguistische Textanalyse durchgeführt, die auf der antiken Rhetoriktheorie sowie modernen argumentationstheoretischen Ansätzen basiert.

Welche Rolle spielen Logos, Ethos und Pathos?

Sie dienen als die drei zentralen Wirkungsbereiche der rhetorischen Überzeugung, deren Zusammenspiel für die persuasive Kraft einer Rede entscheidend ist.

Was ist unter "Amplifikation" und "Minutio" zu verstehen?

Dies sind rhetorische Techniken zur Steigerung (Amplifikation) bzw. Abschwächung (Minutio) von Inhalten, um die persuasive Wirkung einer Argumentation zu verstärken.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "Überzeugen" und "Überreden"?

Die Unterscheidung erfolgt anhand der Kriterien der Einstellungsdauer, der Wertorientierung und der sprechhandlungstheoretischen Konsequenzen.

Was ist das Ziel der linguistischen Analyse der Zeitungsbeiträge?

Es soll gezeigt werden, wie Journalisten durch sprachlich-rhetorische Mittel eine bestimmte emotionale Disposition beim Leser erzeugen, um politische Meinungsbildung zu beeinflussen.

Wie spielt die Ironie in die Analyse der Tadelrede hinein?

Die Ironie wird als spezifisches Mittel zur Erniedrigung der getadelten Person und zur indirekten Verstärkung des Tadels bei Berlusconi eingesetzt.

Warum ist das Publikum für den Redner so entscheidend?

Das Publikum ist der zentrale Angelpunkt, da das Gelingen der persuasiven Handlung von der Zustimmung des Auditoriums zu den (oft impliziten) Werten des Redners abhängt.

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Details

Title
Die "retorica dell'elogio" in Texten der italienischen Tageszeitungen "La Repubblica" und "Corriere della Sera"
College
University of Bonn  (Institut für Klassische und Romanische Philologien/Romanisches Seminar)
Course
Persuasive Strukturen des Italienischen
Grade
1,7
Author
Magister Artium Andreas Reimann (Author)
Publication Year
2006
Pages
63
Catalog Number
V125969
ISBN (eBook)
9783640314225
ISBN (Book)
9783656208952
Language
German
Tags
Rhetorik Persuasion Lobrede Persuasive Textstrukturen New Rhetorik Argumentationsanalyse Partikel - Konnektoren - Operatoren Überredung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Andreas Reimann (Author), 2006, Die "retorica dell'elogio" in Texten der italienischen Tageszeitungen "La Repubblica" und "Corriere della Sera", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/125969
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