Dieses Forschungsexposé arbeitet auf eine Masterarbeit mit dem Thema "Eine empirische Analyse der Diskrepanz der Geschlechterverteilung in deutschen Vertriebsabteilungen im Außendienst des Versicherungswesens in Anbetracht des Employer Branding" hin.
Im Hinblick auf die Diskrepanz der Geschlechterverteilung in Vertriebsabteilungen, v.a. in Bezug auf den Außendienst in Versicherungsunternehmen, ergibt sich die Fragestellung, welche Ursachen speziell auf diesen Umstand zurückzuführen sind.
Da sich die Arbeitsinhalte eines Außendienstmitarbeiters von denen eines Innendienstmitarbeiters unterscheiden, ergibt sich die erste Fragestellung: Welche Arbeitsinhalte können speziell im Außendienst eine Ursache für die ungleichmäßige Geschlechterverteilung im Außendienst darstellen? Des Weiteren sind die Rahmenbedingungen (Arbeitszeitregelung, Work-Life-Balance u.v.m.), die die Arbeit im Außendienst prägen, ein weiteres zu untersuchendes Kriterium, weshalb sich hieraus folgende Fragestellung entwickelt: Durch welche Rahmenbedingungen ist die Arbeit im Außendienst charakterisiert und beeinflussen solche die Frau bei Ihrer Wahl gegen eine Arbeit im Außendienst? Zusätzlich möchte herausgefunden werden, welche Erwartungen junge Berufseinsteigerinnen an die Arbeit im Außendienst in Versicherungsunternehmen haben. Mit dieser Fragestellung soll geprüft werden, inwiefern die Erwartungen junger Absolventinnen an diese Berufsgruppe der Realität entsprechen. Die Realität wird mithilfe der Ergebnisse der ersten beiden Fragestellungen widergespiegelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Problem
1.1 Forschungsgegenstand
1.2 Zielsetzung
1.3 Relevanz
2. Stand der Forschung
2.1 Stand der Forschung auf Basis aktuellster Publikationen
2.2 Resultierende Forschungslücke
3. Ziele des Vorhabens/ die der Arbeit zugrundeliegenden Hypothesen
3.1 Ziele des Vorhabens
3.2 Hypothesengenerierung
3.3 Theoretischer Bezugsrahmen
4. Gang der Untersuchung & Planung
4.1 Geplante methodische Vorgehensweise im Überblick mit Zeitplan
4.2 Vorläufige Gliederung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Ursachen für die Diskrepanz der Geschlechterverteilung in deutschen Vertriebsabteilungen im Außendienst von Versicherungsunternehmen (VUs) unter Berücksichtigung des Employer Branding. Ziel ist es, durch die Gegenüberstellung von Arbeitsrealitäten und Erwartungshaltungen aufzuzeigen, welche Faktoren Frauen von einer Tätigkeit im Außendienst abhalten.
- Analyse der Geschlechterverteilung in Versicherungsunternehmen
- Untersuchung von Arbeitsinhalten und Rahmenbedingungen im Außendienst
- Rolle des Employer Branding bei der Arbeitgeberattraktivität
- Identifikation geschlechtsspezifischer Erwartungshaltungen
- Entwicklung von Ansätzen für personalstrategische Entscheidungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Forschungsgegenstand
Die Anstrengungen der Frau, um im Berufsleben Fuß zu fassen, lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen (Universität Bielefeld 2011).
Heute, im 21. Jahrhundert, hat es die deutsche Frau nicht nur geschafft erwerbstätig, sondern ebenso in allen Branchen vertreten zu sein.
So veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit (2013, 12) einen Branchenüberblick zur Vertretbarkeit der Frau – diese reichte vom Baugewerbe bis hin zum Gesundheits- und Sozialwesen. Mit einem Frauenanteil von 56 % ist hier die Finanz- und Versicherungsbranche mitunter frauendominierend.
Der hohe Frauenanteil in Versicherungsunternehmen (VUs) wird von der AGV, Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (2013, 6) bestätigt – dessen Personalstatistk zeigt auf, dass knapp die Hälfte aller Beschäftigten (47,2%) in VUs weiblich sind.
Dennoch wird in vielen Studien, Forschungsarbeiten und Publikationen das Thema der geringen Repräsentanz der Frau in VUs diskutiert:
Die Forschungsarbeit „Profession Vertriebsmanagement 2016“ befasste sich ferner mit der Untersuchung des Anteils an weiblichen Beschäftigten im Vertrieb nach Branche. Fatale Werte ergeben sich demnach in VUs und im Bankwesen mit Höchstwerten von gerade einmal 11,3% (Seidenglanz/ Nachtwei/ Fischer 2016, 63).
Die hohe Zahl weiblicher Beschäftigter in VUs steht demnach der eines geringen Frauenanteils in Vertriebsabteilungen von VUs gegenüber.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problem: Dieses Kapitel führt in die Diskrepanz zwischen dem hohen Frauenanteil in Versicherungsunternehmen und deren Unterrepräsentanz im Vertrieb ein.
2. Stand der Forschung: Hier wird der aktuelle Wissensstand zum Employer Branding sowie die spezifische Situation des Außendienstes in Versicherungsunternehmen beleuchtet und eine Forschungslücke definiert.
3. Ziele des Vorhabens/ die der Arbeit zugrundeliegenden Hypothesen: Dieses Kapitel legt die wissenschaftlichen Ziele fest, stellt Forschungsfragen und leitet daraus konkrete Hypothesen zur Untersuchung ab.
4. Gang der Untersuchung & Planung: Dies beschreibt die methodische Vorgehensweise, den Mixed-Methods-Ansatz sowie den Zeitplan und die Gliederung der Forschungsarbeit.
Schlüsselwörter
Außendienst, Versicherungsunternehmen, Employer Branding, Geschlechterverteilung, Arbeitgeberattraktivität, Frauenanteil, Vertriebsmanagement, Arbeitsinhalte, Rahmenbedingungen, Karriere, Personalgewinnung, Personalstatistik, Berufsleben, Motivationsforschung, Geschlechterdiskrepanz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Gründe für das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen im Vertriebsaußendienst von Versicherungshäusern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Arbeitsbedingungen im Außendienst, der Attraktivität als Arbeitgeber und den Erwartungen weiblicher Fachkräfte.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die spezifischen Ursachen für die Entscheidung von Frauen gegen eine Tätigkeit im Außendienst zu ergründen, um Ansatzpunkte für eine bessere Personalgewinnung zu finden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz genutzt, der qualitative und quantitative Daten (Online-Befragungen) kombiniert, um ein umfassendes Bild zu erhalten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung zum Employer Branding und die empirische Analyse der Faktoren, die Frauen im Versicherungsvertrieb beeinflussen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Employer Branding, Geschlechterverteilung, Versicherungsvertrieb und Arbeitgeberattraktivität.
Warum ist die Forschung zum Außendienst besonders relevant?
Der Außendienst weist strukturelle Besonderheiten in Bezug auf Arbeitszeit und Vergütung auf, die laut Hypothesen stark auf die Entscheidung von Frauen einwirken.
Wie soll der Frauenanteil langfristig beeinflusst werden?
Durch die Analyse der Ursachen sollen personalstrategische Anpassungen ermöglicht werden, um die Attraktivität für weibliche Talente zu steigern.
- Arbeit zitieren
- Melissa Fischer (Autor:in), 2020, Exposé zur Masterarbeit "Die Diskrepanz der Geschlechterverteilung im Außendienst von Vertriebsabteilungen in Anbetracht des Employer Brandings", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1257067