Geht LEGO mit Geschlechterstereotypen fahrlässig um, sodass diese verstärkt werden oder ist die Kritik übertrieben und LEGO-Spielzeug nimmt keinen Einfluss auf Geschlechterrollen? In der Arbeit wird zunächst dargestellt, welche Bedeutung das Spielen für Kinder hat. Im Weiteren erfolgt eine historische Einordnung von LEGO, ehe im Analyseteil einerseits zwei Produktlinien von LEGO verglichen werden, andererseits mithilfe dreier Theorien ausgearbeitet wird, inwieweit LEGO tatsächlich Geschlechterstereotype verstärkt. Abschließend werden die Ergebnisse integriert und neuste Entwicklungen angesprochen.
Inhaltsverzeichnis
- LEGO und der Umgang mit Geschlechterstereotypen
- Zusammenfassung
- Einleitung
- Bedeutung des Spielens
- Historische Einordnung von LEGO
- Analyse
- Vergleich "LEGO Friends" und "LEGO City"
- Klassischer Sexismus
- Sozial-kognitive Lerntheorie
- Theorie der sozialen Rollen
- Diskussion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen von Geschlechterstereotypen in den Spielreihen "LEGO Friends" und "LEGO City". Sie beleuchtet die Frage, inwieweit LEGO durch geschlechtsspezifische Produktlinien klassische Sexismus-Vorstellungen reproduziert und welche Rolle dabei die sozial-kognitive Lerntheorie und die Theorie der sozialen Rollen spielen.
- Die Bedeutung von Spielen für die kindliche Entwicklung
- Die historische Entwicklung von LEGO und die Einführung geschlechtsspezifischer Produktlinien
- Der Vergleich von "LEGO Friends" und "LEGO City" im Hinblick auf Geschlechterrollen und -stereotype
- Die Rolle der sozial-kognitiven Lerntheorie und der Theorie der sozialen Rollen im Kontext der Geschlechterstereotypisierung
- Die Kritik an LEGO und die Debatte über die Auswirkungen von Spielzeug auf Geschlechterrollen
Zusammenfassung der Kapitel
- Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die wichtigsten Punkte der Arbeit zusammen und stellt die Kernaussagen dar. Sie beleuchtet die Problematik von Geschlechterstereotypen im Kontext von Spielzeug, insbesondere im Fall von LEGO.
- Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Geschlechterstereotype und Spielzeug ein, stellt die Problematik der geschlechtsspezifischen Produktlinien von LEGO dar und beleuchtet die Debatte um die Auswirkungen von LEGO auf die Geschlechterrollen.
- Bedeutung des Spielens: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung des Spielens für die Entwicklung von Kindern. Es wird gezeigt, dass das Spiel eine zentrale Rolle im Lernprozess und in der Entwicklung von Fähigkeiten und sozialen Fertigkeiten spielt.
- Historische Einordnung von LEGO: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Geschichte von LEGO und die Entwicklung der Produktlinien. Es wird deutlich, wie LEGO von einer anfänglichen genderneutralen Ausrichtung hin zu geschlechtsspezifischen Produkten abgedriftet ist.
- Vergleich "LEGO Friends" und "LEGO City": In diesem Kapitel werden die beiden Produktlinien "LEGO Friends" und "LEGO City" im Hinblick auf Geschlechterrollen und -stereotype miteinander verglichen. Es werden Unterschiede in der Darstellung von Figuren, Berufen und Aktivitäten aufgezeigt, die auf klassische Sexismus-Vorstellungen hindeuten.
- Klassischer Sexismus: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des klassischen Sexismus und analysiert, wie es sich in den beiden LEGO-Produktlinien "LEGO Friends" und "LEGO City" widerspiegelt.
- Sozial-kognitive Lerntheorie: Dieses Kapitel erläutert die sozial-kognitive Lerntheorie von Bandura und zeigt auf, wie sie den Prozess der Geschlechterrollen-Vermittlung durch Spielzeug erklärt.
- Theorie der sozialen Rollen: Dieses Kapitel stellt die Theorie der sozialen Rollen von Egaly vor und zeigt auf, wie diese die Entwicklung von Geschlechterrollen und -stereotypen in Bezug auf Spielzeug beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Geschlechterstereotype, Sexismus, Spielzeug, LEGO, "LEGO Friends", "LEGO City", sozial-kognitive Lerntheorie, Theorie der sozialen Rollen, kindliche Entwicklung, Identität, Persönlichkeit, Geschlechterrollen, geschlechtstypisches Verhalten, gesellschaftliche Erwartungen, Werbung, Marketing.
Häufig gestellte Fragen
Verstärkt LEGO durch seine Produkte Geschlechterstereotype?
Die Arbeit analysiert kritisch, ob geschlechtsspezifische Linien wie „LEGO Friends“ klassische Rollenbilder reproduzieren oder ob die Kritik daran überzogen ist.
Was ist der Unterschied zwischen „LEGO Friends“ und „LEGO City“?
„LEGO City“ ist oft actionorientiert mit klassischen Berufen (Polizei, Feuerwehr), während „LEGO Friends“ durch Pastellfarben und Themen wie Freizeit und soziale Beziehungen eher Mädchen ansprechen soll.
Welche Rolle spielt die sozial-kognitive Lerntheorie beim Spielzeug?
Nach Bandura lernen Kinder Geschlechterrollen durch Beobachtung und Nachahmung. Spielzeug fungiert dabei als Modell, das bestimmte Verhaltensweisen als „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ vermittelt.
Warum ist das Spielen für die kindliche Entwicklung so wichtig?
Spielen ist ein zentraler Lernprozess, durch den Kinder Fähigkeiten, soziale Fertigkeiten und ihre eigene Identität entwickeln.
Hat sich die Ausrichtung von LEGO über die Jahre verändert?
Ja, die historische Einordnung zeigt, dass LEGO von einer ursprünglich eher genderneutralen Ausrichtung hin zu einer stärkeren geschlechtsspezifischen Segmentierung übergegangen ist.
Was besagt die Theorie der sozialen Rollen in diesem Kontext?
Die Theorie von Eagly erklärt, dass Geschlechterstereotype aus der Beobachtung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung entstehen, welche sich auch in den Themenwelten von Spielzeug widerspiegelt.
- Quote paper
- Milan Faust (Author), 2021, LEGO und der Umgang mit Geschlechterstereotypen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1254296