Motivation, ein Wort das sich wohl im Sprachgebrauch vieler Menschen
wiederfindet. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff Motivation? Jedem
Menschen ist schon das ein oder andere mal dieser Begriff in Zusammenhang mit
bestimmten Situationen in den Sinn gekommen. Wenn man zum Beispiel als
Arbeitnehmer eine Aufgabe für den Vorgesetzten erledigen soll, sich hierfür aber
einfach nicht genügend motivieren kann. Aber warum kann man sich für diese
Aufgabe nicht genügend motivieren? Woran liegt es? Kann man die Motivation
des Arbeitnehmers eventuell durch eine Belohnung steigern, erzeugen und auch
erhalten? Oder ist diese Form des Motivationsversuches sinnlos und von kurzer
Dauer? Wie bringt der Arbeitgeber seine Mitarbeiter dazu, sich intensiver für die
zu bewältigenden Aufgaben, für die Unternehmensziele zu motivieren? Denn nur
wer als Chef seine Mitarbeiter motivieren kann, kann auch das ganze Potential
ausschöpfen, das in ihnen steckt.
Für ein besseres Verständnis werde ich im zweiten Kapitel die wichtigsten
Begriffe und Definitionen zum Thema Motivation erläutern. Im anschließenden
dritten Kapitel werde ich exemplarisch verschiedene Modelle der
Motivationsforschung vorstellen. Im Vierten Kapitel gehe ich auf die wichtigsten
Verfahren zur Motivationssteigerung im intrinsischen Bereich ein. Extrinsische
Motivationsfaktoren werden nur am Rande und nur in dem Maße behandelt, wie
sie für das Verständnis der intrinsischen Motivationsfaktoren notwendig sind. Ich
werde verdeutlichen, dass intrinsische Motivationsfaktoren jedem Menschen
angeboren sind und dass Menschen von Natur aus motiviert sind. Motivation
kann allerdings erheblich gesteigert und ausgebaut werden. Extrinsische
Faktoren zerstören, wenn man den Einsatz dieser Mittel übertreibt, auf lange
Sicht die vorhandenen intrinsischen Faktoren und führen zur Unzufriedenheit,
Demotivation und früher oder später zur „inneren Kündigung“. Im fünften Kapitel
werde ich auf unterschiedliche Typen von Menschen eingehen und die
dementsprechenden unterschiedlichen Motivationsmix herausarbeiten. Im sechsten und letzten Kapitel werde ich die gewonnen Erkenntnisse zur
Mitarbeitermotivation zusammenfassen.
[...]
Inhaltsverzeichnis
0. Prolog
1. Mitarbeitermotivation: Mitarbeiter richtig motivieren
2.1. Motiv
2.2. Motivation
2.2.1. Intrinsische Motivation
2.2.2. Extrinsische Motivation
2.2.3. Wechselwirkungen
3. Motivationstheorien
3.1. Die Bedürfnispyramide von Maslow
3.2. Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg
4. Formen der Arbeitsstrukturierung
4.1. Job-Rotation
4.2. Job-Enlargement
4.3. Job-Enrichment
4.4. Teilautonome Arbeitsgruppen
5. Menschentypen
6. Zusammenfassung der Erkenntnisse
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer effektiven Mitarbeitermotivation im betrieblichen Kontext. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Führungskräfte das volle Potenzial ihrer Mitarbeiter durch das Verständnis von Motivationsfaktoren ausschöpfen können, ohne dabei in die Falle manipulativer Anreiztechniken zu tappen.
- Grundlagen und Definitionen von Motiv und Motivation
- Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Analyse klassischer Motivationstheorien (Maslow & Herzberg)
- Methoden der Arbeitsstrukturierung zur Motivationsförderung
- Identifikation unterschiedlicher Menschentypen und passender Strategien
Auszug aus dem Buch
2.2.1. Intrinsische Motivation
Intrinsische Motivation ist die Motivation, die ein Individuum aus einer Tätigkeit selbst erhält. Eine dauerhafte Arbeitsmotivation kann immer nur aus der Arbeit selbst entstehen 3. Vor dem Hintergrund dynamischer Märkte mit hohem Innovations- und Kostendruck stellen eigenständige, flexibel und vorausschauende Mitarbeiter, die sich „ um der Sache willen“ mit ihrem ganzen Wissen und ihrer gesamten Problemlösungsfähigkeit für das Unternehmen engagieren, mehr denn je einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor dar. Man könnte intrinsische Motivation auch folgendermaßen definieren: „Jemand tut etwas, weil er selbst es tun will.“ Wichtige Mitarbeitereigenschaften, wie etwa Kreativität, Engagement, Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit sind immer intrinsisch motiviert, - sie beruhen auf Neugier und Freude am Tun.4 Intrinsische Motivationsfaktoren lassen sich nur ändern, wenn man die Arbeitsaufgabe selbst verändert.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Prolog: Einleitende Betrachtung über die Bedeutung der aktiven Einbindung von Mitarbeitern für ein tieferes Verständnis.
1. Mitarbeitermotivation: Mitarbeiter richtig motivieren: Einführung in die Thematik und Diskussion der Relevanz von Motivation als Führungsinstrument.
2.1. Motiv: Definition und Erläuterung von Motiven als inhaltliche Klassifikation angestrebter Zielzustände.
2.2. Motivation: Theoretische Herleitung des Motivationsbegriffs und Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
3. Motivationstheorien: Vorstellung der Hierarchie der Bedürfnisse nach Maslow und der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg als wesentliche Erklärungsmodelle.
4. Formen der Arbeitsstrukturierung: Darstellung arbeitsorganisatorischer Maßnahmen wie Job-Rotation, Job-Enlargement, Job-Enrichment und teilautonome Arbeitsgruppen.
5. Menschentypen: Analyse verschiedener Motivatoren für unterschiedliche Persönlichkeitstypen, von Anerkennung bis Altruismus.
6. Zusammenfassung der Erkenntnisse: Synthese der Anforderungen an eine motivierende Arbeit, die physische, geistige und interaktive Aspekte vereint.
Schlüsselwörter
Mitarbeitermotivation, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Arbeitsstrukturierung, Maslow, Herzberg, Leistungssteigerung, Arbeitsinhalt, Führungsverhalten, Selbstverwirklichung, Job-Rotation, Job-Enrichment, Mitarbeiterpotenzial, Anreizsysteme, Arbeitspsychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie Mitarbeiter in einem Betrieb motiviert werden können, um deren Leistungspotenzial optimal auszuschöpfen.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Motivation, die Abgrenzung von Motivationsformen sowie konkrete Maßnahmen der Arbeitsgestaltung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie eine dauerhafte und gesunde Arbeitsmotivation durch die Gestaltung der Arbeitsinhalte statt durch reine Manipulation erreicht werden kann.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Bedürfnispyramide von Maslow und die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Konzepte, verschiedene Formen der Arbeitsstrukturierung sowie spezifische Motivationsstrategien für unterschiedliche Menschentypen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Intrinsische Motivation, Arbeitsstrukturierung, Führungsverhalten und die Differenzierung von Satisfiern und Dissatisfiern.
Was bedeutet das "Crowding out" im Kontext der Motivation?
Der Begriff beschreibt den Effekt, dass extrinsische Anreize die ursprüngliche intrinsische Motivation einer Person zerstören oder verdrängen können.
Warum lehnt der Autor einfache Prämiensysteme ab?
Er lehnt sie als "mechanische Anreiztechnik" ab, da sie das Wesen der intrinsischen Motivation verkennen und die Bedeutung des Arbeitsinhaltes unterschätzen.
Was sind teilautonome Arbeitsgruppen?
Dabei handelt es sich um Kleingruppen, die über Kompetenzen zur Selbststeuerung verfügen und eigenverantwortlich zusammenhängende Aufgaben abwickeln.
Was versteht man unter dem Defizitprinzip nach Maslow?
Es besagt, dass nur unbefriedigte Bedürfnisse motivierend wirken; sobald ein Bedürfnis gestillt ist, entfaltet es keine Motivationskraft mehr.
- Arbeit zitieren
- Henrik Welp (Autor:in), 2008, Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation im Betrieb, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/124584