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Die Rolle Ludwigs des Strengen bei der Königswahl von 1273

Title: Die Rolle Ludwigs des Strengen bei der Königswahl von 1273

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexander Fritz (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit thematisiert die Rolle Ludwigs des Strengen bei der Königswahl von 1273. Im ersten Teil wird zunächst die Vorgeschichte der Königswahl dargestellt, um zu einem Verständnis für die Vorgänge zu gelangen, die letztlich zur Wahl von Rudolf geführt haben. Daraus lässt sich dann im zweiten Teil erörtern, ob und warum nun Ludwig dafür nicht in Frage gekommen ist.

Luxit hactenus et elanguit terra, confusus erat Lybanus et sordebat. Set ecce verna temperies et de terre visceribus bone spei gramina revirescunt.

Mit diesen Worten leiteten die Kurfürsten im Oktober 1273 ihr Wahldekret zur Wahl Rudolfs von Habsburg zum römisch-deutschen König ein. So endete nach knapp 30 Jahren das sogenannte Interregnum durch eine vermeintlich einstimmige und einmütige Wahl des Grafen von Habsburg, ein – auf den ersten Blick – unbedeutend scheinender Akteur auf einem Nebenschauplatz der damaligen Politik. Dies verwundert umso mehr, wenn man die weiteren potentiellen Kandidaten betrachtet: Darunter insbesondere Ludwig II. ‚der Strenge‘ aus dem Haus der Wittelsbacher, der zu dieser Zeit das Amt des Herzogs von Bayern und des Pfalzgrafen bei Rhein gleichzeitig innehatte, also bestens in der Reichspolitik vernetzt war. Betrachtet man die für Ludwig so vielversprechenden Wahlvorbereitungen, muss man sich die Frage nach dem Grund seines Misserfolges stellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Königswahl von 1273

2.1. Die Ereignisse bis zur Kandidatur Ludwigs

2.2. Die Motivation Ludwigs

2.3. Die Wende: Vom Königskandidaten zum Königswähler

2.4. Warum Rudolf?

3. Ludwig der Strenge: Unwählbar?

3.1. Macht, Ehrgeiz und Expansion

3.2. Mord an der Ehefrau

3.3. Ludwigs Staufernähe

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Königswahl von 1273 und analysiert insbesondere das Scheitern der Kandidatur Ludwigs II. des Strengen. Ziel ist es, die politischen, dynastischen und machtpolitischen Faktoren zu identifizieren, die zur Wahl Rudolfs von Habsburg führten, und zu erörtern, inwiefern Ludwigs frühere Nähe zum staufischen Haus und seine persönliche Reputation seine Chancen beeinflussten.

  • Die Vorgeschichte und der Verlauf der Königswahl von 1273.
  • Analyse der Beweggründe und politischen Ambitionen Ludwigs des Strengen.
  • Untersuchung der Rolle einflussreicher Akteure wie des Burggrafen von Nürnberg.
  • Bewertung von Hindernissen für eine Königskandidatur, wie Kirchenbann und historische Belastungen.
  • Vergleich der politischen Strategien Ludwigs und Rudolfs von Habsburg.

Auszug aus dem Buch

2.4. Warum Rudolf?

Ludwigs Thronchancen wackelten, wie oben beschrieben, schon seit der ersten eindeutigen Erwähnung seiner Kandidatur am ersten September. Dort wurde erstmals Rudolf von Habsburg als möglicher Königskandidat erwähnt. Um diesen Umständen auf den Grund zu gehen, ist ein Blick in die erzählenden Quellen sinnvoll.

Matthias von Neuenburg berichtet in seiner Chronik von einer früheren Begegnung des Mainzer Erzbischofs mit Rudolf von Habsburg. Als jener im Jahr 1260 nach Rom reisen wollte, bat er den Grafen von Habsburg ihm auf der Hin- und Rückreise sicheres Geleit von Straßburg bis zu den Alpen zu verschaffen. Das erfüllte dieser zum Gefallen des Erzbischofes, sodass er gelobte, dass er nicht eher sterbe werde, ehe er ihm einen tanto servicio erfüllt habe. Als es dann zur Besprechung der Kurfürsten kam, wer zum König gewählt werden sollte, erinnerte sich der Mainzer Erzbischof an Rudolf und schlug ihn mit der Begründung, sapienciam et strennuitatem diviciis et potencie preferendas, vor. Herzog Ludwig war von dieser Argumentation wohl nicht völlig überzeugt, willigte aber schließlich ein, da ihm vom Burggrafen von Nürnberg als Sicherheit eine Tochter Rudolfs zur Frau versprochen wurde.

Anders berichtet es die Chronik Ellenhards: Nach dem Tod Richards von Cornwall hatte es keiner der Fürsten gewagt, die Führung des Reiches zu übernehmen. So verschlimmerten sich die Zustände immer weiter, bis schließlich Papst Gregor X. die Fürsten zur Wahl aufforderte. Als die Fürsten zur Beratung in Frankfurt zusammenkamen, konnten sie sich immer noch nicht auf einen Kandidaten einigen. Da kam der Burggraf von Nürnberg, inspirante desuper divina clementia, und schlug Rudolf von Habsburg vor. Alle anwesenden Fürste einigten sich sofort auf Rudolf von Habsburg nachdem sie seinen Namen gehört hatten. Nur der König von Böhmen war abwesend und verwehrte Rudolf seine Stimme.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Ende des Interregnums ein und skizziert die Fragestellung nach dem Scheitern Ludwigs bei der Wahl von 1273.

2. Die Königswahl von 1273: Das Kapitel beleuchtet den chronologischen Ablauf der Wahl, die Ambitionen der Kandidaten und die entscheidende Rolle der rheinischen Kurfürsten.

2.1. Die Ereignisse bis zur Kandidatur Ludwigs: Hier werden die Versuche der Kurfürsten geschildert, einen geeigneten Nachfolger für Richard von Cornwall zu finden, nachdem Ottokar von Böhmen nicht zum Zuge kam.

2.2. Die Motivation Ludwigs: Der Autor untersucht Ludwigs Bestreben nach der Königskrone und seine Rolle als Bewahrer staufischer Ansprüche durch seine Vormundschaft über Konradin.

2.3. Die Wende: Vom Königskandidaten zum Königswähler: Dieses Kapitel behandelt die strategische Neuausrichtung Ludwigs nach seiner Freisprechung vom Kirchenbann und sein Zurücktreten hinter andere Kandidaten.

2.4. Warum Rudolf?: Hier wird analysiert, warum die Wahl letztlich auf Rudolf von Habsburg fiel, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Quellenüberlieferungen zu seinem Aufstieg.

3. Ludwig der Strenge: Unwählbar?: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Gründen auseinander, die Ludwig als Königskandidat in den Augen der Zeitgenossen diskreditieren konnten.

3.1. Macht, Ehrgeiz und Expansion: Der Abschnitt diskutiert die Bedenken der Fürsten hinsichtlich Ludwigs wachsender Machtfülle und seiner expansiven Politik.

3.2. Mord an der Ehefrau: Hier wird die unrühmliche Episode um die Hinrichtung Marias von Brabant und deren Auswirkungen auf Ludwigs Reputation thematisiert.

3.3. Ludwigs Staufernähe: Der Autor erläutert, wie Ludwigs konsequente Unterstützung des Hauses Staufen sein politisches Profil prägte und seine Wahlchancen beeinflusste.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Rudolf für die Wahlbeteiligten schlicht die attraktivere und weniger belastete Wahl darstellte.

Schlüsselwörter

Königswahl 1273, Ludwig der Strenge, Rudolf von Habsburg, Interregnum, Staufer, Wittelsbacher, Kurfürsten, Reichspolitik, Machtpolitik, dynastische Verbindungen, Kirchenbann, Mainz, Nürnberg, Geschichte des Mittelalters, politisches Scheitern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, warum Ludwig II. der Strenge trotz seiner bedeutenden Position in der Reichspolitik bei der Königswahl von 1273 nicht zum römisch-deutschen König gewählt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den Machtverhältnissen im späten 13. Jahrhundert, der Rolle des Hauses Wittelsbach im Interregnum sowie den diplomatischen Prozessen, die zur Wahl Rudolfs von Habsburg führten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die das Scheitern von Ludwigs Ambitionen auf die Königskrone verursachten, unter besonderer Berücksichtigung seiner dynastischen Verflechtungen und persönlichen Reputation.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?

Der Autor führt eine Quellenanalyse durch, indem er urkundliche Belege und erzählende Quellen wie die Chroniken von Matthias von Neuenburg und Ellenhard vergleicht und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Prozess der Königswahl, Ludwigs Motivationen, die Gründe für seine mögliche "Unwählbarkeit" – wie den Mord an seiner Ehefrau – sowie die Vermittlerrolle des Burggrafen von Nürnberg.

Wodurch lässt sich die Forschungsarbeit am besten charakterisieren?

Sie ist eine historische Fallstudie, die besonders die Diskrepanz zwischen Ludwigs machtpolitischen Ambitionen und der faktischen Ablehnung durch die fürstliche Kurie beleuchtet.

Warum war der Kirchenbann ein entscheidendes Hindernis für Ludwig?

Der Kirchenbann verwehrte ihm die politische Legitimation, da der Papst ein Approbationsrecht besaß und einen exkommunizierten Kandidaten als inakzeptabel erachtete, was Ludwig de-facto die Wahlfähigkeit absprach.

Welche Rolle spielte der Burggraf von Nürnberg in der Wahlentscheidung?

Der Burggraf von Nürnberg agierte als zentraler Vermittler zwischen den Parteien und trug maßgeblich dazu bei, Rudolf von Habsburg als neutralen und mehrheitsfähigen Kandidaten ins Gespräch zu bringen.

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Details

Title
Die Rolle Ludwigs des Strengen bei der Königswahl von 1273
College
University of Tubingen  (Seminar für Mittelalterliche Geschichte)
Course
Proseminar: Das sogenannte Interregnum
Grade
1,7
Author
Alexander Fritz (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V1244592
ISBN (eBook)
9783346669575
ISBN (Book)
9783346669582
Language
German
Tags
Mittelalter Königswahl Rudolf von Habsburg Ludwig der Strenge 1273 Stauffer Konradin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Fritz (Author), 2019, Die Rolle Ludwigs des Strengen bei der Königswahl von 1273, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1244592
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