„Cicero never explains his reasons for
choosing Panaetius as his model for Off.”(1)
Obgleich Panaitios des öfteren von Cicero in De officiis erwähnt wird, erhalten wir dennoch keinen Hinweis darauf, was ihn zu dieser Wahl veranlasst habe. Es stellt sich also die Frage, warum er zum Einen die stoische Philosophie und zum Anderen ausgerechnet Panaitios als Vorlage für sein Werk auswählte. Eine Antwort hierauf soll im Laufe der vorliegenden Arbeit gefunden werden, indem Text, philosophische Zusammenhänge und Umstände der damaligen Zeit beleuchtet werden.
Ciceros Philosophie in De officiis:
Cicero, der sich sein Leben lang ausgiebig mit Philosophie beschäftigte, verwendet in seinem Werk über pflichtgemäßes Handeln also verschiedene philosophische Lehren, von denen die grundlegende die Stoa darstellt.
(1) DYCK, A. R. (1996), 17.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ciceros Philosophie in De officiis
- Stoa
- Weitere Einflüsse
- Exkurs über den Eklektiker Cicero
- Ablehnung des Epikureismus
- Beweggründe Ciceros für die Wahl der Stoa
- Cicero als skeptischer Akademiker
- Die Lehrer Ciceros
- Cicero und die Politik
- Ciceros politisches Leben
- praecepta für angehende Staatsmänner
- Gründe für die Wahl der panaitianischen Vorlage
- Καθήκοντα als Grundlage für Ciceros Anweisungen
- Die Philosophie des Panaitios
- Abgewandelter Stoizismus
- Panaitios als , römischer' Grieche
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Gründe für Ciceros Wahl des Stoizismus und insbesondere des Panaitios als Grundlage für sein Werk „De officiis“. Die Arbeit beleuchtet Ciceros philosophischen Standpunkt und analysiert die Einflüsse verschiedener Philosophenschulen auf seine Ethik.
- Ciceros philosophische Position in „De officiis“
- Einflüsse der Stoa, insbesondere des Panaitios
- Einflüsse anderer Philosophenschulen (Platon, Aristoteles)
- Ciceros politische Überzeugungen und deren Einfluss auf „De officiis“
- Die Rolle des Panaitios als Brücke zwischen griechischer Philosophie und römischer Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Gründen für Ciceros Wahl von Panaitios als Vorbild für „De officiis“. Kapitel 1 analysiert Ciceros philosophischen Standpunkt in „De officiis“, wobei die Bedeutung der Stoa und weiterer Einflüsse, sowie die Ablehnung des Epikureismus herausgestellt werden. Kapitel 2 untersucht die Beweggründe Ciceros für die Wahl des Stoizismus, seine philosophische Entwicklung und den Einfluss seiner politischen Laufbahn. Kapitel 3 konzentriert sich auf die Gründe für die Auswahl der panaitianischen Vorlage, beleuchtet Panaitios' Philosophie und seine Bedeutung für die römische Rezeption des Stoizismus.
Schlüsselwörter
Cicero, De officiis, Stoa, Panaitios, Philosophie, Ethik, Politik, Römische Philosophie, Griechische Philosophie, Eklektizismus, honestum, utile.
Häufig gestellte Fragen
Warum wählte Cicero Panaitios als Vorbild für „De officiis“?
Panaitios vertrat einen abgewandelten Stoizismus, der für die römische Praxis und Politik besser geeignet war als die strengen Lehren der älteren Stoa.
Welche philosophischen Einflüsse finden sich in „De officiis“?
Grundlegend ist die Stoa (insb. Panaitios), aber Cicero integriert auch akademische Skepsis sowie Einflüsse von Platon und Aristoteles (Eklektizismus).
Was bedeutet der Begriff „Eklektiker“ bei Cicero?
Cicero wird als Eklektiker bezeichnet, weil er aus verschiedenen philosophischen Schulen diejenigen Lehren auswählte, die er für am vernünftigsten und nützlichsten hielt.
Warum lehnte Cicero den Epikureismus ab?
Die epikureische Betonung von Lust und der Rückzug aus dem öffentlichen Leben widersprachen Ciceros Ideal des politisch engagierten Staatsmannes.
Welche Rolle spielte Panaitios für die römische Gesellschaft?
Panaitios galt als „römischer Grieche“, der die griechische Philosophie so anpasste, dass sie mit den traditionellen römischen Werten und dem Staatsdienst vereinbar war.
- Arbeit zitieren
- Michael Schmitt (Autor:in), 2009, Warum Panaitios?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/124217