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Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Wie weit liegen objektive Messung und subjektives Empfinden auseinander?

Eine Analyse anhand des Konzepts von Globalisierungsverlierern und -gewinnern

Titel: Wie weit liegen objektive Messung und subjektives Empfinden auseinander?

Hausarbeit , 2020 , 36 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marina Athanail (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin herauszufinden, ob und wenn ja, inwiefern, objektive Merkmale mit subjektiven Indikatoren übereinstimmen.

In der empirischen Sozialforschung werden Individuen oftmals basierend auf externen Faktoren in verschiedene Gruppen kategorisiert. So gilt beispielsweise ein Mensch in Deutschland als relativ „arm“, wenn er weniger als 60 % des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat (Hans-Böckler-Stiftung 2017). Fragt man jedoch Menschen, wie sie Armut definieren würden, würden laut einer Umfrage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 95 % der Befragten sagen, dass Armut sich als Einschränkung bei grundlegenden Dingen des Lebens definiert. Lediglich 79 % machten die Armutsdefinition an konkreten Zahlen, wie der offiziellen statistischen Armutsrisikoschwelle fest (Götte 2015). Es zeigt sich somit, dass objektive Messgrößen nicht immer mit subjektiven Einschätzungen übereinstimmen müssen.

Dies zeigt sich auch in den Umfrageergebnissen des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP): Laut diesem gehören alleinstehende Menschen mit einem Netto-Einkommen von 3.529€ im Monat zu den reichsten 10 % ihrer Gruppe (vgl. IWD 2020). Fragt man die Menschen jedoch, ob sie sich selbst als reich bezeichnen würden, wie das in der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften im Jahr 2018 gemacht wurde, stellt sich heraus, dass nur 1,2 % sich in die Oberschicht einordnen würden (ebd.).

Wie kommt diese Diskrepanz zustande? Können objektive Messfaktoren das subjektive Empfinden von Menschen widerspiegeln? Und wenn ja, inwiefern?
Der Frage nach dem subjektiven Empfinden wird in der empirischen Forschung oftmals sekundärer Beachtung geschenkt. Dies mag den guten Grund haben, eine vergleichbare und objektive Bemessungsgrundlage in der Forschung gewährleisten zu wollen. Zudem fällt es bei objektiven Messungen leichter, sie wissenschaftlich konform und möglichst ohne Bias, also ohne kognitive Verzerrungen, durchzuführen. Dennoch wäre es interessant, wertfrei zu untersuchen, wie weit objektive Indikatoren das subjektive Empfinden von Menschen tatsächlich repräsentieren können. Inwiefern stimmen externe Messfaktoren mit dem subjektiven Empfinden von Menschen überein? Dies soll in dieser Arbeit untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Teil

2.1. Der Globalisierungsbegriff

2.2. Das Konzept von Globalisierungsverlierern und -gewinnern

2.2.1 Die Cleavage-Theorie

2.2.2. Globalisierungsgewinner und -verlierer in der Forschung und Akteursmodell

2.3. Hypothesen

3. Methodologisches Vorgehen

3.1. Vorstellung des Datensatzes

3.2. Methodik

4. Analytischer Teil

4.1. Korrelationsanalyse (Spearman-Korrelationstest)

4.2. Multivariate Regressionsanalyse

4.3. Ergebnisse und Hypothesenüberprüfung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, empirisch zu untersuchen, inwiefern objektive sozio-demografische Merkmale mit dem subjektiven Empfinden von Menschen als Globalisierungsgewinner oder -verlierer übereinstimmen, wobei das Konzept von Globalisierungsverlierern und -gewinnern als Fallbeispiel dient.

  • Globalisierungsbegriff und theoretische Verortung von Gewinnern und Verlierern
  • Analyse von strukturellen Konfliktlinien (Cleavages)
  • Empirische Überprüfung mittels des Datensatzes der German Longitudinal Election Study (GLES)
  • Vergleich objektiver Messgrößen (Bildung, Einkommen, Alter, Erwerbsstatus) mit subjektiver Selbsteinschätzung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In der empirischen Sozialforschung werden Individuen oftmals basierend auf externen Faktoren in verschiedene Gruppen kategorisiert. So gilt beispielsweise ein Mensch in Deutschland als relativ „arm“, wenn er weniger als 60% des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat (Hans-Böckler-Stiftung 2017). Fragt man jedoch Menschen, wie sie Armut definieren würden, würden laut einer Umfrage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 95% der Befragten sagen, dass Armut sich als Einschränkung bei grundlegenden Dingen des Lebens definiert. Lediglich 79% machten die Armutsdefinition an konkreten Zahlen, wie der offiziellen statistischen Armutsrisikoschwelle fest (Götte 2015). Es zeigt sich somit, dass objektive Messgrößen nicht immer mit subjektiven Einschätzungen übereinstimmen müssen.

Dies zeigt sich auch in den Umfrageergebnissen des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP): Laut diesem gehören alleinstehende Menschen mit einem Netto-Einkommen von 3.529€ im Monat zu den reichsten 10% ihrer Gruppe (vgl. IWD 2020). Fragt man die Menschen jedoch, ob sie sich selbst als reich bezeichnen würden, wie das in der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften im Jahr 2018 gemacht wurde, stellt sich heraus, dass nur 1,2% sich in die Oberschicht einordnen würden (ebd.).

Wie kommt diese Diskrepanz zustande? Können objektive Messfaktoren das subjektive Empfinden von Menschen widerspiegeln? Und wenn ja, inwiefern?

Der Frage nach dem subjektiven Empfinden wird in der empirischen Forschung oftmals sekundärer Beachtung geschenkt. Dies mag den guten Grund haben, eine vergleichbare und objektive Bemessungsgrundlage in der Forschung gewährleisten zu wollen. Zudem fällt es bei objektiven Messungen leichter, sie wissenschaftlich konform und möglichst ohne Bias, also ohne kognitive Verzerrungen, durchzuführen. Dennoch wäre es interessant, wertfrei zu untersuchen, wie weit objektive Indikatoren das subjektive Empfinden von Menschen tatsächlich repräsentieren können. Inwiefern stimmen externe Messfaktoren mit dem subjektiven Empfinden von Menschen überein? Dies soll in dieser Arbeit untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen objektiven Messgrößen und dem subjektiven Empfinden von Menschen und stellt die Forschungsfrage nach der Übereinstimmung anhand des Konzepts der Globalisierungsverlierer und -gewinner.

2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert den Globalisierungsbegriff sowie das Konzept der Globalisierungsverlierer und -gewinner und integriert diese in die Cleavage-Theorie, um ein operationalisierbares Akteursmodell für die empirische Analyse zu bilden.

3. Methodologisches Vorgehen: Hier werden der Datensatz der German Longitudinal Election Study (GLES) sowie die statistischen Verfahren zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen objektiven Indikatoren und subjektivem Empfinden vorgestellt.

4. Analytischer Teil: Die empirischen Ergebnisse werden durch Korrelations- und Regressionsanalysen dargelegt und die aufgestellten Hypothesen systematisch überprüft.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass sich objektive Indikatoren, mit Ausnahme des Erwerbsstatus, größtenteils mit dem subjektiven Empfinden der Bürger decken.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Globalisierungsverlierer, Globalisierungsgewinner, Cleavage-Theorie, empirische Sozialforschung, objektive Messfaktoren, subjektives Empfinden, GLES, Korrelationsanalyse, Regressionsanalyse, soziale Schichtung, sozio-ökonomische Indikatoren, politische Ökonomie, Identität, Datensatzanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Übereinstimmung zwischen objektiven sozio-ökonomischen Daten und dem subjektiven Empfinden von Individuen im Kontext der Globalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Begriff der Globalisierung, das daraus abgeleitete Konzept von Globalisierungsgewinnern und -verlierern sowie die Anwendung der Cleavage-Theorie.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, empirisch festzustellen, ob externe, wissenschaftlich messbare Indikatoren das subjektive Empfinden von Menschen als Globalisierungsgewinner oder -verlierer tatsächlich repräsentieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt quantitative Methoden, insbesondere Korrelationsanalysen (Spearman) und multivariate lineare Regressionsanalysen, auf Basis repräsentativer Umfragedaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung durch das Akteursmodell, der Vorstellung der GLES-Daten und der anschließenden Durchführung der statistischen Berechnungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschungsarbeit?

Wichtige Begriffe sind Globalisierungsverlierer, Globalisierungsgewinner, objektive versus subjektive Indikatoren, Cleavage-Theorie und statistische Signifikanz.

Wie unterscheidet sich diese Studie von anderen Arbeiten zum Thema?

Die Besonderheit liegt in der Verwendung der GLES-Paneldaten, die in der neunten Welle erstmals eine explizite subjektive Einstufung als Globalisierungsgewinner oder -verlierer abfragten.

Welche Rolle spielt der Erwerbsstatus in den Ergebnissen der Analyse?

Überraschenderweise zeigte sich der Erwerbsstatus als nicht signifikanter Faktor für das subjektive Empfinden, was im inhaltlichen Kontrast zu gängigen theoretischen Annahmen steht.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Einkommens für das Empfinden?

Ein hohes Einkommen korreliert signifikant und positiv mit einer Selbsteinstufung als Globalisierungsgewinner, womit das Einkommen eine zentrale Rolle bei der subjektiven Wahrnehmung spielt.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie weit liegen objektive Messung und subjektives Empfinden auseinander?
Untertitel
Eine Analyse anhand des Konzepts von Globalisierungsverlierern und -gewinnern
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,0
Autor
Marina Athanail (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
36
Katalognummer
V1240227
ISBN (eBook)
9783346663528
ISBN (Buch)
9783346663535
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung Globalisierungsverlierer Globalisierungsgewinner Kriesi Cleavage Cleavage-Theorie Globalisierungsbegriff Kessler Johannes Kessler objektive Messfaktoren subjektive Messfaktoren Einstellungsforschung Einstellungen Politische Einstellungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marina Athanail (Autor:in), 2020, Wie weit liegen objektive Messung und subjektives Empfinden auseinander?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1240227
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  36  Seiten
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