Porters Wettbewerbsstrategie hat das Interesse des Autors der vorliegenden Arbeit geweckt, da einerseits an Hochschulen die Elemente der Wettbewerbsstrategie isoliert voneinander vermittelt werden. Andererseits ergab die Literaturrecherche dasselbe Bild: Porters Wettbewerbsstrategie und deren Elemente werden von zahlreichen Autoren isoliert beschrieben. Was fehlt, ist eine ganzheitliche Darstellung im Kontext des Strategieprozesses. Dem Philosophen und Begründer der abendländischen Wissenschaft, Aristoteles (384–322 v. Chr.), folgend, nach dem Porters Wettbewerbsstrategie im übertragenden Sinn mehr als die Summe seiner Teile ist, soll dieses Defizit durch die vorliegende Arbeit ausgeglichen werden. Von dieser Situation ausgehend, werden mithilfe eines Beschreibungsmodells die Elemente von Porters Wettbewerbsstrategie erstmals in den Kontext eines Strategieprozesses eingeordnet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Wettbewerbsbegriff in Vergangenheit und Gegenwart
2.1.1 Etymologische und historische Wurzeln des Wettbewerbsbegriffs
2.1.2 Wettbewerbsbegriff der Gegenwart
2.2 Strategiebegriff in Vergangenheit und Gegenwart
2.2.1 Etymologische und historische Wurzeln des Strategiebegriffs
2.2.2 Strategiebegriff der Gegenwart
2.2.2.1 Entwicklungsgeschichte der Strategie
2.2.2.2 Abgrenzungsproblematik des Strategiebegriffs
2.2.2.3 Rationalistische versus nichtrationalistische Sichtweise
3 Wettbewerbsstrategie nach Porter
3.1 Grundlagen der Wettbewerbsstrategie nach Porter
3.1.1 Strategieverständnis von Porter
3.1.2 Kontext der Formulierung einer Wettbewerbsstrategie nach Porter
3.1.3 Einordnung von Porters Wettbewerbsstrategie in den Strategieprozess
3.2 Typen von Wettbewerbsstrategien nach Porter
3.2.1 Die drei generischen Strategietypen
3.2.2 Differenzierung
3.2.3 Umfassende Kostenführerschaft
3.2.4 Konzentration auf Schwerpunkte
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Elemente der Wettbewerbsstrategie nach Michael E. Porter erstmals ganzheitlich in den Kontext eines Strategieprozesses einzuordnen, um die in der Fachliteratur häufig isolierte Betrachtung dieser Konzepte zu überwinden.
- Grundlagen des Wettbewerbs- und Strategiebegriffs
- Analyse des Strategieverständnisses nach Porter
- Einordnung der Wettbewerbsstrategie in den betriebswirtschaftlichen Strategieprozess
- Detaillierte Untersuchung der drei generischen Strategietypen nach Porter
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Strategieverständnis von Porter
Für Porter bedeutet eine Strategie zu formulieren „in erster Linie, sich dem Wettbewerb zu stellen“. Ist die Branchenstruktur gegeben und sind die Stärken und Schwächen eines Unternehmens daran angepasst, ist eine Verteidigung gegen die Wettbewerbskräfte aufzubauen oder nach Nischen zu suchen, in denen die Wettbewerbskräfte am schwächsten sind. Können die Wettbewerbsfaktoren hingegen von einem Unternehmen beeinflusst werden, ist eine offensive Wettbewerbsstrategie möglich.
Drei Grundfragen sollen im Rahmen der Strategieentwicklung gestellt und beantwortet werden: (1) Wo soll konkurriert werden (Kern- oder Nischenmarkt)? (2) Nach welchen Regeln soll konkurriert werden (Anpassung oder Verdrängung)? (3) Mit welcher Stoßrichtung soll konkurriert werden (Differenzierung oder Kostenführerschaft)? Eine Wettbewerbsstrategie muss demnach alle Maßnahmen umfassen, die dem strategischen Geschäftsfeld oder Geschäftsbereich eines Unternehmens eine vorteilhafte Position im Wettbewerb verschaffen. Porter verbindet diese und die in Kapitel 2.4.2 genannten Aspekte miteinander, indem er eine Wettbewerbsstrategie abstrakt als Kombination aus Zielen und Mitteln beschreibt. Das Rad der Wettbewerbsstrategie stellt diesen Zusammenhang wie folgt dar:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Arbeit durch den Wunsch, Porters isoliert betrachtete Wettbewerbsstrategien in einen ganzheitlichen Strategieprozess zu integrieren.
2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden die historischen Wurzeln und die heutigen Definitionen der Begriffe Wettbewerb und Strategie erarbeitet, um eine Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3 Wettbewerbsstrategie nach Porter: Dieses Kernkapitel analysiert das Strategieverständnis von Porter, führt das "Rad der Wettbewerbsstrategie" ein, ordnet es in den Strategieprozess ein und erläutert die drei generischen Wettbewerbsstrategien.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und äußert die Hoffnung, dass die Arbeit dazu beiträgt, den "Strategiedschungel" für Studierende zu lichten.
Schlüsselwörter
Wettbewerbsstrategie, Michael E. Porter, Strategieprozess, Differenzierung, Kostenführerschaft, Konzentration auf Schwerpunkte, Wettbewerbskräfte, Strategische Planung, Branchenstrukturanalyse, Wertkettenanalyse, Wettbewerbsvorteil, Strategisches Management, Unternehmensführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Einordnung der Wettbewerbsstrategien von Michael E. Porter in den betriebswirtschaftlichen Strategieprozess.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die begriffliche Fundierung von Wettbewerb und Strategie, die Porter'sche Wettbewerbsanalyse sowie die drei generischen Wettbewerbsstrategietypen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine ganzheitliche Darstellung, die die isolierte Betrachtung von Porter'schen Elementen durch die Einbettung in einen prozessualen Kontext überwindet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Literaturanalyse durchgeführt, die in einem Beschreibungsmodell zur Einordnung der Strategien in den Strategieprozess mündet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, der detaillierten Vorstellung der Porter'schen Strategiekonzepte und deren kritischer Würdigung im Kontext der Unternehmensplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wettbewerbsstrategie, Strategieprozess, Differenzierung, Kostenführerschaft und Wettbewerbsvorteil geprägt.
Was bedeutet der Begriff "zwischen den Stühlen" bei Porter?
Er beschreibt den Zustand eines Unternehmens, das keine klare Strategie verfolgt und somit weder durch Kostenführerschaft noch durch Differenzierung einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil erzielen kann.
Warum ist das "Rad der Wettbewerbsstrategie" für die Arbeit wichtig?
Es dient als zentrales Modell, um die Kombination von Zielen und Mitteln in der Wettbewerbsstrategie visuell und inhaltlich zu verdeutlichen.
- Quote paper
- Dipl.-Kfm. (FH) Christoph Busch (Author), 2009, Einordnung von Porters Wettbewerbsstrategie in den Strategieprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/123961