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Übermotivation. Gibt es ein "Zuviel" an Motivation?

Titel: Übermotivation. Gibt es ein "Zuviel" an Motivation?

Seminararbeit , 2021 , 24 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Ilka Gahr (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Faktor "Mensch" spielt in Unternehmen eine entscheidende Rolle. Schließlich gibt es gemäß der gängigen Definitionen drei Input-Größen in Organisationen: Arbeit, Kapital und Boden. Arbeit, also der Faktor Mensch, wird hierbei definiert als alle physischen, psychischen und sozialen Charakteristika des Handelns jedes einzelnen Organisationsmitglieds auf aktuelle und zukünftige Unternehmensziele. Hier sieht man also bereits die Notwendigkeit, dass Mitarbeitende in Unternehmen den Unternehmenszielen entsprechend handeln. Es gilt also, das entsprechende Verhalten von Mitarbeitern auszulösen und nachhaltig aufrecht zu erhalten – kurzum: sie zu motivieren.

Mit der Auswirkung und somit mit der Wichtigkeit von Mitarbeitermotivation auf und für den Unternehmenserfolg befassen sich Fachleute der BWL bereits seit langer Zeit. Gibt man im Jahre 2021 in die Google-Suchmaschine den Begriff "Mitarbeitermotivation" ein, so erhält man rund 837.000 Einträge. Dennoch gibt es insbesondere in der Psychologie durchaus auch kritische Ansätze im Hinblick auf zu viel Motivation. So beschreibt Korz (2015) z.B. die negativen Auswirkungen von einem zu hohen Maß an Motivation, von "Übermotivation". Er sieht in überzogener Selbstmotivation die Gefahr der Blockade, da man Gefahr laufe, den Blick für die Realität zu verlieren, und Übermotivation, die nach Korz zu einer Art gesellschaftlicher Norm geworden zu sein scheint, Kraft kosten kann.

Diese Arbeit beschäftigt sich daher zunächst in Kapitel 2 mit der Fragestellung, was Motivation überhaupt bedeutet, wie Menschen generell motiviert werden können und wie ihre Handlungen somit auch bewusst gesteuert werden können.
Im dritten Kapitel wird insbesondere die Effizienzlohntheorie als arbeitsökonomischer Ansatz zur Mitarbeitermotivation vorgestellt, aber auch kritisiert. Sanders und Walia haben untersucht, inwiefern Effizienzlohn positive und negative Auswirkungen haben kann. Diese Ergebnisse werden im vierten Kapitel dargestellt. Im abschließenden Fazit werden die Ergebnisse entsprechend interpretiert und bewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung/Problemstellung

2 Motivationstheorien

2.1 Grundlagen

2.2 Inhaltstheorien

2.2.1 Die Bedürfnispyramide nach Maslow

2.2.2 Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg

2.3 Prozesstheorien

2.3.1 Balance-Theorie nach Adams

2.3.2 Zirkulationstheorie nach Porter und Lawler

3 Arbeitsökonomische Theorien

3.1 Principal-Agent-Theorie

3.2 Effizienzlohn

3.3 Leistungsniveau unter (psychischem) Druck

3.3.1 Ablenkungstheorie

3.3.2 Überwachungstheorie

4 Modell der Leistungsproduktion

4.1 These 1

4.2 These 2

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der „Übermotivation“ und die paradoxe Wirkung von Leistungsanreizen, mit dem Ziel zu ergründen, unter welchen Bedingungen hoher Druck kontraproduktiv auf die Arbeitsleistung wirken kann.

  • Grundlagen und theoretische Ansätze der Motivationspsychologie
  • Vergleichende Analyse von Inhalts- und Prozesstheorien
  • Arbeitsökonomische Perspektiven auf Motivation (Principal-Agent, Effizienzlohn)
  • Psychologische Mechanismen von Leistungsabfällen unter Druck (Ablenkungs- und Überwachungstheorie)
  • Modellierung des Zusammenhangs zwischen Anreizen und Leistungserbringung

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Ablenkungstheorie

Es ist in vielen Situationen zu beobachten, dass Menschen ihre Gedanken nicht zu 100% auf die Aufgabe richten, die sie gerade erfüllen sollen. Natürlich wird ein großer Teil dieser Ablenkung durch Reize von außen verursacht – z.B. Lärm oder Störungen durch andere Personen. Aber auch Versagensängste können dazu führen, dass der Fokus nicht auf die Erfüllung der Aufgabe gerichtet ist. Emotionen wie Angst (aber z.B. auch überschwängliche Freude) können in Form einer inneren Ablenkung die Konzentration nachhaltig beeinträchtigen und somit hinderlich im Bezug auf die Zielerreichung sein.

Ray Popoola sieht in Versagensangst eine der höchsten Hürden auf dem Weg zu einer erfolgreichen Zielerreichung. Diese Angst zu versagen blockiert die Menschen, die unter ihr leiden, in der kompletten Ausschöpfung des vorhanden Potentials. In einigen Fällen führt diese Angst sogar dazu, dass Aufgaben erst gar nicht angegangen oder vorzeitig abgebrochen werden, weil die Betroffenen nahezu handlungsunfähig werden. Im Sport kann dies dazu führen, dass „…die Spieler unter Druck ihre Aufmerksamkeit nicht vollständig auf den Bewegungsablauf richten, da Ängste ihre Gedanken kontrollieren.“

Übertragen auf Arbeitsaufgaben bedeutet dies, dass die Konzentration eben nicht konsequent auf die Erledigung der Aufgabe gelegt wird, wie es eigentlich durch die Zahlung des überdurchschnittlichen Lohns erwünscht bzw. erwartet wird. Ziel des Arbeitgebers ist es schließlich, durch Zahlung eines hohen Lohnes eine entsprechend hohe Arbeitsleistung zu erhalten. Der Arbeitnehmer steht demnach unter dem Druck, diese erwartete Leistung auch zu erbringen, dem gezahlten Entgelt also gerecht zu werden. Wird er dabei jedoch von seinen Versagensängsten blockiert, dann kann der Effizienzlohn sogar kontraproduktiv sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung/Problemstellung: Einführung in die Rolle des Faktors Mensch und das kritische Konzept der Übermotivation in Unternehmen.

2 Motivationstheorien: Überblick über klassische Inhaltstheorien wie die Maslowsche Bedürfnispyramide und Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie sowie Prozesstheorien von Adams und Porter/Lawler.

3 Arbeitsökonomische Theorien: Untersuchung von Interessenkonflikten durch die Principal-Agent-Theorie, Effizienzlohnansätze und psychologische Druckphänomene wie Ablenkungs- und Überwachungstheorie.

4 Modell der Leistungsproduktion: Detaillierte Darstellung des mathematischen Modells von Sander und Walia zur Wahrscheinlichkeit von Leistungserfolgen unter Druck.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Anreizsysteme individuell gestaltet sein müssen, da hoher Druck sowohl produktiv als auch kontraproduktiv wirken kann.

Schlüsselwörter

Übermotivation, Motivationstheorie, Effizienzlohn, Motivationsprozess, Arbeitsleistung, Leistungsanreize, psychischer Druck, Versagensangst, Principal-Agent-Theorie, Selbstüberwachung, Leistungsproduktion, Grenzaufwand, Mitarbeiterführung, Arbeitszufriedenheit, Belohnungssysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit analysiert die paradoxe Wirkung von zu viel Motivation bzw. Leistungsanreizen und beleuchtet, warum "mehr" nicht immer zu einer besseren Leistung führt.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit verknüpft psychologische Motivationstheorien mit arbeitsökonomischen Modellen und sportpsychologischen Erkenntnissen über Leistung unter Druck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Phänomen der Übermotivation theoretisch zu fundieren und aufzuzeigen, wie Führungskräfte die richtige Dosierung von Anreizen finden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die Literatur- und Modellanalysen, insbesondere die mathematische Herleitung von Sander und Walia, zur Erklärung der Leistungsproduktion verwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Motivationstheorien, diskutiert arbeitsökonomische Ansätze wie den Effizienzlohn und stellt ein mathematisches Modell zur Leistungsproduktion unter Druck vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Übermotivation, Leistungsanreize, Effizienzlohn, psychischer Druck, Ablenkungstheorie und Leistungsproduktion.

Wie erklärt das Modell von Sander und Walia den Zusammenhang von Erfolg und Anreizen?

Das Modell zeigt rechnerisch, dass eine Anreizerhöhung nicht linear zu besserer Leistung führt, da sie auch Störeffekte (Überwachung, Ablenkung) verstärken oder Grenzaufwände erhöhen kann.

Was besagt die „Überwachungstheorie“ in diesem Kontext?

Sie erklärt, wie Druck dazu führen kann, dass Personen sich so stark auf ihre Ausführung fokussieren (Selbstaufmerksamkeit), dass automatisierte, gut funktionierende Abläufe gestört werden.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Übermotivation. Gibt es ein "Zuviel" an Motivation?
Note
3,0
Autor
Ilka Gahr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
24
Katalognummer
V1239050
ISBN (eBook)
9783346663160
ISBN (Buch)
9783346663177
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Motivation Maslow Herzberg Adams Porter Effizienzlohn Leistungsproduktion Shirking
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ilka Gahr (Autor:in), 2021, Übermotivation. Gibt es ein "Zuviel" an Motivation?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1239050
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Leseprobe aus  24  Seiten
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