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Die Instanz des "Autors" bei Michel Foucault und Roland Barthes

Die Texte 'Was ist ein Autor?' von Michel Foucault und 'Der Tod des Autors' von Roland Barthes im historischen Kontext

Title: Die Instanz des "Autors" bei Michel Foucault und Roland Barthes

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michaela Rhino (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

[...] Literaturfestivals wie die neun Tage dauernde lit.Cologne mit über 131 Veranstaltungen setzen mittlerweile sogar fast ausschließlich auf die Zugkraft von Starautoren, deren Lesungen nahezu immer ausverkaufte Säle versprechen.
In der Literatur-Wissenschaft jedoch hat diese vor über 30 Jahren getätigte Aussage des Autortodes einen wahren Sturm ausgelöst, der bis heute in Form eines höchst lebendigen Diskurses tobt. Was jedoch bedeutet sie eigentlich, wieso wurde sie überhaupt gemacht und wie entstand eine Furore um diese ‚Tötung des Autors’, die bis heute weiterwirkt? Genau diese Fragen will die folgende Arbeit beantworten. Zentraler Untersuchungsgegenstand sind deshalb die beiden Texte, denen zugeschrieben wird, den Diskurs ausgelöst zu haben. Zum einen ist das ein 1967 erstmals und auf Englisch veröffentlichtes Essay von Roland Barthes mit dem Titel „The Death of the author, der in der Literaturwissenschaft „nahezu sprichwörtlich geworden“ ist. Richtig Antrieb bekam die Diskussion aber erst, als zwei Jahre später der Vortrag „Was ist ein Autor?“ von Michel Foucault veröffentlicht wurde, der sich indirekt auf Barthes Text bezieht.
Ausgehend von diesen beiden Überlegungen zum Autor explodierte in den Folgejahren die Rezeption und Auseinandersetzung mit der Thematik. Doch was ist denn nun eigentlich der so brisante Inhalt der Texte und warum hatten sie eine so einschlagende Wirkung? Um das zu klären, wird die Arbeit sich als Einführung vorab mit dem theoretischen Hintergrund beschäftigen, auf den Barthes’ und Foucaults’ Aufsätze sich beziehen. Dabei werden zunächst einige vorangegangene wissenschaftliche Modelle und Überlegungen zum Autor vorgestellt(2.1, 2.2) und danach eine kurze Einführung in das strukturalistische und das poststrukturalistische Denken gegeben, denen Foucault und Barthes zugerechnet werden(2.3). Daraufhin stellt die Arbeit den Inhalt beider Texte vor (3, 4) und untersucht in einem Vergleich deren jeweilige Intention und Aussage (5). Der Fokus liegt dabei auf dem Vortrag von Foucault. Im Folgenden wird dann die Rezeption der Texte kurz umrissen und der aktuelle Stand des Diskurses dargestellt(6).
Im Fazit(7) werden die Erkenntnisse zusammengeführt und die zu Beginn gestellten Fragen beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissenschaftshistorischer Hintergrund

2.1. Geniekult: Es lebe der Autor

2.2. Werkimmanenz: Erste Todesahnungen

2.3. Strukturalismus und Poststrukturalismus

3. Der Tod des Autors

4. Was ist ein Autor?

4.1. Kritik

4.2. Autorname, Eigenname

4.3. Autorfunktionen

4.4. Diskursivitätsbegründer

5. Vergleich

6. Rezeption: Totgesagte leben länger

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Konzepte des Autortodes, wie sie durch Roland Barthes und Michel Foucault in den späten 1960er Jahren formuliert wurden, und beleuchtet deren historische Einbettung sowie die daraus resultierenden Diskurse in der Literaturwissenschaft.

  • Historische Entwicklung des Autorbegriffs vom Geniekult bis zur Moderne.
  • Analyse von Barthes' Thesen zum „Tod des Autors“ und der Rolle des Lesers.
  • Untersuchung von Foucaults Konzept der „Autorfunktion“ und „Diskursivitätsbegründer“.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Ansätze von Barthes und Foucault.
  • Reflektion über die Rezeption und die aktuelle Bedeutung des Autordiskurses.

Auszug aus dem Buch

Was ist ein Autor?

Michel Foucault (1926-1984) ist einer der wichtigsten neuzeitlichen Philosophen und Sozialhistoriker. Seine Untersuchungen über die Gesellschaft und ihre Strukturen der Macht, die er mit der Theorie der Diskursanalyse verknüpft, gelten als grundlegend neu und richtungweisend. Vor allem der von ihm geprägte Begriff des Diskurses und sein Werk „Die Ordnung der Dinge“, in dem er eine ‚Archäologie der Humanwissenschaften’ aufstellt, haben in der Folge das Denken in der Literaturwissenschaft stark beeinflusst.

Der Text „Was ist ein Autor?“ ist die Verschriftlichung eines Vortrags, den Foucault 1969 am Collège de France vor den Mitgliedern der Französischen Gesellschaft für Philosophie gehalten hat. Der Vortrag wurde dann im selben Jahr noch im Bulletin der Gesellschaft abgedruckt. Er greift den Gedankengang vom Tod des Autors auf und führt ihn weiter. Ohne ihn namentlich zu erwähnen, ist der Text deshalb auch gleichzeitig Kritik und Antwort auf Roland Barthes‘ Essay.

Foucaults Aussage: der Autor ist nicht tot, er wird vielmehr durch Begriffe wie ‚Werk’ oder ‚Schreiben’ in anderer Form aufrechterhalten. Foucault leugnet auch gar nicht die Existenz einer empirischen Person, die den Text verfasst. Deshalb ist seine Absicht im Vortrag auch, nicht das Verschwinden des Autors zu thematisieren, sondern das Aufzeigen der Stellen, in denen der Autor seine Funktion ausübt, und zwar im Bezug auf Autor und Text.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, warum der „Tod des Autors“ trotz der scheinbaren Unentbehrlichkeit der Autorenfigur im Literaturbetrieb zu einem zentralen, lebendigen Diskurs in der Literaturwissenschaft wurde.

2. Wissenschaftshistorischer Hintergrund: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Autorbegriffs von der Aufwertung durch den Geniekult im 18. Jahrhundert über den Biographismus bis hin zu den strukturalistischen Gegenströmungen des 20. Jahrhunderts nach.

3. Der Tod des Autors: Der Abschnitt erläutert Barthes' radikale These, in der er den Autor als sinnstiftende Instanz zugunsten der Sprache und der Freiheit des Lesers ablehnt.

4. Was ist ein Autor?: Foucaults Gegenentwurf wird vorgestellt, der den Autor nicht als verschwunden, sondern als „Autorfunktion“ innerhalb von Diskursen analysiert.

5. Vergleich: Diese Gegenüberstellung verdeutlicht die unterschiedlichen Absichten der beiden Theoretiker: Barthes' polemische Forderung nach Abschaffung versus Foucaults diskursanalytische Problemanalyse.

6. Rezeption: Totgesagte leben länger: Hier wird diskutiert, wie sich der Diskurs um den Autor verselbstständigt hat und warum eine Berufung auf den Autor in der modernen Literaturwissenschaft teils als theoretisch naiv gilt.

7. Fazit: Die Erkenntnisse werden zusammengeführt, wobei betont wird, dass der „Tod des Autors“ eine verkürzte Formel für eine komplexe literaturwissenschaftliche Wende bleibt.

Schlüsselwörter

Autortod, Roland Barthes, Michel Foucault, Literaturwissenschaft, Strukturalismus, Poststrukturalismus, Autorfunktion, Diskursanalyse, Werkimmanenz, Geniekult, Textinterpretation, Autorbegriff, Diskursivitätsbegründer, Literaturtheorie, Schreiber.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretische Debatte um das Konzept des Autors, ausgehend von den wegweisenden Texten von Roland Barthes und Michel Foucault, und ordnet diese historisch ein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören der Autorbegriff in der Literaturgeschichte, der Strukturalismus, das Verhältnis von Autor zu Werk und die Funktion von Autoren als Regulatoren in Diskursen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Aussagen von Barthes und Foucault zum „Tod des Autors“ zu klären, ihre jeweilige Intention herauszuarbeiten und zu hinterfragen, warum diese Thesen eine solche Wirkungsgeschichte entfalteten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf Literaturanalyse, Begriffsgeschichte und vergleichende Theoriebildung, um die beiden zentralen Aufsätze kritisch gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt den theoretischen Hintergrund (Strukturalismus/New Criticism), die detaillierte Vorstellung der Texte von Barthes und Foucault, einen Vergleich ihrer Positionen sowie die spätere Rezeption ihrer Thesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Autortod, Autorfunktion, Strukturalismus, Diskursanalyse und Literaturtheorie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Foucaults Sichtweise von der Barthes'?

Während Barthes eine eher polemische und radikale Deklaration des Autortodes anstrebt, untersucht Foucault nüchtern die „Autorfunktion“ und stellt fest, dass der Autor innerhalb von Diskursen weiterhin wirksam bleibt.

Was versteht Foucault unter einem „Diskursivitätsbegründer“?

Dies sind Autoren wie Freud oder Marx, die nicht nur Werke verfasst, sondern Räume für neue, unendliche Möglichkeiten der Textproduktion und -interpretation eröffnet haben.

Warum wird der Autor heute oft als „überlebte Institution“ betrachtet?

In bestimmten Bereichen der Literaturwissenschaft gilt der Rückgriff auf die Intention des Autors als naiv, da die moderne Theorie den Fokus eher auf die interne Struktur des Textes oder die Rolle des Lesers legt.

Was ist die „Ego-Pluralität“ nach Foucault?

Dieser Begriff beschreibt, dass das „Ich“ innerhalb eines literarischen Textes nicht zwingend auf eine reale Person verweist, sondern verschiedene Subjekt-Stellungen einnehmen kann, die über die bloße Individualität hinausgehen.

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Details

Title
Die Instanz des "Autors" bei Michel Foucault und Roland Barthes
Subtitle
Die Texte 'Was ist ein Autor?' von Michel Foucault und 'Der Tod des Autors' von Roland Barthes im historischen Kontext
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Course
Michel Foucault
Grade
1,7
Author
Michaela Rhino (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V123730
ISBN (eBook)
9783640292226
ISBN (Book)
9783640292363
Language
German
Tags
Ansichten Autors Analyse Vergleich Texte Autor Michel Foucault Autors Roland Barthes Kontext Michel Foucault
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Rhino (Author), 2006, Die Instanz des "Autors" bei Michel Foucault und Roland Barthes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/123730
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