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Die Charakterisierung der Figur Karls des Großen im "Rolandslied" des Pfaffen Konrad

Titel: Die Charakterisierung der Figur Karls des Großen im "Rolandslied" des Pfaffen Konrad

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Person Karl der Große scheint für die literarische Welt eine sehr interessante Textgrundlage zu sein. So war er auch Stoffquelle für das die Grundlage dieser Arbeit bildende "Rolandslied". Karl nimmt neben Roland und Genelun einen wichtigen Platz in diesem literarischen Werk ein. Gleich im Prolog macht der Pfaffe Konrad klar, dass dies ein Werk über Karl sein wird. Er bittet Gott, ihm dabei zu helfen, die Wahrheit zu schreiben von "eineme tiurlîchem man / wie er daz gotes rîche gewan". (RL 9f.). Da der Kaiser eine so prägnante Rolle im ‚Rolandslied‘ einnimmt, wird diese Arbeit die Figur Karl des Großen zum Thema haben. Es soll untersucht werden, wie die Figur charakterisiert wird. Wie wird Karl durch den Autor Konrad, durch andere Figuren oder von sich selbst beschrieben und wie steht sein Verhalten bzw. stehen seine Taten in diesem Zusammenhang? Anders: welches Karlsbild wird im Text geschaffen und steht dieses Bild in Widerspruch zum tatsächlichen Handeln Karls? Dabei beziehe ich mich auf die Figurencharakterisierungstechniken von Pfister, da sie mir im Gegensatz zu anderen Figurentheorien (bspw. Eder oder Köppe/Kindt) für die Fragestellung am angemessensten erscheinen. Durch Pfisters Unterscheidung in explizit-figurale, implizit-figurale, explizit-auktoriale, implizit-auktoriale Charakterisierungstechniken lässt sich die Problemstellung dieser Arbeit am besten bearbeiten. Methodisch teile ich die Bearbeitung der Fragestellung in mehrere zentrale Eigenschaften / Positionen / Emotionen Karls, welche gesondert untersucht werden sollen. Natürlich ist bei Figurencharakterisierungen eine klare Abgrenzung der einzelnen Aspekte einer Figur schlecht möglich, weshalb es zu Überschneidungen bzw. Vermischungen der einzelnen Thematiken kommen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Karl als Christ

2.2 Karl als Kriegsherr

2.3 Karl als zorniger Kaiser

2.4 Karl als Herrscher

3. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ambivalente Charakterisierung der Figur Karl des Großen im ‚Rolandslied‘ des Pfaffen Konrad. Ziel ist es, durch die Analyse von Charakterisierungstechniken nach Pfister aufzuzeigen, wie unterschiedliche Zuschreibungen durch den Autor und andere Figuren sowie das tatsächliche Handeln des Kaisers ein widersprüchliches Bild zwischen Stärke und Schwäche sowie Frömmigkeit und emotionaler Instabilität erzeugen.

  • Die literarische Rezeption Karls des Großen im Mittelalter.
  • Analyse der expliziten und impliziten Charakterisierungsebenen.
  • Darstellung von Karls Rolle als Christ, Kriegsherr, zorniger Kaiser und Herrscher.
  • Gegenüberstellung von Anspruch und Wirklichkeit im kaiserlichen Handeln.
  • Die kontrastive Beziehung Karls zu Roland.

Auszug aus dem Buch

2.3 Karl als zorniger Kaiser

Neben Trauer ist Zorn eine entscheidende Emotion, die die Karlsfigur prägt. In der sogenannten Hoflagerszene (vgl. RL 625–708) gibt Konrad kurz hintereinander zwei relativ gegensätzliche Beschreibungen Karls ab: den vîanden was er gremelîch (RL 697), wider übel was er gnædic (RL 700). Es lässt sich annehmen, dass ‚Feinde‘ auch ‚Bosheit‘ besitzen, sonst würde Karl sie nicht als Feinde wahrnehmen. Dennoch beschreibt Konrad zweierlei unterschiedliche Reaktionen auf diese, rein vom semantischen Standpunkt aus, verbundenen Wörter. Karls widersprüchliches Verhalten in diesem Zusammenhang soll in folgendem Abschnitt näher untersucht werden.

Ein erstes zorniges Verhalten Karls zeigt sich während des Streits zwischen Roland und Genelun zum Zeitpunkt der ersten Ratsszene. Karl wartet nicht still ab, sondern er greift erzürnt ein (vgl. RL 1154). Sein Zorn lässt an seinem Körper beobachten: mit gestreichtem barte / mit ûf gewunden granen (RL 1155f.). Auch durch seine Worte verleiht er seiner Wut Ausdruck, indem er Roland und Genelun tadelt und bei einer Wiederholung mit Bestrafung droht (vgl. RL 1158–1160). Auch bei der anschließenden Botenbestimmung reagiert Karl gereizt auf Turpins Vorschlag, Bote sein zu wollen (vgl. 1358–1363).

Nicht nur auf die Christen, sondern auch auf die Heiden regiert Karl mit Zorn. Falls Marsilie sich nicht an seine Abmachung hält, will Karl Sarraguz zerstören, Marsilie an einen Esel binden und nach Aachen bringen lassen, um ihn dort zu enthaupten (vgl. RL 1518–1524). Außerdem spricht der Kaiser davon Rache zu nehmen, falls Marsilie sich ihm widersetzt (vgl. RL 1523f.). Als Marsilie diese Botschaft empfängt, ist er voller Angst vor Karls Zorn (vgl. RL 2054). Seine Angst macht sich den Anwesenden bemerkbar: er erbleichte harte (RL 2053), er gesaz kûme ûf die banc (RL 2055), daz houbet wegte er / er spranc hine unde her (RL 2058f.). Außerdem wart [ime] kalt unde heiz [unde] harte muote in der sweiz (RL 2056f.). Den Heiden gegenüber wirkt Karl noch an andere Stelle zornig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die historische Figur Karl des Großen und dessen literarische Rezeption, wobei das ‚Rolandslied‘ des Pfaffen Konrad in den zeitgeschichtlichen Kontext eingeordnet wird.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert fokussiert mittels der Figurentheorie nach Pfister die verschiedenen Facetten der Karlsfigur, unterteilt in die Aspekte als Christ, als Kriegsherr, als zorniger Kaiser sowie als Herrscher.

3. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ambivalenz der Figur zusammen, die durch gegensätzliche Handlungsweisen und Fremdwahrnehmungen geprägt ist und Karl als in sich widersprüchliche Persönlichkeit erscheinen lässt.

Schlüsselwörter

Karl der Große, Rolandslied, Pfaffe Konrad, Figurencharakterisierung, Ambivalenz, Literaturwissenschaft, Mittelalter, Kreuzzugsepos, Christentum, Herrscherbild, literarische Rezeption, Zorn, Weisheit, Macht, Roland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Charakterisierung der Figur Karl des Großen im ‚Rolandslied‘ des Pfaffen Konrad und analysiert, wie ein solch ambivalentes Bild des Kaisers im Text konstruiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der religiösen Motivation (Christ), der militärischen Rolle (Kriegsherr), der emotionalen Verfassung (Zorn) und der politischen Autorität (Herrscher) von Karl.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Karl durch den Autor, durch andere Figuren oder sein eigenes Handeln beschrieben wird und ob das hierbei geschaffene Bild in Widerspruch zu seinem tatsächlichen Verhalten steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Analyse basiert auf den „Figurencharakterisierungstechniken“ nach Manfred Pfister, um eine systematische Untersuchung der expliziten und impliziten Zuschreibungen an die Figur Karls zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgen vier spezifische Kapitelanalysen, die Karls Rollen als Christ, Kriegsherr, Zorniger und Herrscher detailliert auf Basis konkreter Textstellen aus dem ‚Rolandslied‘ beleuchten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wesentlichen Begriffe sind: Karl der Große, Rolandslied, Ambivalenz, Figurencharakterisierung, Pfaffe Konrad und literarische Rezeption.

Warum wird Karl als „ambivalente“ Figur bezeichnet?

Karl wird einerseits als idealer, von Gott eingesetzter Herrscher gezeichnet, andererseits zeigen ihn Situationen wie seine tiefe Trauer oder fehlende militärische Präsenz als menschlich schwach, was zu einem gespaltenen Bild führt.

Welche Rolle spielen die anderen Figuren wie Roland oder Genelun für die Charakterisierung Karls?

Durch die Fremdwahrnehmung dieser Figuren wird Karl in Kontrast gesetzt; Roland beispielsweise stellt den idealen Kämpfer dar, was Karl bei militärischen Vergleichen oft als weniger involviert erscheinen lässt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Charakterisierung der Figur Karls des Großen im "Rolandslied" des Pfaffen Konrad
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1235883
ISBN (eBook)
9783346658555
ISBN (Buch)
9783346658562
Sprache
Deutsch
Schlagworte
charakterisierung figur karls großen rolandslied pfaffen konrad
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Die Charakterisierung der Figur Karls des Großen im "Rolandslied" des Pfaffen Konrad, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1235883
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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