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Grundsätze wirtschaftlichen Handelns bei Aristoteles und deren Projektion auf ausgewählte alternative Wirtschaftsansätze in der Gegenwart

Titel: Grundsätze wirtschaftlichen Handelns bei Aristoteles und deren Projektion auf ausgewählte alternative Wirtschaftsansätze in der Gegenwart

Hausarbeit , 2022 , 23 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ralf Hasler (Autor:in)

Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aristoteles entwirft in der Nikomachischen Ethik sowie in der Politea ein Wirtschaftssystem, welches einer begrenzten Gemeinschaft (der polis) einen hohen, sich selbst erhaltenden äußeren Wohlstand ermöglichen soll. Dieser Wohlstand ist zwar kein Ziel um seiner selbst willen, aber er ist nützlich um ein erfülltes und ein nach dem Glück strebendes Leben zu führen. Der Wohlstand entsteht bei Aristoteles aus dem gewollten Streben der Einzelnen, die, um ihr eigenes Wohl besorgt, ihren privaten Besitz durch Arbeit und Handel mehren. Dabei ist die kleinste Wirtschaftsgemeinschaft der oikos, also ein Hausstand mit Familie und den Bediensteten bzw. den Sklaven.

Allgemeine Regeln und Handlungsempfehlungen definiert Aristoteles auch für den Umgang mit Geld. Diese Domänen sind die Gerechtigkeit, die Freizügigkeit (bzw. Großsinnigkeit) und der Stolz (bzw. Hochsinnigkeit). Bei den Ausführungen zur Gerechtigkeit geht es vor allem um die Bewertung von wirtschaftlichen und rechtlichen Handlungen zwischen den Akteuren. Hierbei werden auch - nach wie vor sehr zeitgemäße - Aspekte wie z.B. der Umgang mit sozial unterschiedlichen Stellungen oder unterschiedlichen Vermögensverhältnissen berücksichtigt. Die Freizügigkeit und der Stolz sind Teil der charakterlichen Tugenden. Diese Tugenden artikulieren sich auch unterschiedlich im Umgang mit Geld.

Viele Zielabsichten von Artistoteles wie dem der Selbstbeschränkung für einen autarken, in sich selbst geschlossenem Wirtschaftskreislauf sowie ein dem Gemeinwohl unterworfenes Handeln bei gleichzeitiger höchstmöglicher individueller Zufriedenheit sind auch die geistigen Grundpfeiler für moderne alternative Wirtschaftsmodelle. Diese sollen nicht nur die zerstörerischen Auswirkungen einer dem Wachstumsdogma unterworfenen kapitalistischen Ökonomie verhindern, sondern allen Akteuren zu einem reflektierterem und glücklicherem Leben verhelfen.

Als Beispiele für diese Ansätze werden, jeweils unter direkte Bezugnahme auf die aristotelischen Prinzipien, zum einen das Modell einer Regionalwährung (wie z.B. der Chiemgauer) kritisch reflektiert sowie zum anderen das 2010 herausgegebene Buch von Christian Felber „Gemeinwohl-Ökonomie“, welches weltweit Beachtung gefunden hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundmotivationen wirtschaftlichen Handelns in Aristoteles Polis

3. Formen des wirtschaftlichen Handelns bei Aristoteles

3.1 Kunst der Haushaltsführung

3.2 Beschaffungskunst

3.3 Unnatürliche Erwerbskunst

4. Leitlinien für wirtschaftliches Handeln bei Aristoteles

4.1 Umgang mit Geld im Allgemeinen

4.2 Grundsätze wirtschaftlich gerechten Handelns

4.3 Anforderungen an tugendhaftes Handeln im wirtschaftlichen Kontext

5. Aristoteles Grundsätze wirtschaftlichen Handelns im Hinblick auf moderne alternative Wirtschaftssysteme

5.1 Grundsätzliche Motivation von alternativen Modellen

5.2 Regionalwährungen

5.3 Gemeinwohl-Ökonomie nach Christian Felber

6. Perspektiven

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit der aristotelischen Grundsätze wirtschaftlichen Handelns auf moderne alternative Wirtschaftsansätze, mit dem Ziel, den Beitrag dieser antiken Philosophie zur Bewältigung zeitgenössischer ökonomischer und gesellschaftlicher Herausforderungen zu analysieren.

  • Analyse des aristotelischen Verständnisses von Ökonomie und Polis.
  • Differenzierung zwischen natürlicher und unnatürlicher Erwerbskunst.
  • Die Rolle tugendhaften Handelns und Gerechtigkeit im wirtschaftlichen Kontext.
  • Evaluation von Regionalwährungen und der Gemeinwohl-Ökonomie als moderne Lösungsansätze.
  • Diskussion über die Relevanz der aristotelischen Tugendlehre für ein gelingendes Leben in der modernen Wirtschaft.

Auszug aus dem Buch

3.3 Unnatürliche Erwerbskunst

Nach Auffassung von Aristoteles ist das Geld ausschließlich zum Zwecke des zuvor beschriebenen Tausches erfunden worden. Diese natürliche Erwerbskunst unterscheidet sich von ihrer Mechanik aber nur geringfügig von der Kunst des Gelderwerbs, weswegen sie von vielen auch für ein und dasselbe gehalten werden. Es sind „beides Anwendung einer und derselben Gattung von Besitz“, aber jeweils zu einem anderen Zweck.

Zweck des Gelderwerbs ist Umsatz und Steigerung von Besitz. Dadurch verschiebt sich die ethische Bewertung. Beim Handel mit Dingen für den täglichen Bedarf gibt es im Allgemeinen in vernünftiges Maß. Man kann nur ein Paar Schuhe auf einmal tragen und auf Dauer auch nur maßvoll Nahrung zu sich nehmen. Ist Geld aber Selbstzweck, so entfällt das Maßvolle. Es gibt keine natürliche Grenze des genug Seins bzw. der Sättigung mehr. Daher ist die Kunst des Gelderwerbs nicht naturgemäß und Aristoteles spricht von der unnatürlichen Erwerbskunst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Dichotomie zwischen egoistischer Selbstbehauptung und aristotelischer Tugendethik im Kontext eines modernen Wirtschaftssystems.

2. Grundmotivationen wirtschaftlichen Handelns in Aristoteles Polis: Dieses Kapitel erläutert die aristotelischen Voraussetzungen für eine liberale Wirtschaftsordnung innerhalb einer Polis im Vergleich zu Platons Gütergemeinschaft.

3. Formen des wirtschaftlichen Handelns bei Aristoteles: Es werden die verschiedenen Ebenen und Arten der Erwerbstätigkeiten, insbesondere die Hausverwaltungskunst und die Abgrenzung zur unnatürlichen Erwerbskunst, detailliert beschrieben.

4. Leitlinien für wirtschaftliches Handeln bei Aristoteles: Die Kapitel analysieren Geld als Tauschmittel und Wertmesser sowie die Bedeutung von Gerechtigkeit und Tugendhaftigkeit für das wirtschaftliche Handeln.

5. Aristoteles Grundsätze wirtschaftlichen Handelns im Hinblick auf moderne alternative Wirtschaftssysteme: Dieser Teil prüft die Anwendbarkeit antiker Konzepte auf moderne Ansätze wie Regionalwährungen und die Gemeinwohl-Ökonomie.

6. Perspektiven: Das Fazit reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen einer Reduktion des modernen Wirtschaftens auf die aristotelische Bedürfnisbefriedigung.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Wirtschaftsphilosophie, Eudaimonia, natürliche Erwerbskunst, unnatürliche Erwerbskunst, Tugendethik, gerechter Preis, Polis, Gemeinwohl-Ökonomie, Regionalwährungen, Tauschgerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Wirtschaftsethik, Wohlstand, Lebensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation analysiert die wirtschaftsphilosophischen Ansätze des Aristoteles und fragt, inwiefern diese Prinzipien auf aktuelle alternative Wirtschaftssysteme der Gegenwart übertragbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Unterscheidung zwischen natürlicher und unnatürlicher Erwerbskunst, die Rolle des Geldes, ethisch-tugendhaftes Wirtschaften sowie moderne Wirtschaftsmodelle jenseits der klassischen Marktlogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den aristotelischen Beitrag zur Idee eines „gelungenen Lebens“ zu erörtern und zu untersuchen, ob dieser als Orientierungshilfe für aktuelle ökologische und ökonomische Herausforderungen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische und systematische Analyse, die antike Texte mit modernen wirtschaftswissenschaftlichen Debatten und Modellen wie der Gemeinwohl-Ökonomie verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des aristotelischen Wirtschaftssystems sowie deren Anwendung auf heutige Praxisbeispiele wie Regionalwährungen und die Gemeinwohl-Ökonomie von Christian Felber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Aristoteles, Tugendethik, Eudaimonia, Tauschgerechtigkeit, Gemeinwohl, natürliche Erwerbskunst und alternative Wirtschaftssysteme.

Wie bewertet Aristoteles den Reichtum?

Aristoteles betrachtet Reichtum nicht per se als schlecht; er sieht jedoch ein ausreichendes Vermögen lediglich als Mittel an, um Tugenden wie Großzügigkeit praktisch ausüben zu können.

Warum kritisiert Aristoteles die "unnatürliche Erwerbskunst"?

Da beim Gelderwerb als Selbstzweck das vernünftige Maß der Sättigung fehlt, führt dies laut Aristoteles zum Verlust der echten Bedürfnisbefriedigung und zu einer schädlichen Charakterformung.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundsätze wirtschaftlichen Handelns bei Aristoteles und deren Projektion auf ausgewählte alternative Wirtschaftsansätze in der Gegenwart
Veranstaltung
Themen der aristotelischen praktischen Philosophie
Note
2,3
Autor
Ralf Hasler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
23
Katalognummer
V1225237
ISBN (eBook)
9783346653628
ISBN (Buch)
9783346653635
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erwerbskunst Gemeinwohl-Ökonomie Tugendhaftes Handeln Beschaffungskunst Nikomachische Ethik Ökonomie Haushaltsführung Geldfunktion Gerechtes Handeln Regionalwährung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ralf Hasler (Autor:in), 2022, Grundsätze wirtschaftlichen Handelns bei Aristoteles und deren Projektion auf ausgewählte alternative Wirtschaftsansätze in der Gegenwart, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1225237
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