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Wie Grundschulkinder einen Erzählrahmen als Schreibimpuls nutzen

Die Geschichte vom Lieblingsbuch

Title: Wie Grundschulkinder einen Erzählrahmen als Schreibimpuls nutzen

Examination Thesis , 2007 , 153 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Jantz (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

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Summary Excerpt Details

Die Frage, wie Kompetenzen am besten vermittelt werden können, haben in den letzten Jahren, nicht zuletzt wegen der teilweise vernichtenden Bilanz internationaler Vergleichsstudien, zu angeregten Kontroversen in deutschen Kultusministerien, Hochschulen und Lehrerkollegien geführt, die auch aufgrund einer ausführlichen Medienbegleitung in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit ausgetragen wurden. Die Lösungsvorschläge sind dabei ebenso vielfältig wie konträr und führen in der öffentlichen Debatte nicht selten zur Kontrastierung des Konflikts ‚Kuschelpädagogik vs. strenge Unterrichtsführung’. In der anhaltenden Auseinandersetzung um Organisation, Inhalte und Instrumentarien der schulischen Bildung rückt aber das eigentliche Ziel, nämlich die Erziehung eines mündigen und kompetenten Bürgers im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, oftmals in den Hintergrund der Diskussionen. Diese Erziehung erfordert in hohem Maße Flexibilität und Kreativität, jene Eigenschaften, die heutzutage dem Leitbild gesellschaftlichen Erfolges entsprechen. Denn nur wer kreativ ist, vermag Probleme zu lösen und steigende Anforderungen zu bewältigen und ist somit in der Lage, sein Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Und gerade die mangelnde Kreativität vieler Schüler aus deutschen Bildungseinrichtungen wurde in den Vergleichsstudien beim Lösen von sogenannten Problemaufgaben offenkundig.
Dabei herrscht bei allen Differenzen hinsichtlich der Schulorganisation relative Einigkeit bezüglich einer fächerübergreifenden und ganzheitlichen Bildung, welche die Kinder in den Mittelpunkt pädagogischer Handlungen stellt. Trotz oder gerade wegen der fächerübergreifenden Ausrichtung der Grundschule hat der Deutschunterricht die zentrale Aufgabe, die grundlegenden Kulturtechniken Lesen und Schreiben zu vermitteln und damit „die entscheidenden Voraussetzungen für den Unterricht in allen anderen Fächern“ zu schaffen.
Die Abkehr vom normorientierten Interpretationsaufsatz erfolgt aber nur zögerlich, zu traditionell scheint die Ehrfurcht vor den literarischen Meisterwerken im Land der Dichter und Denker und so lässt man die Erben zahlreicher Nobelpreisträger immer noch vielfach lieber die Gedanken fremder Autoren wiedergeben als eigene Gedanken verfassen und reflektieren. Dabei ist das Schreiben nur eine weitere Ausdrucksmöglichkeit der individuellen Kreativität, die jedem Kinde schon lange vor Schuleintritt immanent ist und die es bereits in vielfältiger Form zu äußern imstande ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. KINDER SCHREIBEN EIGENE TEXTE

2.1 HISTORISCHER ÜBERBLICK

2.1.1 Aufstieg und Verfall poetisch-produktiver Arbeiten im Schreibunterricht

2.1.2 Die Entstehung des freien Aufsatzes

2.1.3 Der freie Aufsatz in der Reformpädagogik

2.1.4 Der Aufsatzunterricht nach 1945

2.2 DIE BEGRIFFE FREIES SCHREIBEN UND KREATIVES SCHREIBEN

2.3 BEDEUTUNG DES KREATIVEN SCHREIBENS

2.3.1 Schriftsprache – ein Kulturgut

2.3.1.1 Wichtige Funktionen von Sprache

2.3.1.2 Die kulturelle und individuelle Bedeutung der Schriftsprache

2.3.2 Eigene Texte – Spiegelbild eigener Gedanken, Erfahrungen und Erinnerungen

2.3.3 Der persönliche Wert von Kindertexten

2.4 IMPULSE ZUM KREATIVEN SCHREIBEN

2.4.1 Wahrnehmung und Erfahrung als Voraussetzung kreativer Schreibprozesse

2.4.1.1 Ästhetische Erfahrung im Kontext kreativer Tätigkeiten

2.4.1.2 Ästhetische Erfahrung im Kontext kindlicher Bildung

2.4.1.3 Zehn Thesen zu einer basalen ästhetischen Bildung nach Schäfer

2.4.2 Schreibimpulse als auslösendes Moment

2.4.3 Möglichkeiten der Schreibanregung

3. EIN SCHREIBAUFRUF VON E.M. KOHL: DAS LIEBLINGSBUCH

3.1 VORBEMERKUNGEN ZUM SCHREIBAUFRUF

3.2 DER SCHREIBAUFRUF

3.3 UNTERSUCHUNG UND EINORDNUNG DES SCHREIBIMPULSES

3.3.1 Der Erzählrahmen im theoretischen Kontext

3.3.2 Zusammenfassende Analyse des Schreibaufrufes

4. ANALYSE DER KINDERTEXTE ZUM SCHREIBAUFRUF

4.1 EINLEITENDE BEMERKUNGEN

4.2 AUSWERTUNG UND ANALYSE DER KINDERTEXTE

4.2.1 Kriterien und Kategorien der Textauswertung

4.2.2 Quantitative Tendenzen der untersuchten Texte

4.2.3 Weiterführende Interpretationen an ausgewählten Beispielen

4.3 ZUSAMMENFASSUNG DER KINDERTEXTANALYSE

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kreative Schreibprozesse von Grundschulkindern und analysiert, wie ein konkreter Erzählrahmen als Schreibimpuls genutzt werden kann, um die kindliche Phantasie und Identitätsentwicklung zu fördern.

  • Historische Entwicklung des freien und kreativen Schreibens
  • Bedeutung der Schriftsprache und ästhetische Bildung bei Kindern
  • Theoretische Einordnung von Schreibimpulsen und Erzählrahmen
  • Qualitative und quantitative Analyse von Kindertexten
  • Förderung der Schreibmündigkeit und Selbstverwirklichung

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Schreibaufruf

„Das Lieblingsbuch

Es war einmal ein Pferd, das las sehr gern. Eines Tages suchte es sein Lieblingsbuch. Es war verschwunden. Es suchte überall: im Regal, neben dem Bett, unter dem Sofa, in der Manteltasche, sogar im Kühlschrank. Aber nirgendwo war das Buch. Da erinnerte sich das Pferd, dass es das Buch verborgt hatte. Aber an wen? Es lief zum Maulwurf. Lieber Maulwurf, sagte das Pferd, habe ich dir zufällig mein Lieblingsbuch geborgt?

Ach Pferd, sagte der Maulwurf, du weißt doch, dass ich nicht zum Lesen komme. Höchstens mal den Sportteil in der Zeitung. Ich habe dein Buch nicht. Das Pferd lief zur Katze.

Liebe Katze, habe ich dir vielleicht mein Lieblingsbuch geborgt? Dein Lieblingsbuch, sagte die Katze, wie sah es denn aus? Es war außen blau mit weißer Schrift und ziemlich dick. Blau? Mit weißer Schrift? Nein, tut mir leid, so ein Buch habe ich nicht. Das Pferd lief zum Hund.

Lieber Hund, hast du zufällig mein Lieblingsbuch? Dein Lieblingsbuch? Was soll das denn sein? Ein Buch mit Geschichten? Oder mit Bildern? Beides, sagte das Pferd. Es hat sehr viele Bilder und eine spannende Geschichte. Tut mir leid, sagte der Hund, ich sammle nur Bücher mit Bildern. Ich habe dein Buch nicht. Das Pferd lief zum Hahn.

Lieber Hahn, habe ich dir vielleicht mein Lieblingsbuch geborgt? Was stand denn drin, sagte der Hahn. Was zum Lachen oder was zum Weinen? Beides, sagte das Pferd, erst war es ziemlich traurig, aber am Ende ging alles gut aus. War auch was von Hühnern drin? Nein, sagte das Pferd, leider nicht. Keine Liebesgeschichte? Fragte der Hahn noch mal. Doch, sagte das Pferd, deshalb war es ja mein Lieblingsbuch. Erzähl doch mal, sagte der Hahn, wie fing es denn an, dein Lieblingsbuch? Ach, sagte das Pferd, es fing an, wie viele Geschichten anfangen, aber dann wurde es plötzlich ganz besonders.

Erzähl doch bitte mal richtig, sagte der Hahn, bitte!

Da machte das Pferd die Augen zu und in seinem Inneren tauchte die Geschichte auf und war wieder da. Das Pferd begann zu erzählen:“

Eva Maria Kohl, 2006.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert von Kreativität im Bildungsauftrag der Grundschule und führt in die Fragestellung ein, wie kreative Schreibimpulse kindliche Schreibprozesse beeinflussen.

2. KINDER SCHREIBEN EIGENE TEXTE: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick zur Schreibdidaktik und erörtert die Bedeutung der Schriftsprache sowie ästhetischer Bildung für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung.

3. EIN SCHREIBAUFRUF VON E.M. KOHL: DAS LIEBLINGSBUCH: Hier wird der konkrete Schreibaufruf von Eva Maria Kohl vorgestellt und theoretisch analysiert, um die Wirkmechanismen des Erzählrahmens als Schreibimpuls zu untersuchen.

4. ANALYSE DER KINDERTEXTE ZUM SCHREIBAUFRUF: In diesem Teil werden 40 ausgewählte Kindertexte qualitativ ausgewertet, um zu prüfen, inwieweit der Erzählrahmen von den Kindern als Identifikationsrahmen genutzt wurde.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei die Bedeutung der Förderung kreativen Schreibens als nachhaltiges Ziel des Grundschulunterrichts unterstrichen wird.

Schlüsselwörter

Kreatives Schreiben, Freies Schreiben, Grundschule, Schreibimpulse, Ästhetische Erfahrung, Schriftspracherwerb, Erzählrahmen, Kindertexte, Schreibdidaktik, Persönlichkeitsentwicklung, Imagination, Literatur, Textanalyse, Schreibkompetenz, Phantasie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den kreativen Schreibprozessen von Grundschulkindern und untersucht, wie ein spezieller Schreibimpuls („Das Lieblingsbuch“) Kinder dazu anregt, eigene Texte zu verfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Schreibdidaktik, die Bedeutung der ästhetischen Erfahrung für die kindliche Bildung sowie die Analyse des Verhältnisses zwischen vorgegebenem Erzählrahmen und eigenem kreativem Ausdruck.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, inwieweit der Erzählrahmen von Eva Maria Kohl von Kindern als Schreibimpuls genutzt wird und welche Bedeutung diese kreativen Schreibprozesse für die kindliche Identitätsbildung haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit schreibdidaktischen Konzepten sowie eine qualitative Inhaltsanalyse von 40 exemplarisch ausgewählten Kindertexten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung kreativer Schreibkonzepte, die detaillierte Analyse des gewählten Schreibaufrufs („Das Lieblingsbuch“) sowie die empirische Auswertung und Interpretation der von Kindern verfassten Geschichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kreatives Schreiben, Ästhetische Bildung, Grundschule, Schreibimpulse, Identitätsentwicklung und Textanalyse sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich kreatives Schreiben vom freien Schreiben in dieser Arbeit?

Die Arbeit betrachtet beide Konzepte als eng miteinander verwoben und ordnet kreatives Schreiben als eine spezielle Form des freien Schreibens ein, bei der bewusste Schreibinszenierungen („Impulse“) zur Anregung genutzt werden.

Welche Rolle spielt der Erzählrahmen für die Kinder in der Untersuchung?

Der Erzählrahmen fungiert als Identifikationsrahmen und „Brücke“ zur Phantasiewelt, die es den Kindern ermöglicht, eigene Themen, Probleme und Lebenserfahrungen in eine sichere, literarische Struktur einzubetten.

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Details

Title
Wie Grundschulkinder einen Erzählrahmen als Schreibimpuls nutzen
Subtitle
Die Geschichte vom Lieblingsbuch
College
Martin Luther University
Grade
1,0
Author
Alexander Jantz (Author)
Publication Year
2007
Pages
153
Catalog Number
V122391
ISBN (eBook)
9783640269556
ISBN (Book)
9783656701033
Language
German
Tags
Grundschulkinder Erzählrahmen Schreibimpuls
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Jantz (Author), 2007, Wie Grundschulkinder einen Erzählrahmen als Schreibimpuls nutzen , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/122391
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