Im Rahmen einer Prüfungsleitung im Seminar „Gender- und Diversitykompetenz in Erziehung und Bildung“ habe ich mich mit dem Thema „Gender Mainstreaming in der und Jugendhilfe“ beschäftigt.
Zu Beginn meiner Hausarbeit gehe ich allgemein auf das Thema Gender Mainstreaming ein. Hierbei definiere die Begrifflichkeiten des Gender Mainstreaming und erläutere die wichtigen Punkte der Strategie. Im Weiteren gehe ich auf die Entstehung der Strategie und ihre Ausgangspunkte ein.
Unter Punkt 2 meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema Gender Mainstreaming und Jugendhilfe. Speziell gehe ich hier auf die Bedeutung der Strategie für die Jugendhilfe, rechtliche Bestimmungen und die Umsetzung in die Praxis der Strategie ein. Im Anhang befindet sich schließlich noch das Quellenverzeichnis.
Meine Ausführungen stützen sich weitgehend auf die Literatur des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, welches eine umfangreiche Internetpräsenz zu dem Thema anbietet. Hier habe ich zahlreiche Informationen rund um das Thema Gender Mainstreaming gefunden. Auch das Buch „Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendarbeit“ von Lotte Rose habe ich für meine Hausarbeit genutzt. Weiter habe ich jedoch auch andere Internetquellen und Fachtexte miteinbezogen, wie aus der Literaturliste zu entnehmen ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort
2 Was ist eigentlich Gender Mainstreaming?
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Gender
2.1.2 Mainstreaming
2.2 Definitionen
2.2.1 Gender Mainstreaming
2.3 Was heißt eigentlich „Gleichheit“ von Frauen und Männern?
2.4 Ausgangspunkte der Gender Mainstreaming Strategie
2.5 Zur Entstehung des Gender Mainstreaming
2.6 Frauen- und Mädchenförderpolitik und Gender Mainstreaming
3 Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe
3.1 Gender Mainstreaming und Kinder- und Jugendhilfe
3.2 Bedeutung für die Kinder- und Jugendhilfe
3.3 Richtlinien des Kinder- und Jugendplans
3.4 Rechtliche Vorgaben zu Gender Mainstreaming
3.5 Umsetzung in der Kinder- und Jugendhilfe
4 Persönliches Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung und Bedeutung der Gender-Mainstreaming-Strategie innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe. Im Fokus steht dabei die Frage, wie durch eine geschlechtersensible Ausrichtung von Maßnahmen und Organisationsstrukturen eine tatsächliche Gleichstellung von Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männern in der pädagogischen Praxis und Verwaltung erreicht werden kann.
- Grundlagen und Definitionen von Gender Mainstreaming
- Historische Entstehung der Strategie im Kontext internationaler Frauenpolitik
- Bedeutung von Gender Mainstreaming für die Kinder- und Jugendhilfe
- Rechtliche Rahmenbedingungen auf EU- und nationaler Ebene
- Methodische Ansätze zur praktischen Umsetzung (z.B. 6-Schritte-Prüfung)
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Gender
Im deutschen Sprachgebrauch gibt es nur ein Wort für „Geschlecht“. In der englischen Sprache jedoch wird zwischen den Begriffen „sex“, welches das biologische Geschlecht bezeichnet, und „Gender“, dem sozialen Geschlecht, unterschieden.2
Gender meint die gesellschaftlich, sozial und kulturell vorgeschriebenen und erlernten Geschlechtsrollen, die weiblich und männlich vorgeprägten Eigenschaften und die Verantwortlichkeiten von Frauen und Männern, sowie ihr Verhältnis zueinander.3 4
Diese sind, anders als beim biologischen Geschlecht, erlernt und somit veränderbar3. Beispiel: Biologisch bedingt können ausschließlich Frauen Kinder gebären (sex), das soziokulturelle Kriterium aber ist entscheidend dafür, wer überwiegend die Kinder erzieht.4
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorwort: Die Einleitung erläutert den Anlass der Arbeit im Rahmen eines Seminars und beschreibt die gewählte Literatur sowie den Aufbau der Hausarbeit.
2 Was ist eigentlich Gender Mainstreaming?: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Gender und Mainstreaming und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die Abgrenzung zur klassischen Frauenförderpolitik.
3 Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe: Der Hauptteil analysiert die Implementierung von Gender Mainstreaming in der Jugendhilfe, unter Einbeziehung rechtlicher Grundlagen und praktischer Umsetzungsstrategien wie der 6-Schritte-Prüfung.
4 Persönliches Fazit: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Lernentwicklung, die gewonnenen Erkenntnisse über die Komplexität des Themas und dessen Relevanz für ihre zukünftige berufliche Tätigkeit.
Schlüsselwörter
Gender Mainstreaming, Kinder- und Jugendhilfe, Gleichstellung, Geschlechterrolle, Gender, Mainstreaming, Doppelstrategie, 6-Schritte-Prüfung, Chancengleichheit, Jugendhilfeplanung, soziale Arbeit, Frauenförderung, Mädchenarbeit, Jungenarbeit, Diskriminierungsabbau.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Strategie des Gender Mainstreamings und deren Anwendung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, um Gleichstellung als Querschnittsaufgabe zu etablieren.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Gender-Begriffs, historische Hintergründe, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die praktische Umsetzung der Strategie in pädagogischen Einrichtungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gender Mainstreaming als Instrument genutzt werden kann, um geschlechtsspezifische Unterschiede in Lebenslagen abzubauen und echte Chancengleichheit zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse relevanter Fachquellen, Berichte des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie einschlägige Gesetzesvorgaben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifische Bedeutung von Gender Mainstreaming für die Kinder- und Jugendhilfe, rechtliche Verpflichtungen und konkrete Umsetzungsschritte in der Verwaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie Gender Mainstreaming, Gleichstellung, Kinder- und Jugendhilfe, Geschlechterrollen und die Doppelstrategie.
Was besagt die 6-Schritte-Prüfung nach Krell/Mückenberger/Tondorf?
Es handelt sich um ein methodisches Konzept zur erfolgreichen Umsetzung von Gender Mainstreaming, das unter anderem Schritte wie die Definition politischer Ziele, die Analyse von Problemen und Betroffenen sowie die Erfolgskontrolle umfasst.
Warum wird zwischen Gender und Sex unterschieden?
Diese Unterscheidung ist zentral, da „sex“ das biologische Geschlecht beschreibt, während „Gender“ die erlernten und damit veränderbaren sozialen Geschlechterrollen bezeichnet, an denen die Strategie ansetzt.
Welche Rolle spielen die Richtlinien des Kinder- und Jugendplans (KJP)?
Die Richtlinien des KJP verankern Gender Mainstreaming als verbindliches Leitprinzip, um sicherzustellen, dass die Belange von Mädchen und Jungen in allen geförderten Programmen berücksichtigt werden.
- Arbeit zitieren
- Carina Nienstedt (Autor:in), 2007, Gender Mainstreaming in der Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/121858