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Konfliktbearbeitungs-Case-Study: Südtirol

Titel: Konfliktbearbeitungs-Case-Study: Südtirol

Seminararbeit , 2001 , 16 Seiten , Note: 1

Autor:in: Thomas Hanifle (Autor:in)

Politik - Region: Westeuropa

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

Die Lösung des Südtirolkonflikts wird im internationalen Kontext als vorbildlich angesehen und bei ähnlichen Minderheitenkonflikten immer wieder als Lehrbeispiel herangezogen. Die Minderheitenschutzregelungen und Autonomiebestimmungen, die sich Südtirol „erkämpft“ hat, garantieren dieser Minderheit ihre Existenz und lassen es zu einem unverzichtbaren Mitglied des italienischen Staates werden. Südtirol trägt nicht nur zur inneren Sicherheit Italiens bei, sondern erhöht den internationalen Status des italienischen Staates und machen es zu einem vollwertigen
Mitglied der Europäischen Union.
In meiner Arbeit möchte ich mit der Darstellung des Verlaufes der Südtirolfrage zeigen, wie sich der Prozeß der Eskalation hin zur Deeskalation dieses Konfliktes vollzogen hat. Dabei möchte
ich mich nicht auf genaue Details konzentrieren, sondern nur die wichtigsten Eckpfeiler des Themas betrachten. Die „Südtirolfrage“ ist für mich interessant, weil ich aus Südtirol stamme und dieser Konflikt seit jeher in meinem Alltag problematisiert und diskutiert wurde.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung des Konfliktes

2.1 Vom Londoner Geheimvertrag bis zur Annexion

2.2 Die faschistische Südtirolpolitik

2.3 Die Option

3. Die Eskalation der Südtirolfrage

3.1 Das „Gruber-Degasperi-Abkommen“

3.2 Die Scheinautonomie

3.3 Der Südtiroler Widerstand

4. Die Internationalisierung des Konfliktes

4.1 Vor der Uno

4.2 Von den Attentaten bis zur Neunzehner-Kommission

4.3 Das Paket

4.4 Die Umsetzung des neuen Autonomiestatutes und das „Ende“ des Konfliktes

5. Das Besondere der Südtirolfrage

6. Schlußbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Verlauf und die Transformation des Südtirolkonflikts von einer Phase der Eskalation hin zu einer erfolgreichen Deeskalation und Konfliktbeilegung. Ziel ist es, die zentralen Eckpfeiler dieser Entwicklung darzustellen und aufzuzeigen, wie Südtirol durch internationale Einbindung und den Prozess des „Pakets“ zu einem vorbildlichen Beispiel für Minderheitenschutz und Autonomie wurde.

  • Historische Genese des Südtirolkonflikts nach dem Ersten Weltkrieg.
  • Eskalationsdynamiken durch Unterdrückung, Widerstand und Attentate.
  • Die Rolle Österreichs als Schutzmacht und die Internationalisierung des Problems über die UNO.
  • Implementierung und Bedeutung des Autonomiestatuts sowie die Funktion paritätischer Kommissionen.

Auszug aus dem Buch

Die faschistische Südtirolpolitik

Nach dem schon das demokratische Italien Südtirol keine Zugeständnisse machte, ließ die Machtübernahme der Faschisten Schlimmeres befürchten. 1923 veröffentlichte der Senator Ettore Tolomei das umfassendste und rücksichtloseste Programm zur Assimilierung einer Minderheit, das jemals veröffentlicht wurde: „Es reichte vom Verbot des Namens Südtirol, bis zum Verbot deutschsprachigen Schulunterrichts, von der Entlassung Südtiroler Beamter bis zur Italienisierung sämtlicher deutscher Orts-, Berg-, Straßen-, Fluß- und Familiennamen. Es ging soweit, daß deutsche Namen von Grabsteinen gemeißelt werden sollten.“ 1

Nach und nach bekamen die Faschisten auch die deutsche Presse unter Kontrolle: teilweise wurde diese vorzensiert oder gar verboten. Hinter diesen Aktionen steckte die Absicht, eine eigene Tageszeitung in deutscher Sprache zu publizieren, die regimefreundlich berichten sollte und einer strengen Zensur unterworfen war. Am 2. März 1926 erschien tatsächlich die erste Ausgabe der faschistischen „Alpenzeitung“.

Weitere Maßnahmen dieser „Italienisierung Südtirols“ waren die Auflösung südtiroler Parteien, der Gemeindeautonomie, Vereine und Verbände. Außerdem wurde die Zuwanderung italienischer Arbeitskräfte gefördert, mit derer Unterstützung sich die Regierung das Aufleben der Wirtschaft (Industrialisierung) erwartete. Den Südtirolern wurde Land enteignet, um öffentliche Bauten, Wohnhäuser und Kasernen zu errichten. Diese Bauaufträge wurden natürlich nur italienischen Firmen erteilt, die wiederum nur italienische Arbeiter einstellten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Südtirolkonflikts als international anerkanntes Lehrbeispiel für erfolgreiche Minderheitenpolitik und Deeskalation ein.

2. Die Entstehung des Konfliktes: Dieses Kapitel behandelt die historische Wurzel des Konflikts, beginnend mit dem Londoner Geheimvertrag, der Annexion Südtirols und der rücksichtslosen Italienisierungspolitik des Faschismus sowie der Option.

3. Die Eskalation der Südtirolfrage: Der Fokus liegt hier auf dem Gruber-Degasperi-Abkommen, der Enttäuschung der Südtiroler über die wahrgenommene Scheinautonomie und dem daraus resultierenden wachsenden Widerstand.

4. Die Internationalisierung des Konfliktes: Hier wird der Prozess der Internationalisierung über die UNO, die gewaltsamen Attentate, die Arbeit der Neunzehner-Kommission und das „Paket“ bis zur rechtlichen Umsetzung des Autonomiestatuts analysiert.

5. Das Besondere der Südtirolfrage: Das Kapitel reflektiert über das spezifische Konsensverfahren und den gelungenen Prozess der internationalisierten Konfliktentschärfung als Modell für andere Konflikte.

6. Schlußbetrachtung: Ein kurzes Fazit, das den Status von Südtirol als Lehrbeispiel bestätigt, jedoch darauf hinweist, dass der Schutzstatus und die Regelungen stetiger Weiterentwicklung bedürfen.

Schlüsselwörter

Südtirol, Minderheitenkonflikt, Autonomie, Gruber-Degasperi-Abkommen, Italienisierung, Internationalisierung, Vereinte Nationen, Südtiroler Volkspartei, Neunzehner-Kommission, Paket, ethnische Schutzbestimmungen, Konfliktlösung, Schutzmacht Österreich, Autonomiestatut.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung des Südtirolkonflikts von seiner Entstehung durch die Teilung Tirols bis hin zur erfolgreichen friedlichen Beilegung durch ein autonomes Statut.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der faschistischen Assimilierungspolitik, dem Gruber-Degasperi-Abkommen, den Eskalationsphasen durch Attentate und dem späteren Prozess der Internationalisierung über die Vereinten Nationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Transformationsprozess von einem eskalierenden Minderheitenkonflikt hin zu einer stabilen und befriedeten Autonomielösung zu dokumentieren und die Faktoren für diesen Erfolg aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde gewählt?

Die Arbeit stützt sich auf eine strukturierte historisch-politische Analyse unter Verwendung von Fachliteratur, Staatsverträgen und offiziellen Dokumenten zur Konfliktgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch: Er beleuchtet die Entstehungsgeschichte, die Eskalationsfaktoren, die Phase der Internationalisierung durch UNO-Resolutionen und schließlich die mühsame Ausarbeitung und Umsetzung des „Pakets“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Südtirol, Minderheitenschutz, Autonomie, Gruber-Degasperi-Abkommen, Internationalisierung und Konfliktlösung.

Welche Rolle spielte die „Feuernacht“ für den weiteren Verlauf des Konflikts?

Die Gewaltaktionen im Jahr 1961 machten die internationale Gemeinschaft schlagartig auf die prekäre Lage in Südtirol aufmerksam und erhöhten den politischen Druck auf Italien, was letztlich zur Einrichtung der Neunzehner-Kommission führte.

Warum wird Südtirol heute als „Lehrbeispiel“ für Konfliktlösungen bezeichnet?

Südtirol gilt als Modell, da ein langwieriger und negativ verlaufender Konflikt durch einvernehmliche, international abgesicherte Verhandlungen und Konsensverfahren in eine stabile, friedliche Autonomie überführt werden konnte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konfliktbearbeitungs-Case-Study: Südtirol
Hochschule
Universität Wien  (Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar PSIP: Friedenssicherung durch internationale Organisationen?
Note
1
Autor
Thomas Hanifle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
16
Katalognummer
V1213
ISBN (eBook)
9783638107662
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konfliktbearbeitungs-Case-Study Südtirol Proseminar PSIP Friedenssicherung Organisationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Hanifle (Autor:in), 2001, Konfliktbearbeitungs-Case-Study: Südtirol, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1213
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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