Die Volkshochschule bewegt sich im öffentlich geförderten und finanzierten Kulturbereich. Betrachtet man die Finanzsituation der öffentlichen Haushalte und Kommunen, so stellt man zunehmende Einsparungen im Kulturhaushalt fest, die auch an der Volkshochschule nicht vorüber gehen.
Diese Kürzungen gefährden die Erfüllung des bildungspolitischen Auftrages den die Volkshochschule zu erfüllen hat. Die Volkshochschule kann zwar auf verschiedene Finanzierungsquellen im öffentlichen Bereich zurückgreifen. Diese Mischfinanzierung hilft jedoch nur die Grundfinanzierung der Verwaltung, des Personals und der Kursangebote zu sichern. Der Bedarf einen Förderverein zu gründen, der die Volkshochschule unterstützen kann, liegt daher auf der Hand.
Die vorliegende Arbeit stellt ein strategisches Grundgerüst für die Gründung eines Fördervereins einer Volkshochschule da. Im Anhang sind Thesen zu entnehmen, welche grundlegende Gedanken der Arbeit des Fördervereins aufgreifen und seinen Strukturen erörtern.
Inhaltsverzeichnis des Projekts
1. Einleitung
2. Generelle Feststellungen zum Projekt
3. Situationsanalyse
3.1 interne Situationsanalyse
3.2 externe Situationsanalyse
4. Philosophie des Fördervereins
5. Zielorientierung
5.1. Erfüllung des Vereinszwecks
5.2. Erfüllung der allgemein gesetzten Fördergrundsätze
6. Projektmarketing
7. Personelle Organisation des Projektes
7.1. Projektausschuss
7.2. Projektleitung
7.3. Weitere Projektmitarbeiter
8. Ablaufplanung
9. Finanzierung des Projektes
9.1. Eigenfinanzierung
9.2. Fremdfinanzierung
10. Strategisches Controlling
11. Organe des Fördervereins
11.1. Mitgliederversammlung
11.2. Vorstand
11.3. Beirat
12. Schluss
Zielsetzung & Themen der Projektarbeit
Diese Arbeit entwickelt ein strategisches Grundgerüst für die Gründung eines Fördervereins an einer Volkshochschule, um angesichts knapper öffentlicher Mittel die langfristige Erfüllung des bildungspolitischen Auftrags durch zusätzliche Ressourcen und Unterstützung zu sichern.
- Strategische Situations- und Imageanalyse
- Entwicklung einer Vereinsphilosophie und Zielorientierung
- Projektmarketing und Beziehungsmanagement
- Personelle Strukturierung und Ablaufplanung
- Finanzierungsmodelle (Eigen- und Fremdfinanzierung)
Auszug aus dem Buch
7.2. Projektleitung
Wir betrachten in dieser Arbeit die Gründung eines Fördervereins an einer Volkshoch-schule als ein einmaliges Projekt. Es liegt daher nahe die Projektleitung bis zur Gründung eines Fördervereins einer Person der mit der Arbeit der Volkshochschule vertraut ist zu übertragen. Der Projektleiter sollte nicht in einem direkten Angestelltenverhältnis zur Volkshochschule stehen, da sonst die Unabhängigkeit bei anfallenden Handlungen und Entscheidungen nicht garantiert ist. Unabdingbar ist es, dass der Projektleiter noch einige Qualifikationsmerkmale aufweist.
Der Projektleiter sollte (vgl. ebd., S. 87f.):
mit der Institution der Volkshochschule vertraut sein.
Organisationserfahrung besitzen
Führungsverhalten und Kommunikationsfähigkeit besitzen
Kostenbewußtes Denken und Handeln aufweisen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die finanzielle Notlage von Volkshochschulen und den Bedarf an Fördervereinen zur Sicherung des bildungspolitischen Auftrags.
2. Generelle Feststellungen zum Projekt: Definiert das Gründungsvorhaben als strategisches Projekt, das sich von markt-orientierten Kulturprojekten unterscheidet.
3. Situationsanalyse: Erläutert die Notwendigkeit der Analyse des internen und externen Umfelds zur Prüfung der Realisierbarkeit.
4. Philosophie des Fördervereins: Betont die Bedeutung eines Leitbilds für die Außenwirkung und interne Orientierung.
5. Zielorientierung: Erörtert die inhaltliche Ausrichtung an den Vereinszweck und die allgemeinen Fördergrundsätze.
6. Projektmarketing: Stellt Instrumente wie Relationship-Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zur Unterstützung des Projekts vor.
7. Personelle Organisation des Projektes: Beschreibt die Rollen von Projektausschuss, Projektleitung und Mitarbeitern für eine erfolgreiche Gründung.
8. Ablaufplanung: Skizziert die strukturierte Planung des Projekts anhand von Arbeitsschritten und Prioritäten.
9. Finanzierung des Projektes: Unterscheidet zwischen Eigenmitteln und Fremdfinanzierung durch Sponsoring und Spenden.
10. Strategisches Controlling: Führt die Meilensteinplanung als Methode zur Steuerung und Überprüfung des Projektfortschritts ein.
11. Organe des Fördervereins: Beschreibt die Struktur von Mitgliederversammlung, Vorstand und Beirat.
12. Schluss: Fasst die notwendigen Schritte zusammen, die nach dem Projektabschluss in den operativen Vereinsbetrieb führen.
Schlüsselwörter
Volkshochschule, Förderverein, Projektmanagement, Situationsanalyse, Leitbild, Projektmarketing, Finanzierung, Sponsoring, Mitgliederversammlung, Vorstand, Gemeinnützigkeit, Bildungsauftrag, Strategie, Mittelbeschaffung, Öffentlichkeitsarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als strategischer Leitfaden für die Initiierung und Gründung eines Fördervereins, um Volkshochschulen finanziell und ideell zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Projektorganisation, das Marketing, die Finanzierung sowie die strukturelle und rechtliche Ausgestaltung der Vereinsorgane.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein praktikables Grundgerüst für die Gründung eines Fördervereins zu liefern, damit dieser nach der Projektphase operativ erfolgreich arbeiten kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Situationsanalyse sowie der Anwendung von Projektmanagement-Methoden, wie der Meilensteinplanung, zur Steuerung der Gründungsphase.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in operative Phasen: von der Situationsanalyse und dem Marketing über die personelle Organisation bis hin zu Finanzierungskonzepten und der finalen Aufbauorganisation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Volkshochschule, Förderverein, Projektmanagement, Sponsoring, Gemeinnützigkeit und Strategische Planung.
Warum sollte der Projektleiter kein Angestellter der Volkshochschule sein?
Um die Unabhängigkeit bei Handlungen und Entscheidungen zu garantieren, wird empfohlen, den Projektleiter nicht aus einem direkten Anstellungsverhältnis zu wählen.
Welche Rolle spielt der Beirat in diesem Konzept?
Der Beirat fungiert als reines Beratungsgremium, das durch die Einbindung kompetenter Fachleute zur Qualitätssicherung und Öffentlichkeitsarbeit beiträgt.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Kulturprojekten?
Im Gegensatz zu markt-orientierten Kulturprojekten richtet sich dieser Förderverein nicht an einen freien Markt, sondern agiert als unterstützende Institution für eine öffentliche Bildungseinrichtung.
- Arbeit zitieren
- Marc D. Sommer (Autor:in), 2008, Gründung eines Fördervereins der Volkshochschule als Projekt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/120361