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Systemtheoretische Exklusion

Title: Systemtheoretische Exklusion

Term Paper , 2019 , 6 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Exklusion wird meist als ein Ausschluss aus einem Bereich der Gesellschaft gesehen, tatsächlich jedoch handelt es sich dabei um eine komplexe Verknüpfung verschiedener Marginalisierungsprozesse, die zu einem Zustand führen, in dem Betroffene außerhalb von sozialen Austauschprozessen stehen. Exklusion lässt sich in drei Formen einteilen . Die erste Form ist der vollständige Ausschluss aus der Gesellschaft, welche in einer Demokratie jedoch nicht denkbar ist. Die zweite Form ist der Aufbau abgetrennter, geschlossener Räume, wie sie z.B. in Form von psychiatrischen Einrichtungen sehr wohl in unserer Gesellschaft zu finden ist. Die dritte Form, die Zuschreibung eines bestimmten Status, ist alltäglich. Somit betrifft Exklusion als Marginalisierungsprozess nicht nur Randgruppen, sondern ist Bestandteil, des alltäglichen Lebens.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Verortung im Feld der Exklusionstheorien

2. Definition

3. Diskussionen zum Konzept

4. Beispiele in Bezug zum Text von Eribon und ggf. aus dem eigenen Erfahrungshorizont

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Exklusion aus einer systemtheoretischen Perspektive, insbesondere auf Basis der Theorien von Niklas Luhmann, und setzt diese in Bezug zu individuellen Biografien sowie aktuellen gesellschaftlichen Dynamiken.

  • Systemtheoretische Definition von Inklusion und Exklusion
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit als kompensatorisches Subsystem
  • Verhältnis von Relevanz- und Irrelevanzkriterien in Funktionssystemen
  • Analyse der Biografie Didier Eribons durch systemtheoretische Konzepte
  • Politische Dynamiken und deren Auswirkungen auf Teilhabeprozesse

Auszug aus dem Buch

2. Definition

Luhmann entwirft eine Systemtheorie zum Thema Exklusion, nach der Gesellschaft ein komplexes Gebilde aus verschiedenen Systemen darstellt, die funktional aufeinander bezogen sind und zwischen denen es einen kommunikativen Austausch mit Hilfe von Kommunikationsmedien, wie z.B. Geld oder Bildung, gibt. Gesellschaft ist somit nicht einfach die Summe, der in ihr lebenden Personen, sondern die Summe aller potenziellen Kommunikationen. Modernität und funktionale Ausdifferenzierung einer Gesellschaft gehen dabei Hand in Hand. Je moderner eine Gesellschaft wird, desto mehr Systeme und Subsysteme bilden sich heraus und es entsteht eine arbeitsteilige Gesellschaft. Aus soziologischer Sicht sieht Luhmann den Menschen als Person und meint damit den Anteil der Persönlichkeit eines Menschen, der für das jeweilige System von Bedeutung ist (vgl. Quack/Schmidt, 2013: 5f). Personen sind daran gebunden an verschiedenen Systemen zu partizipieren, was Luhmann als Inklusion bezeichnet (vgl. Quack/Schmidt, 2013: 5). Sie partizipieren nur teil- oder zeitweise an verschiedenen Systemen und Subsystemen, wobei sie auch an wesentlichen Systemen nicht partizipieren und sie dort, so Luhmann, exkludiert sind (vgl. Quack/Schmidt, 2013: 6).

Inklusion und Exklusion sind somit wesentliche Mechanismen von Individuation oder anders gesagt: Jeder Mensch hat ein individuelles In- und Exklusionsprofil (ebd.). Der systemtheoretische Begriff der Exklusion ist hier folglich nicht dem soziologischen Begriff, der mit Exklusion soziale Ausgrenzung meint, gleichzusetzen (vgl. Quack/Schmidt, 2013: 7). Die soziale Ausgrenzung aus systemtheoretischer Sicht wird als „Totalexklusion“ bezeichnet. Unter den Bedingungen des Sozialstaates treten jedoch kompensatorische Systeme in Kraft, wenn Menschen unfreiwillig exkludiert werden, so dass eine „Totalexklusion“ verhindert wird (Quack/Schmidt, 2013: 8). Exklusion, die eingeschränkte oder verhinderte Möglichkeit an Systemen zu partizipieren, wird als „Prozess gestörter Kommunikation“ (ebd.) verstanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Verortung im Feld der Exklusionstheorien: Dieses Kapitel führt in das Thema ein und differenziert zwischen dem allgemeinen soziologischen Verständnis von Exklusion und der systemtheoretischen Betrachtungsweise.

2. Definition: Hier wird Luhmanns Systemtheorie erläutert, wobei insbesondere die Begriffe Inklusion, Exklusion, Relevanzkriterien sowie die Rolle der Sozialen Arbeit als „stellvertretende Inklusion“ definiert werden.

3. Diskussionen zum Konzept: Das Kapitel reflektiert kritisch die Abstraktheit der Systemtheorie und hinterfragt, wie ein solch deskriptiver Ansatz in der praktischen Arbeit angewendet werden kann.

4. Beispiele in Bezug zum Text von Eribon und ggf. aus dem eigenen Erfahrungshorizont: Anhand der Autobiografie von Didier Eribon wird die Anwendbarkeit der systemtheoretischen Konzepte auf individuelle Lebensläufe und politische Veränderungsprozesse illustriert.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Exklusion, Inklusion, Niklas Luhmann, Soziale Arbeit, Funktionssysteme, Relevanzkriterien, Kommunikation, Didier Eribon, Soziale Ausgrenzung, Totalexklusion, Individuation, Gesellschaft, Kompensation, Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die systemtheoretische Analyse von Exklusionsprozessen und deren Bedeutung innerhalb einer hochgradig ausdifferenzierten modernen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Definitionen von Inklusion und Exklusion nach Niklas Luhmann, die Rolle von Relevanzkriterien in sozialen Systemen sowie die kompensatorische Funktion der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das oft abstrakt wirkende systemtheoretische Konzept auf seine Anwendbarkeit in der Praxis hin zu prüfen und anhand biografischer Beispiele von Didier Eribon zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit soziologischer Fachliteratur, ergänzt durch eine exemplarische Anwendung der Theorie auf einen literarisch-autobiografischen Text.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine kritische Diskussion der systemtheoretischen Sichtweise sowie eine praxisnahe Fallbeispielanalyse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Systemtheorie, Inklusions-/Exklusionsprofil, stellvertretende Inklusion und gesellschaftliche Funktionssysteme sind die prägendsten Begriffe.

Wie definiert der Autor das Verhältnis zwischen Mensch und System?

Der Mensch wird als Person betrachtet, wobei nur jene Anteile seiner Persönlichkeit für ein System relevant sind, die für die dortigen Kommunikationsprozesse funktional notwendig sind.

Welche Rolle nimmt die Soziale Arbeit nach dieser Theorie ein?

Soziale Arbeit agiert als kompensatorisches Subsystem, das „stellvertretende Inklusion“ ermöglicht, wenn Menschen aus anderen Funktionssystemen exkludiert wurden.

Wie lässt sich Didier Eribons Werdegang systemtheoretisch deuten?

Eribons Leben wird als Wechsel zwischen verschiedenen Systemen mit jeweils spezifischen Relevanzkriterien interpretiert, wobei er sowohl unfreiwillige Exklusion als auch freiwillige Systemwechsel durchlief.

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Details

Title
Systemtheoretische Exklusion
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
6
Catalog Number
V1194576
ISBN (eBook)
9783346639882
Language
German
Tags
systemtheoretische exklusion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Systemtheoretische Exklusion, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1194576
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