Diese Arbeit beschäftigt sich zunächst mit der historischen Entwicklung der Familie und wirft zunächst einen kurzen Blick auf die Familie von heute. Im Anschluss werden die heutigen Generationenbeziehungen auch in Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund, als wichtigen Teil unserer heutigen Gesellschaft, behandelt.
In der Fernsehwerbung heißt es zurzeit: „Familie ist alles und alles kann Familie sein“. Dies spiegelt die heutige Denkweise der Gesellschaft über die Vorstellung von Familie wider. Es zeigt auf einfache Art und Weise, dass sich in den Köpfen vieler Menschen die traditionellen Familienstrukturen aufgelöst oder zumindest gelockert haben. Tatsächlich erleben wir jedoch gerade seit der großen Migrationswelle in Deutschland ein Erstarken der traditionellen und konservativen Denkweisen, auch in Bezug auf die Familie und die Rolle der Frau.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historische Entwicklung der Familie
2.1 Familie damals
2.2 Familie heute
3. Heutige Generationenbeziehungen zwischen Eltern und Kind
4. Generationenbeziehungen in Migrantenfamilien
5. Familie im sozialen Wandel
5.1 Individualisierung und Pluralisierung
5.2 Wandel des Geschlechterverhältnisses in der Familie
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den historischen und aktuellen Wandel familiärer Strukturen, Generationenbeziehungen sowie Geschlechterrollen in Deutschland, insbesondere unter Berücksichtigung der Dynamiken in Migrantenfamilien.
- Historische Entwicklung der Familienformen
- Generationenbeziehungen im Wandel
- Besonderheiten in Migrantenfamilien
- Sozialer Wandel und Individualisierung
- Veränderungen der Geschlechterrollen
Auszug aus dem Buch
2.1 Familie damals
Der Vorläufer der Familie war die Sippe, deren Mitglieder auch über mehrere Orte verteilt lebten. Sie war durch die Blutsverwandtschaft der Sippenmitglieder charakterisiert (vgl. Marx, 2011: 8).
Die ursprüngliche Form der Familie war die große Haushaltsfamilie, deren Mitglieder an einem Ort lebten und die nicht zwingendermaßen blutsverwandt waren. In der vorindustriellen Zeit lebten viele Menschen in Dorfgemeinschaften von der Landwirtschaft. Die damalige Lebensform der Familie wurde mit dem Begriff „ganzes Haus“ bezeichnet und umfasste mehr als die Kernfamilie. Zur Gemeinschaft des „ganzen Hauses“ zählten auch Knechte, Mägde, Gesellen oder Handwerker. Besonders bei dieser Form des familiären Zusammenlebens war die Vereinigung von Produktion bzw. Bewirtschaftung und Familienleben. In der Haushaltsfamilie war der Hausvater in der Rolle des Patriarchen und gab die Regeln und Strukturen aller Familienmitglieder vor. Es standen vor allem ökonomische Gesichtspunkte im Zentrum des Handelns. So wurden Ehen aufgrund von materiellen Gründen geschlossen und Kinder als spätere Arbeitskräfte und Altersvorsorge betrachtet (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der sich wandelnden Familienstrukturen ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung dieser Veränderungen zu beleuchten.
2. Historische Entwicklung der Familie: Das Kapitel zeichnet den Weg von der Sippe über das "ganze Haus" bis zur modernen Kernfamilie und deren Bedeutungswandel nach.
3. Heutige Generationenbeziehungen zwischen Eltern und Kind: Hier wird analysiert, wie sich das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern aufgrund veränderter Lebensbedingungen und einer bewussten Elternschaft gewandelt hat.
4. Generationenbeziehungen in Migrantenfamilien: Dieses Kapitel betrachtet die spezifische Bedeutung von Generationenbeziehungen und intergenerativer Transmission in Familien mit Migrationshintergrund.
5. Familie im sozialen Wandel: Das Kapitel erörtert die Prozesse der Individualisierung, Pluralisierung und den Wandel der Geschlechterverhältnisse innerhalb der Familie.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Vielfalt an Lebensformen notwendig ist, um individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Schlüsselwörter
Familie, Generationenbeziehungen, Sozialer Wandel, Migrantenfamilien, Geschlechterverhältnis, Kernfamilie, Individualisierung, Pluralisierung, Elternschaft, Rollenbilder, Lebensform, Intergenerative Transmission, Strukturwandel, Emanzipation, Tradition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wandel von Familienstrukturen, der Rolle der Geschlechter sowie den Beziehungen zwischen Generationen innerhalb der deutschen Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem historischen Rückblick, den heutigen Generationenbeziehungen, dem Einfluss von Migration auf Familien sowie dem Prozess des sozialen Wandels.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu analysieren, wie sich das Bild der Familie verändert hat und ob diverse Familienformen eine gleichwertige Alternative zur traditionellen Kernfamilie darstellen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender soziologischer Fachliteratur und Berichte, um den Wandel der Familienstrukturen theoretisch zu fundieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Analyse aktueller Generationenbeziehungen, die Situation von Migrantenfamilien sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher Prozesse wie Individualisierung und Rollenwandel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Familie, Generationenbeziehungen, Sozialer Wandel, Migrantenfamilien und Individualisierung.
Welche Rolle spielt die Migration für die Generationenbeziehungen?
In Migrantenfamilien kommt der intergenerativen Transmission von Werten eine höhere Bedeutung zu, da sie oft als soziale Absicherung fungieren und das kulturelle Erbe sichern müssen.
Wie hat sich die Rolle der Frau im Laufe der Zeit verändert?
Durch Bildungsangleichung und Emanzipation hat sich die Frau von einer ökonomisch abhängigen Ehefrau zu einer selbstbewussten Person entwickelt, wenngleich noch immer strukturelle Ungleichheiten bestehen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Geschlechterverhältnis und Generationenbeziehungen im Wandel und Auswirkungen auf die Familie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1193150