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Das transhumanistische Menschenbild. Gilt Nietzsche als erster Transhumanist?

Titel: Das transhumanistische Menschenbild. Gilt Nietzsche als erster Transhumanist?

Seminararbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: Gut

Autor:in: Sabine Oberneder (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich möchte in meiner Arbeit auf mögliche Definitionen transhumanistischer Menschenbilder eingehen und deren Vorstellungen der Grenzüberschreitungen menschlicher Möglichkeiten mit Hilfe technologischer Mittel und Verfahren aufzeigen, um dann im Besonderen das Menschenbild Sorgners zu betrachten, da er Nietzsches Denken als fruchtbar für transhumanistische Werte erwähnt.

Ein weiterer Aspekt, der es meines Erachtens interessant macht Sorgners Menschenbild zu betrachten, ist seine Zugehörigkeit zur deutschsprachigen Denkschule. Im Anschluss werde ich Nietzsches Darstellungen des Übermenschen genauer durchleuchten und seinen vermeintlichen Bezug zum Transhumanismus darlegen. Mit Hilfe ausgewählter Literatur will ich aufzeigen, dass die Einvernahme Nietzsches als ersten Transhumanisten durch einen Personenkreis der transhumanistischen Bewegung ein Trugschluss ist. Schlussendlich wird ersichtlich werden, dass Nietzsches letzter Mensch transhumanistische Werte verkörpert und Nietzsches „Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen“ wenig Anhaltspunkte für transhumanistische Werte aufweist. Die Conclusio dient mir dazu, das Wesentliche zusammenzufassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Problemaufriss und Zielstellungen

1 Transhumanistische Menschenbilder – mit Technik zur Perfektion?

1.1 Definitionen von transhumanistischen Menschenbildern im Überblick

1.2 Enhancement als Mittel zur Verbesserung

1.2.1 Digital- technologisches Enhancement: Prothesen und Cyborgs

1.2.2 Neuro- Enhancement: Happy Pills and Smart Drugs

1.2.3 Genetisches Enhancement: neue Freiheit und ethnische Brisanz

2 Die 12 Säulen transhumanistischer Diskurse nach Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner

3 Gilt Nietzsche als erster Transhumanist?

3.1 „Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Thier und Übermensch, – ein Seil über einem Abgrunde.“

3.2 „Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.“

4 Conclusio

Persönliche Anmerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die transhumanistische Annahme, Friedrich Nietzsche könne als Ahnherr und erster Transhumanist betrachtet werden. Im Zentrum steht die Analyse des transhumanistischen Menschenbildes im Vergleich zu Nietzsches Konzepten des Übermenschen und des letzten Menschen, wobei insbesondere die Argumentation von Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner beleuchtet wird.

  • Definition und Facetten des transhumanistischen Menschenbildes
  • Technologische Verfahren des Enhancements (Digital, Neuro, Genetisch)
  • Die 12 Säulen des schwachen nietzscheanischen Transhumanismus
  • Kritische Gegenüberstellung von Transhumanismus und Nietzsches Philosophie

Auszug aus dem Buch

3.2 „Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.“

Ein Ziel des Transhumanismus ist die Übersteigerung des Guten und Eliminierung des Schlechten inklusive der Todesüberwindung durch Mind Uploading. Die angestrebte Abkoppelung des Geistes vom Körper bedingt aber nicht die Überwindung des Körper- Geist- Dualismus, was für das erstrebte Ideal des nietzscheanischen Übermenschen Prämisse ist (vgl. Schmaus, 2016, S. 216). Dafür bietet in Nietzsches Zarathustra der letzte Mensch mit dem Wunsch einer Schmerz und Leidfreiheit durch human Enhancement und einen kontrollierten Abgang durch Selbstmord transhumane Gestaltungsvorstellungen: „Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.“ (Nietzsche, 2017, S. 19/ KSA, Za, 5, S. 19) Die utilitaristische Haltung des letzten Menschen, der sich selbst verkleinert und dem Nutzen mehr Wert einräumt kann mit der transhumanistischen Wertvorstellung in Verbindung gebracht werden (vgl. Schmaus, 2016, S. 216).

„Interpretiert man den Transhumanismus als systemtheoretischen und -praktischen Ansatz, dann lässt sich der darin erstrebte letzte Mensch als Selbstmissverständnis von vorletzten Menschen verstehen, die mit dem Anliegen antraten, sich struktural zum Übermenschen zu transformieren, aber auf Abwege gerieten. Tatsächlich nimmt sich der Transhumanismus [...] wie ein solches Missverständnis aus.“ (Schmaus, 2016, S. 220)

Hier sei nochmals betont, dass nicht der Übermensch zur Interpretation des Transhumanismus gelten kann sondern – im Gegenteil – der letzte Mensch als Metapher des schwachen nietzscheanischen Transhumanismus nach Sorgner dient.

Zusammenfassung der Kapitel

Problemaufriss und Zielstellungen: Einführung in die Thematik der transhumanistischen Menschenbilder und Formulierung der Fragestellung zur vermeintlichen Verbindung zwischen Nietzsche und dem Transhumanismus.

1 Transhumanistische Menschenbilder – mit Technik zur Perfektion?: Überblick über Definitionen des Transhumanismus sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Enhancement-Methoden wie Digital-technologisches, Neuro- und genetisches Enhancement.

2 Die 12 Säulen transhumanistischer Diskurse nach Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner: Darstellung der von Sorgner definierten zwölf Prinzipien, die seine Interpretation eines schwachen nietzscheanischen Transhumanismus begründen.

3 Gilt Nietzsche als erster Transhumanist?: Kritische Auseinandersetzung mit der Einvernahme Nietzsches in den Transhumanismus, basierend auf der Analyse seiner Begriffe des „Übermenschen“ und des „letzten Menschen“.

4 Conclusio: Zusammenfassung der Ergebnisse, in der die Unvereinbarkeit des transhumanistischen Technik-fokussierten Weltbildes mit Nietzsches Philosophie betont wird.

Persönliche Anmerkung: Kritische Reflexion der Autorin über die teils kontextlose Zitierweise von Nietzsche-Texten in transhumanistischer Literatur.

Schlüsselwörter

Transhumanismus, Nietzsche, Menschenbild, Übermensch, Letzter Mensch, Enhancement, Posthumanismus, Stefan Lorenz Sorgner, Gentechnik, Neuro-Enhancement, Ethik, Selbstüberwindung, Philosophie, Technologie, Körper-Geist-Dualismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische und ethische Validität der Behauptung, dass Friedrich Nietzsche als Ahnherr des Transhumanismus gelten kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Menschenbilder im Transhumanismus, Techniken des Human Enhancements sowie eine philosophische Auseinandersetzung mit den Schriften Nietzsches.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Vereinnahmung Nietzsches durch transhumanistische Strömungen – insbesondere im Hinblick auf das Konzept des Übermenschen – ein Trugschluss ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Literaturanalyse, die zentrale Begriffe und Argumente transhumanistischer Autoren anhand von Primärquellen (Nietzsche) kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition der transhumanistischen Menschenbilder, eine Analyse von Sorgners "12 Säulen" und eine kritische Untersuchung der Nietzsche-Interpretation durch Transhumanisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Transhumanismus, Übermensch, Enhancement, Ethik, Posthumanismus und die kritische Distanz zur Technisierung des Menschen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Sorgner?

Die Arbeit analysiert Sorgner als Vertreter eines "schwachen nietzscheanischen Transhumanismus", stellt jedoch fest, dass seine Herleitung der transhumanistischen Werte aus Nietzsches Werk methodisch kritisch zu betrachten ist.

Warum wird der "letzte Mensch" als Metapher angeführt?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass der "letzte Mensch" bei Nietzsche eher die negativen, utilitaristischen Aspekte des Transhumanismus widerspiegelt, anstatt das erstrebte Ideal der Selbstüberwindung des Übermenschen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das transhumanistische Menschenbild. Gilt Nietzsche als erster Transhumanist?
Hochschule
Universität Wien  (Bildungswissenschaft)
Note
Gut
Autor
Sabine Oberneder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V1193127
ISBN (eBook)
9783346634894
ISBN (Buch)
9783346634900
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nietzsche Transhumanismus transhumanistisches Menschenbild digitales Enhancement Neuroenhancement genetisches Enhancement Sorgner
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Oberneder (Autor:in), 2019, Das transhumanistische Menschenbild. Gilt Nietzsche als erster Transhumanist?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1193127
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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