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‚Geschichte’ in der Eventkultur: Historische Feste in der Eventkultur am Beispiel des Kaufbeurer Tänzelfestes

Titel: ‚Geschichte’ in der Eventkultur: Historische Feste in der Eventkultur am Beispiel des Kaufbeurer Tänzelfestes

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 20 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: M.A. Brit Müller (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Tänzelfest ist eine traditionsreiche Einrichtung der ehemaligen freien Reichsstadt Kaufbeuren. Das als ältestes bayerisches Kinderfest stets gebührend hervorgehobene Spektakel kann einerseits auf eine eigene lange (Fest-)Geschichte zurückblicken, reiht sich aber andererseits auch in die zunehmende Anzahl historischer Feste ein, die entweder wiederbelebt oder in den vergangenen Jahren neu ins Leben gerufen wurden.
Gerade in den Anfangsjahren eines neu inszenierten historischen Festes, steht der finanzielle Nutzen selten im Vordergrund. Vielmehr scheint es, dass in den Anfangsjahren auf keinen Fall mit Gewinn zu rechnen sei, eher muss gehofft werden, überhaupt die Ausgaben decken zu können. Es drängt sich somit die Frage auf, welchen Anreiz Feste mit historischem Ursprung oder wenigstens historischer Thematik ausüben und wodurch sie in den letzten Jahren an Zuspruch gewonnen haben.
Das Kaufbeurer Tänzelfest, das an dieser Stelle beispielhaft für geschichtsorientierte Feierlichkeiten herausgegriffen werden soll, hat nicht nur selbst eine bereits Jahrhunderte lange Geschichte, sondern macht auch Geschichte in der heutigen Zeit lebendig. Im zentralen Festzug durch die Stadt stellen mehr als tausend Kinder gemeinsam die Vergangenheit ihrer Heimatstadt nach, „erleben“ vergangene Epochen und inszenieren Vergangenheit, indem sie sich an einer bestimmten überlieferten Struktur orientieren.
Nicht nur den Tänzelfestkindern, den Akteuren, sondern auch den unzähligen Besuchern präsentiert sich auf diese Weise ein lebendiger Geschichtsunterricht.
Das Tänzelfest hat sich zu einem der bedeutendsten kulturellen Ereignisse in Bayern entwickelt. Aus dem schwäbischen Festkalender ist es längst nicht mehr wegzudenken und zieht bereits seit Jahren nicht nur die Bewohner der Stadt, sondern auch eine Vielzahl von Touristen in seinen Bann. Es bietet sich deshalb an, am Beispiel dieses traditionellen Kaufbeurer Festes, das jährlich kurz vor den Sommerferien stattfindet, zu untersuchen, inwiefern sich ein Eventcharakter herausgebildet hat und wie sich Geschichte innerhalb unserer modernen Eventkultur inszenieren lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Historische Feste

1.1 Begriffsbestimmung: „historisches Fest“

1.2 Inszenierungscharakter

2 Das Kaufbeurer Tänzelfest

2.1 Historische Dimension des Tänzelfestes

2.2 Reiz des Mittelalters

2.3 Detailtreue der Kaufbeurer Kostüme

3 „Geschichte“ in der Eventkultur

3.1 Eventcharakter des Tänzelfestes

3.2 „Historisches“ und „Historisierendes“ als Event

3.3 Chancen und Ziele für Kaufbeuren

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Kaufbeurer Tänzelfest als Beispiel für die Inszenierung von Geschichte innerhalb der modernen Eventkultur. Ziel ist es zu analysieren, wie das Fest den Spagat zwischen historischer Traditionspflege und modernem Eventcharakter bewältigt, welche Rolle die Detailtreue dabei spielt und wie das Fest als touristischer Anziehungspunkt fungiert.

  • Strukturen und Definitionen historischer Feste
  • Die historische Genese des Kaufbeurer Tänzelfestes
  • Die Bedeutung von Detailtreue bei Kostümen und Inszenierungen
  • Der Eventcharakter als Marketinginstrument und Kulturerlebnis
  • Die identitätsstiftende Funktion des Festes für die Stadtgesellschaft

Auszug aus dem Buch

2.2 Reiz des Mittelalters

Beim Tänzelfest steht ohne Zweifel die Gestaltung eines mittelalterlichen Festes im Vordergrund. Bereits die verschiedenen Broschüren des Tänzelfestvereins weisen darauf hin, dass man Kaiser Maximilian I. auch den „letzten Ritter“ genannt hat. Das zeigt also bereits, dass im Mittelalter etwas besonders publikumswirksames, anziehendes enthalten sein muss, zumal die viel zitierte Jahrhundertwende um 1497 gerade den Übergang zur frühen Neuzeit markiert.

Jedoch scheinen sich mit dem Schlagwort „Ritter“ und landläufigen Assoziationen zum ritterlich höfischem Umfeld mehr Besucher anlocken, als mit den Stichwörtern „Renaissance“, „Humanismus“ und der Zeit, die mit der Regentschaft Kaiser Maximilians erst ihren Anfang nahm. Zwar kann man aufgrund der bereits jahrhundertelangen Tradition des Tänzelfestes keine bewusste Entscheidung unterstellen, mit dem Tänzelfest einen speziell mittelalterlich ausgerichteten Publikumsmagneten zu inszenieren. Trotzdem lässt sich der - durchaus bewusste - Ausbau des Tänzelfestes zum mittelalterlichen Über-Fest konstatieren, so dass sich die Frage ergibt, welcher Anreiz sich hieraus speziell für die Besucher bietet. Es scheint nicht mehr zuzutreffen, dass man die heutige Gegenwart von einem dunklen und düsteren Mittelalterbild trennt und sich selbst somit einer gleichsam „besseren“ Lebenswelt zugehörig fühlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Historische Feste: Dieses Kapitel definiert den Begriff „historisches Fest“ durch die Abgrenzung von kirchlichen Riten und betont Merkmale wie die Inszenierung, den Identitätsbezug und die zyklische Wiederholung.

2 Das Kaufbeurer Tänzelfest: Hier werden die historische Dimension des Tänzelfestes, der Reiz der mittelalterlichen Thematik und die Bedeutung der kostümlichen Detailtreue als Kernelemente des Festes analysiert.

3 „Geschichte“ in der Eventkultur: Dieses Kapitel beleuchtet den Eventcharakter des Tänzelfestes, diskutiert das Verhältnis von historischer Authentizität zu touristischer Inszenierung und bewertet die Chancen für den Standort Kaufbeuren.

Schlüsselwörter

Tänzelfest, Kaufbeuren, Eventkultur, Historisches Fest, Kaiser Maximilian I., Mittelalter, Brauchtum, Kinderfest, Inszenierung, Stadtgeschichte, Identität, Tourismus, Kostümierung, Tradition, Kulturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Verknüpfung von Geschichtsvermittlung und Eventkultur am Beispiel des traditionellen Kaufbeurer Tänzelfestes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die Definition historischer Feste, die Entwicklung des Tänzelfestes, die Rolle des Mittelalter-Images sowie die touristische Vermarktung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Geschichte in einer modernen Eventkultur inszeniert werden kann, ohne ihren traditionellen Kern zu verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Primärquellen wie Festprogrammen und Stadtchroniken sowie die Einordnung in kultur- und sozialwissenschaftliche Begriffsdefinitionen.

Was steht im Hauptteil im Mittelpunkt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifische Ausgestaltung des Tänzelfestes, die Bedeutung von Kostümen und die bewusste Entscheidung für die „Ritter-Thematik“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Tänzelfest, Eventcharakter, Historizität, Stadtidentität und kulturelles Gedächtnis.

Inwieweit spielt die „Legende“ um Kaiser Maximilian I. eine Rolle für den Erfolg des Festes?

Die Legende dient als zentrales Identifikationsmerkmal und „Publikumsmagnet“, obwohl sie historisch nicht belegbar ist, und fungiert als Höhepunkt des Event-Programms.

Warum ist das Tänzelfest für die Stadt Kaufbeuren so bedeutend?

Es dient nicht nur der touristischen Profilierung im Ostallgäu, sondern fördert durch den Einbezug der Kinder auch den lokalpatriotischen Zusammenhalt und das Traditionsbewusstsein.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
‚Geschichte’ in der Eventkultur: Historische Feste in der Eventkultur am Beispiel des Kaufbeurer Tänzelfestes
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
‚Geschichte’ in der Eventkultur: Geschichte erlebbar
Note
1,00
Autor
M.A. Brit Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
20
Katalognummer
V119202
ISBN (eBook)
9783640231867
ISBN (Buch)
9783640232024
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eventkultur Historische Feste Eventkultur Beispiel Kaufbeurer Tänzelfestes Eventkultur Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Brit Müller (Autor:in), 2002, ‚Geschichte’ in der Eventkultur: Historische Feste in der Eventkultur am Beispiel des Kaufbeurer Tänzelfestes, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/119202
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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