Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Politics - Methods, Research

Wahlstatistik - Zur Geschichte der Wahlstatistik

Title: Wahlstatistik - Zur Geschichte der Wahlstatistik

Seminar Paper , 2000 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thorsten Plath (Author)

Politics - Methods, Research

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit soll einen kurzen Überblick geben über Geschichte, Entwicklung und Inhalte der Wahlstatistik mit Schwerpunkt auf Deutschland. Dabei sollen nicht nur einzelne frühe wahlstatistische Analysen, sondern auch die aktuell relevante Repräsentative Wahlstatistik vorgestellt werden. Es soll dabei eine kurze Einführung in die historischen Umstände des Zeitraums der Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland vorangestellt werden, denn hier wird zu zeigen sein, daß die Geschichte der Wahlstatistik untrennbar mit der politischen Geschichte verknüpft ist, denn ohne Wahlen ist Wahlstatistik undenkbar. Zur Verdeutlichung der Entwicklungen, die die Wahlstatistik als wissenschaftliche Disziplin erfahren hat, werden kurz mehrere frühe wahlstatistische Analysen darzustellen sein. Engel (a.a.O.) zog 1865 die Wahlstatistik der preußischen Landtagswahlen von 1861 bis 1863 zu seiner grundsätzlichen Kritik am bestehenden Dreiklassenwahlrecht heran, Würzburger (a.a.O.) untersuchte 1907 die „Partei der Nichtwähler“, Klöcker (Mulert 1932) untersuchte 1912 den Zusammenhang zwischen Wählen der SPD und der Konfession des jeweiligen Wählers und Schauff (a.a.O.) stellte 1928 den Zusammenhang zwischen katholischer Bekenntnistreue und Wählen des Zentrums in den Mittelpunkt seiner Untersuchungen. Außerdem wird die Arbeit „Political Behaviour“ von Tingsten (a.a.O.) aus dem Jahre 1937 vorzustellen sein, in der u.a. deutsches wahlstatistisches Material ab 1919 zu einem umfassenden Vergleich wahlstatistischer Untersuchungen verarbeitet wurde. Schließlich sollen Methoden, Inhalte und Nutzen der Repräsentativen Wahlstatistik angesprochen werden, die ohne Zweifel als wahlstatistische Methode aktuell die höchste Relevanz besitzt, auch wenn sie seit mehreren Jahren nicht mehr bundesweit für Ergebnisse der Bundestagswahlen erarbeitet wird. Aus diesem Grunde wird in diesem Teil vor allem auf die Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes aus Anlaß der Wahlen zum Europäischen Parlament 1999 zurückzugreifen sein (Statistisches Bundesamt 1999: a.a.O.).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Thema der Arbeit

1.2. Fragestellung

2. Geschichte der Wahlstatistik

2.1. Geschichtlicher Kontext erster wahlstatistischer Erhebungen

2.2. Wahlstatistische Erhebungen bis 1914

2.3. Wahlstatistische Erhebungen ab 1919

2.4. Erste wahlstatistische Analysen

2.4.1. Engel: Die Ergebnisse der Urwahlen für das pr. Abgeordnetenhaus

2.4.2. Tingsten: Political Behaviour

3. Repräsentative Wahlstatistik

3.1. Repräsentative Wahlstatistik in der Weimarer Republik

3.2. Repräsentative Wahlstatistik in Deutschland seit 1953

3.2.1. Vorgehensweise

3.2.2. Nutzen der repräsentativen Wahlstatistik

3.2.3. Ergebnisse der Repräsentativstatistik zur Europawahl 1999

4. Schlußfolgerungen

5. Bibliographie

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die Bedeutung der Wahlstatistik für die moderne Wahlforschung. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit die Wahlstatistik trotz der zunehmenden Bedeutung von Umfrageverfahren ein unverzichtbares Instrument zur wissenschaftlichen Analyse von Wahlergebnissen bleibt.

  • Historische Genese der Wahlstatistik in Deutschland
  • Methodische Ansätze früher wahlstatistischer Analysen
  • Funktionsweise und Anwendung der repräsentativen Wahlstatistik
  • Vergleich von Wahlverhalten anhand soziodemografischer Merkmale
  • Stellenwert und Zukunftsperspektiven der Wahlstatistik

Auszug aus dem Buch

2.4.2. Tingsten: Political Behaviour

In seiner Arbeit „Political Behaviour“ (Stockholm 1937, a.a.O.) untersuchte Tingsten durch einen Vergleich wahlstatistischer Arbeiten aus Europa und den USA, wobei er sich zu einem großen Teil auf deutsche Wahlstatistiken ab 1919 stützte, den Zusammenhang zwischen politischem Standpunkt und sozialer Stellung (Tingsten 1937: 7). Dabei teilte er seine Arbeit in folgende Teile auf. In einem ersten Teil untersuchte er das Wahlverhalten und die Parteienpräferenz von Frauen (chapter I), im zweiten Teil die Wahlbeteiligung und die Parteienpräferenz verschiedener Altersgruppen (chapter II), im dritten Teil die Wahlbeteiligung und die Parteienpräferenz verschiedener sozialer Gruppen (chapter III) und im vierten die Auswirkungen von Wahlpflicht (chapter IV). In einem folgenden Kapitel, das er der Arbeit beigefügt hat und das uns in diesem Zusammenhang nicht weiter interessiert, widmete er sich spezielleren Fragen (chapter V).

Tingsten stellte fest, daß Frauen allgemein eine niedrigere Wahlbeteiligung aufwiesen als Männer, wobei ärmere Frauen und Frauen in ländlicheren Gebieten eine noch geringere Wahlbeteiligung aufwiesen als eher wohlhabende und in städtischen Gebieten wohnende Frauen (Tingsten 1937: chapter 1). Je höher die allgemeine Wahlbeteiligung war, desto höher aber war auch diejenige der Frauen, wobei Frauen eher große Parteien und eher Konservative und Religiöse wählten, in Deutschland vor allem das Zentrum oder die Bayerische Volkspartei (Tingsten ebd.). Diese Ergebnisse ergaben sich nicht nur für Deutschland, sondern auch für ganz Skandinavien, Polen, die USA, Estland und Österreich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Bedeutung der Wahlstatistik und Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich ihres aktuellen Nutzens.

2. Geschichte der Wahlstatistik: Überblick über die Entwicklung von den ersten Erhebungen Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zu frühen analytischen Arbeiten von Engel und Tingsten.

3. Repräsentative Wahlstatistik: Darstellung der methodischen Grundlagen und der Anwendung der repräsentativen Wahlstatistik von der Weimarer Republik bis zur Europawahl 1999.

4. Schlußfolgerungen: Fazit über den Stellenwert der Wahlstatistik als unverzichtbares, jedoch durch Umfragedaten zu ergänzendes Instrument der sozialwissenschaftlichen Forschung.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur historischen und methodischen Einordnung des Themas.

Schlüsselwörter

Wahlstatistik, Wahlforschung, Wahlergebnisse, Repräsentative Wahlstatistik, Deutschland, Wahlbeteiligung, Parteienpräferenz, Sozialstruktur, Historische Analyse, Politische Geschichte, Wahlanalyse, Empirische Sozialforschung, Europawahl, Demografie, Wahlverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und den Nutzen der Wahlstatistik als wissenschaftliche Disziplin und deren Rolle innerhalb der modernen Wahlforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entstehung der Wahlstatistik, die methodische Analyse früher Fallbeispiele sowie die Funktionsweise der repräsentativen Wahlstatistik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, welchen Stellenwert die Wahlstatistik neben anderen Methoden der Wahlforschung (wie der Umfrageforschung) heute noch einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Wahlstatistik, die Vorstellung klassischer Studien von Engel und Tingsten sowie eine Untersuchung der repräsentativen Wahlstatistik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wahlstatistik, Wahlforschung, repräsentative Erhebung, historischer Kontext und Wahlverhalten sind die prägenden Begriffe dieser Publikation.

Was bedeutet das "law of dispersion" nach Tingsten?

Dieses Gesetz besagt, dass Unterschiede zwischen verschiedenen Wählergruppen (nach Geschlecht, Alter, sozialer Schicht) bei einer insgesamt hohen Wahlbeteiligung abnehmen.

Warum wird die repräsentative Wahlstatistik kritisch betrachtet?

Kritikpunkte sind die fehlende Erfassung von individuellen Wahlmotiven und die Unvollständigkeit der Daten hinsichtlich der Briefwahl.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Wahlstatistik - Zur Geschichte der Wahlstatistik
College
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Proseminar Theorien, Methoden und Instrumente der Wahlforschung
Grade
1,3
Author
Thorsten Plath (Author)
Publication Year
2000
Pages
12
Catalog Number
V11901
ISBN (eBook)
9783638179447
ISBN (Book)
9783656008446
Language
German
Tags
Wahlforschung Wahlstatistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Plath (Author), 2000, Wahlstatistik - Zur Geschichte der Wahlstatistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/11901
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint