Im Unterschied zu anderen Berufen stellt die Weiterbildung für medizinisch tätige Personen nicht nur eine zentrale Anforderung und im Behandlungskontext eine Notwendigkeit dar, sondern ist zudem gesetzlich vorgeschrieben. Ob dieser Bedeutung stellt sich die Frage, wie praktizierende Medizinerinnen und Mediziner mit dieser Anforderung umgehen. Welche Art der Weiterbildung bevorzugen sie? Lernen sie lieber allein im «stillen Kämmerlein» oder sind sie aktive Networker? Der vorliegende Vortrag zur Masterarbeit nimmt insofern die ärztlichen Lernprozesse mitsamt deren Besonderheiten in den Blick. Dabei wird vor allem der Aspekt ärztlicher Vernetzung in den Fokus gestellt.
Die theoretische Basis wird dabei mit der konnektivistischen Lerntheorie des kanadischen Wissenschaftlers George Siemens gelegt. Die Studie zeigt eine konkrete Typologie verschiedener Lerntypen auf, die sich doch wesentlich in ihren Bedürfnissen nach Austausch und Qualität der Weiterbildung unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Studie
- Studienergebnisse
- Theoretische Grundlagen
- Typologie
- Typus I
- Typus II
- Typus III
- Typus IV
- Schlussfolgerungen
- Zielgruppenspezifische Angebote schaffen
- Unterschiedliche Austauschmöglichkeiten anbieten
- Niedrige Kurskosten in Pilotphase
- Vertrauen durch Experten und anerkannte Organisationen
- Weg vom didaktischen Fokus
- Weiterführende Informationen anbieten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Studie untersucht die Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in Bezug auf deren Präferenzen und Bedürfnisse. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die verschiedenen Lerntypen und deren Anforderungen an die medizinische Fortbildung zu gewinnen.
- Analyse verschiedener Lerntypen in der medizinischen Weiterbildung
- Untersuchung der Rolle von Vernetzung und Austausch in der Fortbildung
- Entwicklung von Empfehlungen zur Optimierung von Fortbildungsangeboten
- Einfluss der konnektivistischen Lerntheorie auf die medizinische Weiterbildung
- Bewertung der Bedeutung von Community Building in der Fortbildung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema der medizinischen Weiterbildung ein und beleuchtet die Herausforderungen, denen Ärztinnen und Ärzte in Bezug auf die ständige Fortbildung gegenüberstehen. Kapitel 2 beschreibt die durchgeführte Studie, ihre Methodik und die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Janssen-Cilag. Kapitel 3 präsentiert die Studienergebnisse, darunter die theoretischen Grundlagen und die Typologie der verschiedenen Lerntypen. Die Kapitel 4 bis 6 beinhalten die Schlussfolgerungen der Studie und geben Empfehlungen für die Gestaltung von zielgruppengerechten Fortbildungsangeboten.
Schlüsselwörter
Medizinische Weiterbildung, Lerntypen, Konnektivismus, Community Building, Fortbildungsangebote, Austausch, Vernetzung, qualitative Studie, Interviews, Typologie
Häufig gestellte Fragen
Ist die Weiterbildung für Ärzte gesetzlich vorgeschrieben?
Ja, im Unterschied zu vielen anderen Berufen ist die ständige Fortbildung für Mediziner nicht nur fachlich notwendig, sondern auch rechtlich verpflichtend.
Was besagt die konnektivistische Lerntheorie für Mediziner?
Sie besagt, dass Lernen ein Prozess der Vernetzung von Informationsknoten ist und Austausch sowie Community Building entscheidend für den Lernerfolg sind.
Gibt es verschiedene Lerntypen unter Ärzten?
Die Studie identifiziert eine Typologie von vier verschiedenen Lerntypen, die sich in ihrem Bedürfnis nach Austausch und der bevorzugten Qualität der Weiterbildung unterscheiden.
Sind Ärzte eher "Einzelkämpfer" oder "Networker"?
Das Ergebnis ist differenziert; während einige das Lernen im "stillen Kämmerlein" bevorzugen, gewinnen vernetzte Lernformen und der fachliche Austausch an Bedeutung.
Wie sollten Fortbildungsangebote für Ärzte gestaltet sein?
Sie sollten zielgruppenspezifisch sein, verschiedene Austauschmöglichkeiten bieten und durch anerkannte Experten oder Organisationen Vertrauen schaffen.
- Arbeit zitieren
- Sabine Stoll (Autor:in), 2015, Arten der Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten. Sind sie Networker oder Einzelkämpfer?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1189831