Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung das Fehlen einer Wohnung für Akteur:innen, insbesondere für Frauen hat und welche Ausgrenzungen entstehen in Dynamiken mit der Stadtplanung.
Der erste Teil der Arbeit setzt sich mit „Wohnen ohne Wohnung“ auseinander, indem Wohnungslosigkeit in Deutschland kontextualisiert, die Auswirkungen des Fehlens einer Wohnung auf den Betroffenen untersucht und dann mit der Situation von wohnungslosen Frauen beschäftigt wird.
Im zweiten Teil wird spezifisch auf den öffentlichen Raum eingegangen, indem ein Einblick in den Forschungsstand zum sozialen Raum gegeben, die Stadtplanung und ihre Ausgrenzung auf wohnungslose Menschen analysiert und im letzten Teil auf die Wohnungslosigkeit in der Stadt Freiburg eingegangen wird.
In der Arbeit werden folgende Überlegungen angestellt:
1. Kann man „auf der Straße leben“ überhaupt „wohnen“ nennen?
2. Wie wird der öffentliche Raum wahrgenommen, wenn es der eigene Wohnort ist?
3. Was bedeutet es für die eigene Identität, wohnungslos zu sein?
4. Welche Bedeutung hat es, eine wohnungslose Frau zu sein?
5. Welche Wechselwirkung gibt es zwischen der Stadt und Wohnungslosen?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Wohnen ohne Wohnung: Auswirkungen auf die Identität
- Wohnungs- und Obdachlosigkeit: theoretische Einbettung
- Bedeutung des Nichtvorhandenseins einer Wohnung
- Wohnungslose Frauen
- Wohnen im öffentlichen Raum
- Der soziale Raum: Theoretische Einbettung
- Stadtentwicklung oder die Vertreibung der „Störfaktoren“
- Fallbeispiel Freiburg
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Wohnungslosigkeit und deren stadträumliche Ausgrenzung. Sie analysiert die Auswirkungen des Fehlens einer Wohnung auf die Identität und das soziale Leben von Betroffenen, insbesondere von Frauen. Die Arbeit beleuchtet die Dynamik zwischen Stadtplanung und Wohnungslosigkeit und stellt die Frage, inwiefern die Stadtplanung zur Ausgrenzung wohnungsloser Menschen beiträgt.
- Bedeutung von Wohnungslosigkeit für die Identität von Betroffenen
- Auswirkungen des Fehlens einer Wohnung auf das soziale Leben
- Rolle der Stadtplanung in der Ausgrenzung wohnungsloser Menschen
- Die Situation wohnungsloser Frauen
- Fallbeispiel Freiburg
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor und erläutert die Forschungsmethodik. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Bedeutung von Wohnungslosigkeit für die Identität der Betroffenen. Es werden verschiedene theoretische Ansätze zur Erklärung von Wohnungslosigkeit vorgestellt und die Auswirkungen des Fehlens einer Wohnung auf die Lebenswelt von Betroffenen analysiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Situation wohnungsloser Frauen. Kapitel 3 befasst sich mit dem öffentlichen Raum als Lebensraum für Wohnungslose und der Rolle der Stadtplanung in ihrer Ausgrenzung. Die Arbeit untersucht die theoretischen Ansätze zum sozialen Raum und analysiert die Stadtentwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebenswelt von Wohnungslosen. Abschließend wird die Situation von Wohnungslosen in der Stadt Freiburg betrachtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit, Identität, Stadtraum, Stadtentwicklung, Ausgrenzung, Frauen, soziale Ungleichheit, Lebenswelt, öffentliche Raum, Freiburg. Die Arbeit bezieht sich auf verschiedene theoretische Ansätze, wie z.B. den sozialräumlichen Ansatz und die Genderforschung. Sie analysiert die Auswirkungen von Wohnungslosigkeit auf verschiedene Lebensbereiche und untersucht die Rolle der Stadtplanung in der Entstehung von Ausgrenzung.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst Wohnungslosigkeit die eigene Identität?
Die Arbeit untersucht, wie das Fehlen eines privaten Rückzugsortes das Selbstbild und die Identität der Betroffenen massiv verändert und zu sozialer Entfremdung führen kann.
Welche Besonderheiten gibt es bei wohnungslosen Frauen?
Es wird spezifisch analysiert, welche Bedeutung Wohnungslosigkeit für Frauen hat und mit welchen besonderen Ausgrenzungsmechanismen sie konfrontiert sind.
Inwiefern trägt Stadtplanung zur Ausgrenzung bei?
Die Arbeit beleuchtet, wie Stadtplanung oft darauf abzielt, „Störfaktoren“ aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen, was zu einer weiteren Marginalisierung Wohnungsloser führt.
Was wird unter dem Begriff „Wohnen ohne Wohnung“ verstanden?
Es wird die Frage gestellt, ob das Leben auf der Straße überhaupt als „Wohnen“ bezeichnet werden kann und wie der öffentliche Raum wahrgenommen wird, wenn er zum einzigen Wohnort wird.
Welches Fallbeispiel wird in der Arbeit untersucht?
Die Arbeit nutzt die Stadt Freiburg als Fallbeispiel, um die theoretischen Überlegungen zur stadträumlichen Ausgrenzung in der Praxis zu illustrieren.
- Quote paper
- Camille Simonin (Author), 2021, Wohnungslosigkeit und ihre stadträumliche Ausgrenzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1187656