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Wohnungslosigkeit und ihre stadträumliche Ausgrenzung

Titel: Wohnungslosigkeit und ihre stadträumliche Ausgrenzung

Seminararbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Camille Simonin (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung das Fehlen einer Wohnung für Akteur:innen, insbesondere für Frauen hat und welche Ausgrenzungen entstehen in Dynamiken mit der Stadtplanung.

Der erste Teil der Arbeit setzt sich mit „Wohnen ohne Wohnung“ auseinander, indem Wohnungslosigkeit in Deutschland kontextualisiert, die Auswirkungen des Fehlens einer Wohnung auf den Betroffenen untersucht und dann mit der Situation von wohnungslosen Frauen beschäftigt wird.

Im zweiten Teil wird spezifisch auf den öffentlichen Raum eingegangen, indem ein Einblick in den Forschungsstand zum sozialen Raum gegeben, die Stadtplanung und ihre Ausgrenzung auf wohnungslose Menschen analysiert und im letzten Teil auf die Wohnungslosigkeit in der Stadt Freiburg eingegangen wird.

In der Arbeit werden folgende Überlegungen angestellt:
1. Kann man „auf der Straße leben“ überhaupt „wohnen“ nennen?
2. Wie wird der öffentliche Raum wahrgenommen, wenn es der eigene Wohnort ist?
3. Was bedeutet es für die eigene Identität, wohnungslos zu sein?
4. Welche Bedeutung hat es, eine wohnungslose Frau zu sein?
5. Welche Wechselwirkung gibt es zwischen der Stadt und Wohnungslosen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wohnen ohne Wohnung: Auswirkungen auf die Identität

2.1 Wohnungs- und Obdachlosigkeit: theoretische Einbettung

2.2 Bedeutung des Nichtvorhandenseins einer Wohnung

2.3 Wohnungslose Frauen

3. Wohnen im öffentlichen Raum

3.1 Der soziale Raum: Theoretische Einbettung

3.2 Stadtentwicklung oder die Vertreibung der „Störfaktoren“

3.3 Fallbeispiel Freiburg

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen des Wohnungsverlusts auf die Identität von Individuen sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen und stadträumlichen Ausgrenzungsmechanismen, mit besonderem Fokus auf die Situation wohnungsloser Frauen und die städtische Praxis in Freiburg.

  • Identitätsverlust und Prekarisierung durch Wohnungslosigkeit
  • Geschlechtsspezifische Aspekte und verdeckte Wohnungslosigkeit bei Frauen
  • Raumtheoretische Perspektiven auf den öffentlichen Raum
  • Städtische Vertreibungsmechanismen und „Vertreibungsarchitektur“
  • Kritische Analyse lokaler Hilfsangebote und Strategien in Freiburg

Auszug aus dem Buch

3.1 Der soziale Raum: Theoretische Einbettung

Bis zu den 1980er Jahren dominierte in den Sozialwissenschaften das Verständnis von Raum als territorialer Begriff. Der Raum wurde als Behälter kultureller Erscheinungen betrachtet, was den „gesellschaftlich strukturierten Raum auf erdräumliche Standortkonfigurationen“ reduzierte und ihn von seiner Verbindung zu den Akteur:innen entkoppelte. Mit dem Paradigmenwechsel in den Kultur- und Gesellschaftswissenschaften, den sogenannten spatial turn in den 1980er Jahre, änderte sich die Perspektive auf den Raumbegriff. Vermehrte Analysen haben angefangen, den Begriff von „Sozialen Räumen“ zu benutzen und kommen vom „Behälter Raum“ weg. Johanna Rolshoven schreibt, dass „Soziale, als Lebenswelt verstehbare Räume [sind] nicht deckungsgleich mit physisch-geographischen Räumen [sind]“. Es handelt sich um „Bedeutungsräume“, nicht um neutrale Raumbehälter. Diese Räume bestimmen normative Codierungen und z.T. unausgesprochene Verhaltensanforderungen für die Akteur:innen, die nur in einem bestimmten Raum, in einer bestimmten Kultur verständlich sind.

Akteur:innen eignen sich also den Raum in ihrer Alltagspraxis an und fixieren somit materiell den sozialen Raum. Es ist die spatial agency: Der Raum wird von den Akteur:innen selbst hergestellt und verändert. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu, der entscheidend zu dem spatial turn beigetragen hat, analysierte, dass sich Hierarchisierungen des sozialen Raumes im physischen Raum materialisieren, indem z.B. Besitz- und Machtverhältnisse, die sich als soziale Strukturen in räumliche Strukturen einschreiben, im Alltag nicht bewusst in Frage gestellt werden. Die Bewegungsmuster des Alltags sind geprägt von Zwängen und Beschränkungen, denen Akteur:innen unterworfen sind, und verweisen auf soziale Ungleichheiten, die die Räume prägen. Dadurch, dass Individuen sich soziale Räume aneignen, ist die Wahrnehmung dieser Räume je nach Akteur:in unterschiedlich. So erklärt Rolshoven den Unterschied zwischen den Begriffen „Raum“ und „Ort“: Der Raum sei „ein sich beständig neu konstellierendes Phänomen“ das zur Dimension der Erfahrung gehört. Dagegen zeichnet sich der Ort aus durch seine „Stabilität und Dauerhaftigkeit architektonischer oder naturräumlicher Gegebenheiten: die Verlässlichkeit des Visuellen und Taktilen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert das Thema durch eine literarische Annäherung, stellt die Forschungsfrage nach den Bedeutungen von Wohnungslosigkeit sowie stadträumlicher Ausgrenzung und skizziert das methodische Vorgehen.

2. Wohnen ohne Wohnung: Auswirkungen auf die Identität: Dieses Kapitel kontextualisiert Wohnungslosigkeit theoretisch, verdeutlicht den Verlust von Identität und Privatsphäre und analysiert geschlechtsspezifische Armutsrisiken sowie die verdeckte Wohnungslosigkeit von Frauen.

3. Wohnen im öffentlichen Raum: Das Kapitel betrachtet Wohnungslosigkeit aus raumtheoretischer Sicht, kritisiert stadtplanerische Vertreibungsmechanismen und beleuchtet am Fallbeispiel Freiburg die Diskrepanz zwischen Hilfsangeboten und der tatsächlichen Lebensrealität der Betroffenen.

4. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, betont die menschenunwürdigen Bedingungen ohne privaten Wohnraum und appelliert an eine diskriminierungsfreie Auseinandersetzung mit Armut.

Schlüsselwörter

Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit, Identität, Sozialer Raum, Stadtplanung, Ausgrenzung, Armut, Wohnungslosigkeit bei Frauen, Freiburg, Vertreibungsarchitektur, Segregation, Diskriminierung, Prekarität, Alltagspraxis, Wohnungslosenhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den sozialen und identitätsbezogenen Folgen der Wohnungslosigkeit sowie der systematischen Ausgrenzung Betroffener aus dem öffentlichen Raum durch moderne Stadtplanung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Verlust von Identität durch den Mangel an Privatraum, geschlechtsspezifische Armutsrisiken, Raumtheorien und städtische Vertreibungsmechanismen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, welche Bedeutung das Fehlen einer Wohnung für Akteur:innen, insbesondere für Frauen, hat und welche Ausgrenzungsdynamiken daraus in der Stadtplanung resultieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch sozial- und kulturwissenschaftliche Raumtheorien sowie einer qualitativen Analyse der Situation in Freiburg anhand von Sekundärquellen und Berichten lokaler Akteure.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Auswirkungen auf die Identität und die spezifische Situation wohnungsloser Frauen erörtert, gefolgt von einer Analyse, wie öffentlicher Raum durch Stadtplanung als Ort der Ausgrenzung für Arme gestaltet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wohnungslosigkeit, Identität, Sozialer Raum, Stadtplanung, Vertreibungsarchitektur, Diskriminierung und Ausgrenzung sind die prägenden Begriffe.

Wie bewertet die Autorin die Situation der Obdachlosenunterbringung in Freiburg?

Die Autorin kritisiert die Angebote, insbesondere die „OASE“, als unzureichend, da sie Betroffene aufgrund von Gruppenzwang, mangelnder Privatsphäre und strenger Regeln oft abschrecken.

Welche Rolle spielt die „Vertreibungsarchitektur“ in der Untersuchung?

Sie dient als Beispiel für die bewusste Gestaltung städtischer Infrastruktur (z.B. geteilte Parkbänke), um Menschen, denen Armut anzusehen ist, aus konsumorientierten Innenstadtbereichen fernzuhalten.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wohnungslosigkeit und ihre stadträumliche Ausgrenzung
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,7
Autor
Camille Simonin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1187656
ISBN (eBook)
9783346623874
ISBN (Buch)
9783346623881
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kulturanthropologie Wohnen Wohnungslosigkeit Obdachlosigkeit Frauen öffentlicher Raum stadträumliche Ausgrenzung Wohnen in der Öffentlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Camille Simonin (Autor:in), 2021, Wohnungslosigkeit und ihre stadträumliche Ausgrenzung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1187656
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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