In dieser Arbeit werden die Familiennamen in Deutschland, als Teil der Personennamen, genauer betrachtet, indem die bestehende Forschung zusammengefasst wird.
Dafür findet zunächst ein Überblick des Gegenstandsbereichs der Personennamen statt, bevor der Fokus auf die Familiennamen gelegt wird. Diese werden in ihre fünf Klassen unterteilt und anschließend wird zusätzlich kurz auf die wichtigsten diachronischen, diatopischen und diastratischen Aspekte eingegangen.
Ziel ist es, einen Überblick über ein vielschichtiges und noch längst nicht abgeschlossenes beziehungsweise vollständig erforschtes Themen- und Forschungsgebiet zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Personenname
3. Der Familienname
3.1 Familiennamenklassen
3.2 Diachronischer, diatopischer und diastratischer Aspekt
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen systematischen Überblick über die Struktur und Entstehungsgeschichte von Personennamen im deutschen Sprachraum, wobei ein besonderer Fokus auf der Klassifizierung und Herkunft von Familiennamen liegt.
- Grundlagen und Funktionen von Personennamen
- Systematische Einteilung von Familiennamen in fünf Hauptklassen
- Diachronische Entwicklung der Erblichkeit von Familiennamen
- Diatopische und diastratische Einflüsse auf die Namengebung
Auszug aus dem Buch
3.1 Familiennamenklassen
Im Deutschen werden Familiennamen in insgesamt fünf Klassen unterteilt. Familiennamen entstanden somit nach der Bildung aus Rufnamen, nach der Herkunft, nach der Wohnstätte, nach Beruf oder Stand und zuletzt aus Übernamen. Die genannten Gruppen sollen im Folgenden ausführlich beschrieben werden.
Die Familiennamen aus Rufnamen sind in abwechslungsreicher Gestalt, vor allem ab dem 12. Jahrhundert, in die Beinamenbildung eingegangen (vgl. Debus 2012: 109). Dabei wird zwischen Patronymika, Metronymika und sekundären Patronymika unterschieden.
Ersteres umfasst Namen, die aus dem Rufnamen des Vaters hervorgehen, wie beispielsweise „Hans Petersohn“ oder „Karl Friedrichs“ (Kunze 2003: 63). Das Suffix -sohn oder -son wird in den meisten Fällen zu -sen lautlich abgeschwächt (vgl. Seibicke 2008: 183).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Namens für die menschliche Identität und skizziert das Ziel der Arbeit, die bestehende Forschung zu Familiennamen in Deutschland zusammenzufassen.
2. Der Personenname: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Namenkunde sowie die Klassifizierung von Personennamen (Anthroponyme) und die Dynamik der Namengebung dargestellt.
3. Der Familienname: Dieser Abschnitt widmet sich der historischen Entstehung von Familiennamen durch Rufnamenkonzentration und dem Übergang von Beinamen zu festen, erblichen Zunamen.
3.1 Familiennamenklassen: In diesem Kapitel erfolgt eine detaillierte Differenzierung der fünf Hauptgruppen von Familiennamen, basierend auf Rufnamen, Herkunft, Wohnstätte, Beruf und Übernamen.
3.2 Diachronischer, diatopischer und diastratischer Aspekt: Abschließend werden zeitliche, räumliche und soziale Faktoren beleuchtet, die die Entwicklung und Verteilung von Familiennamen beeinflusst haben.
Schlüsselwörter
Personennamen, Familiennamen, Namenkunde, Anthroponyme, Patronymika, Namengebung, Berufsnamen, Wohnstättennamen, Herkunftsklasse, Übernamen, Erblichkeit, Rufnamen, Namenforschung, Namensentwicklung, Diachronie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Namenkunde im deutschen Sprachraum, insbesondere die Systematik und historische Herleitung von Familiennamen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die Definition des Gesamtnamens, die Einteilung von Familiennamen in Klassen sowie diachronische und diatopische Aspekte der Namenforschung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über das vielschichtige Forschungsgebiet der Familiennamen zu geben und deren Entstehung durch eine Zusammenfassung der bestehenden Literatur zu strukturieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die Methode der Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zur deutschen Namenkunde synthetisierend darzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Personennamen allgemein, die spezifische Klassifizierung von Familiennamen sowie deren zeitliche und räumliche Aspekte.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die fünf Familiennamenklassen: Rufnamen, Herkunft, Wohnstätte, Beruf und Übernamen sowie das Kriterium der Erblichkeit.
Warum haben sich Familiennamen historisch überhaupt erst entwickelt?
Aufgrund wachsender Bevölkerungsdichte in Städten und einer zunehmenden Rufnamenkonzentration war eine zusätzliche Identifizierung der Individuen für administrative Zwecke notwendig.
Was ist der Unterschied zwischen einem direkten und einem indirekten Berufsnamen?
Direkte Berufsnamen bezeichnen den Beruf unmittelbar (z.B. Müller, Schmied), während indirekte Berufsnamen sich auf ein für den Beruf charakteristisches Werkzeug oder ein Merkmal beziehen.
Warum ist die Zuordnung von Familiennamen zu einer Klasse oft schwierig?
Die heutige Wortbedeutung eines Namens stimmt oft nicht mehr mit dem ursprünglichen Namengebungsmotiv überein, was eine eindeutige Klassifizierung im Einzelfall erschwert.
- Arbeit zitieren
- Annika Ziefer (Autor:in), 2022, Die Personennamen im Deutschen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1187522