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Der Akt von Gnesen. Ein Freundschaftsbündnis zwischen Otto III. und Boleslaw Chrobry?

Title: Der Akt von Gnesen. Ein Freundschaftsbündnis  zwischen Otto III. und Boleslaw Chrobry?

Seminar Paper , 2021 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Michalski (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Handelt es sich beim Treffen in Gnesen um ein Freundschaftsbündnis zwischen Otto III. und Boleslaw Chrobry? Um diese Frage beantworten zu können, wird im ersten Teil dieser Arbeit die Quellenlage bezüglich der Ereignisse in Gnesen dargestellt. Dabei werden die Quellen einerseits kurz vorgestellt und ihr Wert hinsichtlich Ottos III. Fahrt nach Gnesen ermittelt. Anderseits soll geklärt werden, welche Absichten und Wertungen die Quellen verfolgen, sodass
diese bei der Darstellung des Aktes von Gnesen berücksichtig werden können.

Darauffolgend wird im zweiten Teil die Rom- und Italienpolitik Ottos III. dargestellt. Im Fokus dieser Darstellung stehen vor allem Ottos III. Italienzüge und seine sogenannte Erneuerung des Römischen Reiches. Anschließend daran wird geprüft, welchen Einfluss Adalbert und das Motiv der Erneuerung des Römischen Reiches für die Ostpolitik Ottos III.
hatte. Im dritten Teil wird dann Ottos III. Fahrt nach Gnesen untersucht. Dabei werden zum einen die Motive und Hintergrunde Ottos III. Gnesenfahrt erarbeitet und zum anderen die Reise und der Akt bzw. Ereignisse von Gnesen anhand der zuvor untersuchten Quellen dargestellt und gedeutet.

In Anschluss daran werden Aspekte symbolischer Kommunikation herangezogen, um Aufschluss über die wechselseitige Beziehung zwischen Kaiser und Boleslaw zu erhalten, sodass Rückschlüsse auf die Ereignisse in Gnesen gezogen werden können. Abschließend werden die erarbeiteten Ergebnisse zusammenfassend diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenlage

3. Die Rom- und Italienpolitik Ottos III.

3.1. Die Ostpolitik Ottos III.

4. Die Fahrt nach Gnesen

4.1. Motive und Hintergrunde

4.2. Die Reise und der Akt von Gnesen

4.3. Symbolische Kommunikation zwischen Otto III. und Boleslaw Chrobry

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den historischen Akt von Gnesen im Jahr 1000, um zu klären, ob es sich bei dem Treffen zwischen Kaiser Otto III. und dem polnischen Herzog Boleslaw Chrobry tatsächlich um ein Freundschaftsbündnis handelte. Dabei wird die quellenkritische Einordnung der Ereignisse vor dem Hintergrund der Rompolitik Ottos III. und der symbolischen Kommunikation des Mittelalters analysiert.

  • Quellenkritische Analyse der sächsischen Historiographie (Thietmar von Merseburg) und des Berichts von Gallus Anonymus
  • Untersuchung der Rom- und Italienpolitik Ottos III. sowie deren Einfluss auf seine Ostpolitik
  • Analyse der Motive und des Verlaufs der Reise nach Gnesen
  • Deutung der symbolischen Kommunikation und des Gabentausches als Instrumente mittelalterlicher Politik

Auszug aus dem Buch

4.3. Die symbolische Kommunikation zwischen Otto III. und Boleslaw Chrobry

Eingangs wurde bereits erwähnt, dass die öffentliche Kommunikation des Mittelalters, die vor allem aus nonverbalen Akten bestand und Verbindlichkeit beanspruchte, einen hohen symbolischen Wert besitzt und neben Rangverhältnissen auch den Beziehungszustand zum Ausdruck bringt. Dabei war die Arte und Weise, wie solche demonstrativen und inszenierenden Akte bzw. Verhaltensmuster im Mittelalter abliefen, in ein „ganzes System von Regeln, Gewohnheiten und Bräuchen eingebettet“. Obwohl diese Regelsysteme für gewöhnlich nicht schriftlich fixiert wurden, war die Aussagekraft dieser Akte bzw. Zeichen den Kommunikationspartner bewusst und bestimmte sowohl ihr politisches als ihr gesellschaftliches Handeln maßgeblich mit. Ergänzend dazu symbolisierte auch der Gabentausch, der einen Aspekt der symbolischen Kommunikation darstellt und in Gnesen durchgeführt wurde, einen Abschluss eines Bündnisses, mit dem sich Personen oder Gruppen zur Übernahme bestimmter Aufgaben bzw. Pflichten verpflichteten.

Laut Althoff lassen sich gerade die Schilderungen des Gallus als ein Abschluss einer amicitia, also einer Freundschaft deuten. Dabei kann die aus der römischen Antike stammende Bezeichnung amicitia laut Verena Epp „als eine wechselseitige, wertbezogene und moralisch bindende Verpflichtung verstanden werden“, die von mindestens zwei Parteien eingegangen wird und vertragliche Elemente aufweist, die „sich in gegenseitigen Diensten äußer[n].“ Somit war ein mittelalterliches Freundschaftsbündnis kein Ausdruck von Gefühlen, sondern ein verpflichtender Vertrag.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Akts von Gnesen als historisches Ereignis ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Quellenlage: Dieses Kapitel bewertet die verfügbaren Quellen, insbesondere Thietmar von Merseburg und Gallus Anonymus, hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit und Intention.

3. Die Rom- und Italienpolitik Ottos III.: Hier wird der politische Rahmen des Kaisers beleuchtet, insbesondere seine Bemühungen um die Erneuerung des Römischen Reiches.

3.1. Die Ostpolitik Ottos III.: Dieser Abschnitt beschreibt die Entwicklung der Ostpolitik des Kaisers und den prägenden Einfluss von Adalbert von Prag.

4. Die Fahrt nach Gnesen: Es werden die Hintergründe der Pilgerreise nach Gnesen dargelegt, die sowohl religiöse als auch machtpolitische Motive umfasste.

4.1. Motive und Hintergrunde: Eine detaillierte Untersuchung der Beweggründe Ottos III. für seine Reise, einschließlich der Verehrung des hl. Adalberts.

4.2. Die Reise und der Akt von Gnesen: Darstellung des Verlaufs der Reise und der spezifischen Ereignisse vor Ort in Gnesen.

4.3. Symbolische Kommunikation zwischen Otto III. und Boleslaw Chrobry: Analyse der Gnesener Ereignisse als Akt symbolischer Kommunikation und der Bedeutung von amicitia.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Historizität des Freundschaftsbündnisses unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Quellenperspektiven.

Schlüsselwörter

Akt von Gnesen, Otto III., Boleslaw Chrobry, Mittelalter, Quellenkritik, Rompolitik, Symbolische Kommunikation, Amicitia, Renovatio Imperii, Gabentausch, Adalbert von Prag, Piasten, Ottonen, Kirchenpolitik, Geschichtsschreibung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Treffen zwischen Kaiser Otto III. und dem polnischen Herzog Boleslaw Chrobry im Jahr 1000 in Gnesen und hinterfragt, inwiefern dieses Ereignis als politisches Freundschaftsbündnis zu werten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die mittelalterliche Quellenlage, die Rom- und Ostpolitik des Kaisers Otto III., die Bedeutung von symbolischer Kommunikation sowie der Stellenwert von Gabentausch und amicitia im 10. und 11. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, durch eine quellenkritische Analyse zu prüfen, ob die in den Überlieferungen beschriebenen Ereignisse von Gnesen tatsächlich ein formelles Freundschaftsbündnis widerspiegeln oder ob sie durch die spätere politische Retroperspektive der Chronisten verformt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-quellenauswertende Methode, bei der verschiedene zeitgenössische und spätere Überlieferungen (insbesondere Thietmar von Merseburg und Gallus Anonymus) gegeneinander abgewogen und im Kontext historischer Forschungsergebnisse interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage der Quellen, die Italien- und Ostpolitik Ottos III., die Motive seiner Gnesenfahrt sowie die symbolischen Handlungen (wie den Austausch von Geschenken und Reliquien), die das Verhältnis zwischen Kaiser und Herzog kennzeichneten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Akt von Gnesen, Otto III., Boleslaw Chrobry, Quellenkritik, symbolische Kommunikation und amicitia beschreiben.

Warum wird der Bericht des Gallus Anonymus als umstritten eingestuft?

Die Darstellung des Gallus Anonymus wird als kritisch betrachtet, da er erst über 100 Jahre nach den Ereignissen schrieb und Boleslaw III. als idealen Herrscher stilisieren wollte, was seine Schilderungen – insbesondere bezüglich der Königserhebung – politisch tendenziös wirken lässt.

Welche Bedeutung hatte die Rolle des hl. Adalbert von Prag für die Reise?

Adalbert war ein enger Vertrauter Ottos III. und seine Verehrung als Märtyrer nach seinem Tod bei den Pruzzen diente als religiöser Anker und zentrales Motiv für die Pilgerreise nach Gnesen, was wiederum die Gründung des Erzbistums dort legitimierte.

Welches Fazit zieht der Autor zur Königserhebung Boleslaws?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass eine formelle Königserhebung in Gnesen historisch nicht eindeutig belegbar ist, da die Quellenlage widersprüchlich ist und Gallus Anonymus die Ereignisse vermutlich in der Rückschau interpretativ aufgewertet hat.

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Details

Title
Der Akt von Gnesen. Ein Freundschaftsbündnis zwischen Otto III. und Boleslaw Chrobry?
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,3
Author
Martin Michalski (Author)
Publication Year
2021
Pages
23
Catalog Number
V1184101
ISBN (eBook)
9783346611635
ISBN (Book)
9783346611642
Language
German
Tags
gnesen freundschaftsbündnis otto boleslaw chrobry
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Michalski (Author), 2021, Der Akt von Gnesen. Ein Freundschaftsbündnis zwischen Otto III. und Boleslaw Chrobry?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1184101
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