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Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Europäische Union

Terrorismus als Autobahn europäischer Integration

Zusammenarbeit der EU im Rahmen der Terrorismusbekämpfung aus neofunktionalistischer Perspektive

Titel: Terrorismus als Autobahn europäischer Integration

Hausarbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl. Verwaltungswirt Hendrik Thurnes (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Spätestens seit den Anschlägen auf das World Trade Center 2001 hat das Phänomen des
islamistischen Terrorismus weltweit das Denken der Sicherheitspolitiker eingenommen und
nicht nur zu Reaktionen auf amerikanischer Seite geführt.
Unter Terrorismus wird im Folgenden eine Gewaltstrategie durch Verbreitung von Furcht und
Schrecken verstanden, die versucht, ein bestehendes Herrschaftssystem auszuhöhlen und so
eine politische wie gesellschaftliche Umwälzung herbeizuführen. Der Terrorist versucht nicht
Regionen sondern das Denken zu erobern (Waldmann 2001: 514).
Die Anhänger des islamistischen Terrorismus verfolgen dabei nach Hirschmann das 3-2-1-
Modell der dschihadistischen Ideologie (Hirschmann 2006: 27). Die drei Feinde, nämlich
Kreuzfahrer, Juden und deren Handlanger, die mittels der beiden Angriffsarten der
militärischen Besetzung muslimischer Länder und des Exports ihrer Werte versuchen die
heimische muslimische Kultur zu unterdrücken, lassen dem Islamisten nur eine einzige
Verteidigungsmöglichkeit: Den Dschihad oder auch Heiligen Krieg.
Die Gruppe der Feinde, aber ganz besonders die Anschläge in Madrid (2004) und London
(2005), sowie zahlreiche vereitelte und fehlgeschlagene Attentate, wie die der so genannten
„Kofferbomer“ (2006) und der „Sauerlandgruppe“ (2007) in Deutschland zeigen, dass die
Staaten der EU ins Fadenkreuz des islamistischen Terrorismus gerückt sind (Kramer 2008: 7).
Diese generelle Betroffenheit der christlich-westlichen Welt, aber auch die Komplexität des
Phänomens Terrorismus mit seinen Ursachen, Netzwerken und der Vielzahl an Akteuren führt
dazu, dass die europäischen Staaten ihre sicherheitspolitischen Interessen nicht auf nationaler
Ebene durchsetzen können. Vielmehr besteht ein Zwang für eine koordinierte und
ganzheitliche Strategie im Bereich der Terrorismusbekämpfung (Reiter 2004: 29).
Hieraus ergibt sich die zentrale Fragestellung dieser Arbeit: Wie stark sind die Auswirkungen
der EU-Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung, bezogen auf den gesamten
Integrationsprozess?

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die neofunktionalistische Perspektive

3. Europäische Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung

3.1 Anfänge der Kooperation

3.2 Zusammenarbeit im Schatten des islamistischen Terrorismus

4. Ausmaß der Integration

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der EU-Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung auf den europäischen Integrationsprozess unter Anwendung der neofunktionalistischen Theorie, um zu klären, ob Terrorismus als Katalysator für eine vertiefte Integration fungiert.

  • Neofunktionalismus als theoretischer Erklärungsrahmen
  • Geschichte und Entwicklung der europäischen Terrorismusbekämpfung
  • Die Rolle der EU-Institutionen (Europol, Eurojust) und operative Sicherheitsstrategien
  • Analyse des spill-over-Effekts auf die europäische Integration
  • Diskussion von Integrationshemmnissen wie nationale Souveränität und Demokratiedefizite

Auszug aus dem Buch

3.2 Zusammenarbeit im Schatten des islamistischen Terrorismus

Bereits vor den Anschlägen in New York 2001 wurden viele der folgenden Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung diskutiert, doch war eine Einigung nicht in Sicht. Durch die neue globale Qualität des islamistischen Terrorismus jedoch stieg die Betroffenheit der westlichen Welt rapide an. Somit markiert der 11.09.2001 einen Wendepunkt hin zu einer starken Fokussierung auf Anti-Terrorismus-Bemühungen, welche durch den Anschlag in Madrid 2004 noch deutlich verstärkt wurden (Knelangen 2006: 70/71 und Bakker 2006: 52). Bereits wenige Tage nach den Anschlägen in New York einigte sich der Rat der EU auf einen „action plan“ mit insgesamt ca. 160 Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung, die im Wesentlichen auf der Herstellung eines breiteren Konsenses innerhalb der EU und der Bereitstellung von mehr Kapazitäten durch die EU-Institutionen, sowie die Mitgliedstaaten beruhten (Nilsson 2006: 74/75).

In den Jahren 2001 und 2002 führte dies unter anderem zur Einführung der Europäischen Haftbefehls und einer einheitlichen Terrorismusdefinition, wodurch Terroristen nun europaweit nach den gleichen Kriterien verfolgt und deutlich schneller ausgeliefert werden können (Keohane 2006: 66). Innerhalb der EU wurden die Grundlagen zum Einfrieren der Finanzmittel terroristischer Personen und Gruppierungen gelegt (BMI 2007: 37), Strafvorschriften wurden angeglichen und zur optimaleren Koordination nationaler Staatsanwaltschaften bei grenzüberschreitenden Strafverfahren wurde Eurojust gegründet (Kramer 2008: 27).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird das Phänomen des islamistischen Terrorismus definiert und die zentrale Forschungsfrage nach dessen Auswirkungen auf den europäischen Integrationsprozess aus neofunktionalistischer Perspektive gestellt.

2. Die neofunktionalistische Perspektive: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Neofunktionalismus, insbesondere das Konzept des spill-over-Effekts als treibende Kraft der europäischen Integration.

3. Europäische Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung: Es erfolgt eine historische Darstellung der Kooperation, beginnend bei der TREVI-Gruppe bis hin zu den umfangreichen Maßnahmen nach 2001 in den Bereichen Prävention, Schutz, Verfolgung und Reaktion.

4. Ausmaß der Integration: Dieses Kapitel analysiert die Integrationsfortschritte kritisch vor dem Hintergrund nationaler Souveränitätsansprüche, Umsetzungsdefizite und bestehender Demokratielücken.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass der Terrorismus als Integrationskatalysator dient und die neofunktionalistische Theorie trotz ihrer Komplexität eine hohe Erklärungskraft für die Entwicklungen im Sicherheitsbereich besitzt.

Schlüsselwörter

Terrorismusbekämpfung, Neofunktionalismus, Europäische Integration, spill-over-Effekt, Europol, Eurojust, Innere Sicherheit, Europäischer Haftbefehl, Sicherheitsstrategie, Souveränität, Radikalisierung, supranationale Institutionen, Sicherheitsarchitektur, Krisenmanagement, Demokratiedefizit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitische Zusammenarbeit der EU im Kampf gegen den Terrorismus und untersucht, ob diese Kooperation den europäischen Integrationsprozess vorantreibt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die neofunktionalistische Theorie, die historische Entwicklung der polizeilichen Zusammenarbeit in Europa sowie die vier Säulen der EU-Anti-Terror-Strategie: Prävention, Schutz, Verfolgung und Reaktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, wie stark die Auswirkungen der EU-Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung auf den gesamten Integrationsprozess sind und ob Terrorismus als "Autobahn" der Integration fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis der Theorie des Neofunktionalismus durchgeführt, um aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen der EU theoretisch einzuordnen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung der operativen europäischen Maßnahmen und eine kritische Diskussion der Integrationshemmnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neofunktionalismus, spill-over, Terrorismusbekämpfung, Europol, Supranationalisierung und Integrationsprozess charakterisiert.

Warum wird Terrorismus in der Arbeit als "Autobahn" bezeichnet?

Der Begriff "Autobahn" symbolisiert die beschleunigende Wirkung des Terrorismus auf die Integration, da er den Problemdruck auf die EU-Mitgliedstaaten massiv erhöht und somit notwendige Schritte zur Vertiefung der Zusammenarbeit erzwingt.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Europol?

Der Autor sieht in Europol eine maßgebliche Schnittstelle, die zunehmend supranationale Züge aufweist und durch den Anstieg ihrer Befugnisse seit 2001 als wichtiger Integrationsmotor fungiert.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Terrorismus als Autobahn europäischer Integration
Untertitel
Zusammenarbeit der EU im Rahmen der Terrorismusbekämpfung aus neofunktionalistischer Perspektive
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Politische Wissenschaften)
Veranstaltung
Seminar Einführung in die Politikwissenschaft
Note
1,3
Autor
Dipl. Verwaltungswirt Hendrik Thurnes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V118325
ISBN (eBook)
9783640213702
ISBN (Buch)
9783640213863
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Terrorismus Autobahn Integration Seminar Einführung Politikwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Verwaltungswirt Hendrik Thurnes (Autor:in), 2008, Terrorismus als Autobahn europäischer Integration, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/118325
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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