In den letzten Jahrzehnten haben sich die Arbeits- und Lebensbedingungen stark gewandelt; dabei zeigt sich ein deutlicher Trend zur Flexibilisierung vieler Strukturen. Allein der Arbeitsmarkt, welcher früher durch Festanstellungen geprägt war, ist heute zerklüftet von Zeitarbeitsmodellen, Leihkräften und prekären Arbeitsbedingungen. Letztendlich verlangen viele dieser neueren Arbeits- und Familienmodelle den Menschen mehr Flexibilität ab.
Mit dem Drang zur Flexibilität und Standortunabhängigkeit geht jedoch auch ein verändertes und zum Teil erhöhtes Bedürfnis nach Mobilität einher. Entsprechend wurde in den letzten Jahren ein rasanter Anstieg an Handy-Applikationen (Apps) und Online-Plattformen verzeichnet, welche vermeintlich neue Transportmöglichkeiten vermarkten. Die daraus resultierende Problemstellung ist die Frage, ob die veränderten Ansprüche an Mobilität mehr Angebote erfordern oder lediglich eine Umstrukturierung bereits bestehender Angebote. Es bietet sich also an, diese veränderten Anforderungen an die Mobilität und die damit einhergegangene Entwicklung der On-Demand-Mobilität zu explorieren, bevor man schließlich die daraus resultierenden Formen der neuen Transportmöglichkeiten näher beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 MOBILITY-ON-DEMAND
2.1 ENTWICKLUNG DER ON-DEMAND-MOBILITÄT
2.2 FORMEN DER ON-DEMAND-MOBILITÄT
3 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und die verschiedenen Ausprägungen von Mobility-on-Demand-Diensten im Kontext moderner Mobilitätsanforderungen und analysiert, wie diese neuen Verkehrsformen den bestehenden öffentlichen Personennahverkehr ergänzen können.
- Veränderte Mobilitätsansprüche in der modernen Gesellschaft
- Entwicklung und Definition von Mobility-on-Demand
- Differenzierung zwischen Ridesharing und Rideselling
- Integration neuer Mobilitätsformen in bestehende Verkehrsstrukturen
- Potenziale zur Verkehrsentlastung und Umweltverträglichkeit
Auszug aus dem Buch
2.2 Formen der On-Demand-Mobilität
Die Einteilung der On-Demand-Mobilität ist aufgrund ihres neuzeitlichen Charakters einerseits und den sehr facettenreichen Transportkonzepten andererseits nicht immer einheitlich. Grundsätzlich kann sie in Ridesharing und Rideselling unterschieden werden. Ridesharing umfasst alle Formen der privaten Fahrten; so etwa private Fahrgemeinschaften, aber auch solche, die sich über Onlineportale wie Blablacar oder Pendlerportale zusammengefunden haben.
Rideselling hingegen sind kommerzielle Fahrten, die wiederum in Ridepooling/Sammelbeförderung und Ridehailing/Einzelbeförderung differenziert werden kann. Einzelbeförderungen reichen von herkömmlichen Taxis und Mietwagen zu neueren Konzepten wie UberX oder Lyft, bei denen der Anbieter lediglich die Plattform zu Verfügung stellt, aber die Personenbeförderung der Nutzer anderen Privatpersonen überlässt. Sammelbeförderungen im Sinne des Ridepooling sind etwa Rufbusse wie CleverShuttle oder myBus.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Flexibilität und die daraus resultierende Notwendigkeit, Mobilitätskonzepte an veränderte Bedürfnisse anzupassen.
2 MOBILITY-ON-DEMAND: Dieses Kapitel analysiert die technologische und sozioökonomische Entwicklung neuer Mobilitätsformen sowie die Abgrenzung verschiedener Geschäftsmodelle wie Ridesharing und Rideselling.
3 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass neue Mobilitätsformen durch Softwareexpertise und Kooperationen zwischen Kommunen und Technologiedienstleistern den ÖPNV sinnvoll ergänzen und zukunftsfähig gestalten können.
Schlüsselwörter
Mobility-on-Demand, Ridesharing, Rideselling, Ridepooling, Ridehailing, Mobilitätswende, Digitalisierung, Verkehrsplanung, Personenbeförderung, Individualverkehr, ÖPNV, Flexibilität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den spezifischen Ausprägungen von Mobility-on-Demand-Diensten und deren Rolle als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit thematisiert den Wandel der Mobilitätsbedürfnisse, die technologische Entwicklung von Mobilitäts-Apps sowie die Differenzierung zwischen privaten und kommerziellen On-Demand-Konzepten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Entwicklung von Mobility-on-Demand zu explorieren und die verschiedenen Formen der neuen Transportmöglichkeiten sowie deren Potenzial für eine effizientere Verkehrsgestaltung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und der Analyse aktueller Mobilitätstrends und -begriffe.
Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische bzw. aktuelle Entwicklung der Mobilität und die Kategorisierung der Dienste in Ridesharing und verschiedene Formen des Ridesellings.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?
Wesentliche Begriffe sind Mobility-on-Demand, Ridesharing, Rideselling, Digitalisierung und die Integration in bestehende Verkehrsstrukturen.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Ridesharing und Rideselling?
Ridesharing wird als Form privater Fahrgemeinschaften definiert, während Rideselling kommerzielle Fahrten umfasst, die wiederum in Sammel- und Einzelbeförderungskonzepte unterteilt werden.
Welche Rolle spielen Algorithmen bei diesen neuen Mobilitätsformen?
Der Autor betont, dass oft nicht die Beförderungsform an sich neu ist, sondern die dahinterstehende digitale Logik (Algorithmen) und die vereinfachte Online-Buchbarkeit, die den Service effizient machen.
Was sind die Anforderungen an zukünftige Mobilitätskooperationen?
Zukünftige Kooperationen müssen laut Fazit datenschutzrechtliche Standards einhalten, eine zielgruppenspezifische Preisgestaltung bieten und sowohl genehmigungsrechtliche als auch gemeinwohlorientierte Aspekte berücksichtigen.
- Arbeit zitieren
- Ethem Dagli (Autor:in), 2020, Formen von Mobility-on-Demand, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1182677