In der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit wird untersucht, inwieweit leistungsorientierte Vergütung in der Produktion mittelständischer Unternehmen vertreten ist und ob die Chance auf Motivations- und Leistungssteigerung in dem genannten Bereich durch dieses Vergütungssystem tatsächlich realisiert und optimal genutzt werden kann. Zunächst werden wichtige Begrifflichkeiten erklärt. Um die zuvor beschriebene Forschungsfrage zu beantworten, folgt eine Umfrage. Dazu wird zuerst das Vorgehen erläutert, im Anschluss die Ergebnisse präsentiert und abschließend die gewonnenen Daten ausgewertet. Im letzten Kapitel folgt das Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Anreize
2.2 Definition leistungsorientierte Vergütung
2.2.1 Chancen der leistungsorientierten Vergütung
2.2.2 Risiken der leistungsorientierten Vergütung
3. Umfrage
3.1 Befragte Unternehmen
3.2 Erhebungsinstrumente
3.3 Durchführung
3.4 Auswertung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbreitung und Wirksamkeit leistungsorientierter Vergütungssysteme in der Produktion mittelständischer Unternehmen, um zu prüfen, ob damit tatsächlich die angestrebte Motivations- und Leistungssteigerung bei den Mitarbeitern erreicht werden kann.
- Grundlagen betrieblicher Anreizsysteme
- Definition und Wirkungsweise von Prämienlohn
- Chancen und Risiken leistungsorientierter Entlohnung
- Empirische Analyse mittels Mitarbeiterbefragung
- Zusammenhang zwischen Alter und Akzeptanz von Vergütungsmodellen
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Chancen der leistungsorientierten Vergütung
Grundsätzlich ist kein empirischer Beleg dafür vorhanden, dass zwischen dem Entlohnungssystem eines Unternehmens und dessen Erfolg ein Zusammenhang besteht (Rischar 2007, S. 3). Dennoch besteht das primäre Ziel des leistungsorientierten Vergütungssystems in der Zielerreichung des Unternehmens und in der Steigerung des Eigentümervermögens. Ausgehend von diesem Primärziel soll diese Art der Vergütung weitere Funktionen, mit welchen wiederum bestimmte Teilziele angestrebt werden, erfüllen. Erreicht man diese Teilziele, so besteht die Chance, dass leistungsorientierte Vergütungssysteme zur Erfüllung der übergeordneten Unternehmensziele beitragen (Kumlin, 2010, S. 73). Im Folgenden werden die drei wichtigsten Funktionen und die dazugehörigen Teilziele genauer erläutert.
An wichtigster Stelle steht die Motivationsfunktion. Durch den monetären Anreiz, weitere Prämien durch Mehrarbeit hinzufügen zu können, sollen Mitarbeiter zu einer höheren Arbeitsleistung motiviert werden. Damit besteht die Chance auf Leistungssteigerung (Kumlin, 2010, S. 74). In einer internationalen Befragung geben 68% der befragten Führungskräfte als Grund für die Einführung des leistungsorientierten Vergütungssystems die Motivationsfunktion an und verdeutlichen somit die Relevanz dieser Funktion (Beer und Katz, 2003, S. 37).
An nächster Stelle steht die Zielorientierungsfunktion. Mitarbeitern soll durch Zielvorgaben im Arbeitsalltag eine Handlungsorientierung gegeben werden (Staw und Boettger, 1990, S. 555), wodurch in Kombination mit monetären Anreizen eine stärkere Zielbindung angestrebt wird und eine weitere Chance auf Leistungssteigerung besteht. Die Zielbindung zeigt an, mit welchem Ausmaß sich die Mitarbeiter einem Ziel gegenüber verpflichtet fühlen (Kumlin, 2010, S. 83).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der leistungsorientierten Vergütung ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich ihrer praktischen Anwendung in mittelständischen Unternehmen.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten, die Klassifikation betrieblicher Anreize sowie die Chancen und Risiken von Prämiensystemen definiert.
3. Umfrage: Dieses Kapitel dokumentiert die Methodik, die befragten Unternehmen und die Auswertung der empirischen Daten hinsichtlich der Akzeptanz und Wirkung von Leistungsvergütung.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Schwächen der Untersuchung sowie Ansätze für zukünftige wissenschaftliche Arbeiten.
Schlüsselwörter
Leistungsvergütung, Anreizsysteme, Prämienlohn, Motivation, Leistungssteigerung, Mittelstand, Produktion, Zielorientierung, Selektionsfunktion, Mitarbeiterbefragung, Arbeitsleistung, Monetäre Anreize.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit leistungsorientierter Vergütungsmodelle in der Produktion mittelständischer Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Thematisiert werden betriebliche Anreize, die Definition von Prämienlohn sowie die motivationalen Auswirkungen auf Arbeitnehmer.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es wird untersucht, ob leistungsorientierte Vergütung in der Praxis mittelständischer Betriebe tatsächlich zur erhofften Motivations- und Leistungssteigerung führt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Autorin führte eine Umfrage bei insgesamt 120 Mitarbeitern zweier mittelständischer Unternehmen durch, um deren Einschätzung und Einstellung zu Vergütungssystemen zu ermitteln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Anreizsysteme und die praktische Analyse der Umfrageergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit lässt sich primär über die Schlagworte Leistungsvergütung, Prämienlohn, Motivation und mittelständische Unternehmen einordnen.
Welche Rolle spielt das Alter der befragten Mitarbeiter für die Ergebnisse?
Die Umfrage ergab, dass jüngere Mitarbeiter dem leistungsorientierten System tendenziell offener gegenüberstehen als älteres Personal, welches eher traditionelle Festgehälter bevorzugt.
Warum wird leistungsorientierte Vergütung in den befragten Unternehmen als umstritten angesehen?
Ein Großteil der Befragten sieht keinen direkten Zusammenhang zwischen Prämien und persönlicher Leistungssteigerung; zudem werden Risiken eines Angebotsüberschusses bei übermäßiger Produktion kritisiert.
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- Anonym (Author), 2017, Leistungsorientierte Vergütung in der Produktion mittelständischer Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1182056