Im Rahmen dieser Facharbeit werde ich mich mit meiner Leitfrage, ob Exchange Traded Funds eine sinnvolle Kapitalanlage für Privatanleger in Niedrigzinszeiten darstellen, beschäftigen. Zum einen wird ein Überblick über Exchange Traded Funds geschaffen und die verschiedenen Arten der Replikation dargestellt. Zum anderen möchte ich auf den Markt in Deutschland eingehen und erklären, welche Voraussetzungen für den Handel mit Exchange Traded Funds gegeben sein müssen. Im letzten Punkt des Hauptteils wird auf die Risiken dieser Anlageform aufmerksam gemacht und eine mögliche Anlagestrategie vorgestellt.
Abschließend werde ich zu meiner Facharbeit eine Schlussbilanz ziehen und meine Fragestellung, ob Exchange Traded Funds eine sinnvolle Kapitalanlage für Privatanleger sind, beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort
2 Einleitung
3 Zinspolitik und ihre Folgen
3.1 Die EZB
3.2 Die Niedrigzinspolitik
3.3 Folgen für den deutschen Sparer
4 ETFs im Überblick
4.1 Was sind ETFs und wie funktionieren sie?
4.2 Historie und Entwicklung von ETFs
5 Eigenschaften von ETFs
5.1 Arten der Replikation
5.2 Abgrenzung von anderen Finanzprodukten
5.3 Rechtliche Lage in Deutschland
6 Der Markt in Deutschland und die Voraussetzung für den Handel mit ETFs
6.1 Der Markt für ETFs in Deutschland
6.2 Voraussetzung für den Handel mit ETFs
7 Risiken von ETFs und eine mögliche Anlagestrategie
7.1 Risiken von ETFs
7.2 Anlagemöglichkeit mit ETFs
8 Fazit und Beantwortung der Leitfrage
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht, inwieweit Exchange Traded Funds (ETFs) für Privatanleger in der aktuellen Niedrigzinsphase eine sinnvolle Kapitalanlage darstellen. Dabei wird der Fokus auf die Funktionsweise, Risiken und die strategische Einordnung im Kontext alternativer Investmentmöglichkeiten gelegt.
- Zinspolitik der EZB und ihre Auswirkungen auf das Sparverhalten
- Grundlagen, Historie und Funktionsweise von ETFs
- Vergleich von ETFs mit anderen Finanzprodukten
- Risikoanalyse und praktische Anlagestrategien (z.B. Weltportfolio)
- Rechtliche Rahmenbedingungen für den ETF-Handel in Deutschland
Auszug aus dem Buch
4.2 Historie und Entwicklung von ETFs
- 1900 begann Louis Bachelier, ein Mathematiker, (geb. 1870 in Le Havre, Frankreich / verst. 1946 in Saint-Malo, Frankreich) mit seinen Forschungsarbeiten über den Aktienmarkt. Er erkannte, dass die richtige Prognose, an der Börse zu treffen, eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent hat. Er wurde von der Gesellschaft aber nicht ernst genommen, da „richtige Mathematiker“ sich nicht mit der Börse befassen.
- 1952 erkannte der junge Student Harry Markowitz (geb. 1927 in Chicago, Vereinigte Staaten) die Brillanz hinter Bacheliers Theorie. Auf dieser entwickelte er die Portfoliotheorie, welche bis heute die Finanzberatung bestimmt. 1990 erhielt Markowitz für seine Arbeit den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
- 1971 wurde von der Wells Fargo Bank der erste Indexfond namens „Samsonite Pension Fund“ entwickelt. Dieser Prototyp beinhaltete die Wertentwicklung von 1500 Aktien und basierte auf der Portfoliotheorie, der Effizienzmarkthypothese sowie der Preistheorie.
- 1976 gründeten John Bogle und Burton Malkiel die Investmentgesellschaft Vanguard, welche nur Indexfonds anbot. Der erste Indexfond namens „Vanguard 500“ war sehr beliebt bei Kunden, was im Endeffekt auch dazu führte, dass viele Pensionsfonds sich dem passiven Investieren zuwandten.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einleitung zur Motivation der Themenwahl und Zielsetzung der Facharbeit.
Einleitung: Darstellung der aktuellen Niedrigzinspolitik und Vorstellung der zentralen Fragestellung bezüglich der Eignung von ETFs für Privatanleger.
Zinspolitik und ihre Folgen: Analyse der EZB-Politik, der Bedeutung der Preisstabilität und der Konsequenzen für deutsche Sparer in Zeiten fehlender Zinsen.
ETFs im Überblick: Definition und grundlegende Funktionsweise von ETFs sowie ein Abriss ihrer historischen Entwicklung.
Eigenschaften von ETFs: Erklärung der Replikationsmethoden sowie Vergleich von ETFs gegenüber anderen Anlageformen wie Immobilien, Rohstoffen oder aktiv gemanagten Fonds.
Der Markt in Deutschland und die Voraussetzung für den Handel mit ETFs: Überblick über das Marktwachstum in Deutschland und praktische Hinweise zur Eröffnung eines Depots.
Risiken von ETFs und eine mögliche Anlagestrategie: Diskussion spezifischer Anlagerisiken und Vorstellung eines strukturierten Vorgehens zur Erstellung eines eigenen Portfolios.
Fazit und Beantwortung der Leitfrage: Zusammenfassende Bewertung der Eignung von ETFs als langfristige, risikoarme und sinnvolle Kapitalanlage.
Schlüsselwörter
Exchange Traded Funds, ETFs, Niedrigzinsphase, EZB, Portfoliotheorie, Indexfonds, passive Anlagestrategie, Replikation, Asset Allocation, Börse, Depot, Rendite, Risikomanagement, Privatanleger, Weltportfolio.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob Exchange Traded Funds (ETFs) für deutsche Privatanleger eine geeignete Antwort auf die anhaltende Niedrigzinsphase der Europäischen Zentralbank bieten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Neben den wirtschaftlichen Hintergründen der EZB-Politik stehen die Funktionsweise von ETFs, deren Abgrenzung zu anderen Anlageprodukten, das Risikoprofil sowie konkrete Strategien zur Portfoliobildung im Mittelpunkt.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser die Vor- und Nachteile von ETFs aufzuzeigen und die Frage zu beantworten, ob diese Anlageform eine sinnvolle Lösung für den privaten Vermögensaufbau in Niedrigzinszeiten darstellt.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu finanzwissenschaftlichen Theorien wie der Portfoliotheorie und Effizienzmarkthypothese sowie eine Marktanalyse zur aktuellen Situation von ETFs in Deutschland.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum Niedrigzinsumfeld, eine technische Erläuterung der Replikationsarten von ETFs, eine Marktbetrachtung für deutsche Anleger und eine praktische Anleitung für den Einstieg in eine passive Anlagestrategie.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie "Passive Investment", "Asset Allocation", "Indexfonds", "EZB-Zinspolitik" und "Weltportfolio nach Gerd Kommer" geprägt.
Warum wird die Portfoliotheorie von Harry Markowitz erwähnt?
Sie gilt als wissenschaftliche Grundlage für das passive Investieren, da sie aufzeigt, wie durch breite Streuung des Kapitals das Risiko minimiert werden kann.
Was ist das "Weltportfolio nach Gerd Kommer"?
Es handelt sich um eine spezielle Anlagestrategie, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und ein diversifiziertes Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Rohstoffen und Immobilien vorschlägt.
Wie sicher ist das Kapital in einem ETF im Insolvenzfall?
ETFs gelten rechtlich als Sondervermögen. Das bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz des ETF-Anbieters das Anlagekapital geschützt ist und nicht Teil der Insolvenzmasse wird.
Welche Rolle spielt die EZB für den deutschen Sparer?
Die EZB bestimmt durch ihre Nullzins- bzw. Niedrigzinspolitik das Marktumfeld, welches konventionelles Sparen auf dem Bankkonto unattraktiv macht und Sparer dazu zwingt, sich nach Alternativen wie ETFs umzusehen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2021, Exchange Traded Funds (ETF). Eine sinnvolle Kapitalanlage für Privatanleger in Niedrigzinszeiten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1180849