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Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Die Arbeitervereinsbildungen zwischen 1849 und 1870

Beginn einer einheitlichen Arbeiterbewegung oder Organisation der Elite?

Titel: Die Arbeitervereinsbildungen zwischen 1849 und 1870

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 19 Seiten

Autor:in: Kevin Loock (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die meisten Menschen denken beim Begriff der Arbeiterbewegung sofort an Marx und
Engels, Sozialismus, Kommunismus oder Generalstreiks. Doch dass die entstehende
Bewegung gerade in der Zeit zwischen der Revolution von 1848/49 und der Gründung des
Reiches von 1871 eine äußerst differente Ansammlung verschiedener Strömungen war, wird
diese Arbeit hoffentlich auch zeigen. Vor allem aber hoffe ich zu demonstrieren, wie die
Vereinsbewegung dieser Jahre zur Bildung einer organisierten Arbeiterbewegung beigetragen
haben. Natürlich stellt sich hierbei auch die Frage, inwiefern die Vereinsbildungen ein
adäquates Instrument zur Überwindung der sozialen Ungleichheit waren.
Zu Beginn werde ich einen Überblick über die Ereignisse der zwei Jahrzehnte nach 1848/49
bis zur Reichsgründung geben, der als Basis für die nachfolgenden Betrachtungen fungiert.
Der Überblick beschäftigt sich vorwiegend mit Ereignissen, welche die Entstehung der
Arbeiterbewegung förderten, hemmten oder anderweitig beeinflussten.
Zu Beginn des Hauptteiles werde ich die Organisationsformen der 50er und vor allem der
60er Jahre analysieren. Ich werde versuchen zu analysieren, inwiefern die Vereinsbewegung
unter den Arbeitern als Vorstufe oder gar Voraussetzung für die frühe Arbeiterbewegung
fungierte. Dabei muss natürlich zunächst geklärt werden, wie diese Organisationsformen
überhaupt aussahen und welche Intentionen sie vertraten.
Im weiteren Verlauf werde ich Ferdinand Lassalles Einfluss auf die Arbeiterbewegung
analysieren. Durch die Betrachtung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins, seiner
Entstehung und seines Wandels zur Partei möchte ich exemplarisch eine Form der
Entwicklung von einem Verein zur Partei und den damit verbundenen Versuch der
Organisation der Arbeiter, verdeutlichen. In diesem Teil werde ich auch einige Vergleiche zu
den Positionen von Marx und Engels anstellen, um so auch die inneren Differenzen bei der
Beurteilung und Organisation der Bewegung zu verdeutlichen. Außerdem gehe ich im
Hauptteil auf die Lebensumstände der Fabrikarbeiter ein, um zu zeigen, welche Situationen
die Vereine zu verbessern strebten und wie diese Umstände die Teilhabe der Arbeiter an der
Vereinskultur beeinflussten.
Inwiefern dies gelang oder mit welchen Einschränkungen wird im abschließenden Fazit
bewertet.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Vorwort

1.2. Ereignisgeschichtlicher Überblick zwischen 1848/49 und der Reichsgründung

2. Hauptteil

2.1. Die Arbeitervereine als konstituierendes Element der entstehenden Arbeiterbewegung

2.2. Ferdinand Lassalles Einfluss auf die Arbeiterbewegung

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Arbeitervereine in der Zeit zwischen der Revolution von 1848/49 und der Reichsgründung 1871. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern diese Vereinsbildungen als tatsächlicher Beginn einer einheitlichen Arbeiterbewegung oder eher als Organisation einer Arbeiterelite zu bewerten sind und ob sie ein adäquates Instrument zur Überwindung sozialer Ungleichheit darstellten.

  • Analyse der Organisationsformen der Arbeitervereine in den 1850er und 1860er Jahren.
  • Untersuchung der Rolle von Ferdinand Lassalle und dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV).
  • Vergleich liberaler Vereinsmodelle mit sozialistischen Bestrebungen.
  • Evaluation der Lebensumstände der Fabrikarbeiter und deren Teilhabe an der Vereinskultur.
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Arbeitervereinen als Instrument der sozialen Emanzipation.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Arbeitervereine als konstituierendes Element der entstehenden Arbeiterbewegung

Um die sich bildende Arbeiterbewegung zu analysieren, muss man sich der Organisation der Arbeitervereine dieser Zeit bewusst werden. Ein dominierender Typus unter den Arbeitervereinen der 1850er und 1860er Jahren war der Arbeiterbildungsverein. Den meisten Arbeiterbildungsvereinen ging es um eine allgemeine Bildung durch Unterricht, Vorträge, Zeitungen etc. vor allem im politischen, staatsbürgerlichen, aber auch beruflichem Bereich. Außerdem wurde in den Bildungsvereinen die Geselligkeit hoch geschrieben. Durch spezielle Turn- und Gesangsgruppierungen innerhalb der Vereine sowie Gemeinschaftsräumen und kulturellen Veranstaltungen stärkten die Arbeiterbildungsvereine die soziale Verbundenheit der Arbeiter untereinander. Des weiteren versuchte man die Arbeiter durch soziale Selbsthilfeeinrichtungen wie Kranken- oder Sparkassen abzusichern und mittels genossenschaftlichen Einrichtungen wie Konsum- oder Produktionsgenossenschaften zu organisieren. Die Vereine waren stets durch eine demokratische Grundstruktur geprägt.

Hierbei blieben die Bildungsvereine jedoch stets apolitische Organisationen, da politische Themen und Diskurse nie in ihr Programm aufgenommen wurde. Nahezu alle Arbeiterbildungsvereine wurden von bürgerlich-liberalen Personen geführt oder zumindest stark beeinflusst. Außerdem waren es die Bürgerlichen, die dem Verein durch finanzielle und materielle Zuwendungen das Überleben sicherten. Somit waren die Vereine ein Ort, wo Bürgerliche und Arbeiter gemeinsam den Vereinsalltag meisterten, so dass dem ganzen Konzept der Vereine eine gewisse sozialharmonische Intention nicht abgesprochen werden konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert das Vorwort und gibt einen ereignisgeschichtlichen Überblick über die Zeitspanne von 1848/49 bis 1871 als Basis für die weitere Analyse.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Organisationsstruktur der Arbeitervereine, ihre Funktion als Bildungs- und Selbsthilfeinstitutionen sowie den spezifischen Einfluss von Ferdinand Lassalle auf die Entstehung der Arbeiterbewegung.

3. Fazit: Das Fazit bewertet die Rolle der Arbeitervereine und kommt zu dem Schluss, dass diese zwar ein Gefühl der Solidarität und Hoffnung vermittelten, jedoch aufgrund ihrer elitär geprägten Struktur und Diversität keine einheitliche Organisation der gesamten Arbeiterschaft erreichen konnten.

Schlüsselwörter

Arbeiterbewegung, Arbeitervereine, Arbeiterbildungsverein, Ferdinand Lassalle, ADAV, Soziale Ungleichheit, 1848/49, Reichsgründung, Arbeiterklasse, Bildungsbürgertum, Selbsthilfe, Politische Partizipation, Gewerkschaften, Vereinswesen, Klassenbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Arbeitervereine zwischen 1849 und 1870 als Vorläufer oder organisatorische Grundlage der deutschen Arbeiterbewegung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Organisationsformen der Arbeiter, die Rolle der Bildung, die Einflussnahme des Bürgertums sowie die Bedeutung sozialer Selbsthilfe und politischer Forderungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die Arbeitervereine den Beginn einer einheitlichen Arbeiterbewegung darstellten oder lediglich eine Organisation der Elite waren und wie sie zur Überwindung sozialer Ungleichheit beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von zeitgenössischen Organisationsmodellen und Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vereinsstruktur, insbesondere der Arbeiterbildungsvereine, und die Analyse des Einflusses von Ferdinand Lassalle sowie der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arbeiterbewegung, Arbeitervereine, soziale Ungleichheit, Ferdinand Lassalle, politisches Wahlrecht und Klassenbildung.

Warum betont die Arbeit die Rolle der bürgerlichen Führung in den Vereinen?

Die Arbeit hebt hervor, dass bürgerliche Personen die Vereine durch finanzielle Mittel und Bildungsansprüche prägten, was oft zu einer Entpolitisierung der Arbeiterthemen führte und eine echte, unabhängige Arbeiterorganisation erschwerte.

Welche Rolle spielte Ferdinand Lassalle für die Arbeiterbewegung?

Lassalle war eine zentrale Figur, die durch die Gründung des ADAV versuchte, die Massen zu organisieren, wobei er sich maßgeblich auf das allgemeine Wahlrecht als Instrument sozialer Veränderung konzentrierte.

Konnte die soziale Ungleichheit durch die Vereine gemildert werden?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Vereine zwar zur Verbesserung der individuellen Lebensumstände durch Selbsthilfe beitrugen, die soziale Ungleichheit und die strukturelle Abhängigkeit jedoch nicht grundlegend beseitigen konnten.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Arbeitervereinsbildungen zwischen 1849 und 1870
Untertitel
Beginn einer einheitlichen Arbeiterbewegung oder Organisation der Elite?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Autor
Kevin Loock (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V117936
ISBN (eBook)
9783640201518
ISBN (Buch)
9783640206544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitervereinsbildungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Loock (Autor:in), 2006, Die Arbeitervereinsbildungen zwischen 1849 und 1870 , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/117936
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Leseprobe aus  19  Seiten
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