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Ikonen und Bildtheologie in der Orthodoxie

Title: Ikonen und Bildtheologie in der Orthodoxie

Essay , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marc Schramm (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

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Summary Excerpt Details

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Betrachtung der Ikone als visualisiertes Wort Gottes aus evangelischer Perspektive. Die Geschichte, theologische Bedeutung und liturgische Funktion wird kurz betrachtet. Darauf folgt die Positionierung uns Stellungnahme zu der Ikonographie aus einer evangelischen Position, in welcher auch deren liturgisches Potenzial für den Gottesdienst erörtert wird.

Die Kultbilder von Jesus, Maria, Heiligen oder biblischen Ereignissen, welche für viele westliche Christen eines der Erkennungsmerkmale der Ostkirche sind, werden bis heute mit dem griechischen Wort bezeichnet. Eine Kirche, welche mit solchen Ikonen geschmückt ist und gar über eine Ikonostase, die Bilderwand, welche in der byzantinischen Tradition Altarraum und Kirchenschiff trennt, ist klar als orthodox zu erkennen.

Aber nicht nur in den Kirchen, auch in den Häusern orthodoxer Christen findet man Ikonen, oft aufgehängt in einem sogenannten Schönen Eck. Hier können persönliche Gebete gesprochen oder Gäste und Kinder gesegnet werden. Reisende können eine kleine Reiseikone mit sich führen. In der Volkskultur Ost- und Südosteuropas dienen solche kleinen Ikonen auch als Talismane und Taxi- oder Busfahrer dieser Region befestigen sie gerne vor sich als Abwehr gegen Böses

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Ikone

3. Theologischer Hintergrund der Ikone

4. Liturgische Funktion der Ikone

5. Anthropologischer Sinn der Ikone

6. Position der evangelischen Position zu Bild- und Wortorientierung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit setzt sich mit der Bedeutung von Ikonen und der Bildtheologie in der orthodoxen Tradition auseinander und stellt diese der evangelischen Skepsis gegenüber. Ziel ist es, die spirituelle und anthropologische Tiefe der orthodoxen Ikonenverehrung darzulegen und zu prüfen, ob vor dem Hintergrund einer zunehmend bildorientierten Gesellschaft eine neue Wertschätzung dieses Mediums im evangelischen Kontext möglich ist.

  • Historische Entwicklung der Ikonenverehrung und des Bilderstreits
  • Theologische Begründung der Ikone als Fenster zur Transzendenz
  • Die Funktion der Ikonostase und die liturgische Einbettung
  • Der anthropologische Aspekt der Askese durch Ikonen
  • Kritische Analyse der evangelischen Bildkritik und Ikonoklasmus

Auszug aus dem Buch

Theologischer Hintergrund der Ikone

Für ein theologisches Verständnis ist hier die Unterscheidung zwischen der Anbetung und der Verehrung wichtig, Latreia und Proskynesis. Die Anbetung gebührt alleine Gott, die Verehrung ist auch den Bildern gegenüber legitim. Auch hierfür hatte Johannes von Damaskus argumentiert: „,Wenn wir uns niederwerfen, so verehren wir nicht das Holz, sondern den dargestellten Inhalt, wie wir ja auch nicht das Material des Evangelienbuches des Kreuzes verehren, sondern das, was in ihm geschrieben steht oder ihm eingeprägt ist.‘ Für einen orthodoxen Christen vermittelt eine Ikone die gleiche göttliche Offenbarung wie das biblische Wort: Es ist gleichrangig, ob die Kirche die ihr anvertraute Offenbarung ins Akustische (bei der Verkündigung des Evangeliums) oder ins Optische (in den Ikonen) übersetzt.“

Das biblische Fundament für die Bedeutung des Bildes finden orthodoxe Theologen in dem Jesuswort aus Joh 14,9: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ und in Kol 2,9: „In ihm (Christus) allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes.“ Ebenso wie sich Gott in der Menschwerdung des Sohnes abgebildet hat und dementsprechend das erste Bild selbst geschaffen hat, genauso soll die Ikone ein Abbild Christi sein. Das Anschauen der Darstellung soll somit zur Anschauung Gottes führen und durch die Verehrung des Abbildes soll die Anbetung des Urbildes ermöglicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Verbreitung und Bedeutung von Ikonen in der orthodoxen Kirche sowie deren Verwendung im alltäglichen Glaubensleben.

2. Geschichte der Ikone: Überblick über die historische Entwicklung der Ikonenverehrung, den Bilderstreit des 8. und 9. Jahrhunderts und die Festlegung verbindlicher Ikonentypen.

3. Theologischer Hintergrund der Ikone: Darlegung der theologischen Unterscheidung zwischen Anbetung und Verehrung sowie der Auffassung der Ikone als "geschriebenes" Wort Gottes.

4. Liturgische Funktion der Ikone: Erläuterung der Rolle der Ikonostase als Brücke zwischen Himmel und Erde und der symbolischen Bedeutung von Ikonen im eucharistischen Kontext.

5. Anthropologischer Sinn der Ikone: Untersuchung der Ikone als Ausdruck asketischer Lebensführung und als Gegenmodell zur modernen Konsumkultur.

6. Position der evangelischen Position zu Bild- und Wortorientierung: Analyse der historisch gewachsenen evangelischen Bildkritik und Diskussion über eine mögliche neue Annäherung an das Bildmedium.

Schlüsselwörter

Ikone, Orthodoxie, Ikonostase, Bildtheologie, Bilderstreit, Johannes von Damaskus, Liturgie, Askese, evangelische Bildkritik, Eikon, Menschwerdung Gottes, Vergöttlichung, Theosis, Wort Gottes, Bildlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Ikonen in der orthodoxen Kirche und stellt die dortige Bildtheologie der reformatorischen Tradition gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung, die theologische Rechtfertigung, die liturgische Praxis und der anthropologische Sinngehalt von Ikonen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein tieferes Verständnis der orthodoxen Ikonenpraxis und eine kritische Reflexion darüber, ob evangelische Christen heute einen neuen Zugang zur Bildlichkeit finden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische und historische Literaturanalyse, die zentrale kirchengeschichtliche Konzilien und theologische Denker einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Ikonen, ihre Funktion als Fenster zur Transzendenz, ihre Rolle im Gottesdienst und die historische Entwicklung der evangelischen Bilderfeindlichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ikonostase, Theosis, Bilderstreit, Bildtheologie, Askese, Wortorientierung und Bildlichkeit.

Warum werden Ikonen in der Orthodoxie eher "geschrieben" als "gemalt"?

Weil das Erschaffen einer Ikone als gottesdienstlicher Akt verstanden wird, der nicht dem künstlerischen Ruhm dient, sondern als formale Weitergabe der Offenbarung gilt.

Wie unterscheidet sich die evangelische Haltung zur Ikone?

Die evangelische Tradition betont die Sola-Scriptura-Prinzipien und betrachtet Bilder aufgrund des Götzenverbots oft skeptisch als Gefahr für eine reine Wortverkündigung.

Inwiefern beeinflusst die digitale Welt die heutige Sicht auf Ikonen?

Durch die moderne, bildintensive Medienkultur wird die Frage nach der "postskriptualen Gesellschaft" aufgeworfen, was eine Neubewertung des Bildes auch in evangelischen Kreisen anregt.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Ikonen und Bildtheologie in der Orthodoxie
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Evangelische Spiritualität
Grade
1,3
Author
Marc Schramm (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V1168678
ISBN (eBook)
9783346578914
ISBN (Book)
9783346578921
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Schramm (Author), 2021, Ikonen und Bildtheologie in der Orthodoxie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1168678
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