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Die Rolle des "Selbst" in der Selbstdarstellung bei Instagram und Cindy Sherman

Titel: Die Rolle des "Selbst" in der Selbstdarstellung bei Instagram und Cindy Sherman

Hausarbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Simone Schwartz (Autor:in)

Kunst - Übergreifende Betrachtungen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Phänomen der Selbstdarstellung löst bei Künstlern, Betrachtern, Produzenten und Rezipienten eine zeitlose Faszination aus. Gerade in der heutigen Zeit stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die digitalisierte, globalisierte und hoch vernetzte Welt auf die Formung des "Selbst" hat. Um eine mögliche Veränderung in der narrativen Identitätsbildung zu veranschaulichen, werden soziale Netzwerke, genauer die dort alltäglich stattfindende Selbstthematisierung durch sogenannte "Selfies" analysiert. Die Frage "Wie viel Selbst steckt tatsächlich in der Selbstdarstellung auf sozialen Netzwerken?" Spezifischer auf Instagram steht dabei im Vordergrund. Die These lautet: Es kommt zu einer fragwürdigen Abkehr von dem "natürlichem" Selbst zu einer Hinwendung zu einem optimierten und verfremdeten Selbst. Für die Verbildlichung dieser These werden die Werke, genauer die Selfies von Cindy Sherman herangezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Selbstdarstellung in Interaktionen

2. Vom Selbstporträt zum Selfie

3. Das Wesen des Selbstporträts

4. Instagram

5. Problem der Authentizität, Identität und Physionomie

6. Das fremde „Selbst“

7. Cindy Sherman

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der digitalen Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, auf die Formung und Wahrnehmung des individuellen Selbst. Die zentrale Forschungsfrage hinterfragt, wie viel echtes Selbst in einer durch Optimierungsdruck und digitale Filter geprägten Selbstdarstellung steckt und inwieweit das „Selbst“ zunehmend durch ein synthetisch-fremdes Kollektiv ersetzt wird, wofür die Werke der Künstlerin Cindy Sherman als visuelle Analysebasis dienen.

  • Wandel des Selbstporträts zum modernen Selfie
  • Konstrukt der Identität in digitalen Räumen
  • Authentizität und Inszenierung in sozialen Netzwerken
  • Körperkontrolle und digitale Schönheitsideale
  • Cindy Shermans künstlerische Auseinandersetzung mit Selbstinszenierung

Auszug aus dem Buch

3. Das Wesen des Selbstporträts

Verschiedene Zeiten brachten und bringen immer unterschiedliche Menschenbilder und unterschiedliche Möglichkeiten hervor, das „Selbst“ dem Bild so anzupassen, dass man die gewünschte Wirkung bei den Rezipienten erzeugen kann.

Grundsätzlich gibt es jedoch ein sogenanntes „Wesen“ des Selbstbildes, das unabhängig von Epochen und Vorlieben überdauerte und in den Darstellungen mitschwingt.

An erster Stelle sei dabei der Abbildungscharakter zu nennen. Darunter zu verstehen ist, dass die bestimmte Erscheinung eines bestimmten Menschen erfasst werden beziehungsweise das Vorkommen seiner Besonderheit in der Darstellung gegeben sein muss. Dieses unabdingbare Kriterium führt dazu, dass jedes Porträt zweifach bestimmt ist: Zum einen vom Werkschöpfer, nämlich dem Künstler, einmal von dem spezifisch Dargestellten was zu folgender Schlussfolgerung führt: „Das Porträt ist Darstellung und besitzt einen Abbildungscharakter.“

An zweiter Stelle sollte der Unterschied zwischen einer Demonstration (exemplarische Darstellung) und dem Porträt geklärt werden. Am Beispiel von Dürers Lissaboner Gemälde des Heiligen Hieronymus lässt sich dabei die klare Grenze zwischen der Individualität einer Person und der reinen Visualisierung von menschlichen Besonderheiten und Merkwürdigkeiten aufzeigen: Der Greis wird als Exemplar seiner Gattung identifiziert; für dessen vom Leben gezeichnete Haltung, Gesichtszüge und sein Alter. Dürers Vorstudie beziehungsweise Modellabzeichnung mit dem Namen „Studie nach einem Greis“ unterstreicht nochmals die Intention des Exemplar-Seins hinter dem Bild. Die persönliche Note des Porträtierten muss durch den künstlerischen Prozess stärker vermittelt werden, als die Neugier weckende Abnormalität. Die Distanzierung von jener abbildenden Darstellung manch exemplarischer Züge hat zur Folge, dass die Porträtkunst nicht allein nach dem Motiv und der Veranschaulichungsart differenziert werden kann; sondern allein aufgrund einer spezifischen und definierten Bedeutung. Die Kategorie Porträt ist eine mit Sinn aufgeladene Kategorie.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Phänomen der Selbstdarstellung und skizziert die These, dass das natürliche Selbst in der digitalen Welt zunehmend durch ein synthetisches, fremdbestimmtes Kollektivbild ersetzt wird.

1. Selbstdarstellung in Interaktionen: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen menschlicher Interaktion, bei der das äußere Erscheinungsbild als strategisches Mittel zur Gruppenzugehörigkeit und Statuswahrung dient.

2. Vom Selbstporträt zum Selfie: Der Abschnitt zeichnet die historische Entwicklung von der Ablehnung des Selbstporträts in der Antike bis hin zum modernen, technisch optimierten Selfie als neue Form der Selbstdarstellung nach.

3. Das Wesen des Selbstporträts: Hier werden die theoretischen Merkmale des Porträts, insbesondere der Abbildungscharakter und die Unterscheidung zwischen individueller Darstellung und exemplarischer Abstraktion, analysiert.

4. Instagram: Das Kapitel untersucht Instagram als Plattform für kontrollierte Authentizität und beleuchtet, wie digitale Werkzeuge die Fotografie als Werkzeug der Identitätskonstruktion verändern.

5. Problem der Authentizität, Identität und Physionomie: Es wird die philosophische und etymologische Bedeutung von Authentizität sowie der Zusammenhang zwischen äußerer Physiognomie und der Konstruktion von Identität hinterfragt.

6. Das fremde „Selbst“: Unter Bezugnahme auf den Begriff der „Dividuationen“ wird die Verschmelzung von Selbst und Fremden sowie die Abkehr von der Vorstellung eines geschlossenen Individuums thematisiert.

7. Cindy Sherman: Die Künstlerin Cindy Sherman dient als Fallbeispiel, um mittels ihrer Selfies die Kritik an modernen Schönheitsidealen und die Inszenierung des Selbst in sozialen Medien visuell zu veranschaulichen.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Bestätigung der These, dass das digitale Selbst auf sozialen Netzwerken primär ein synthetisch-fremdes Konstrukt darstellt, das den Anforderungen an soziale Zugehörigkeit untergeordnet ist.

Schlüsselwörter

Selbstdarstellung, Instagram, Selbstporträt, Identität, Authentizität, Selfie, Cindy Sherman, Körperbild, Digitale Transformation, Schönheitsideal, Dividuationen, Inszenierung, Soziale Netzwerke, Bildkommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Veränderung des menschlichen Selbstverständnisses und der Selbstdarstellung im digitalen Zeitalter unter besonderer Berücksichtigung sozialer Netzwerke wie Instagram.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernpunkten gehören die Geschichte des Selbstporträts, die Dynamik von Authentizität und Identität, die Wirkung digitaler Filter auf die Wahrnehmung sowie die Rolle der künstlerischen Inszenierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass das als „natürlich“ wahrgenommene digitale Selbst häufig eine kontrollierte, synthetische Konstruktion ist, die den Erwartungen einer kollektiven Masse entspricht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse kulturwissenschaftlicher Konzepte, wie die Theorie der „Dividuationen“ von Michaela Ott, und verknüpft diese mit einer visuellen Untersuchung künstlerischer Werke.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Porträtkunst, die soziologische Betrachtung von Identität in Netzwerken und die praktische Anwendung dieser Thesen auf die Fotografie von Cindy Sherman.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation am besten?

Wesentliche Begriffe sind Identität, Selbstdarstellung, Authentizität, Instagram, digitale Körperoptimierung und Cindy Sherman.

Warum spielt Cindy Sherman eine so wichtige Rolle in dieser Analyse?

Shermans Werke dienen als visuelle Veranschaulichung der theoretischen Thesen; sie nutzt bewusst digitale Werkzeuge, um Stereotypen und moderne Schönheitsideale kritisch zu hinterfragen.

Was versteht die Autorin unter dem Begriff der „Dividuationen“?

Das Konzept beschreibt, dass Identität kein festes, in sich geschlossenes System ist, sondern durch eine ständige Teilhabe und Durchdringung von menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren in einem Kollektiv entsteht.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle des "Selbst" in der Selbstdarstellung bei Instagram und Cindy Sherman
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Kunst als Anklage. Künstlerische Recherche und zeichnerische Reportage
Note
1,7
Autor
Simone Schwartz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V1167322
ISBN (eBook)
9783346576194
ISBN (Buch)
9783346576200
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstdarstellung Instagram Cindy Sherman Künstlerin Soziale Netzwerke Verfälschung Selbstporträt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simone Schwartz (Autor:in), 2020, Die Rolle des "Selbst" in der Selbstdarstellung bei Instagram und Cindy Sherman, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1167322
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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