Der klassische Marketing-Mix wird als das grundlegendste Konzept des Marketings bezeichnet. Er besteht aus verschiedenen kontrollierbaren Marketinginstrumenten, die in einem Unternehmen eingesetzt werden, um die gewünschten Reaktionen am Zielmarkt zu erzielen. Der Marketing-Mix wird auch weiteres als die 4P´s (Price, Product, Promotion und Place) bezeichnet. Daraus leitet sich das 4P-Modell ab, welches hier in weiterer Folge genauer erklärt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 DAS (KLASSISCHE) 4P-MODELL
1.1 DEFINITON VON PRODUCT, PRICE, PROMOTION UND PLACE
1.2 DASEINSBERECHTIGUNG DES 4P-MODELLS IN DER DIGITALEN WELT
1.3 ERWEITERUNGEN UND VERÄNDERUNGEN DES 4P-MODELLS
1.4 REFLEXION
2 DISTRIBUTIONSPOLITIK DER MARKE WALT DISNEY
2.1 MEDIA NETWORKS
2.2 STUDIO ENTERTAINMENT
2.2.1 EXKURS: WINDOWING
2.2.2 DISNEY UND DIE WINDOWING STRATEGIE
2.3 DIRECT-TO-CONSUMER & INTERNATIONAL
2.4 REFLEXION
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert das klassische Marketing-Mix-Modell (4P-Modell) hinsichtlich seiner Relevanz in der digitalen Welt und untersucht exemplarisch die Distributionspolitik der Walt Disney Company unter besonderer Berücksichtigung ihrer digitalen Transformationsstrategien wie Disney+.
- Kritische Würdigung des klassischen 4P-Marketing-Mix
- Erweiterungen und digitale Anpassungsstrategien des Marketing-Mix
- Analyse der Geschäftsfelder der Walt Disney Company
- Die Windowing-Strategie in der Filmwirtschaft
- Wandel der Distributionspolitik hin zu Direct-to-Consumer-Modellen
Auszug aus dem Buch
2.2.1 EXKURS: WINDOWING
Das Windowing meint in seiner traditionellen Bedeutung, „die klassische aufgefächerte Mehrfachverwertung von Inhalten über unterschiedliche Trägermedien, Vertriebskanäle beziehungsweise Verwertungsfenster“ (Sjurts, 2018).
Das Windowing ist vor allem ein Begriff, den man aus der Filmökonomie kennt. Es ist eine bekannte Verwertungsform von medialen Inhalten, „welche die aufgrund der Aktualität der Inhalte unterschiedlich ausgeprägte Zahlungsbereitschaft der Rezipienten berücksichtigt“ (Sjurts, 2018). Diese Methode ist jedoch schon zu einem Standardinstrument geworden, wenn der Vertriebskanal das Kino ist. Die Kosten für das Windowing fallen vor allem im Bereich der internationalen Verwertung an. Zusätzlich kommen hier noch Kosten zum Tragen, welche sich mit den Marketingmaßnahmen des Flankierens der einzelnen Verwertungsfenster befasst. Diese Kosten können auch von Zeit zu Zeit von der Vertriebsorganisation übernommen werden. Hier muss darauf hingewiesen werden, dass „die Rentabilität einer Filmproduktion kann entsprechend auch erst nach Abrechnung aller Verwertungsfenster festgestellt werden“ (Sjurts, 2018). Der zeitliche Ablauf des Windowings wird gemessen an den stetig niedriger werdenden Magen. Startzeitpunkt ist hier immer der nationale und internationale Kinovertrieb. Nach dem Kinovertrieb wird sich hier an dem Video und DVD-Verleih gemacht. Als nächsten Schritt, werden dann die Filme im Pay-TV gezeigt um anschließend nach einiger Zeit auch im Free TV gezeigt zu werden (Sjurts, 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1 DAS (KLASSISCHE) 4P-MODELL: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge und Definitionen des klassischen Marketing-Mix nach McCarthy und untersucht, ob das Modell angesichts moderner digitaler Herausforderungen noch zeitgemäß ist.
2 DISTRIBUTIONSPOLITIK DER MARKE WALT DISNEY: Hier wird die praktische Anwendung der Distributionspolitik anhand von Disney analysiert, wobei insbesondere der Wandel von traditionellen Kanälen hin zur Direct-to-Consumer-Strategie durch Disney+ im Zentrum steht.
Schlüsselwörter
Marketing-Mix, 4P-Modell, Distribution, Walt Disney, Digitalisierung, Windowing, Direct-to-Consumer, Streaming-Dienste, Filmwirtschaft, Medienmanagement, Content-Verwertung, Konsumentenverhalten, Marketingstrategie, Medienmärkte, Abo-Modelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz des klassischen 4P-Marketing-Modells im digitalen Zeitalter und der praktischen Umsetzung dieser Distributionsstrategien am Beispiel der Walt Disney Company.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Marketing-Mix (Product, Price, Promotion, Place), den Auswirkungen des digitalen Wandels auf bewährte Modelle sowie der strategischen Neuausrichtung eines Medienkonzerns.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Gültigkeit des 4P-Modells zu bewerten und zu zeigen, wie ein globaler Akteur wie Disney seine Distributionspolitik an veränderte Marktbedingungen anpasst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudie zur Distributionspolitik der Walt Disney Company.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der 4P-Erweiterungen für die digitale Welt und eine detaillierte Analyse der Disney-Geschäftsbereiche inklusive der Windowing-Strategie.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Marketing-Mix, Windowing, Digitalisierung, Direct-to-Consumer und Medien-Distributionspolitik.
Was genau bedeutet das „Windowing“ im Kontext der Filmwirtschaft?
Windowing beschreibt die zeitlich gestaffelte Auswertung von Filminhalten über verschiedene Kanäle, um die unterschiedliche Zahlungsbereitschaft der Konsumenten über verschiedene Zeiträume hinweg optimal auszuschöpfen.
Wie verändert Disney seine Strategie durch den Dienst „Disney+“?
Disney verschiebt seinen Fokus weg von der Lizenzierung an Dritte hin zu einem eigenen Direct-to-Consumer-Modell, um eine direkte Kundenbeziehung aufzubauen und unabhängiger von anderen Streaming-Anbietern zu werden.
Warum steht das 4P-Modell nach Ansicht einiger Experten in der Kritik?
Kritiker bemängeln eine zu starke interne Orientierung des Modells und eine mangelnde Flexibilität bei der Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse interaktiver digitaler Märkte.
- Arbeit zitieren
- Sarah Lechner (Autor:in), 2021, Marketing als betriebliche Funktion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1165564