„Die Redekunst bedarf der angestrengten Arbeit, eines unablässigen Eifers, verschiedener Übungen, vielfacher Erfahrung, der höchsten Klugheit, eines geistesgegenwärtigen Urteils.“2
„Wer sich beruflich oder gesellschaftlich engagiert, wer in Gremien, Vereinen oder Verbänden Aufgaben und Verantwortung übernimmt, wird früher oder später in die Lage kommen, Reden halten zu müssen. Auch im Privaten gibt es zahlreiche Anlässe, bei denen es üblich ist, je nachdem ein paar feierliche, nachdenkliche oder heitere Worte zu sprechen. Nun ist vielen, die gelegentlich oder häufig Reden halten müssen, die Kunst der Rede , der Rhetorik, nicht mit in die Wiege gelegt worden. Und geschulte Redner fallen auch nicht einfach vom Himmel. Wie man eine Rede vorbereitet, was man bei der Ausarbeitung beachten muss (...)“3, dies und weitere Faktoren sollen in dieser Hausarbeit im Fachbereich Kultur- und Medienpädagogik authentisch dargestellt werden. Dazu sollen theoretische und praktische Beispiele aus Literatur und Praxis in Kooperation gleichermaßen dargestellt werden. Weiterhin sollen in dieser Hausarbeit fortlaufend Meinungen und Anregungen gegeben werden, wie ein Vortrag, Referat o.ä. vor Gruppen oder Gesellschaften dem Anlass, dem Publikum, der räumlichen Umgebung, und: „ (...) anderen Faktoren wie z.B. gruppendynamischer Status, Zeitpunkt Ihrer Rede, ect.“4 entsprechen. Dies alles wird in den Hauptkontext dieser Arbeit, die den Titel >> Aspekte zur Vorbereitung einer Rede << trägt, erläutert werden. D.h., dass alle wesentlichen Faktoren, die z.T. schon zu Beginn der Hausarbeit o.g. worden sind, sowie weitere Punkte in Bezug auf Ihre Vorbereitung genannt und auf einen kommunikativ theoretisch- und praktischen Nenner gebracht werden. Dies ermöglicht dass das gesprochene Wort mit den zwei o.g. Faktoren in einen Dreiklang gesetzt werden kann.
Denn: „Kommunikation ist ein vielschichtiger Prozess. Sie ist gekennzeichnet von den individuellen unterschiedlichen Interpretationen, Erwartungen und Erfahrungen der Gesprächspartner. Deshalb ist das, was der Sprecher meint, nicht immer das, was der Hörer versteht. D.h., Missverständnisse, sind vorprogrammiert.“5
Um solche z.T. schwerwiegende Missverständnisse zu unterbinden, bedarf es einer guten und intensiven Vorbereitung, um einen solchen Fehlgriff zu vermeiden.
Inhaltsverzeichnis
I. „Und am Anfang war das (Vor)wort“
1. Die Entstehung der Rhetorik
2. Begriffsdefinition
3. Planung eines Vortrages
3.1 Warum soll ich einen Vortrag halten ?
3.1.1 Der Anlass
3.1.2 Die Zielgruppe
3.1.3 Ziel des Vortrages
3.2 Die Inhalte
3.2.1 Was weiß ich über das Referatsthema ?
3.2.2 Die Bibliothek / Inhaltsrecherche
3.2.2.1 Stellen Sie sich bei der Recherche das Publikum vor
3.3 Die Stoffauswahl mit Karteikarten
4. Eine Rede schreiben
4.1 Die Einleitung
4.2 Der Hauptteil
4.2.1 Das Vokabular
4.2.2 Bedenke das Ende
4.2.3 Beweisführung / Argumentation
4.3 Der Fünfsatz
4.4 Der Schlussteil
5 Sonstige Faktoren
5.1 Das Manuskript
5.2 Das Mind – Mapping
5.3 Die Stimme
5.4 Mimik, Gestik und Zeit
5.5 Kommunikationsmittel
6 Zum Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit im Fachbereich Kultur- und Medienpädagogik hat das Ziel, theoretische und praktische Aspekte einer fundierten Redevorbereitung zu beleuchten. Sie untersucht, wie Redner durch gezielte Planung, Strukturierung und Berücksichtigung kommunikationspsychologischer Faktoren ihre Wirkung vor einem Publikum maximieren und Missverständnisse minimieren können.
- Historische Grundlagen und die Bedeutung der Rhetorik
- Methoden der zielgruppengerechten Themenrecherche und Stoffauswahl
- Struktureller Aufbau einer Rede von der Einleitung bis zum Schlussteil
- Argumentationstechniken und der Einsatz von Beweisführungen
- Praktische Tipps für Manuskripte, Mediennutzung und Körpersprache
Auszug aus dem Buch
3.3 Die Stoffauswahl mit Karteikarten
Sollten die Inhaltsrecherche abgeschlossen sein, ist es von großer Bedeutung und Wichtigkeit, diese für den Vortrag gewissenhaft zu strukturieren. Hierbei gilt der Grundsatz: „Sorgfalt ist der Mörtel der Sicherheit.“ Das bedeutet, dass die zusammengetragene Literatur nun sorgfältig in die einzelnen Themensparten unterteilt werden sollen. Zu diesem Zeitpunkt kann man (sofern dies nicht schon in der Literaturauswahl geschehen ist), die Glaubwürdigkeit der Informationen im Bezug auf die Richtigkeit kontrollieren. Man sollte bedenken, dass die Inhalte angezweifelt werden können.
Darum ist es manchmal notwendig, die Aussagen: „(...) durch Statistiken zu belegen, um die Glaubwürdigkeit zu unterstützen, und um Ihren Standpunkt zu untermauern.“ Der Redner schreibt nun für jedes Vortragsgebiet eine Überschrift auf die Karteikarten wie z.B. Begrüßung, Risiken, Pläne, Zukunft, Appell, ect. Anschließend manifestiert man die Kernaussage und das Fazit auf das der Redner sich später beziehen möchte. Auf die jeweilige Rückseite notiert oder klebt er dann die Inhalte. „Bedenken Sie dabei erneut, dass die Aufmerksamkeit im Bezug auf die Vortragsdauer z.T. um die Hälfte schwinden kann, und erst zu Ende der Ansprache sich erhöht.“ Das bedeutet, dass der Redner seine Inhalte immer in Bezug auf die Rededauer stehen muss! Sollte er nun alle relevanten Daten auf Karteikarten geschrieben haben, legt er sich nun einen Ablaufplan (Reihenfolge der Karteikarten) fest. Jetzt kann er mit dem Schreiben einer Rede beginnen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. „Und am Anfang war das (Vor)wort“: Einführung in die Notwendigkeit rhetorischer Kompetenz und Zielsetzung der Hausarbeit.
1. Die Entstehung der Rhetorik: Historischer Abriss über die Entwicklung der Redekunst von der Antike bis heute.
2. Begriffsdefinition: Klärung des Begriffs Rhetorik als Lehre, Gestaltung und Rede.
3. Planung eines Vortrages: Darstellung der grundlegenden Vorbereitungsschritte inkl. Anlass, Zielgruppe und Stoffsuche.
4. Eine Rede schreiben: Analyse des strukturellen Aufbaus einer Rede sowie Argumentations- und Schreibtechniken.
5. Sonstige Faktoren: Behandlung ergänzender Erfolgsfaktoren wie Manuskriptgestaltung, Stimme, Mimik, Gestik und Medieneinsatz.
6. Zum Schluss: Fazit über die Bedeutung von lebenslangem Lernen und Anwenden rhetorischer Fertigkeiten.
Schlüsselwörter
Rhetorik, Vortrag, Redevorbereitung, Kommunikation, Zielgruppe, Argumentation, Karteikarten, Präsentation, Körpersprache, Redestruktur, Manuskript, Medieneinsatz, Redekunst, Vortragsziel, Rhetorische Kompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Vorbereitung und Durchführung einer Rede oder eines Vortrags unter Berücksichtigung kultur- und medienpädagogischer Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Planung, der inhaltlichen Recherche, der strukturellen Gestaltung von Redemanuskripten sowie der Präsentationstechniken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen authentischen Leitfaden für die Redevorbereitung zu liefern, um angehenden Rednern ein fundiertes Handwerkszeug zur Verfügung zu stellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Zusammenführung theoretischer Grundlagen mit praktischen Anwendungsbeispielen aus der Rhetorik-Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Phasen der Planung, des Schreibens und der optimierenden Faktoren wie Manuskriptarbeit und Medieneinsatz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Rhetorik, Redevorbereitung, Kommunikation, Zielgruppenanalyse und Präsentationstechnik.
Warum wird die Verwendung von Karteikarten empfohlen?
Karteikarten dienen als effektives Hilfsmittel, um den Vortrag zu strukturieren, Redeziele vorzeitig zu definieren und den inhaltlichen roten Faden nicht zu verlieren.
Welche Rolle spielt die Einleitung für den Erfolg eines Vortrags?
Die Einleitung gilt als entscheidendes "Andockstück" zum Publikum; sie soll Aufmerksamkeit erregen, eine Beziehung zum Zuhörer aufbauen und die Relevanz des Themas verdeutlichen.
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- Matthias Ennenbach (Author), 2002, Aspekte zur Vorbereitung einer Rede, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/11604