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Wie kann der Inzest im Roman "Mai und Beaflor" begründet werden?

Klärung der Inzestfrage

Titel: Wie kann der Inzest im Roman "Mai und Beaflor" begründet werden?

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jacqueline Bartsch (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Inzestgeschichte des Romans „Mai und Beaflor“. Der Roman handelt von der Königstochter Beaflor, welche aufgrund eines versuchten Inzestes seitens ihres Vaters, dem König von Rom, fliehen muss.
Der Inzest hat somit eine große Stellung innerhalb der Geschichte und treibt diese an. Aus diesem Grund soll im Folgenden ergründet werden, wie sich der Inzest auf das Leben von Beaflor auswirkt und welche Stellung der Inzest in ihrem Leben sowie im gesamten Roman besitzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Werk

Die Handlung

Der Inzest

Zum Begriff Inzest

Motive für den Inzest

Auswirkungen auf Beaflor

Inzest im Laufe von Beaflors Leben

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die zentrale Rolle der Inzestthematik im mittelhochdeutschen Versroman „Mai und Beaflor“ und analysiert deren Auswirkungen auf die Lebensgeschichte der Protagonistin sowie die zugrundeliegenden psychologischen und gesellschaftlichen Motive.

  • Analyse des Inzestbegriffs und historischer Inzestdiskurse
  • Untersuchung der Motive hinter dem Inzestversuch des Vaters
  • Einfluss der Inzestproblematik auf die Biografie Beaflors
  • Strukturelle Spiegelung von Vater-Tochter- und Mutter-Sohn-Konstellationen
  • Diskussion der Schuldfrage im Kontext von Religion und Täterschaft

Auszug aus dem Buch

Motive für den Inzestversuch

Der primäre Grund, aus dem Beaflor ihrer Reise antreten muss, ist der versuchte Inzest zwischen Vater und Tochter. Dabei ist es interessant zu ergründen, wie es trotz einer anfangs natürlichen, familiären Beziehung zwischen Vater und Tochter zu diesem primären Inzest kommen konnte. Bei der Suche nach möglichen Motiven ist es sinnvoll, auf die verstorbene Mutter Beaflors zu schauen. Ihre Mutter verstirbt, als Beaflor im mannbaren Alter ist. Beaflor entwickelte sich nach ihrem Vorbild. Es ist nicht abwegig, dass der Kaiser Beaflor als verjüngertes Abbild ihrer verstorbenen Mutter, welche dem Kaiser unersetzlich zu sein scheint, wahrnimmt. Dem folgt, dass der Vater in seiner Trauer das junge Spiegelbild seiner Frau begehrenswert erscheint.

Die feministische Literaturwissenschaft wertet dies als „erzählerische Entlastung des Vaters“. So könne der Vater nichts für seine Untat. Die Mutter, sowie Beaflor seien schuld an seinen Taten, da er in seiner Trauer nicht mehr klar denken kann. So sucht er Zuneigung bei seiner verstorbenen Frau, welche er in Beaflor sieht. Die Versöhnung des Kaisers mit seiner Tochter begünstigt die Entschuldbarkeit des Kaisers.

Dem spricht jedoch die Tatsache, dass der Vater den Inzest unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollziehen will, entgegen. So wartet er, bis Beaflor alleine ist. Es scheint, dass dem Vater bewusst gewesen ist, dass der primäre Inzest von seinem Volk als ehrlos angesehen werden würde. Durch den Vollzug des Inzests würde Telion die Taufe seiner Tochter sowie seine eigene, verschmutzen und das Christentum schänden. Er würde sich damit gegen Gott und seine Religion stellen. Wenn sein Volk davon erführe, würde er sein gesamtes Ansehen verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Inzestproblematik des Romans „Mai und Beaflor“ ein und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Analyse der Motive und Auswirkungen auf die Hauptfigur.

Das Werk: Dieses Kapitel verortet den anonymen Versroman literaturgeschichtlich und diskutiert den wahrscheinlichen Entstehungszeitraum nach der Mitte des 13. Jahrhunderts.

Die Handlung: Hier werden die zentralen Erzählstränge nachgezeichnet, von der Flucht Beaflors über die Heirat mit Fürst Mai bis hin zur abschließenden Intrige der Schwiegermutter.

Der Inzest: Dieser Abschnitt beleuchtet den Begriff Inzest theoretisch und diskutiert psychoanalytische Ansätze wie den Ödipuskomplex im Kontext des mittelalterlichen Inzestverbots.

Zum Begriff Inzest: Es erfolgt eine definitorische Einordnung des Inzestbegriffs sowie eine Erläuterung der kirchenrechtlichen und gesellschaftlichen Haltungen im Mittelalter.

Motive für den Inzest: Die Autorin untersucht die psychologischen Beweggründe des Königs sowie die Rolle von Trauer, religiösem Ansehen und externen Einflüssen wie Satan.

Auswirkungen auf Beaflor: Dieses Kapitel analysiert das psychische Leiden Beaflors unter den Inzestversuchen und deren traumatische Folgen für ihre Identität und Heimatlosigkeit.

Inzest im Laufe von Beaflors Leben: Hier wird die strukturelle Wiederholung des Inzestmotivs durch die Mutter von Fürst Mai untersucht, die eine erneute Flucht der Protagonistin erzwingt.

Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der Inzest als zentrales, lebensbestimmendes Moment dient, wobei die Schuldfrage aufgrund ambivalenter literarischer Motive letztlich offenbleibt.

Schlüsselwörter

Mai und Beaflor, Inzest, Inzesttabu, Literaturwissenschaft, Mittelalter, Vater-Tochter-Inzest, Mutter-Sohn-Inzest, Schuldfrage, Erlösung, Ödipuskomplex, Versroman, Erzählstruktur, christliche Ethik, Trauerarbeit, Familiendynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die thematische Bedeutung des Inzests im mittelhochdeutschen Roman „Mai und Beaflor“ und dessen Einfluss auf die Biografie der Hauptfigur.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der literarischen Inhaltsanalyse stehen die historischen Inzestdiskurse, psychologische Motive der Täter und die Auswirkungen von Traumata auf die Protagonistin im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Rolle des Inzests innerhalb der Romanhandlung zu ergründen und die Schuldfrage sowie die Legitimation der Handlungen kritisch zu reflektieren.

Welche methodischen Ansätze kommen zum Einsatz?

Die Autorin kombiniert eine strukturierte Inhaltswiedergabe mit literaturwissenschaftlichen Analysen, inklusive historischer Vergleiche und psychologischer Deutungsmuster.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Werk- und Handlungsbeschreibung, eine Begriffsdefinition des Inzests, eine detaillierte Motiv- und Schuldanalyse sowie die Untersuchung der Inzestfolgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind neben dem Buchtitel „Mai und Beaflor“ vor allem Inzesttabu, Schuldfrage, erzählerische Entlastung, strukturelle Spiegelung und christliche Identität.

Warum spielt die „Apollonius-Sage“ eine wichtige Rolle für das Verständnis?

Die Sage dient als literarisches Vorbild für den Roman, da sie Parallelen in der Motivik aufweist und hilft, die Handlungen der Väterfigur in „Mai und Beaflor“ besser einzuordnen.

Wie lässt sich die „Spiegelung“ zwischen den zwei Welten interpretieren?

Die Autorin argumentiert, dass der Roman strukturelle Analogien zwischen der Vater-Tochter- und der Mutter-Sohn-Konstellation nutzt, um die Ausweglosigkeit der Protagonistin durch wiederkehrende Inzestbedrohungen zu verdeutlichen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie kann der Inzest im Roman "Mai und Beaflor" begründet werden?
Untertitel
Klärung der Inzestfrage
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Note
1,3
Autor
Jacqueline Bartsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1160061
ISBN (eBook)
9783346559067
ISBN (Buch)
9783346559074
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inzest roman beaflor klärung inzestfrage
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jacqueline Bartsch (Autor:in), 2020, Wie kann der Inzest im Roman "Mai und Beaflor" begründet werden?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1160061
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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