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Recht und Gerechtigkeit. Bertolt Brechts "Azdak" als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft

Titel: Recht und Gerechtigkeit. Bertolt Brechts "Azdak" als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft

Hausarbeit , 2019 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit“ - ein Kommentar, den man so oder ähnlich oft in den Medien hört. Auch Bertolt Brecht greift diese Problematik in seinem 1944 erstmals begonnenen Drama „Der Kaukasische Kreidekreis“ auf.

In dieser Arbeit soll es vor allem um den zweiten Teil des Stücks gehen, welcher die Geschichte des Richters Azdak erzählt. Es soll herausgearbeitet werden, welche Funktion die Figur des Azdak für das Stück übernimmt. Folgende Hypothese soll konkret untersucht werden: Brechts Azdak dient als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft und ist Mittel der Kritik am feudalen Rechtssystem.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse: Widersprüche in der Figur Azdak

2.1. Die Ludowika-Szene

3. Deutung: Azdak als Spiegel der Gesellschaft

3.1 Die Kreidekreisprobe

4. Die Wichtigkeit des Vorspiels

5. Schlussbetrachtung mit Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion der Figur des Richters Azdak in Bertolt Brechts Drama "Der Kaukasische Kreidekreis". Das zentrale Ziel ist es, die Hypothese zu belegen, dass Azdak als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft fungiert und ein Mittel der Kritik am feudalen Rechtssystem darstellt.

  • Analyse der widersprüchlichen Charakterzüge und Rechtssprechung Azdaks
  • Untersuchung der Ludowika-Szene als Ausdruck seiner Korruption und Moral
  • Interpretation der Kreidekreisprobe im Kontext gesellschaftlicher Klassenverhältnisse
  • Erläuterung der Bedeutung des Vorspiels für die Gesamtaussage des Stücks
  • Einordnung Azdaks als Symbol für eine utopische, vernunftgeleitete Gerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Ludowika-Szene

In besagter Szene werden Azdak der Wirt und seine Schwiegertochter Ludowika als Kläger vorgeführt, die ihren Knecht der Vergewaltigung an Ludowika beschuldigen. Bereits zu Beginn der Verhandlung macht Azdak selbst auf seine Bestechlichkeit aufmerksam: „Ich nehmen.“9, und nimmt Geld von dem klagenden Wirt entgegen. Die Schilderungen der Ankläger erwecken eher geringes Interesse in Azdak, stattdessen gibt er sein Gefallen am Fohlen des Wirts und an Ludowika zu erkennen: „Ich sagte, er gefiel mir.“ (BB 93) Als der Knecht auf Nachfrage ohne Umschweife zugibt, dass er Ludowika unsittlich berührt habe, zwingt Azdak die junge Frau, sich nach einem Messer auf dem Boden zu bücken, um ihre weiblichen Reize zu demonstrieren.

In seinem darauffolgenden Urteil verurteilt Azdak nicht den vergewaltigenden Knecht, sondern Ludowika selbst, die durch ihre aufreizende Gestalt den Knecht vergewaltigt habe: „(…) durch Faulheit und eine zu weiche Haut hast du den armen Menschen dort vergewaltigt.“ (BB 94) Der Richter spricht sich selbst außerdem das junge Fohlen des Wirts zu und verschwindet anschließend mit Ludowika in einer Scheune damit er „(…) den Tatort betrachten“ (BB 94) könne.

Azdak wird in dieser Szene nicht nur zum Dieb, er wird auch selbst zum Vergewaltiger der jungen Ludowika. Brecht war es von großer Bedeutung, dass diese Szene beibehalten wird, da „(…) die Figur des Richters sonst ihren Widerspruch verlier[e]“, was er im März 1956 den Kürzungsvorschlägen der Städtischen Bühnen Erfurt, u. a. entgegenbringt.10

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Verhältnisses von Recht und Gerechtigkeit ein und stellt die zentrale Hypothese zur Figur Azdak vor.

2. Analyse: Widersprüche in der Figur Azdak: Das Kapitel untersucht die zwiespältige Natur Azdaks, der einerseits korrupt und eigennützig handelt, andererseits jedoch ein Gespür für soziale Gerechtigkeit zeigt.

2.1. Die Ludowika-Szene: Die detaillierte Analyse dieser Schlüsselszene verdeutlicht die Absurdität und moralische Grenzüberschreitung in Azdaks Rechtssprechung.

3. Deutung: Azdak als Spiegel der Gesellschaft: Hier wird der Charakter Azdaks als bewusste Inszenierung Brechts gedeutet, um das feudale Rechtssystem und die Klassengesellschaft zu entlarven.

3.1 Die Kreidekreisprobe: Dieser Abschnitt analysiert das finale Urteil im Kontext der sozialen Herkunft von Grusche und der Gouverneursfrau.

4. Die Wichtigkeit des Vorspiels: Das Kapitel erörtert die kontroverse Bedeutung des Vorspiels für das Verständnis des Stücks als Lehrstück und nicht lediglich als Mütterlichkeits-Parabel.

5. Schlussbetrachtung mit Fazit: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse und bestätigt die Hypothese, dass Azdak als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Bertolt Brecht, Der Kaukasische Kreidekreis, Azdak, Rechtssystem, Gerechtigkeit, Antagonistische Gesellschaft, Feudalismus, Klassenkampf, Ludowika-Szene, Kreidekreisprobe, Vorspiel, Korruption, Lehrstück, Utopie, Rechtssprechung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion der Figur Azdak in Bertolt Brechts Stück "Der Kaukasische Kreidekreis" im Hinblick auf deren Rolle als gesellschaftlicher Spiegel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Recht und Gerechtigkeit, die Kritik am feudalen System, Klassenkonflikte und die Inszenierung von Widersprüchlichkeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist der Nachweis, dass Azdak durch seine korrupte und widersprüchliche Art das feudale Rechtssystem als ungerecht entlarvt und auf eine utopische Gesellschaftsordnung verweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primär- und Sekundärquellen, insbesondere unter Einbezug von Brechts eigenen Notizen und Regieanweisungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Verhaltensanalyse Azdaks (inklusive Ludowika-Szene), eine Deutung seiner gesellschaftlichen Funktion sowie eine Untersuchung der Kreidekreisprobe und der Bedeutung des Vorspiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Antagonistische Gesellschaft, Korruption, Feudalismus, Gerechtigkeitsempfinden und Parabelfunktion.

Warum ist die Ludowika-Szene für die Analyse so entscheidend?

Sie belegt Azdaks radikale Widersprüchlichkeit und amoralische Züge, die für Brechts Absicht der Gesellschaftskritik essenziell sind.

Welche Bedeutung kommt dem Vorspiel laut der Arbeit zu?

Das Vorspiel ist zwingend erforderlich, um das Stück nicht als einfache Parabel über Mütterlichkeit, sondern als politisches Lehrstück über eine befreite Gesellschaft zu lesen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Recht und Gerechtigkeit. Bertolt Brechts "Azdak" als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V1159584
ISBN (eBook)
9783346556462
ISBN (Buch)
9783346556479
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bertolt Brecht Gerechtigkeit Der kaukasische Kreidekreis Recht vs Gerechtigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Recht und Gerechtigkeit. Bertolt Brechts "Azdak" als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1159584
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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