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Zu Rudolf Kleins "Lob des Zauderns. Navigationshilfen für die systemische Therapie von Alkoholabhängigkeiten". Grundlagen und Dreiphasenmodell

Titel: Zu Rudolf Kleins "Lob des Zauderns. Navigationshilfen für die systemische Therapie von Alkoholabhängigkeiten". Grundlagen und Dreiphasenmodell

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 8 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Laura Griesch (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie können alkoholabhängig trinkenden Menschen unterstützt werden, die aus dem klassischen System des traditionell- medizinischen Suchtmodells herausfallen? Wie können sie im therapeutischen Alltag begleitet werden und wie individuelle Zielsetzungen stärker berücksichtigt werden? Wie können Gewohnheiten, eingespurte Muster verändert werden, die als schlecht bewertet werden? Von sich oder jemanden anderen? Und mit welcher Haltung kann alkoholabhängig trinkenden Menschen begegnet werden, die aus dem “herkömmlichen” System herausfallen? Klein liefert mit seinem gut nachvollziehbaren Therapiemodell eine praktische Navigationshilfe für die Arbeit mit alkoholabhängig trinkenden Menschen und kreiert ein Menschenbild, welches den Menschen hinter dem Symptom zeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort:

2 Einleitung:

3 Teil I: Lob des Zauderns: Grundlagens

3.1 Traditionell-medizinische Suchtmodell:

3.2 Systemtheoretische und Systemtherapeutische Sichtweise:

3.3 Von Problemen und Problemsystemen:

3.4 Autonome Systeme:

3.5 Autonome Systeme und Alkoholabhängigkeit:

3.6 Ritualtheoretische Annahmen:

3.7 Lebenseinbrüche und Traumata:

3.8 Phasenübergänge:

4 Teil II: Lob des Zauderns: Dreiphasenmodell ( DPM)

4.1 Dreiphasenmodell:

4.2 1. Phase: Selbstregulation des Trinkens:

4.3 2. Phase: Individuelle Geschichte:

4.4 3. Phase: Zukünftige Entwürfe:

5 Fazit:

6 Literaturverzeichnis:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das von Rudolf Klein entwickelte Dreiphasenmodell, das als systemische Navigationshilfe in der Therapie von alkoholabhängigen Menschen dient. Das primäre Ziel ist es, den starren Fokus des traditionell-medizinischen Modells zu überwinden und durch eine wertschätzende, ressourcenorientierte Haltung Veränderungsprozesse zu ermöglichen, die den Menschen hinter dem Symptom sichtbar machen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit dem traditionell-medizinischen Suchtmodell
  • Systemtheoretische Grundlagen und das Verständnis autonomer Systeme
  • Die Rolle von Übergangsphasen und Ritualen bei Suchtentwicklungen
  • Struktur und Anwendung des Dreiphasenmodells (DPM) in der Beratung
  • Die Bedeutung von Biografie, Resilienz und sozialen Systemen in der Suchttherapie

Auszug aus dem Buch

3.4 Autonome Systeme:

Reaktionen des Klienten sind im Voraus nicht einzuschätzen. Anregungen können umgesetzt werden, oder als nichtig verworfen werden. Wer entscheidet? Ob ein Außenreiz zu der von außen erwarteten Reaktion führt, hängt “(…) nicht nur vom jeweiligen Außenreiz ab, sondern auch (…), ob dieser Reiz “im” System entsprechend gemerkt und verarbeitet werden kann.“ (Klein 2014: 35) Rudolf Klein sieht den Menschen als ein in sich geschlossenes System, welches autonom und ganz individuell auf äußere Reize reagiert. Ein Reiz muss im entsprechenden System erkannt und verarbeitet werden, bevor es zu einer Reaktion in Form einer Handlung kommen kann. Abweichendes Verhalten kann somit nicht mehr länger nur als unmotiviertes Verhalten interpretiert werden, sondern als noch nicht gelungene Kommunikation. Der Mensch folgt einer “Inneren Struktur”. (vgl. Gedächtnisprotokoll: “Haus am See”)

Nicht Motivationsmangel, Widerstand oder Verleugnung führen zu einem unzugänglichen Verhalten, sondern “eine noch nicht gelingende Kommunikation und Kooperation zwischen Klienten und Helfer.” (Klein 2014: 37) Das Verhalten des Trinkenden muss als vernünftig und plausibel in seiner ihm eigenen Struktur gesehen werden. Probleme in der Kommunikation entstehen nur durch eine unterschiedliche Weltbeobachtung. Dieses fordert eine individuelle Herangehensweise. (vgl. Klein)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Dieses Kapitel führt in die Notwendigkeit ein, alkoholabhängige Menschen über das traditionell-medizinische Modell hinaus therapeutisch zu unterstützen und ein neues Menschenbild anzubieten.

2 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die biologischen, sozialen und psychologischen Facetten der Sucht und betont die Herausforderung, das eigene Trinkverhalten im Kontext der Lebensgeschichte zu reflektieren.

3 Teil I: Lob des Zauderns: Grundlagens: Es werden die theoretischen Fundamente gelegt, wobei insbesondere systemische Sichtweisen auf Sucht und die Rolle des autonomen Handelns hervorgehoben werden.

3.1 Traditionell-medizinische Suchtmodell: Eine kritische Betrachtung des medizinischen Modells, das Klienten oft in eine defizitorientierte Patientenrolle drängt.

3.2 Systemtheoretische und Systemtherapeutische Sichtweise: Dieses Kapitel erläutert, wie Klienten bei ihrer Zielsetzung unterstützt werden können, indem individuelle Schicksale mit systemtheroretischen Ansätzen verknüpft werden.

3.3 Von Problemen und Problemsystemen: Hier wird der Prozess der Bewusstwerdung über das Trinkverhalten und die subjektive Bewertung von Lebensereignissen als Voraussetzung für Veränderung analysiert.

3.4 Autonome Systeme: Es wird dargelegt, warum menschliches Verhalten als individuell verarbeitete Reaktion auf Außenreize und nicht als bloßer Widerstand begriffen werden sollte.

3.5 Autonome Systeme und Alkoholabhängigkeit: Dieses Kapitel beschreibt, wie Alkohol zu einem integralen Bestandteil der Systemfunktion werden kann und welche Rolle Krisen in diesem chronifizierten Prozess spielen.

3.6 Ritualtheoretische Annahmen: Es wird diskutiert, welche Funktion Rausch und Sucht als "Sinnstifter" in einer Übergangsphase einnehmen können.

3.7 Lebenseinbrüche und Traumata: Der Fokus liegt auf der Sensibilität von Menschen in Übergangsphasen und wie biografische Traumata suchtrelevante Dynamiken beeinflussen.

3.8 Phasenübergänge: Das Kapitel beschreibt, wie existentielle Veränderungen ohne angemessene Rituale zu einer Erstarrung und einem Rückgriff auf Suchtmittel führen können.

4 Teil II: Lob des Zauderns: Dreiphasenmodell ( DPM): Einführung in den praktischen, systematischen Beratungsansatz für die Arbeit mit Abhängigen.

4.1 Dreiphasenmodell: Ein Überblick über die drei ineinandergreifenden Phasen des Modells zur Begleitung von Wandlungsprozessen.

4.2 1. Phase: Selbstregulation des Trinkens: Fokus auf die Aktivierung von Neugier und die Stärkung der Selbstregulierungskompetenzen der Klienten.

4.3 2. Phase: Individuelle Geschichte: Behandlung der Erlebnismuster und biografischen Aufarbeitung, um das suchtartige Verhalten durch Reflexion verständlich zu machen.

4.4 3. Phase: Zukünftige Entwürfe: Fokus auf die Umorientierung des sozialen Systems und die Klärung von Zukunfts- und Beziehungsentwürfen.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Zaudern einen notwendigen Abwägungsprozess darstellt, der eine neugierige Haltung gegenüber dem eigenen Lebensentwurf fördert.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Alkoholabhängigkeit, Systemische Therapie, Dreiphasenmodell, Suchtmodell, Selbstregulation, Biografische Arbeit, Übergangsphasen, Autonome Systeme, Resilienz, Veränderungsprozesse, Kommunikation, Suchtberatung, Lebensentwürfe, Beratungshaltung, Ritualtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem systemtherapeutischen Ansatz zur Beratung von alkoholabhängigen Menschen, basierend auf dem Modell von Rudolf Klein.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die Systemtheorie, die Bedeutung von Übergangsphasen im Leben, die individuelle Biografiearbeit und die praktische Gestaltung von Beratungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Navigationshilfen aufzuzeigen, wie Klienten aus der starren Rolle des "kranken Trinkers" heraus zu neuen Perspektiven und zur Stärkung ihrer Selbstwirksamkeit finden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit systemtheoretischen und systemtherapeutischen Konzepten, ergänzt durch die Analyse eines spezifischen therapeutischen Modells.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Suchtentstehung (Teil I) und die Anwendung des Dreiphasenmodells (Teil II) in der Beratungspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind systemische Therapie, Selbstregulation, Dreiphasenmodell, Suchtberatung und biografische Resilienz.

Warum spricht der Autor von einem "Lob des Zauderns"?

Zaudern wird hier nicht negativ als Unentschlossenheit gesehen, sondern als notwendiger Abwägungsprozess des Klienten, der dem eigentlichen Wandel vorausgeht und eine reife Entscheidung vorbereitet.

Welche Rolle spielen Angehörige im Modell?

In der dritten Phase des Modells werden soziale Systeme wie Familie oder Partner miteinbezogen, um die Interaktionsmuster rund um das Trinken neu zu verhandeln und Zukunftsentscheidungen zu treffen.

Wie geht das Modell mit Rückfällen um?

Rückfälle werden nicht als persönliches Versagen, sondern als Bewältigungsversuche oder als Zeichen für noch nicht gelungene Kommunikations- und Anpassungsprozesse im System interpretiert.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu Rudolf Kleins "Lob des Zauderns. Navigationshilfen für die systemische Therapie von Alkoholabhängigkeiten". Grundlagen und Dreiphasenmodell
Hochschule
Evangelische Hochschule Berlin
Note
1.0
Autor
Laura Griesch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
8
Katalognummer
V1157856
ISBN (eBook)
9783346547323
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sucht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Griesch (Autor:in), 2018, Zu Rudolf Kleins "Lob des Zauderns. Navigationshilfen für die systemische Therapie von Alkoholabhängigkeiten". Grundlagen und Dreiphasenmodell, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1157856
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Leseprobe aus  8  Seiten
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