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Nachhaltige und faire Textilproduktion in Bangladesch. Vorstellung, Bewertung und Schwachstellenanalyse eines neuen Siegels

Titel: Nachhaltige und faire Textilproduktion in Bangladesch. Vorstellung, Bewertung und Schwachstellenanalyse eines neuen Siegels

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Miriam Sammek (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beginnt mit einer theoretischen Einordnung von Sozial- und Umweltstandards, den Anforderungen an einen Standard und den beteiligten Akteur/-innen. Des Weiteren wird die Theorie der bewussten Kaufentscheidung im Kontrast zum Phänomen der Fast Fashion, vorgestellt. Es folgt eine Beschreibung der aktuellen Arbeitsbedingungen im Produktionsland Bangladesch, der Rolle der Gewerkschaften, die Auswirkungen der Textilproduktion auf die Umwelt sowie ein Rückblick auf einen der verheerendsten Unglücke in Textilfabriken, der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza.

Im Schwerpunkt wird sich diese Arbeit mit der Vorstellung und Bewertung des Siegels beschäftigen und die Frage klären, ob ein neues Textilsiegel zu einer nachhaltigen und fairen Textilproduktion in Bangladesch beitragen kann und für die Näher/-innen vor Ort, die Umwelt und die bewussten Verbraucher/-innen einen spürbaren Unterschied machen kann. Eine Schwachstellenanalyse soll die Nachteile bzw. Schwächen des Grünen Knopfes herausarbeiten auf wessen Grundlage Ideen zur Optimierung des Siegels erarbeitet werden. Die Arbeit schließt mit einem Fazit ab.

Die Modeindustrie boomt und hat gleichzeitig gravierende ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen. Der Ausbeutung von Mitarbeiter/-innen im Textilsektor sowie irreparablen Umweltschäden möchte der Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (CDU) entgegen wirken, weswegen er im September 2019 das staatliche Textilsiegel „Grüner Knopf“ ins Leben rief. Ein Siegel, das sozial und ökologisch nachhaltig hergestellte Textilien kennzeichnet und die Verbraucher/-innen so über die Produktionsbedingungen der Textilware informiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einordnung – Sozial- und Umweltstandards

2.1 Anforderungen an einen Standard

2.2 Akteur:innen im Standardisierungsprozess – staatliche Instanzen

2.3 Bewusste Kaufentscheidungen

2.4 Fast Fashion

3. Ausgangssituation – Textilproduktionen in Bangladesch

3.1 Gehalt und Sozialleistungen für Näher:innen

3.2 Rolle der Gewerkschaften in Bangladesch

3.3 Auswirkungen der Textilproduktionen auf die Umwelt

3.4 Das Unglück von Rana Plaza (2013)

4. Der grüne Knopf – das staatliche Textilsiegel

4.1 Vorstellung des Siegels und seine Entstehungsgeschichte

4.2 Kriterienkatalog

4.3 Beteiligte Akteur:innen

4.4 Der Zertifizierungsprozess

5. Der grüne Knopf – Schwachstellenanalyse

6. Der grüne Knopf – Ideen zur Optimierung des Textilsiegels

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das staatliche Textilsiegel „Grüner Knopf“ auf seine Wirksamkeit hinsichtlich einer nachhaltigen und fairen Textilproduktion in Bangladesch, wobei kritische Schwachstellen analysiert und Optimierungsmöglichkeiten abgeleitet werden.

  • Analyse der theoretischen Anforderungen an Sozial- und Umweltstandards.
  • Untersuchung der Arbeitsbedingungen und der Textilindustrie in Bangladesch.
  • Detaillierte Vorstellung des Zertifizierungsprozesses und der Akteursstruktur des Grünen Knopfes.
  • Kritische Schwachstellenanalyse des Siegels im Hinblick auf Lieferkettenabdeckung und Kriterien.
  • Erarbeitung von Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Siegels für einen spürbaren Unterschied für Beschäftigte und Umwelt.

Auszug aus dem Buch

3.4 Das Unglück von Rana Plaza (2013)

Im April 2013 ereignete sich der bisher schlimmste Unfall in der internationalen Textilindustrie. In einem Vorort von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, stürzte eine achtstöckige Textilfabrik ein, welche hauptsächlich Kleidung für den Export nach Europa produzierte. Zu dem Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich mehr als 5.000 Mitarbeiter:innen im Gebäude, davon wurden 2.500 Personen verletzt und 1.100 getötet.

Eine Untersuchung ergab, dass mehrere Etagen des Gebäudes ohne Genehmigung errichtet waren und außerdem minderwertige Baumaterialien verwendet wurden. Zusätzlich wurden am Tag vor dem Unglück schwere Mängel am Gebäude entdeckt und gemeldet. Diese wurden jedoch ignoriert und die Mitarbeitenden dazu angehalten, ihre Arbeit fortzusetzen. Durch das Unglück gerieten tausende Familien in wirtschaftliche Not, da viele der Näher:innen Alleinverdiener:innen waren und über keine Versicherung gegen die Folgen von Arbeitsunfällen verfügten.

Das Unglück von Rana Plaza löste in Industrieländern eine umfangreiche Debatte über die Missstände in der globalen Textilindustrie aus. Unterdurchschnittliche Arbeitslöhne, überdurchschnittlich lange Arbeitstage, keine ausreichenden Arbeitsschutz und Hygienemaßnahmen und fehlende Sicherheitskonzepte wurden daraufhin von der Öffentlichkeit angeprangert. Als Reaktion auf das Unglück und den starken Druck der Öffentlichkeit, zahlten viele der dort produzierenden Unternehmen etwa 30 Millionen US-Dollar in einen Entschädigungsfond ein, der Mitte 2015 an die 2.800 Antragssteller:innen ausgezahlt wurde. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) übernahm in diesem Kontext die Rolle des Rana-Plaza-Koordinationskomitee.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der globalen Textilindustrie ein und stellt das staatliche Siegel „Grüner Knopf“ als Antwort auf soziale und ökologische Missstände vor.

2. Theoretische Einordnung – Sozial- und Umweltstandards: Das Kapitel definiert, was einen Standard ausmacht, welche Akteure involviert sind und wie bewusste Kaufentscheidungen und Fast Fashion den Bedarf für solche Standards beeinflussen.

3. Ausgangssituation – Textilproduktionen in Bangladesch: Es wird die prekäre Lage in Bangladesch beleuchtet, einschließlich niedriger Löhne, eingeschränkter Gewerkschaftsrechte, Umweltbelastungen und der Folgen des Rana-Plaza-Einsturzes.

4. Der grüne Knopf – das staatliche Textilsiegel: Hier werden die Entstehungsgeschichte, der Kriterienkatalog, die Akteure sowie das Zertifizierungsverfahren des staatlichen Textilsiegels detailliert beschrieben.

5. Der grüne Knopf – Schwachstellenanalyse: Dieser Abschnitt kritisiert die Schwäche der Kriterien, die unvollständige Abdeckung der Lieferkette und das Fehlen einer Kennzeichnungspflicht.

6. Der grüne Knopf – Ideen zur Optimierung des Textilsiegels: Aufbauend auf der Kritik werden konkrete Lösungsansätze wie existenzsichernde Löhne, eine durchgängige Lieferkettenkontrolle und erhöhte Transparenz vorgeschlagen.

7. Fazit: Das Fazit resümiert, dass das Siegel zwar ein wichtiger staatlicher Schritt ist, aber dringend eine Ausweitung auf die gesamte Lieferkette und strengere soziale Auflagen benötigt, um eine nachhaltige Veränderung zu bewirken.

Schlüsselwörter

Grüner Knopf, Textilindustrie, Bangladesch, Sozialstandards, Umweltstandards, Nachhaltigkeit, Lieferkette, Rana Plaza, Fast Fashion, Zertifizierung, Arbeitsbedingungen, existenzsichernde Löhne, Verbraucherverhalten, Corporate Social Responsibility, staatliches Siegel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das staatliche Textilsiegel „Grüner Knopf“ und seine Wirksamkeit als Instrument zur Verbesserung von sozialen und ökologischen Standards in der Textilproduktion am Beispiel von Bangladesch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Standards, die prekären Arbeitsbedingungen in der bangladeschischen Textilbranche sowie eine kritische Prüfung der Zertifizierungskriterien des Grünen Knopfes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob der „Grüne Knopf“ effektiv zur fairen und nachhaltigen Textilproduktion in Bangladesch beitragen kann und welche Schwachstellen die aktuelle Implementierung aufweist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Untersuchung von Zertifizierungskriterien und der Auswertung bestehender Schwachstellenanalysen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Bestandsaufnahme der Situation in Bangladesch, eine detaillierte Vorstellung des Siegel-Prozesses sowie eine anschließende kritische Schwachstellenanalyse mit Optimierungsvorschlägen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Grüner Knopf, Bangladesch, Lieferkette, Sozialstandards, Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen charakterisiert.

Welche Rolle spielt das Unglück von Rana Plaza in dieser Untersuchung?

Rana Plaza dient als zentraler historischer Kontext, der die gravierenden Missstände in der Textilindustrie aufdeckte und als wesentlicher Motivator für die Initiierung des staatlichen Siegels „Grüner Knopf“ fungierte.

Warum wird der „Grüne Knopf“ kritisiert?

Kritikpunkte sind unter anderem die aktuell zu schwachen sozialen Kriterien (keine verbindlichen existenzsichernden Löhne), die unvollständige Überprüfung der gesamten Lieferkette und das Fehlen einer transparenten Kennzeichnungspflicht.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachhaltige und faire Textilproduktion in Bangladesch. Vorstellung, Bewertung und Schwachstellenanalyse eines neuen Siegels
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Note
1,0
Autor
Miriam Sammek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
32
Katalognummer
V1154269
ISBN (eBook)
9783346582355
ISBN (Buch)
9783346582362
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nachhaltigkeit Textil Textilproduktion Siegel Umweltstandards Sozialstandards
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Miriam Sammek (Autor:in), 2021, Nachhaltige und faire Textilproduktion in Bangladesch. Vorstellung, Bewertung und Schwachstellenanalyse eines neuen Siegels, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1154269
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Leseprobe aus  32  Seiten
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