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Der Prolog des Iwein

Ein Vergleich zwischen Chrestien de Troyes und Hartmann von Aue unter Berücksichtigung der Frage nach dem Übergang von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit

Title: Der Prolog des Iwein

Seminar Paper , 2007 , 12 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Medea Conrad (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit einer Gegenüberstellung der Prologe der arthurischen
Versromane Iwein/Ywain des mittelalterlichen deutschen Dichters Hartmann von
Aue und des mittelalterlichen französischen Dichters Chrestien de Troyes unter Berücksichtigung
der Besonderheit des Übergangs von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit.
Es wurden im speziellen vergleichende Betrachtungen angestellt, wie sich die beiden Romane
voneinander unterscheiden und welche Veränderungen durch Hartmann von Aue
vorgenommen wurden, dem der Roman von Chrestien de Troyes als Vorlage diente. Auch
wurde versucht zu ergründen, welche Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Romanen
bestehen. Der Übergang von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit ist in diesem Zusammenhang
als notwendig zu ergänzen, da man davon ausgeht, dass sich Chrestien im Wesentlichen
wohl auf die historische Überlieferung der Artusgeschichte stützt, für ihn mit
Sicherheit aber auch mündliche Quellen von Bedeutung gewesen sein mussten.
Vergleicht man hierzu Hartmann von Aue, so kann man feststellen, dass er sich in seinem
Roman ausschließlich auf die Vorlage von Chrestien bezieht, wodurch sich dieser Roman
von seinen anderen unterscheiden lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GEGENÜBERSTELLUNG DER BEIDEN PROLOGE

2.1 GEGENÜBERSTELLUNG IN BEZUG AUF DIE ARTUSGESCHICHTE

2.2 VORSTELLUNG DES AUTORS IN SEINEM PROLOG

3. DER ÜBERGANG VON DER MÜNDLICHKEIT IN DIE SCHRIFTLICHKEIT

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Prologe der Artusromane "Yvain" von Chrestien de Troyes und "Iwein" von Hartmann von Aue. Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Darstellung der Artusgeschichte sowie der Selbstpräsentation der Autoren herauszuarbeiten und diese in den größeren Kontext des mittelalterlichen Wandels von der mündlichen Erzähltradition hin zur schriftlichen Fixierung von Literatur einzuordnen.

  • Vergleichende Analyse der Prologstrukturen beider Werke
  • Darstellung und Bedeutung des Artushofes als Idealbild
  • Untersuchung der Autoren-Selbstvorstellung im mittelalterlichen Kontext
  • Analyse des Wandels vom mündlichen Erzählen zur schriftlichen Literatur
  • Bedeutung des Bildungsideals und der Rolle fürstlicher Mäzene

Auszug aus dem Buch

2.2 Vorstellung des Autors in seinem Prolog

Anders als Hartmann von Aue stellt sich Chrestien de Troyes in seinem Ywain Prolog dem Leser nicht vor. Dies hat er bereits in seinem ersten Roman Érec et Énide getan, welchen wir hier aber aus Gründen der Übersichtlichkeit vernachlässigen wollen.

Hartmann jedoch widmet in seinem Prolog ganze zehn Verse seiner eigenen Person.

„Ein rîter, der gelêret was

Unde ez an den buochen las,

swenner sîne stunde

niht baz bewenden kunde,

daz er ouch tihtennes pflac

(daz man gerne hœren mac,

dâ kêrt er sînen vlîz an:

er was genant Hartmann

und was ein Ouwære),

der tihte diz mære.“

Diese Art der Selbstvorstellung kann als literarischer Beleg dafür gelten, dass es im Mittelalter für einen Ritter eher unüblich war, über Lese- oder Literaturkenntnisse zu verfügen oder sogar der lateinischen Sprache mächtig gewesen zu sein. Daraus lässt sich der Rückschluss ziehen, dass die höfischen Epiker – also nicht nur Hartmann von Aue sondern auch andere - buchgelehrte Männer waren, die möglicherweise dem Klerikerstand angehört haben könnten, und auch wenn dies nicht zugetroffen haben sollte, zumindest über eine geistliche Ausbildung verfügten. Dies scheint vor allen Dingen vor dem Hintergrund erstaunlich, dass sogar Kaiser oder Könige bis ins 12. Jahrhundert Analphabeten waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt das Forschungsvorhaben, die Prologe von Hartmann von Aue und Chrestien de Troyes zu vergleichen und den Übergang von mündlicher zu schriftlicher Literatur zu beleuchten.

2. GEGENÜBERSTELLUNG DER BEIDEN PROLOGE: Dieses Kapitel vergleicht die Einleitungen der beiden Autoren hinsichtlich der Darstellung der Artusgeschichte und der Selbstpräsentation der Dichter.

2.1 GEGENÜBERSTELLUNG IN BEZUG AUF DIE ARTUSGESCHICHTE: Es wird analysiert, wie beide Autoren den Artushof als Idealbild etablieren, wobei Hartmann die Lobrede im Vergleich zu Chrestien deutlich ausdehnt.

2.2 VORSTELLUNG DES AUTORS IN SEINEM PROLOG: Das Kapitel untersucht die literarische Selbstvorstellung Hartmanns von Aue und stellt fest, dass Chrestien de Troyes auf eine vergleichbare explizite Nennung seiner Person verzichtet.

3. DER ÜBERGANG VON DER MÜNDLICHKEIT IN DIE SCHRIFTLICHKEIT: Hier wird der medienhistorische Kontext untersucht, insbesondere wie höfische Literatur im 12. Jahrhundert trotz geringer Lese- und Schreibfähigkeiten schriftlich fixiert und verbreitet wurde.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Hartmann von Aue durch eigene stilistische Freiheiten ein für seine Zeit ungewöhnliches schriftstellerisches Selbstbewusstsein zeigt und die Artusromane als Resultat sowohl schriftlicher als auch mündlicher Quellen zu verstehen sind.

Schlüsselwörter

Iwein, Yvain, Hartmann von Aue, Chrestien de Troyes, Artusroman, Mittelalter, Prolog, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Literaturwissenschaft, Höfische Literatur, Mäzenatentum, Erzählkonzeption, Literaturgeschichte, Selbstvorstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Literaturstudium der Prologe des französischen Artusromans "Yvain" und der deutschen Adaption "Iwein".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Struktur des Prologs, die Funktion des Artushofes als literarischer Topos und der Wandel des mittelalterlichen Literatur- und Bildungsideals.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Prologe in ihrer erzählerischen Ausgestaltung unterscheiden und welche Rückschlüsse dies auf den Übergang von der mündlichen Erzählkultur zur schriftlichen Fixierung von Literatur zulässt.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die primär die Textbelege der Prologe gegenüberstellt und durch sekundärliterarische Forschungsergebnisse zur Sozialgeschichte der Literatur ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die inhaltliche Gestaltung der Artus-Lobpreisung in beiden Werken, die explizite Selbstvorstellung des Autors Hartmann von Aue sowie die soziokulturellen Bedingungen der Schriftlichkeit im 12. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Artusroman, Höfische Literatur, Mündlichkeit, Schriftlichkeit und den Vergleich zwischen französischer Vorlage und deutscher Bearbeitung definiert.

Warum hebt Hartmann von Aue seine eigene Gelehrsamkeit im Prolog hervor?

Dies deutet auf ein neues Selbstverständnis als "buchgelehrter" Dichter hin, das sich von der bloßen mündlichen Vortragstradition abhebt und seine Rolle als vermittelnder Autor betont.

Welche Bedeutung hat der Vergleich der beiden Autoren für die Literaturgeschichte?

Der Vergleich macht deutlich, dass Hartmann von Aue kein bloßer Übersetzer war, sondern als eigenständiger Autor agierte, der die französische Vorlage durch individuelle Ausgestaltungen in einen neuen kulturellen Kontext überführte.

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Details

Title
Der Prolog des Iwein
Subtitle
Ein Vergleich zwischen Chrestien de Troyes und Hartmann von Aue unter Berücksichtigung der Frage nach dem Übergang von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit
College
University of Constance  (Geisteswissenschaftliche Sektion, Fachbereich Literaturwissenschaft)
Course
Hartmann von Aue - Iwein
Grade
2,3
Author
Medea Conrad (Author)
Publication Year
2007
Pages
12
Catalog Number
V115240
ISBN (eBook)
9783640166657
ISBN (Book)
9783640166732
Language
German
Tags
Prolog Iwein Hartmann Iwein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Medea Conrad (Author), 2007, Der Prolog des Iwein, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/115240
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