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Der Diskurs um das Otaku-Phänomen

Der Idol-Otaku

Titel: Der Diskurs um das Otaku-Phänomen

Seminararbeit , 2008 , 12 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sibylle Herden (Autor:in)

Soziologie - Kultur, Technik, Völker

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Produkte der japanischen Massenkultur prägen das gegenwärtige Japan und erfahren auch im Ausland stetig wachsendes Interesse. Manga (漫画), Anime (アニメ) und japanische Videospiele gehören auch bei uns beinahe wie selbstverständlich zur Jugendkultur. Dabei sind sie nur ein Teil der eigentlichen japanischen Populärkultur. Diese ist gekennzeichnet durch vielfältige Ausprägungen und eine hohe Diversität. Vor allem im Bereich der Musikindustrie ist diese zurück zu finden. Teenie- Sänger und Sängerinnen aus der Retorte prägen das Bild der Musiklandschaft und bieten für jeden Geschmack eine entsprechende Indentifikationsmöglichkeit. In einer derart pluralisierten Populärkultur, die bestimmt wird durch die Konsum und Informationsgesellschaft, finden sich jedoch auch innerhalb der Konsumenten stark divergierende Ausprägungen. Während die einen lediglich konsumieren und Teile der Jugendkultur in ihr Leben integrieren, richten andere ihr Leben ausschließlich auf ihre favorisierte Kategorie der Jugendkultur. Durch ihre Lebensweise distanzieren sie sich von ihren Altersgenossen, ihrem sozialen Umfeld und anderen für sie uninteressanten Kulturgütern.
Dieses Phänomen der japanischen Otakus wurde zu Beginn der 1980er Jahre zum ersten Mal publik und ist heute eines der meist diskutierten Themen im zeitgenössischen Japan. Dabei ergeben sich spezielle Ausprägungen wie etwa den Idol- Otaku (アイドルお宅), der seine Leidenschaft allein auf die schon erwähnten Pop- Sänger und Sängerinnen richtet. Doch was fasziniert beispielsweise den Idol- Otaku an Pop- Sängerinnen, die in der Regel nach einem einzigen Titel wieder vom Markt verschwinden? Was empfinden Otaku, wenn sie auf der Foto- Jagd nach ihren Idolen sind? Was charakterisiert den Otaku neben seiner Leidenschaft und welche gesellschaftliche und soziale Position nimmt er ein? Diese Arbeit widmet sich anhand dieser Fragen dem Diskurs über das Otaku- Phänomen. Dazu muss zunächst eine Begriffsbestimmung erfolgen, um den Terminus Otaku abzugrenzen und für diese Arbeit verfügbar zu machen. Danach wird das Massenphänomen innerhalb der japanischen Gesellschaft eingeordnet und vorgestellt, bevor die Position der japanischen Regierung berücksichtigt wird. Hauptteil dieser Arbeit bildet die Betrachtung des Idol- Otakus anhand der genannten Fragestellungen.

Leseprobe


Struktur der Arbeit

1. Einleitung

2. Otaku – Das erwachsene Kind?

2.1 Der Begriff Otaku

2.2 Das Massenphänomen Otaku

2.3 Die Attraktivität des Otakus als Soft Power- Konzept

3. Idol – Faszination an synthetischen Stars

3.1 Hamasaki Ayumi, Utada Hikaru, Morning Musume und Co.

3.2 Idolemania – Der obszöne Blick

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das soziokulturelle Phänomen des japanischen Otaku, mit einem speziellen Fokus auf den Idol-Otaku. Ziel ist es, die Charakteristika, die soziale Position und die Motivation hinter der obsessiven Leidenschaft dieser Gruppe innerhalb der japanischen Populärkultur zu analysieren.

  • Ursprung und Bedeutung des Begriffs Otaku in der japanischen Gesellschaft.
  • Die Rolle der Otaku-Kultur als Bestandteil des Soft-Power-Konzepts "Cool Japan".
  • Die mediale Inszenierung und Vermarktung von Idols als Kunstprodukte.
  • Die Dynamik des "obszönen Blickes" und die psychologische Zufluchtsfunktion des Fankults.

Auszug aus dem Buch

3.2 Idolemania – Der obszöne Blick

In der Popmusik drückt sich die Verschiebung vom passiven Konsum zu einer größeren Eigenaktivität der Fans durch die stetige öffentliche Präsenz der Idole aus. Der Hype um die Idols bietet dem Idol- Otaku eine geeignete Zufluchtsstätte sich dem gesellschaftlichen Leben zu entziehen und sich statt dessen seiner Leidenschaft zu widmen. Idole stellen sein Instrumentarium für die Strukturierung seines Alltags dar. Er widmet sich ihnen, indem er versucht vollkommenes Wissen über seine Stars zu erlangen. Das Auftreten der Idols in der Öffentlichkeit bietet dem Otaku die einzige Chance ihnen möglichst nah zu sein. Das Fotografieren der jungen Künstlerinnen ist Gegenstand seines Begehrens. In seiner Arbeit strebt er danach, den natürlich femininen Ausdruck der Mädchen festzuhalten und den perfekten Abzug zu erhalten.

Noch erstrebenswerter ist dabei die massenmediale Präsentation mit einer persönlichen Kommentierung. Idol- Otaku, die hauptsächlich wegen des Fotografierens die Auftritte ihrer Stars besuchen, nennt man camera kozô. Sie versuchen jedes Detail ihrer Künstlerin auf Bild festzuhalten, um es entweder ihrer Sammlung zu zufügen, oder es auf der Straße zu verkaufen. Je mehr Intimität das Foto bietet, desto höher ist der Wert des Bildes. Besonders begehrenswert sind Bilder, auf denen ein Stück der Unterwäsche des Idols zu sehen ist. Das Bild des durch einen Windstoß hoch gehobenen Rocks bietet nicht nur den Blick auf den Intimbereich der Künstlerin, er erinnert auch an die berühmte Filmszene der Marilyn Monroe in „Das verflixte siebte Jahr“ von Billy Wilders. Dieser Zusammenhang, sowie die Bedeutung der Filmszene in Bezug auf den Erfolg der Darstellerin legitimiert den obszönen Blick auf den Intimbereich von gegebenen falls Minderjährigen. Somit ist nicht nur ein Tabu gebrochen, sondern auch ein Verbot aufgehoben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die japanische Populärkultur ein und skizziert die Relevanz des Otaku-Phänomens sowie die Forschungsfragen der Arbeit.

2. Otaku – Das erwachsene Kind?: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Ursprung, die soziologische Einordnung und die Bedeutung des Otaku-Begriffs innerhalb Japans.

3. Idol – Faszination an synthetischen Stars: Hier wird die Vermarktung von Pop-Idolen als Kunstprodukte und das obsessive Verhalten der Idol-Otaku, inklusive der Problematik des "camera kozô", analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Wechselwirkung zwischen Konsumindustrie und Fan-Kultur zusammen und diskutiert, inwieweit die Otaku-Kultur traditionelle Rollenbilder beeinflusst.

Schlüsselwörter

Otaku, Idol, Populärkultur, Japan, J-Pop, Massenkultur, Soft Power, Cool Japan, Fankultur, camera kozô, Identität, Soziologie, Mediennutzung, Konsumgesellschaft, Subkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des japanischen Otaku-Phänomens und untersucht insbesondere, wie Idol-Otaku durch ihre obsessive Leidenschaft für Pop-Sängerinnen ihre soziale Identität innerhalb der japanischen Gesellschaft definieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Subkulturen vom gesellschaftlichen Mainstream, die Strategien der japanischen Unterhaltungsindustrie zur Vermarktung von Idols sowie die psychologischen Beweggründe der Fans.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Diskurs um das Otaku-Phänomen zu verstehen und darzulegen, warum diese Personen sich aus der öffentlichen Gesellschaft in eine eigene Welt zurückziehen und wie diese Welt durch die Populärkultur geprägt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischen und medienwissenschaftlichen Diskursen sowie der Auswertung bestehender Literatur zur japanischen Populärkultur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Begriffs Otaku, die politische Instrumentalisierung als Soft Power sowie das spezifische Verhalten von Fans gegenüber Idolen, einschließlich der Debatte um den sogenannten "obszönen Blick".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Otaku, Idol, Populärkultur, Subkultur und die japanische Konsumgesellschaft charakterisiert.

Was versteht man unter dem "camera kozô"?

Es handelt sich um Idol-Otaku, die Veranstaltungen vor allem besuchen, um intime oder explizite Fotos ihrer Stars zu schießen, was oft als eine Form der sexuellen Besessenheit interpretiert wird.

Warum wird der Otaku als "gesellschaftliche Bedrohung" wahrgenommen?

Diese Wahrnehmung rührt vor allem aus historischen Vorfällen, bei denen Medien das Otaku-Phänomen mit kriminellem Verhalten in Verbindung brachten, sowie aus der generellen Ablehnung der sozialen Isolation, die für Otaku typisch ist.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Diskurs um das Otaku-Phänomen
Untertitel
Der Idol-Otaku
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Theorien und Texte zur japanischen Gesellschaft - Der Diskurs um das Otaku-Phänomen
Note
2,3
Autor
Sibylle Herden (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V115115
ISBN (eBook)
9783640167104
ISBN (Buch)
9783640167265
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diskurs Otaku-Phänomen Theorien Texte Gesellschaft Diskurs Otaku-Phänomen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sibylle Herden (Autor:in), 2008, Der Diskurs um das Otaku-Phänomen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/115115
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Leseprobe aus  12  Seiten
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