Zielsetzung des Assignments ist es, zunächst hervorzuheben, welche Herausforderungen bei der Personalauswahl in Zeiten einer weltweiten Pandemie zu berücksichtigen sind. Daraus kann dann in Folge exemplarischer Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, wie diese Herausforderungen bestmöglich bewältigt werden können.
Nach kurzer Präsentation des Themas in der Einleitung und Erläuterung der Problemstellung im gleichnamigen Kapitel liegt der Schwerpunkt im folgenden Kapitel auf den Begrifflichkeiten social distancing, Recruiting und Personalauswahl. Im Anschluss daran erfolgt die Einordnung der Personalauswahl in den Kontext des Recruitings, wobei die allgemeinen Instrumente der Personalauswahl mit ihren Vor- und Nachteilen im dritten Kapitel erläutert werden. Danach wird das theoretische Wissen zur Personalauswahl auf den Unternehmensalltag in Zeiten einer Pandemie übertragen und die Herausforderungen, die bei der Personalauswahl durch social distancing zu bewältigen sind, darlegt. Aus dem Input von Herausforderungen werden Handlungsempfehlungen gegeben, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Personalauswahl digital und auf sozialer Distanz durchzuführen. Das Assignment schließt mit einem Fazit ab und gibt einen Ausblick in die Zukunft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Begriffsbestimmung und Einordnung in das Recruiting
2.1 Social Distancing
2.2 Recruiting
2.3 Personalauswahl
2.4 Einordnung in das Personalrecruiting
3. Verfahren der Personalauswahl
3.1 Anforderungen an das Personalauswahlverfahren
3.2 Analyse der Bewerbungsunterlagen
3.3 Testverfahren und Fragebögen in der Personalauswahl
3.4 Vorstellungsgespräch
3.5 Assessment-Center
4. Herausforderungen der Personalauswahl
4.1 Persönliche Vorstellungsgespräche auf sozialer Distanz
4.2 Virtuelle Assessments
4.3 Neue Strategien und Gewohnheiten im Recruiting
5. Handlungsempfehlungen
5.1 Alternativen zum persönlichen Vorstellungsgespräch
5.2 Virtuelle Assessments sicher durchführen
5.3 Das Recruiting und die Personalauswahl digitalisieren
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Dieses Assignment befasst sich mit den tiefgreifenden Veränderungen im Bereich der Personalauswahl, die durch die Corona-Pandemie und die damit verbundene Notwendigkeit von "social distancing" ausgelöst wurden. Ziel ist es, die daraus resultierenden Herausforderungen für Unternehmen zu analysieren und praxisorientierte Lösungsansätze aufzuzeigen, wie Rekrutierungsprozesse effizient in den digitalen Raum verlagert werden können.
- Analyse der Auswirkungen von Social Distancing auf klassische Auswahlprozesse
- Gegenüberstellung bewährter Personalauswahlverfahren vor und während der Pandemie
- Identifikation digitaler Alternativen für Vorstellungsgespräche und Assessments
- Strategien zur Digitalisierung der Personalbeschaffung unter veränderten Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
3.2 Analyse der Bewerbungsunterlagen
Der erste Schritt der Personalauswahl umfasst zumeist die Analyse der Bewerbungsunterlagen. Auch wenn Bewerbungen in der heutigen Zeit aufgrund der Digitalisierung immer häufiger online oder durch vordefinierte Bewerbungsmasken entgegengenommen werden, wird in der Regel erwartet, dass auch auf elektronischem Wege alle notwendigen Dokumente hochgeladen werden. (vgl. Watzka, 2014, S. 37) Unabhängig von der Übermittlungsform der Bewerbung ist diese zuzumeist die erste Kontaktaufnahme zwischen dem Unternehmen und dem Bewerber. (vgl. Kanning, Pöttker, & Klinge, 2008, S. 35) Sie bestehen aus dem Anschreiben, dem Lebenslauf, Schul-, Hochschul-, Ausbildungs- und Arbeitszeugnissen und ggf. aus weiteren ergänzenden Unterlagen. Die Analyse der Bewerbungsunterlagen kann anhand zwei Prüfungen geschehen. (vgl. Hillebrecht & Peiniger, 2018, S. 117) Die formale Prüfung beinhaltet neben der Prüfung auf Vollständigkeit und Sorgfältigkeit auch das Engagement des Bewerbers. An diesen formalen Kriterien scheitern bereits 20-25% aller Bewerber. (vgl. ebd., S. 120)
Bei der inhaltlichen Prüfung geht es hauptsächlich um die Übereinstimmungsprüfung zwischen Lebenslauf und den Zeugnisdaten sowie der Analyse und Beurteilung der Passgenauigkeit des Bewerbers. (vgl. ebd., S.121) Mithilfe des Bewerbungsanschreibens kann die Wechselmotivation des Bewerbers analysiert und die Frage, warum der Bewerber für die Stelle geeignet ist, beantwortet werden. (vgl. ebd., S. 96) Der Lebenslauf gibt Auskunft über die Ausbildung, die Qualifikation und Erfahrung des Bewerbers. Aus diesen können zudem die Beschäftigungszeiten und die berufliche Entwicklung des Kandidaten entnommen werden. (vgl. ebd., S. 98) Trotz diesen Kriterien liegt das Hauptaugenmerk meist auf vorhandene Lücken, Aufgabenwechsel und Brüche in der Lebenslaufchronologie. Neben den Schul-, Ausbildungs- und Hochschulzeugnissen, die das wichtigste Dokument zur Leistungsbeurteilung von Berufseinsteigern ist, unterstützen Arbeitszeugnisse die Angaben im Lebenslauf. (vgl. ebd., S. 100)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der pandemiebedingten Ausnahmesituation und deren drastische Auswirkungen auf die Arbeitswelt und Personalauswahlprozesse.
2. Begriffsbestimmung und Einordnung in das Recruiting: Definition der zentralen Begriffe Social Distancing, Recruiting und Personalauswahl sowie deren systemische Einordnung.
3. Verfahren der Personalauswahl: Darstellung klassischer Methoden wie Dokumentenanalyse, Tests, Interviews und Assessment-Center unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Gütekriterien.
4. Herausforderungen der Personalauswahl: Untersuchung der spezifischen Probleme, die durch physische Distanz und digitale Umstellungen in Recruiting-Prozessen entstehen.
5. Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter, digitaler Lösungsansätze zur Gestaltung von Interviews, Assessments und der allgemeinen Prozessdigitalisierung.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die langfristige Transformation des digitalen Recruitings.
Schlüsselwörter
Personalauswahl, Social Distancing, Recruiting, Pandemie, Bewerbungsunterlagen, Eignungsdiagnostik, Videointerviews, Virtuelle Assessments, Personalbeschaffung, Digitalisierung, Employer Branding, HR-Prozesse, Fachkräftemangel, Auswahlkriterien, Bewerbermanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich der Prozess der Personalauswahl in Unternehmen durch die Corona-Pandemie und das damit verbundene Social Distancing verändert hat und welche Lösungsansätze für diese Herausforderungen existieren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des Recruitings, die Vorstellung gängiger Personalauswahlverfahren sowie die Analyse der neuen digitalen Anforderungen während einer Pandemie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Schwierigkeiten aufzuzeigen, die bei der Personalauswahl durch räumliche Distanz entstehen, und daraus exemplarische Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche digitale Rekrutierung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse bestehender Fachliteratur und aktueller Online-Quellen, um daraus Handlungskonzepte für die Praxis zu entwickeln.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung traditioneller Auswahlverfahren und eine kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und digitalen Anpassungsstrategien im Recruiting.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Personalauswahl, Digitalisierung, Social Distancing, Recruiting-Strategien und Eignungsdiagnostik beschreiben.
Welche speziellen Herausforderungen gibt es bei virtuellen Assessments?
Die größte Herausforderung liegt in der eingeschränkten Beobachtungsmöglichkeit, da nonverbale Signale wie Körpersprache schwerer wahrnehmbar sind und der persönliche Eindruck (Chemie) weniger stark ausgeprägt ist.
Wie können Unternehmen ihre Arbeitgeberattraktivität in der Pandemie steigern?
Durch die Implementierung flexibler und digitaler Recruiting-Prozesse können Unternehmen ihre Modernität und Reaktionsfähigkeit unter Beweis stellen, was besonders bei jüngeren Zielgruppen die Attraktivität als Arbeitgeber erhöht.
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- Anonym (Author), 2021, Social distancing und daraus resultierende Herausforderungen bei der Personalauswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1148284