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Morphologisierung im Ruhrhochdeutschen

Title: Morphologisierung im Ruhrhochdeutschen

Term Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

In Deutschland existieren viele verschiedene Soziolekte, Dialekte, Idiolekte und Regiolekte. Dazu gehört auch das Ruhrhochdeutsche. Das Ruhrgebiet, Heimat des Ruhrhochdeutschen, ist lange Zeit nicht als selbstständiges Sprachgebiet behandelt worden, obwohl sich hier schon längst eine eigenständige Sprachform mit eigenen grammatischen Strukturen gebildet hat.

Grammatische Strukturen entstehen auf der Ebene der Phonologie, der Morphologie und der Syntax. Die Morphologie ist die Theorie der Gestalt und der Struktur von Wörtern sowie der Wortbildung. Unter Berücksichtigung der Morphologie soll in dieser Arbeit herausgestellt werden, ob und inwieweit im Ruhrhochdeutschen eine Morphologisierung stattgefunden hat.

Dazu sollen zunächst einige morphologische Grundbegriffe erläutert werden. Unter Berücksichtigung Wurzels (2004) soll der Begriff Morphologisierung näher beschrieben werden, sodass dadurch die Flexion als Teil der Morphologisierung besser verständlich gemacht werden kann. Im weiteren Teil soll auf grundsätzliche Spezifika des Ruhrhochdeutschen eingegangen werden und die Varietät soll als solche eingeordnet werden.

Daran anknüpfend wird der Fokus auf die ruhrhochdeutsche Besonderheit der flektierten Präpositionen unter Berücksichtigung einer Studie von Schiering (2005) gelegt werden. Die Besonderheiten dieser Verschmelzungsformen sollen daran anschließend fokussiert werden, um auf Basis all dieser Erkenntnisse abschließend die Frage zu beantworten, inwiefern im Ruhrhochdeutschen eine Morphologisierung vorliegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Morphologische Grundbegriffe

2.1 Wortbildungsarten

3. Morphologisierung nach Wurzel

4. Flexion als Teil der Morphologisierung

4.1 Flexion in Abgrenzung zur Derivation

4.2 Flexion in Abgrenzung zur Klise

4.3 Präposition-Artikel Verschmelzung

4.4 Allegroformen

5. Morphologisierung im Ruhrhochdeutschen

5.1 Grundsätzliches zum Ruhrhochdeutschen

5.2 Flektierte Präpositionen im Ruhrhochdeutschen

5.3 Besonderheiten ruhrhochdeutscher Verschmelzungsformen

5.4 Beispiele für die Verschmelzung im Ruhrhochdeutschen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Morphologisierung im Ruhrhochdeutschen. Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass bestimmte sprachliche Besonderheiten – insbesondere die Verschmelzungsformen von Präpositionen und Artikeln – nicht nur rein phonologische Phänomene darstellen, sondern eigenständige grammatische Funktionen auf Wortebene übernehmen.

  • Grundlagen der Morphologie und der Prozess der Morphologisierung
  • Abgrenzung von Flexion, Derivation und Klise
  • Entstehungsbedingungen und Spezifika des Ruhrhochdeutschen
  • Analyse flektierter Präpositionen und ihrer grammatischen Anzeigefunktion

Auszug aus dem Buch

5.2 Flektierte Präpositionen im Ruhrhochdeutschen

Das Ruhrhochdeutsche wurde aus den oben genannten Gründen bislang maßgeblich aus soziolinguistischer Perspektive untersucht, zum Zeitpunkt von Schierings Untersuchung 2005 steht eine Untersuchung der Strukturmerkmale des Ruhrhochdeutschen noch aus. Diesem Unterfangen widmet er seine Studie, genauer gesagt: den ruhrdeutschen Verschmelzungsformen. Hierfür untersucht er einen Datenkorpus, bestehend aus transkribierten Dialogen der WDR-Doku-Soap “Die Helden von Eisenheim” (2000) und narrativen Texten und Dialogen von Sprechern aus Gladbeck, einer Stadt im Osten des Ruhrgebiets (vgl. Schiering 2005: 55). Besondere Beachtung erfahren in der Studie die ruhrhochdeutschen Verschmelzungsformen.

Bei den Verschmelzungsformen handelt es sich um Kontraktionen von Präpositionen und bestimmten Artikeln. Die deutsche Standardsprache kennt acht akzeptierte Kontraktionen, die bereits in Kapitel 4.3 aufgezeigt wurden: am, beim, im, vom, zum, zur, ans, ins. Sie sind allesamt einsilbig und weisen Verschmelzungen mit Artikeln im Dativ und Akkusativ auf. (vgl. Schiering 2005: 52). In der Linguistik gibt es laut Schiering eine kontroverse Debatte um den grammatischen Status dieser Verschmelzungsformen (vgl. Schiering 2005: 53). Während manche Verschmelzungsformen in der deutschen Standardsprache erlaubt sind, bleiben andere hingegen blockiert: “So ist zum Beispiel die Verschmelzung des die-Artikels generell blockiert und die des der-Artikels ist nur marginal in Abhängigkeit zur Sprechgeschwindigkeit und zum Sprachregister zu beobachten.” (Schiering 2005: 54). Die Besonderheit des Ruhrhochdeutschen besteht Schiering zufolge nun darin, dass in dieser Varietät einige der ansonsten blockierten Verschmelzungen gestattet sind (vgl. Schiering 2005: 54).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Relevanz des Ruhrhochdeutschen als eigenständige Varietät und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Morphologisierung.

2. Morphologische Grundbegriffe: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Morphologie, definiert Morpheme, Wurzeln und Affixe sowie die zentralen Wortbildungsarten.

3. Morphologisierung nach Wurzel: Der Abschnitt vertieft das Konzept der Morphologisierung als Prozess des Sprachwandels, bei dem nicht-morphologische Eigenschaften zu morphologischen werden.

4. Flexion als Teil der Morphologisierung: Hier wird die Flexion definiert und gegen verwandte Prozesse wie Derivation und Klise abgegrenzt, um deren Status als grammatische Einheiten zu verdeutlichen.

5. Morphologisierung im Ruhrhochdeutschen: Dieses Hauptkapitel analysiert das Ruhrhochdeutsche, seine historischen Entstehungsbedingungen und untersucht speziell die Verschmelzungsformen als Anzeichen morphologischer Prozesse.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass im Ruhrhochdeutschen durch die beschriebenen Verschmelzungsformen tatsächlich eine Morphologisierung vorliegt.

Schlüsselwörter

Morphologisierung, Ruhrhochdeutsch, Flexion, Morphologie, Verschmelzungsformen, Präpositionen, Artikel, Sprachwandel, Grammatikalisierung, Klise, Enklise, Syntax, Dialekt, Substandard, Sprachstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob im Ruhrhochdeutschen ein Prozess der Morphologisierung stattgefunden hat, indem sie grammatische Strukturen auf Wortebene analysiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die morphologischen Grundlagen, die Theorie der Flexion, das sprachliche System des Ruhrhochdeutschen sowie die Analyse von Präposition-Artikel-Verschmelzungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass die ruhrhochdeutschen Verschmelzungsformen über rein phonologische Effekte hinausgehen und eine systematische grammatische Funktion (Kongruenzmarkierung) erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch linguistische Standardwerke und einer Analyse, die auf bestehenden empirischen Studien (insbesondere Schiering 2005) aufbaut.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Morphologisierung, der Abgrenzung von Flexion, Klise und Derivation sowie der detaillierten Betrachtung der ruhrhochdeutschen Besonderheiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Analyse?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Morphologisierung, Grammatikalisierung, flektierte Präpositionen und ruhrhochdeutsche Varietät charakterisiert.

Warum spielt die Industrialisierung für das Ruhrhochdeutsche eine Rolle?

Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts war der entscheidende Motor für die Entstehung und Verbreitung des Ruhrhochdeutschen als Umgangssprache in einer Region, die heterogene Sprechergruppen integrierte.

Was unterscheidet das Ruhrhochdeutsche bei der Verschmelzung von der Standardsprache?

Während die Standardsprache in vielen Fällen Verschmelzungsblockaden aufweist, zeichnet sich das Ruhrhochdeutsche durch eine nahezu lückenlose Paradigmatizität der Verschmelzungsformen aus.

Welche grammatische Funktion übernehmen die Endungen -m und -e?

Diese Endungen dienen im Ruhrhochdeutschen als Kongruenzmarkierungen, die Genus und Numerus der betroffenen Substantive anzeigen und damit den Übergang zur Morphologisierung stützen.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Morphologisierung im Ruhrhochdeutschen
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V1147710
ISBN (eBook)
9783346527813
ISBN (Book)
9783346527820
Language
German
Tags
morphologisierung ruhrhochdeutschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Morphologisierung im Ruhrhochdeutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1147710
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