Die Arbeitsbereiche Sprechen, Lesen, Schreiben und Sprachbewusstsein entwickeln sind im Deutschunterricht eng miteinander verknüpft und sollten daher von den Kindern nicht isoliert, sondern ganzheitlich erlebt werden.
Bei der Kompetenz Sprechen heißt es, "die Schülerinnen und Schüler können verständlich sprechen und anderen verstehend zuhören. Des Weiteren können die Schülerinnen und Schüler "kurze Sprüche, Verse und Gedichte auswendig lernen und vortragen".
In der beschriebenen Stunde soll folgendes Grobziel erreicht werden:
Die Kinder lernen das Kindergedicht "Frühling" von Christine Nöstlinger produktionsorientiert kennen, indem sie eine individuelle Schreibidee entwickeln und diese schriftlich, durch das Auffüllen von Leerstellen im Gedicht, umsetzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Ausgangslage des Unterrichts
1.1 Institutionelle Bedingungen
1.2 Anthropologische Bedingungen
1.2.1 Reflexion der Lerngruppe
1.2.2 Sachstruktureller Entwicklungsstand
1.2.3 Beschreibung einzelner Kinder
2 Sachanalyse
2.1 Der Frühling
2.2 Das Gedicht Frühling von Christine Nöstlinger
3 Didaktische Analyse
4 Zu erreichende Ziele und Kompetenzen
4.1 Bezug zum Bildungsplan
4.2 Ziele
5 Methodische Überlegungen
5.1 Einstieg
5.2 Erarbeitung
5.3 Unterrichtsgespräch und Hinführung
5.4 Arbeitsphase
5.5 Präsentation
5.6 Reflexion und Abschluss
6 Unterrichtsskizze
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Unterrichtsskizze zielt darauf ab, den Schülerinnen und Schülern der zweiten Klasse einen produktionsorientierten Zugang zum Thema Lyrik am Beispiel des Frühlingsgedichts von Christine Nöstlinger zu ermöglichen, wobei die Forschungsfrage nach einer ganzheitlichen und integrierten Förderung der Sprachkompetenzen im Zentrum steht.
- Produktionsorientierter Umgang mit Lyrik im Deutschunterricht
- Ganzheitliche Verknüpfung der Kompetenzbereiche Sprechen, Lesen, Schreiben und Sprachbewusstsein
- Differenzierung und Individualisierung im Lernprozess
- Förderung der ästhetischen Wahrnehmung und sinnlichen Erfahrung der Jahreszeit Frühling
- Integration von fächerübergreifenden Bezügen zum Bildungsplan
Auszug aus dem Buch
3 Didaktische Analyse
In den Leitgedanken des Bildungsplans wird gefordert, dass der Deutschunterricht integrativ erfolgen soll5. Die Arbeitsbereiche Sprechen, Lesen, Schreiben und Sprachbewusstsein entwickeln werden dabei nicht isoliert, sondern ganzheitlich miteinander verknüpft. Diesem grundlegenden Anspruch wird die heutige Stunde, wie folgt, gerecht. Die Kinder werden in einer Gruppenarbeitsphase und dem anschließenden Unterrichtsgespräch miteinander sprechen und sich auf den konkreten Sprechanlass beziehen. In einer weiteren Unterrichtsphase haben die Kinder die Aufgabe, mit einem Gedicht kreativ-produktionsorientiert umzugehen6. Hinsichtlich der Schreibkompetenz werden die Kinder gefördert, indem sie eigene Schreibideen entwickeln und umsetzen. Das Sprachbewusstsein der Kinder wird ebenfalls gefördert, wenn sie zu einem vorgegebenen Thema Wörter sammeln und sortieren.
In der heutigen Stunde wird das bekannte Kindergedicht Frühling von Christine Nöstlinger als Ausgangspunkt für das Schreiben eigener Textteile thematisiert. Durch den produktionsorientierten Umgang mit dem Gedicht soll den Kindern neben dem inhaltlichen auch ein emotionaler Zugang zum Text ermöglicht werden. Wolfgang Menzel spricht in diesem Zusammenhang von „operativen Verfahren oder Transformationen“7. Dadurch findet ein intensiver Kontakt mit dem Gedicht statt und die Kinder haben die Möglichkeit, individuell zu arbeiten, weil kein einheitliches Ergebnis angestrebt wird. Hierdurch kann einem weiteren wesentlichen Leitgedanken des Deutschunterrichts nach „Differenzierung und Individualisierung“8 entsprochen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Ausgangslage des Unterrichts: Dieses Kapitel beschreibt die institutionellen Rahmenbedingungen der Schule sowie die anthropologischen Voraussetzungen der Lerngruppe und einzelner Schülerinnen und Schüler.
2 Sachanalyse: Hier erfolgt eine fachwissenschaftliche Einordnung der Jahreszeit Frühling sowie eine literaturwissenschaftliche Analyse des gewählten Gedichts von Christine Nöstlinger.
3 Didaktische Analyse: Dieser Abschnitt begründet die methodische Entscheidung für einen produktionsorientierten Literaturunterricht im Sinne der Anforderungen des Bildungsplans.
4 Zu erreichende Ziele und Kompetenzen: Es werden die Lernziele für die Unterrichtseinheit definiert und auf die entsprechenden Kompetenzbereiche des Bildungsplans bezogen.
5 Methodische Überlegungen: Die einzelnen Phasen der Unterrichtsstunde vom Einstieg bis zum Abschluss werden methodisch detailliert erläutert und begründet.
6 Unterrichtsskizze: Dieses Kapitel enthält eine tabellarische Verlaufsplanung der Stunde inklusive Zeitplanung, Sozialformen und benötigter Medien.
Schlüsselwörter
Deutschunterricht, Primarstufe, Lyrik, Frühling, Produktionsorientierung, Christine Nöstlinger, Bildungsplan, Sprachkompetenz, Differenzierung, Ganzheitlichkeit, Schreibförderung, Unterrichtsplanung, Grundschule, Kreatives Schreiben, Unterrichtsmethode
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Planung einer Deutschstunde in der zweiten Klasse, in der die Kinder produktionsorientiert mit dem Frühlingsgedicht von Christine Nöstlinger arbeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der integrativen Förderung der Kompetenzbereiche Sprechen, Lesen und Schreiben sowie der Umsetzung eines produktionsorientierten Literaturunterrichts.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist es, dass die Kinder das Gedicht von Christine Nöstlinger produktionsorientiert kennenlernen, indem sie individuelle Schreibideen entwickeln und Leerstellen im Gedicht selbstständig ausfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Fokus liegt auf dem produktionsorientierten Literaturunterricht und operativen Verfahren nach Wolfgang Menzel, die eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Text ermöglichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sach- und didaktische Analyse sowie die ausführliche Darlegung der methodischen Überlegungen für den konkreten Unterrichtsverlauf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Produktionsorientierung, Deutschunterricht, Grundschule, Lyrik, Sprachkompetenz und Individualisierung.
Warum wurde das Gedicht von Christine Nöstlinger gewählt?
Es wurde gewählt, da es einen direkten Bezug zur Lebenswelt der Kinder während der Frühlingszeit hat und durch seine einfache Sprache einen leichten Zugang zur Lyrik ermöglicht.
Welche Rolle spielen die „Leerstellen“ im Unterricht?
Die Leerstellen dienen als kreative Schreibanlässe, die es den Kindern ermöglichen, das Gedicht aktiv mitzugestalten und eigene sinnliche Wahrnehmungen und Gedanken einzubringen.
Wie wird mit leistungsschwächeren oder neuen Schülern umgegangen?
Die Arbeit berücksichtigt individuelle Voraussetzungen durch Differenzierungsmaterialien wie Wortkarten und vorgegebene Satzanfänge, die den Schreibprozess unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2015, "Frühling" von Christine Nöstlinger. Umgang mit Frühlingslyrik in der Grundschule (2. Klasse Deutsch), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1146422