In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Rolle neu eingesetzten Manipulationstechniken wie Fake News und Social Bots bei der öffentlichen Meinungsfindung in einem demokratischen System zukommt und inwiefern sie einen direkten oder indirekten Einfluss auf politische Prozesse und das Funktionieren einer Demokratie ausüben.
Klassische Massenmedien wie Zeitung und Fernseher, die primär der objektiven Berichterstattung und Versorgung mit Informationen dienten, werden im Zeitalter der Digitalisierung mehr und mehr von Neuen Medien abgelöst und verlagern sich vor allem in das Internet.
So viele Vorteile dies auch zu haben scheint, birgt es jedoch auch die Gefahr von unbewussten oder bewusst generierten Fehlinformationen und anderen manipulativen Maßnahmen, die allgemein zu Verwirrungen und noch deutlich drastischeren Folgen führen können.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Hauptteil
II.1 Digitaler Wandel und die Entstehung von Fake News
II.2 Einfluss von Fake News und Social Bots auf die politische Öffentlichkeit
III. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Manipulationstechniken wie Fake News und Social Bots im digitalen Zeitalter sowie deren direkten und indirekten Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung und die Funktionsweise demokratischer Systeme.
- Transformation des Mediensystems durch Digitalisierung
- Entstehung, Verbreitung und Definition von Fake News
- Die Rolle von Social Bots bei der Manipulation öffentlicher Diskurse
- Gefahren für das Vertrauen in demokratische Institutionen
- Die Bedeutung von Medienerziehung als Schutzkonzept
Auszug aus dem Buch
II.1 Digitaler Wandel und die Entstehung von Fake News
„Demokratische Systeme stellen zwei zentrale Anforderungen an ihre Bürger: politische Informiertheit und politischer Meinungsaustausch“ (Schweiger 2017, 1) Ohne diese beiden grundlegenden Voraussetzungen ist es nur schwer möglich, sich am politischen Diskurs zu beteiligen und in ausreichendem Maße Gebrauch von der Repräsentation durch Politikerinnen und Politiker zu machen, die die eigenen Ansichten und Haltungen vertreten sollen. Bei Wahlen wird sich für die Parteien entschieden, mit dessen Erwartungen und Ansichten man sich am besten identifizieren kann.
Den Prozess der Entscheidungsfindung unterstützen auf ganz entscheidende Weise die Massenmedien wie Presse, Radio und Fernsehen, sowie das Internet und das Social Web. Davon gehen sowohl die Politik im Allgemeinen als auch die Medien selbst und vor allem die Öffentlichkeit aus. Man ist sich einig, dass sie einen „unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren einer Demokratie“ (Bonfadelli 2016, 1) leisten.
Um die demokratischen Prinzipien eines Staates zu gewährleisten, müssen die Medien durch sachliches Informieren über die Parteienpolitik den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zur Meinungsbildung und Partizipation am politischen Geschehen geben. So berichten sie über Vorgänge, die in für das Volk unzugänglichen Gremien stattfinden oder geben Erklärungen zu meist komplexen politischen Ereignissen. Als Vermittler zwischen Politik und Volk besitzen die Medien zudem eine wichtige Kontrollfunktion. Durch ihren intensiven Journalismus ist es ihnen auch möglich, auf kritische Entwicklungen aufmerksam zu machen und den Medienkonsumenten somit indirekt bei ihrer Meinungsbildung zu unterstützen (bpb 2016). Im Anschluss an die Leistung der Medien, ist es den Menschen möglich, sich in der Öffentlichkeit miteinander auszutauschen, eine Diskussion zu starten und auch kritisch zu agieren (Bonfadelli 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des digitalen Wandels ein und erläutert, wie Fake News und Social Bots als manipulative Techniken die demokratische Willensbildung und das Mediensystem beeinflussen.
II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert den Prozess des digitalen Wandels, die Entstehung von Fake News sowie deren spezifische Auswirkungen – verstärkt durch Social Bots – auf das Vertrauen in Medien und die politische Öffentlichkeit.
III. Fazit: Das Fazit fasst die Gefahren für die Demokratie zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Medienkompetenz und politischer Bildung, um den Auswirkungen manipulativer Strategien entgegenzuwirken.
Schlüsselwörter
Fake News, Social Bots, Digitale Transformation, Öffentliche Meinung, Medienwandel, Demokratie, Manipulation, Meinungsbildung, Lügenpresse, Soziale Medien, Politische Kommunikation, Schweigespirale, Medienkompetenz, Desinformation, Politische Partizipation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Mediensystems im digitalen Zeitalter und der damit einhergehenden Zunahme von manipulativen Techniken wie Fake News und Social Bots.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernpunkten gehören die Veränderung der Nachrichtenbeschaffung durch soziale Medien, das Vertrauen in etablierte Medien sowie die Gefährdung demokratischer Diskurse durch gezielte Desinformation.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie neue Manipulationstechniken die öffentliche Meinungsfindung beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf das Funktionieren einer Demokratie hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, indem sie aktuelle medienwissenschaftliche Fachliteratur, Theorien wie die „Schweigespirale“ und empirische Erkenntnisse zur Mediennutzung zusammenführt und kritisch reflektiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des digitalen Wandels und der Entstehung von Fake News sowie eine detaillierte Analyse, wie Fake News und Social Bots die politische Öffentlichkeit durch Verzerrungen und Vertrauensverlust manipulieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Fake News, Social Bots, digitale Transformation, öffentliche Meinung, Medienwandel und Demokratie.
Welche Rolle spielen Social Bots konkret bei der Manipulation?
Social Bots simulieren menschliches Verhalten in sozialen Netzwerken, um durch automatisiertes Liken, Kommentieren und Teilen die Reichweite bestimmter politischer Meinungen künstlich zu erhöhen und eine falsche Mehrheitswahrnehmung zu erzeugen.
Warum ist das Fact-Checking oft weniger effektiv als Fake News selbst?
Da Nutzer sozialer Medien häufiger auf emotionale und sensationelle Inhalte reagieren, verbreiten sich diese schneller als die oft nüchternen und zeitaufwendigen Richtigstellungen der Medien.
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- Gabriel Bott (Author), 2020, Der Einfluss Neuer Medien auf die öffentliche Meinung. Im digitalen Zeitalter von Fake News und Social Bots, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1146256