Welche Auswirkungen die verschiedenen Ernährungsformen auf das Klima haben und welche der Formen für eine nachhaltige Lebensweise geeignet sind, soll in dieser Arbeit geklärt werden. Dazu werden zunächst die verschiedenen Ernährungsformen definiert und voneinander abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden klimarelevante Begriffe erläutert. Dabei wird die Bedeutung von Treibhausgasen erklärt und der Treibhauseffekt definiert, um genauere Vorgänge des Klimawandels zu veranschaulichen. Des Weiteren wird der Nachhaltigkeitsbegriff erklärt. Im Anschluss werden mögliche Auswirkungen der Ernährung auf den Klimawandel beschrieben, um die Relevanz des Themas und die Relevanz für die Gesellschaft hervorzuheben.
In diesem Sinne werden fleischhaltige und pflanzliche Ernährungsweisen im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Klimawandel miteinander verglichen und es wird eine Definition für eine nachhaltige Ernährung herausgearbeitet. Zuletzt resultieren daraus Lösungsansätze, um eine möglichst nachhaltige Ernährung in der Gesellschaft umsetzen zu können und es werden demzufolge Ernährungsempfehlungen geboten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen der verschiedenen Ernährungsformen
2.1. Vegetarismus
2.2. Veganismus
3. Der Klimawandel
3.1. Treibhausgase und der Treibhauseffekt
3.2. Nachhaltigkeit
4. Auswirkungen der Ernährung auf das Klima
4.1. Fleischkonsum vs. pflanzliche Ernährung
4.2. nachhaltige Ernährung
5. Lösungsansätze für eine nachhaltige Ernährung
5.1. Ernährungsempfehlungen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen menschlichen Ernährungsweisen und deren Auswirkungen auf den globalen Klimawandel, mit dem Ziel, eine nachhaltige Ernährungsalternative zum konventionellen Fleischkonsum zu identifizieren und zu definieren.
- Klimarelevanz des Ernährungssektors
- Definition und Abgrenzung von Vegetarismus und Veganismus
- Mechanismen des Treibhauseffekts durch Landwirtschaft
- Dimensionen nachhaltiger Ernährung (Gießener-Modell)
- Handlungsempfehlungen für eine nachhaltigere Konsumweise
Auszug aus dem Buch
4.1. Fleischkonsum vs. pflanzliche Ernährung
Wo sich in einigen Ländern ein Rückgang des Fleischkonsums bemerkbar macht, steigt die Nachfrage vor allem in den Entwicklungsländern deutlich an (vgl. Leitzmann, Keller 2020: 426). Insgesamt steigt jedoch der globale Fleischkonsum (ebd.). Von 1961 bis 2011 ist der Pro-Kopf Verzehr in den Entwicklungsländern von 23kg auf über 42kg pro Jahr gestiegen (ebd.). Dafür verantwortlich sind Aufholungsprozesse der Entwicklungsländer. Aufgrund steigender Einkommen erhöht sich in den Ländern der Fleischkonsum (ebd.). Das liegt daran, dass in einigen Ländern der Konsum von Fleisch als eine Art Statussymbol angesehen wird und dadurch ein steigender Wohlstand ausgedrückt werden soll (vgl. von Koeber 2010: 261). In diesem Sinne ändern sich vor allem in den Entwicklungsländern die Ernährungsgewohnheiten (vgl. Burdick, Waskow 2009: 165). Unter anderem liegt es daran, dass die Entwicklungsländer dem „westlichen Standard“ nacheifern wollen und dadurch auch mehr auf verarbeitete Lebensmittel zurückgreifen und mehr Fleisch konsumieren (ebd.) So wird geschätzt, dass sich bis zum Jahre 2050 der tägliche Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch von durchschnittlich 47 Gramm auf circa 120 Gramm erhöht. Im Vergleich dazu soll sich der Verzehr in Industrieländern von 224 Gramm auf ungefähr 280 Gramm erhöhen (ebd.).
Darüber hinaus steigt auch die Anzahl der Bevölkerung (ebd.) Die Weltbevölkerung hat sich innerhalb von 40 Jahren mehr auf mehr als 6,6 Milliarden Menschen verdoppelt (Stand: 2009) (ebd.). Schätzungen zufolge sollen die Zahlen bis zum Jahr 2050 auf ungefähr 9,7 Millionen steigen (vgl. Kandarr 2020: 1). Die weltweite Agrarwirtschaft müsste jährlich um 1,1% wachsen, um die Nachfrage decken zu können, die allein als Folge durch das hohe Bevölkerungswachstum entsteht (ebd.). Dem Gegenüber steht ein Bestand von über 24 Milliarden Nutztieren, die Nahrungsbedarf decken sollen (vgl. Schlatzer 2011: 15).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Einfluss des Ernährungssektors auf den Klimawandel und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, verschiedene Ernährungsformen im Hinblick auf deren Klimaverträglichkeit zu vergleichen.
2. Begriffsdefinitionen der verschiedenen Ernährungsformen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Ernährungsweisen Vegetarismus und Veganismus sowie deren verschiedene Untergruppen und geht auf die Entwicklung des Fleischkonsums ein.
3. Der Klimawandel: Hier werden die Grundlagen des Treibhauseffekts und der Treibhausgase sowie das normativen Leitbild der Nachhaltigkeit zur Einordnung der Problematik erarbeitet.
4. Auswirkungen der Ernährung auf das Klima: Das Kapitel analysiert die klimaschädlichen Prozesse in der Lebensmittelproduktion und vergleicht Fleischkonsum mit pflanzlichen Alternativen sowie die verschiedenen Dimensionen nachhaltiger Ernährung.
5. Lösungsansätze für eine nachhaltige Ernährung: Es werden Strategien zur Emissionssenkung durch verändertes Ernährungsverhalten und konkrete Ernährungsempfehlungen im Sinne einer Vollwert-Ernährung diskutiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine fleischfreie Ernährung den größten Klimavorteil bietet, betont jedoch die Notwendigkeit, den gesamten Produktionsprozess und weitere Nachhaltigkeitsdimensionen zu berücksichtigen.
Schlüsselwörter
Klimawandel, Ernährung, Fleischkonsum, Vegetarismus, Veganismus, Treibhausgase, Nachhaltigkeit, Gießener-Modell, Treibhauseffekt, Emissionen, Vollwert-Ernährung, Ressourcenschonung, Welternährung, Landwirtschaft, Umweltbelastung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, inwieweit verschiedene Ernährungsweisen das Klima beeinflussen und ob pflanzliche Ernährung eine nachhaltige Alternative zum klassischen Fleischkonsum darstellt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind Klimawandel durch Landwirtschaft, Definitionen von Ernährungsformen (Vegetarismus/Veganismus), das Konzept der Nachhaltigkeit sowie Strategien für eine nachhaltige Ernährung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Auswirkungen der Ernährung auf den Klimawandel aufzuzeigen und eine Definition für nachhaltige Ernährung zu erarbeiten, die als Orientierung für Verbraucher dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur und wissenschaftlichen Studien zum Einfluss der Tierproduktion und Ernährung auf die Umweltbilanz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Treibhauseffekt erklärt, der Fleischkonsum mit pflanzlicher Ernährung verglichen, das Gießener-Modell der Nachhaltigkeit erläutert und konkrete Lösungsansätze wie die Vollwert-Ernährung diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Klimawandel, Nachhaltigkeit, Treibhausgase, Fleischkonsum, Veganismus, Vegetarismus und Vollwert-Ernährung.
Warum spielt die globale Bevölkerungsentwicklung eine Rolle für die Ernährung?
Die steigende Weltbevölkerung führt zu einem massiv wachsenden Bedarf an Futtermitteln und Ackerflächen, was den Druck auf Ökosysteme und den Ausstoß klimaschädlicher Gase weiter erhöht.
Welche Rolle spielt das Gießener-Modell bei der Definition nachhaltiger Ernährung?
Es dient als Rahmenkonzept, das Ernährung nicht nur ökologisch, sondern auch gesellschaftlich, wirtschaftlich und gesundheitlich betrachtet, um ein ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
- Quote paper
- Alina Pries (Author), 2021, Fleischkonsum vs. Veganismus/Vegetarismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1143963