Diese Arbeit befasst sich mit den Sicherheitslücken bei der Einführung der elektronischen Patientenakte in Deutschland.
Die Gesundheitsbranche befindet sich gegenwärtig in einem Umbruch vom „analogen“ zum „digitalen“ Zeitalter. Sinnbildlich für diesen Wandel steht die elektronische Patientenakte (ePA). Während die Daten jedes einzelnen Patienten früher in Papierakten zusammengefasst und bei jedem behandelnden Arzt einzeln im Aktenschrank verstaut wurden, will man mit der elektronischen Patientenakte neue Wege gehen. Hier sollen nun erstmals alle Gesundheitsdaten, die einen Patienten betreffen, an einem zentralen (digitalen) Ort zusammengefasst, gespeichert und geschützt werden. Hinter der elektronischen Patientenakte steckt jedoch viel mehr als ein reines Dateiablagesystem.
Mit der sogenannten Telematikinfrastruktur (TI) sollen alle Akteure des Gesundheitswesens, wie Patienten, Ärzte, Psychotherapeuten, Heilpraktiker und Physiotherapeuten sicher miteinander vernetzt werden. Die elektronische Patientenakte bildet zusammen mit der Telematikinfrastruktur das Grundgerüst des zukünftigen digitalen deutschen Gesundheitswesens. Laut §342 Satz 1 SGB V sind die gesetzlichen Krankenkassen seit dem 01.01.2021 dazu verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte zur Verfügung zu stellen. Nach aktuellem Stand ist eine flächendeckende Vernetzung in Quartal drei und vier des Jahres 2021 geplant.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Telematikinfrastruktur
- Die elektronische Patientenakte
- Sicherheitslücken bei der Einführung der elektronischen Patientenakte
- Institutionsausweis
- Heilberufsausweis
- elektronische Gesundheitskarte
- Konnektor
- Maßnahmen zur Schließung der Sicherheitslücken
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Ausarbeitung untersucht die Sicherheitslücken bei der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland und analysiert die Schnittstelle zwischen realer und digitaler Welt in diesem Kontext.
- Die Telematikinfrastruktur als Grundlage der ePA
- Die Funktionsweise und Sicherheitsaspekte der ePA
- Identifizierung und Analyse von Sicherheitslücken bei der Einführung der ePA
- Mögliche Maßnahmen zur Schließung der Sicherheitslücken
- Bewertung der Bedeutung von Sicherheit und Datenschutz bei der ePA
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der elektronischen Patientenakte in Deutschland dar und beleuchtet die Herausforderungen bei der Einführung.
- Die Telematikinfrastruktur: Dieses Kapitel beschreibt die Telematikinfrastruktur als technische Grundlage für die ePA.
- Die elektronische Patientenakte: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise und die Vorteile der ePA.
- Sicherheitslücken bei der Einführung der elektronischen Patientenakte: Dieses Kapitel analysiert die wichtigsten Sicherheitslücken, die mit der Einführung der ePA verbunden sind.
- Maßnahmen zur Schließung der Sicherheitslücken: Dieses Kapitel stellt verschiedene Maßnahmen zur Schließung der identifizierten Sicherheitslücken vor.
Schlüsselwörter
Elektronische Patientenakte, Telematikinfrastruktur, Datenschutz, Sicherheit, Gesundheitswesen, Digitalisierung, Sicherheitslücken, Gesundheitskarte, Institutionsausweis, Heilberufsausweis, Konnektor, Maßnahmen, Schließung, Patientendaten, IT-Sicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die elektronische Patientenakte (ePA)?
Die ePA ist ein digitaler Ort, an dem alle Gesundheitsdaten eines Patienten zentral gespeichert werden, um Ärzten und Therapeuten einen schnellen Zugriff auf wichtige Informationen zu ermöglichen.
Was ist die Telematikinfrastruktur (TI)?
Die TI ist das sichere digitale Netz des deutschen Gesundheitswesens, das Akteure wie Ärzte, Krankenkassen und Patienten miteinander verbindet.
Welche Sicherheitslücken gibt es bei der Einführung der ePA?
Sicherheitslücken können bei den Institutionsausweisen, Heilberufsausweisen, der elektronischen Gesundheitskarte sowie den technischen Konnektoren auftreten.
Sind Krankenkassen verpflichtet, die ePA anzubieten?
Ja, gemäß §342 SGB V sind gesetzliche Krankenkassen seit dem 1. Januar 2021 dazu verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte zur Verfügung zu stellen.
Wie können die Sicherheitslücken der ePA geschlossen werden?
Durch kontinuierliche IT-Sicherheitsprüfungen, verbesserte Authentifizierungsverfahren für Heilberufe und technische Updates der Telematikinfrastruktur-Komponenten.
- Quote paper
- Felix Reinsch (Author), 2021, Sicherheitslücken bei der Einführung der elektronischen Patientenakte in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1137831