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Der interreligiöse Dialog zwischen Islam und Christentum

Title: Der interreligiöse Dialog zwischen Islam und Christentum

Seminar Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Sieber (Author)

Ethics

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Summary Excerpt Details

Auf der Suche nach einem Thema für diese Hausarbeit interessierte mich vor allem die
Möglichkeit des interreligiösen Dialogs zwischen verschiedenen Religionen. Zunächst stieß ich
bei der Literatursuche auf das Weltethos-Projekt von Hans Küng. Nach anfänglicher
Begeisterung für diese Thematik erschien mir die Literatur, die ich dazu fand zu wenig
differenziert und zu einseitig. Ich entschloss mich daher nicht näher mit dem Weltethos(-
Projekt), sondern mit dem interreligiösen Dialog zwischen zwei Religionen auseinander zu
setzen. Dabei war für mich, aufgrund meiner eigenen Prägung klar, dass ich zunächst das
Christentum wählen würde. Als zweite Religion kam nach einiger Überlegung, aufgrund der
guten Literatur und des aktuellen Bezugs nur der Islam in Frage.
Die Auseinandersetzung mit den Religionen Christentum und Islam in Bezug aufeinander hat
mich von Anfang an gefesselt. Gerade aufgrund der heutigen Situation, der verstärkten westlichchristlichen
Wahrnehmung des Islam als fundamentalistische Religion, der wechselseitigen
Abgrenzung beider Religionen und Kulturen voneinander und der gegenseitigen
Bedrohungsszenarien, interessierten mich, im Gegensatz dazu die Möglichkeiten der
Annäherung und des Dialogs.
In der vorliegenden Hausarbeit beschreibe ich zunächst, in Kapitel 2 die grundlegende
Bedeutung der Religon für das Leben der Völker. Daran anschließend folgt die Darstellung des
Islam aus christlicher Sicht (Kapitel 3), wobei ich auf einige theologische Vorgaben (3.1), auf
die Haltung des Christentums gegenüber dem Islam in der Vergangenheit (3.2) und das heutige
Verhältnis (3.3) eingehe. Daraufhin beschreibe ich das Christentum aus islamischer Sicht
(Kapitel 4), wobei ich besonders auf die klassische Lehre des Islam (4.1), auf den gihad (4.2), die
Stellung der Christen im Islam (4.3) und einige Ansätze der Neuorientierung im islamischen
Denken (4.4) eingehe.
Nach einer knappen Darstellung der Bedeutung von Religion in der Identitätsbildung (Kapitel 5)
mit den Aspekten der Abgrenzung (5.1) und der Anerkennung von Verschiedenheit (5.2) kommt
es zu einer ausführlichen Erörterung des christlich-islamischen Dialogs (Kapitel 6). Hierbei gehe
ich zunächst auf die Grundlagen eines solchen Dialoges und seine Aspekte ein und beschreibe
anschließend die Schwierigkeiten hinsichtlich geschichtlicher Aspekte, verschiedener Ängste
und Bedrohungsgefühle und in Bezug auf die Gefahren des Fundamentalismus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung der Religionen im Leben der Völker

3. Der Islam in der Sicht christlicher Theologie

3.1 Theologische Vorgaben

3.2 Christliche Haltungen in der Vergangenheit

3.3 Das heutige Verhältnis des Christentum zum Islam

3.3.1 Das Christentum als Krisis der Religionen

3.3.2 Das Christentum als Erfüllung der Religionen

4. Das Christentum in der Sicht islamischer Theologie

4.1 Die klassische Lehre

4.2 Der gihad heute

4.3 Die Stellung der Christen im Islam

4.4 Ansätze von Neuorientierung

5. Religiöse Identitätsbildung

5.1 Identität durch Abgrenzung

5.2 Identität durch Anerkennung von Verschiedenheit

6. Der christlich-islamische Dialog

6.1 Grundlagen

6.1.1 Ernst nehmen

6.1.2 Kenntnisse erweitern

6.1.3 Das Wahre und Gute anerkennen

6.1.4 Austausch unter Partnern

6.1.5 Treue zur eigenen Religion

6.1.6 Praktische Zusammenarbeit

6.2 Schwierigkeiten im christlich-islamischen Dialog

6.2.1 Geschichtliche Aspekte

6.2.2 Ängste und Bedrohungsgefühle

6.2.3 Fundamentalismus

7. Christlich-islamischer Dialog zur Friedensförderung

7.1 Einsatz für den Frieden

7.2 Orientierung an gemeinsamen Werten und Grundsätzen

7.3 Konfliktlösung

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten und Voraussetzungen für einen konstruktiven interreligiösen Dialog zwischen Christentum und Islam vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Spannungen und Bedrohungsszenarien.

  • Bedeutung der Religion für die Identitätsbildung
  • Gegenseitige Wahrnehmung und theologische Perspektiven
  • Herausforderungen wie Fundamentalismus und Ängste
  • Beiträge der Religionen zur Friedensförderung

Auszug aus dem Buch

6.2.2 Ängste und Bedrohungsgefühle

Auch liberale, aufgeklärte Ideen, die beispielsweise von muslimischen Studenten aus dem westlichen Ausland mitgebracht wurden, rufen oftmals ein Bedrohungsgefühl für die islamische Gesellschaft hervor. Antiwestliche und damit verbunden antichristliche Gefühle wurden dadurch geschürt. Das Bild des gottlosen und unmoralischen Westens wird verstärkt und im Gegensatz dazu die gesellschaftsordnenden Kräfte des Islam idealisiert.

Einer der größten Unterschiede zwischen Islam und Christentum ist, so König (2006), dass im Islam in der Regel Politik und Religion untrennbar miteinander verbunden sind. Der islamische Staat hat also sowohl politische, als auch religiöse Aufgaben. Diese staatlich festgelegte Rechts und Gesellschaftsordnung beinhaltet die Gefahr einer Einschränkung von Toleranz, Gewissensfreiheit und Menschenrechten. Obwohl der Koran Gewissensfreiheit betont – „Es gibt keinen Zwang in der Religion“ – riskieren Muslime, die zum Christentum übertreten heute noch ihr Leben. In den westlichen Ländern wird der Islam und seine Anhänger zunehmend als Gefahr für die Zivilisation und als Feind der christlich geprägten Kultur wahrgenommen. Dass Religion und Staat, wie im Islam, eins sind und die Religion den gesamten staatlichen Organismus beherrscht, ist für viele Christen unvorstellbar und unakzeptabel. Es widerspricht der demokratischen Grundhaltung westlicher Bürger.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert die Themenwahl und erläutert die Struktur der Untersuchung des interreligiösen Dialogs zwischen Christentum und Islam.

2. Die Bedeutung der Religionen im Leben der Völker: Religionen erfüllen eine zentrale identitätsstiftende Funktion und bieten Orientierungshilfen bei der Lebensbewältigung.

3. Der Islam in der Sicht christlicher Theologie: Dieses Kapitel beleuchtet theologische Vorgaben sowie den Wandel der christlichen Haltung vom verurteilenden Blick hin zu einer Anerkennung von Wahrheit in anderen Religionen.

4. Das Christentum in der Sicht islamischer Theologie: Hier wird die klassische Lehre, die Rolle des Gihad und die Stellung der Christen als „Leute des Buches“ im islamischen Rechtssystem analysiert.

5. Religiöse Identitätsbildung: Die Bedeutung von Abgrenzungsprozessen und der Anerkennung von Verschiedenheit für die Identität von Individuum und Kollektiv wird hier erörtert.

6. Der christlich-islamische Dialog: Das Kapitel definiert Grundlagen für einen gelingenden Dialog und setzt sich kritisch mit Hindernissen wie Geschichtsbildern, Ängsten und Fundamentalismus auseinander.

7. Christlich-islamischer Dialog zur Friedensförderung: Es wird diskutiert, wie Religionen durch gemeinsame Werte und Konfliktlösungsstrategien aktiv zur Friedenssicherung beitragen können.

8. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einem Appell an die Religionsgemeinschaften, Verantwortung zu übernehmen und friedensstiftende Verhaltensregeln konsequent umzusetzen.

Schlüsselwörter

Interreligiöser Dialog, Christentum, Islam, Religionsfreiheit, Fundamentalismus, Identitätsbildung, Friedensförderung, Theologie, Gihad, Globalisierung, Werte, Religionsverständnis, Toleranz, Versöhnung, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten eines friedlichen und konstruktiven Dialogs zwischen den Weltreligionen Christentum und Islam.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die gegenseitige Wahrnehmung, die religiöse Identitätsbildung, die Überwindung von Vorurteilen sowie der Beitrag von Religionen zum weltweiten Frieden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch Dialog und die Anerkennung gemeinsamer ethischer Grundsätze bestehende Fronten abgebaut werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die theologische Schriften, Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie interreligiöse Erklärungen auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theologische Selbst- und Fremdwahrnehmung der Religionen, psychologische Aspekte der Identitätsbildung sowie konkrete Strategien zur Konfliktbearbeitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem interreligiöser Dialog, Identitätsbildung, Friedensförderung, Gihad, Fundamentalismus und religiöse Toleranz.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Gihad im interreligiösen Diskurs?

Das Dokument unterscheidet zwischen dem klassischen Verständnis des bewaffneten Einsatzes und moderneren Ansätzen, die den Gihad als inneren oder sozialen Einsatz (großer Gihad) interpretieren.

Welche Rolle spielt die Trennung von Religion und Staat in der Dialogfähigkeit?

Die Arbeit identifiziert den unterschiedlichen Stellenwert der staatlich-religiösen Ordnung als ein zentrales Hindernis, da die muslimische Sichtweise von Politik und Religion als Einheit oft mit westlichen demokratischen Vorstellungen kollidiert.

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Details

Title
Der interreligiöse Dialog zwischen Islam und Christentum
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Course
Werte Differenz contra Weltethos
Grade
1,3
Author
Stefanie Sieber (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V113317
ISBN (eBook)
9783640140008
ISBN (Book)
9783640140138
Language
German
Tags
Dialog Islam Christentum Werte Differenz Weltethos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Sieber (Author), 2008, Der interreligiöse Dialog zwischen Islam und Christentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/113317
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