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Problematiken des Einsatzes privater Militär- und Sicherheitsdienstleister am Beispiel der Anstellung der damaligen Firma Blackwater im Irak

Titel: Problematiken des Einsatzes privater Militär- und Sicherheitsdienstleister am Beispiel der Anstellung der damaligen Firma Blackwater im Irak

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Felix Früh (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Heute beherrschen straff organisierte internationale Unternehmen den Markt der Militär- und Sicherheitsdienstleister und arbeiten mit bestens trainiertem und ausgerüstetem Personal für westliche Regierungen als essenzieller Bestandteil militärischer Interventionen im Ausland. Besonders der Irak Krieg 2003 und die damit verbundene Involvierung von Blackwater in die dortige Militäroperation der USA steht für eine neue Dimension der Relevanz von privaten Militär- und Sicherheitsdienstleiste für solche Auslandseinsätze. Während Kriege immer gewalttätig sind, stehen Firmen wie Blackwater jedoch ganz besonders in Kritik mit ihren Mitarbeitern besonders brutal und rücksichtslos vorzugehen, ohne dabei, anders als Angehörige des Militärs oder gängige Zivilisten, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden zu können. Aus diesem Grund beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage, welche Problematiken mit dem Einsatz von privaten Militär- und Sicherheitsfirmen im Rahmen staatlicher militärischer Interventionen einhergehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Ausdifferenzierung der Begriffe des Söldners und privater Militär- und Sicherheitsfirmen

3. Die Entwicklung privater militärischer Dienstleistung nach dem Kalten Krieg

4. Rolle von PMSCs bei militärischen Interventionen sowie Beweggründe für Regierungen diese anzustellen

5. Entstehung der Firma Blackwater

6. Blackwater und der Irak Krieg

7. Das Fallbeispiel des Nisur-Platz

7.1 Hergang des Vorfalls

7.2 Militärische Konsequenzen

7.3 Strafrechtliche Belangbarkeit

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematiken, die mit dem Einsatz privater Militär- und Sicherheitsdienstleister (PMSCs) im Rahmen staatlicher militärischer Interventionen einhergehen, wobei das Wirken der Firma Blackwater während des Irak-Krieges als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Definition und Abgrenzung von Söldnern und privaten Militärunternehmen
  • Analyse der Rolle und Beweggründe für den staatlichen Einsatz von PMSCs
  • Untersuchung der Entstehung und Expansion von Blackwater
  • Fallstudie zum Vorfall am Nisur-Platz und dessen Konsequenzen
  • Diskussion der rechtlichen Grauzonen und Probleme der strafrechtlichen Verantwortlichkeit

Auszug aus dem Buch

7.1 Hergang des Vorfalls

Zur Mittagszeit des 16. September 2007 fährt ein Blackwater-Konvoi, bestehend aus vier schwergepanzerten Fahrzeugen, welche mit montierten Maschinengewehren versehen waren, auf den belebten Nisur-Platz in Bagdad. Laut der Aussage eines anwesenden irakischem Verkehrspolizisten fordern die Blackwater-Mitarbeiter die Polizisten im Fahren dazu auf den Verkehr auf dem Platz zu stoppen. Dies ist ein alltägliches Szenario für die irakische Bevölkerung, da sich amerikanische Konvois meistens so durch Stadtgebiete bewegen. Jedoch ändert der Konvoi seine Fahrtrichtung plötzlich um 180 Grad und Fährt eine Einbahnstraße entgegen ihrer Fahrtrichtung zurück. Nachdem der Konvoi abrupt vor einem zivilen Fahrzeug auf dieser Straße zum stehen kommt, wird Feuer auf dieses eröffnet. Blackwater lässt später verlauten, dass dieses Fahrzeug ungebremst auf den Konvoi zugerast sei. Eine Behauptung, die diversen Zeugenaussagen widerspricht. Der Fahrer des Fahrzeugs wird auf dem Fahrersitz erschossen, woraufhin sich das Fahrzeug rollend in Bewegung setzt. Obwohl die herbeigeeilten irakischen Verkehrspolizisten die Blackwater-Mitarbeiter darauf hinweisen, dass sich das Fahrzeug von alleine bewegt, keine Gefahr von ihm ausgeht und das Feuer deshalb eingestellt werden soll, eröffnen nun alle vier Fahrzeuge das Feuer und töten auch die Person auf dem Beifahrersitz. Des weiteren wird willkürlich auf sich rundum befindende Personen und Fahrzeuge gefeuert, auch auf fliehende Zivilisten, die aus ihren stehenden Fahrzeugen vom Konvoi weg rennen. In einem Zeitraum von circa 15 Minuten werden 17 Zivilisten getötet, über 20 weitere verletzt und 15 Fahrzeuge zerstört. (vgl. Scahill, 2008, S.12-15).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik privater Militärdienstleister ein und stellt die Forschungsfrage nach den Problematiken ihres Einsatzes am Beispiel von Blackwater.

2. Ausdifferenzierung der Begriffe des Söldners und privater Militär- und Sicherheitsfirmen: Dieses Kapitel definiert und differenziert die Begriffe Söldner, PSCs und PMCs, um eine klare terminologische Basis für die Analyse zu schaffen.

3. Die Entwicklung privater militärischer Dienstleistung nach dem Kalten Krieg: Hier wird der historische Kontext der Privatisierung militärischer Aufgaben seit 1991 beleuchtet.

4. Rolle von PMSCs bei militärischen Interventionen sowie Beweggründe für Regierungen diese anzustellen: Das Kapitel analysiert die Aufgabenfelder von PMSCs sowie die strategischen und ökonomischen Anreize für Staaten, diese einzusetzen.

5. Entstehung der Firma Blackwater: Diese Sektion beschreibt die Gründung und frühe Entwicklung von Blackwater durch Erik Prince und dessen frühe Verträge mit der US-Regierung.

6. Blackwater und der Irak Krieg: Hier wird die umfangreiche Involvierung von Blackwater in den Irak-Krieg und die damit verbundene neue Dimension der Auftragsvergabe durch die USA beschrieben.

7. Das Fallbeispiel des Nisur-Platz: Dieses Kapitel detailliert den Vorfall am Nisur-Platz sowie die daraus resultierenden militärischen und juristischen Konsequenzen.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Zweifel an der Vereinbarkeit privater Geschäftsmodelle in Kriegsgebieten mit staatlichen Befriedungszielen.

Schlüsselwörter

Blackwater, Private Militär- und Sicherheitsfirmen, PMSCs, Söldner, Irak-Krieg, Nisur-Platz, Privatisierung, Militärische Intervention, Rechtsunsicherheit, Order 17, US-Außenpolitik, Strafverfolgung, MEJA, Zivilistenschutz, Gewaltanwendung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle privater Militär- und Sicherheitsdienstleister (PMSCs) in modernen bewaffneten Konflikten, wobei sie sich kritisch mit den Problematiken ihrer Beauftragung durch Staaten auseinandersetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtliche Einordnung von Söldnern gegenüber privaten Unternehmen, die historische Entwicklung der Privatisierung von Kriegen sowie die moralischen und rechtlichen Folgen von Gewalt durch PMSCs.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche spezifischen Problematiken beim Einsatz privater Militärfirmen innerhalb staatlicher militärischer Interventionen auftreten und wie diese das Ziel der Befriedung eines Landes beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Fallstudienanalyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung dokumentierter Vorfälle sowie rechtlicher Rahmenbedingungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der theoretische Rahmen definiert, die Entstehung der Firma Blackwater skizziert und der Vorfall am Nisur-Platz 2007 als Fallstudie ausführlich juristisch und militärisch analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Blackwater, PMSCs, Privatisierung, Rechtsunsicherheit, MEJA und militärische Intervention geprägt.

Welche Rolle spielte das Dekret "Order 17" bei der Strafverfolgung?

Order 17 gewährte Mitarbeitern privater Sicherheitsfirmen im Irak weitgehende Immunität vor der irakischen Justiz, was eine lokale strafrechtliche Verfolgung nach dem Nisur-Platz-Vorfall verhinderte.

Warum war die Anklage nach dem "Military Extraterritorial Jurisdiction Act" (MEJA) so schwierig?

Die Anklage war schwierig, da viele Gesetze ursprünglich nicht für Kriegssituationen im Ausland entworfen wurden und Blackwater nicht für das Verteidigungs-, sondern das Außenministerium tätig war, was die rechtliche Anwendbarkeit erschwerte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Problematiken des Einsatzes privater Militär- und Sicherheitsdienstleister am Beispiel der Anstellung der damaligen Firma Blackwater im Irak
Hochschule
Universität Hamburg  (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Militärische Interventionen
Note
1,3
Autor
Felix Früh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1130487
ISBN (eBook)
9783346499653
ISBN (Buch)
9783346499660
Sprache
Deutsch
Schlagworte
PMSC Militärdienstleister Sicherheitsdienstleister Söldner Irak Blackwater
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Früh (Autor:in), 2021, Problematiken des Einsatzes privater Militär- und Sicherheitsdienstleister am Beispiel der Anstellung der damaligen Firma Blackwater im Irak, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1130487
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Leseprobe aus  17  Seiten
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